Ausgelernt sein, gibt es nicht

Versicherung, Verein, IT-Branche: Self-Starter Andreas geht seinen Weg

„Mit selbstlernenden Algorithmen Prozesse revolutionieren, für die das menschliche Gehirn zu schade ist“ – daran arbeitet das Berliner Start-Up des Jung-Gründers und FOM Absolventen Andreas. Dabei kommt er ursprünglich aus der Versicherungswirtschaft und gar nicht aus der IT-Branche. Programmieren kann er aber trotzdem – das hat er sich mal eben selbst beigebracht. Der 31-Jährige entwickelt nicht nur sein Unternehmen stetig weiter, sondern auch sich selbst.

Als diszipliniert würde er sich dennoch nicht beschreiben. „Disziplin fordern ja nur Dinge, die man nicht gerne macht“, so der 31-Jährige. Der sympathische Halb-Grieche hat etwas gefunden, das er definitiv gerne macht: Sein Start-Up „Deep Neuron Lab“  beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz und der Frage wie monotone Prozesse revolutioniert werden können.

Persönlichkeitsentwicklung als Schlüsselkompetenz

Angefangen hat Andreas Karriere aber in einem ganz anderen Bereich. „Ich komme eigentlich aus der Versicherungsbranche. Ich fand den Gedanken dahinter immer super: Menschen legen Geld weg, um sich gegenseitig in einer Notlage zu unterstützen. Ein bisschen wie die kapitalistische Form eines ur-gesellschaftlichen Gedankens.“ Der Gesellschaft etwas zurückzugeben – das ist etwas, das Andreas schon sehr früh am Herzen lag. Ihm wurde schnell klar, dass er damit nicht warten möchte, bis er alt ist und hat schon früh angefangen sein eigenes Ding zu machen. 2014 gründet er den gemeinnützigen Verein „nepia“, was so viel bedeutet wie „Netzwerk für Persönlichkeitsentwicklung in außerschulischen Aktivitäten". „Mir ist früh aufgefallen, dass Persönlichkeit eine wichtige Schlüsselkompetenz ist – sei es im Beruflichen oder Privaten. Im Leben trifft man immer wieder auf ungewohnte Situationen – mit einer gefestigten Persönlichkeit kann man damit besser umgehen. Leider kommt Persönlichkeitsentwicklung in der Schule häufig zu kurz. Mit dem Verein wollen wir einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.“

„Im auswendig Lernen bin ich nicht gut – ich muss die Dinge verstehen.“

Seine Thesis im Master Finance ist schließlich das Bindeglied, das ihn zur Artificial Intelligence, kurz „AI“, bringt. „Als ich das erste Mal von selbstlernenden Algorithmen erfahren habe, dachte ich: „Ok, das ist es. Das wird die Welt verändern. Da will ich Teil von sein.“ Seit diesem Moment verbringt er jede freie Minute damit, sich in die Thematik einzulesen, bringt sich sogar selbst das Programmieren bei. „Ich bin nicht gut im Lernen. Früher habe ich nicht mal 30 Latein-Vokabeln in den Kopf bekommen“, erinnert sich Andreas. „Ich kann nicht stoisch auswendig lernen – ich muss die Dinge verstehen. Künstliche Intelligenz war schon immer ein Gebiet, das mich sehr interessiert hat. Und Programmieren wurde für mich zum Hobby – so wie für andere Fußball. Ich habe sehr viel Zeit investiert, ohne es überhaupt zu merken“.

Immer wieder etwas Neues lernen 

So eine Start-Up-Gründung ist natürlich nicht ohne. Jeden Tag ist Andreas mit Aufgaben konfrontiert, die er vorher noch nie gemacht hat. „Das ist definitiv eine große Herausforderung, aber eben auch sehr reizvoll und spannend.“ Inspiration holt sich der 31-Jährige nicht nur bei seinen Freunden und Businesspartnern, sondern auch bei der Lektüre von Biografien. „Gerade lese ich sehr viel über Start-Up Gründer. Es ist eigentlich egal, welches Problem man gerade hat – es gibt mit Sicherheit jemanden, der schon mal ein ähnliches hatte.“, schmunzelt Andreas. Neben dem Lesen, helfen dem Self-Starter auch Sport und Meditation beim Abschalten – dafür plant er sich morgens feste Zeiten ein. Das Gefühl antriebslos zu sein, kennt er eigentlich nicht.

Seine Tipps für Momente, in denen man sich mal nicht so aufraffen kann:

„1. Verhindern, dass dieser Moment überhaupt eintritt. Mein persönliches Glück ist es, dass ich eng mit meinen Freunden zusammenarbeite und etwas tue, das mir Spaß macht.

2. Nur der Anfang ist schwer: Einfach schnell aufstehen und in die Bibliothek oder ins Fitnessstudio fahren – wenn man da ist, ist die Hälfte schon geschafft.“

Drei Fragen an Andreas

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Neugierig sein und offen für Neues bleiben

Sich auch außerhalb von institutionellem Wissen informieren und weiterbilden

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Nichts. All meine Entscheidungen haben mich auf den Weg gebracht, auf dem ich mich heute befinde.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Berufsbegleitend

Präsenzstudium

Gesamtstudium ist auf einen absehbaren Zeitraum ausgelegt

 

 

 

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