STUDIUM & BERUF / AUSBILDUNG ZEITLICH VEREINBAREN?

Die FOM hat jahrzehntelange Erfahrung mit dem berufsbegleitenden Studium. Alle Studiengänge sind speziell darauf abgestimmt, Studium und Beruf bzw. Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Die Lehrenden der FOM orientieren sich an deinen Bedürfnissen als Berufstätiger: Die Studieninhalte sind komprimiert, praxisnah und verständlich.

Es gibt unterschiedliche Studienzeitmodelle, aus denen du dasjenige wählen kannst, welches am besten zu dir und deinem Alltag passt. Die Vorlesungen liegen außerhalb der regulären Arbeitszeiten und die Semesterpläne liegen dir frühzeitig vor, sodass du genug Zeit für die Planung hast. Und sollte doch mal was Wichtiges dazwischen kommen – an der FOM herrscht keine Anwesenheitspflicht und du hast die Möglichkeit, Inhalte eines verpassten Seminars stets im Online-Campus nachzulesen. Viele administrative Dinge kannst du auch bequem von zu Hause aus regeln: ebenfalls im Online-Campus oder über die Zentrale Studienberatung.

Zeitliche Vereinbarung von Beruf und Studium

Lebenslanges Lernen

Es ist nie zu spät neue Wege zu gehen

Neue Technologien, neue Berufsfelder, Globalisierung, der demografische Wandel, das Leben und Arbeiten in fremden Ländern oder Kulturen – die Welt entwickelt sich unabdingbar weiter. Während deine Eltern ihre Jobs häufig 30, 40 oder sogar 50 Jahre ausüben, schreckt dich dieser Gedanke vielleicht eher ab und du kannst dir eine immer gleichbleibende Tätigkeit nicht vorstellen.

You can never be overdressed or overeducated

Oscar Wilde

Du bist auf der Suche nach Abwechslung sowie neuen Herausforderungen und Chancen – immerhin bieten sich doch an zahlreichen Stellen neue Möglichkeiten und Wege, sich selbst zu verwirklichen oder neu zu orientieren. Diese Flexibilität kannst du dir ganz einfach bewahren: Höre nicht auf wissbegierig zu sein! Nur durch einen fortwährenden Lernprozess ist es dir überhaupt möglich, die zahlreichen Chancen zu ergreifen und deine Träume und Ziele richtungsweisend zu verfolgen.

Lebenslanges Lernen
Lebenslanges Lernen statt Stagnation

Die Redewendung „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist deshalb in der heutigen Zeit absolut überholt. Der Lernprozess hört nicht mit dem Schul- oder Studienabschluss oder gar der Ausbildung schlagartig auf – ganz im Gegenteil. Du kannst alles und zu jeder Zeit lernen. Es ist nie zu spät! Genau darauf zielt das Konzept des „Lebenslangen Lernens“ ab. Denn die Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung eines jeden Einzelnen sind immer breiter gefächert und nehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Die Anforderungen, die du dabei an deinen Beruf und nicht zuletzt auch an dein Privatleben stellst, erfordern die bereits angesprochene Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie den Willen zur Fort- und Weiterbildung – egal ob du als Quereinsteiger Fuß fassen möchtest, eine Neuorientierung im Beruf suchst oder einen Branchenwechsel anstrebst. Viele Erwachsene widmen sich zum Beispiel der Erwachsenenbildung und beginnen im Alter noch ein Studium, um ihren Geist zu fordern und trainieren. Letztendlich hast du es in der Hand, in der sich drehenden Welt nicht stehen zu bleiben und immer Neues zu lernen.

Lebenslanges Lernen – Ja, ich will!

Das Wörtchen „lebenslang“ mag im ersten Moment etwas bedrohlich klingen. Allerdings liegt das wohl an der negativen Assoziation, die du mit dem Begriff Lernen verbindest: Schulbank drücken, viel Anstrengung, langweilige und ellenlange Texte lesen, Aufsätze schreiben oder Prüfungen bestehen. Doch Lernen ist mehr als das. Es hilft dir stetig neues Wissen anzueignen, deine eigenen Kompetenzen auszubauen, neue Qualifikationen anzueignen und bisher Gelerntes anzuwenden und zu reflektieren. In der schnelllebigen und sich immer wandelnden Gesellschaft gibt Lernen dir die Möglichkeit am Puls der Zeit zu bleiben. Dieses lebenslange Bündnis ist dein Impuls zur Selbstverwirklichung.

Aha-Erlebnisse für Glück und Erfolg

Insbesondere der zweite Bildungsweg bietet dir darüber hinaus die Möglichkeit, deine beruflichen Wünsche und Träume anzugehen und umzusetzen. Dein Vorteil: Als Erwachsener lernst du intrinsisch motiviert, da dich Themengebiete persönlich interessieren, du dich auf das Wesentliche konzentrierst und Lösungsstrategien selbst entwickeln und erarbeiten kannst. In diesem Prozess stellst du einen emotionalen Bezug zum Erlernten her, sodass ein sogenanntes Aha-Erlebnis entsteht. Dieses Aha-Erlebnis aktiviert wiederum – ähnlich wie der Verzehr von Schokolade – unser körpereigenes Belohnungssystem und ruft ein positives Gefühl hervor. Kurzum: Lernen macht dich auch noch glücklich!

Glück und Erfolg
Mit dem Lernerfolg über Grenzen hinaus

Dein persönlicher Lernerfolg eröffnet dir allerdings noch weitere Möglichkeiten. Denn deine Träume begrenzen sich vielleicht nicht mehr nur auf Deutschland. Stattdessen träumst du davon, noch einmal ein neues Land und seine Kultur kennenzulernen und dort sogar zu arbeiten. Dabei ist immer öfter nicht mehr nur von europäischen Ländern die Rede, sondern auch Amerika und weitere Kontinente wecken den Wunsch, neue Wege einzuschlagen und neue Herausforderungen zu suchen.

Ja zum lebenslangen Lernen
Sei mutig, verlass deine Komfortzone

Um immer Neues zu lernen, solltest du allerdings auch deine Komfortzone verlassen. Das kostet womöglich einiges an Überwindung, steigert jedoch nicht nur dein Wissen, sondern lässt sich als Person wachsen. Heutzutage musst du nicht mehr denken „Das schaffe ich nicht!“, „Wie soll das klappen?“ oder „Ich habe dazu ja gar nicht die Möglichkeit!“. Es gibt viele Angebote und Anlaufstellen, die es dir auch neben dem Beruf ermöglichen, sich weiterzubilden und die Idee vom lifelong learning in die Tat umzusetzen, damit dein Traum kein Traum bleiben muss. Du spielst zum Beispiel auch mit dem Gedanken, dich neu zu orientieren, die Branche zu wechseln oder einen zweiten Bildungsweg einzuschlagen? Du möchtest neue Chancen nutzen und unter Umständen berufsbegleitend Studieren? Die FOM kann auf diesem Wege dein Lern-Buddy sein. Sie bietet dir ein großes Angebot an Studiengängen, die du auch neben deiner beruflichen Tätigkeit abschließen kannst. So steht deiner Weiterentwicklung nichts mehr im Wege! Sei einfach mutig – letztendlich lernst du nicht für andere, sondern für dich selbst. Du profitierst am meisten davon!

Gründen im Studium

Jamie Lees Weg zum eigenen Fitness-Start Up

Jamie Lee beim Training

Studieren oder Gründen? Beides! Die 23-jährige Jamie Lee aus Willich, in der Nähe von Mönchengladbach, macht es vor. Als begeisterte Kampfsportlerin hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und noch während des Studiums an der FOM ihr eigenes Fitnessstudio eröffnet.

Jamie Lee ist es gewohnt, sich durchzukämpfen – und das sprichwörtlich. Seit sie denken kann betreibt die 23-Jährige Kampfsport auf professionellem Niveau. Schon als Kind waren die Wochenenden gefüllt mit Turnieren und Wettkämpfen. In der Oberstufe wurde sie dann vor die Wahl gestellt: eine Karriere im Profisport oder doch lieber Abitur? Jamie Lee entschied sich erstmal fürs Abitur. „Bildung ist das höchste Gut, das wir haben. Auch wenn wir hier in Deutschland öfter mal über unser Bildungssystem meckern, sind wir doch sehr privilegiert“, sagt die Studentin und klingt dabei gar nicht mehr wie eine 23-Jährige.

Jamie Lee beim Training
Stagnation ist keine Option

In Jamie Lees Leben dreht sich alles um Bildung und Sport. Beides gehört für sie untrennbar zusammen: „Ich könnte niemals auf Sport verzichten, aber genauso wenig auf Bildung. Sonst würde mir einfach etwas fehlen.“. Mit dem Ziel, beides miteinander zu verbinden, fest vor Augen, ließ sie sich zunächst zur staatlich geprüften Freizeitsportleiterin ausbilden. Dafür wechselte sie extra an eine Schule, an der sie ihren Berufsschulabschluss parallel zum Abitur absolvieren konnte.
Bei Jamie Lee musste schon immer alles gleichzeitig und am liebsten sofort passieren. Vor knapp einem Jahr hat die leidenschaftliche Kampfsportlerin ihr eigenes Fitness-Startup gegründet. Parallel dazu studiert sie im vierten Semester an der FOM Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie, um ihre unternehmerischen Kompetenzen auszubilden. „Stagnation ist keine Option“ heißt die Kampfansage auf der Website ihres Fitness- und Kampfsportstudios „Körperschmiede now“ im nordrheinwestfälischen Willich. Und das scheint wortwörtlich das Motto der Junggründerin zu sein. Vom Kampsport hat sie viel fürs Leben gelernt: „Hinfallen ist keine Schande. Wichtig ist nur, dass man einmal mehr aufsteht.“. Angst zu scheitern hat sie nicht – eine angemessene Portion Respekt schon. „Respekt sollte man immer haben, sonst handelt man schnell leichtsinnig.“.

Mit Leidenschaft, Know-how und Kampfgeist zum Erfolg

Diese mutige und doch bodenständige Einstellung half der ambitionierten Studentin auch bei der Existenzgründung. Gerade in der Anfangsphase gab es einige Hindernisse, die es zu bewältigen galt: „Ich komme aus einer eher ländlichen Gegend und da gibt es viele Berührungsängste, was den Kampfsport betrifft. Da musste ich erstmal ordentlich Aufklärungsarbeit leisten, um die Vorurteile abzubauen“, erzählt die Studentin und Junggründerin. Sie ist regelmäßig auf lokalen Festivitäten vertreten und lässt Interessierte einfach mal ausprobieren. „So lassen sich die Hemmungen am einfachsten verlieren“, meint sie.

Und der Plan scheint aufzugehen: Seit der Gründung im Oktober 2017 wird das vielfältige Angebot der „Körperschmiede now“ sehr gut angenommen. Das Leistungsspektrum umfasst mittlerweile Personal Training, Fitnesskurse, Firmenfitness-Konzepte und vieles mehr. Mit dem Umbau der 400 qm großen Lagerhalle, den sie zusammen mit ihrem Vater in Eigenregie durchgeführt hat, hat sich Jamie Lee einen Traum erfüllt. „Endlich spiegelt meine Umgebung die Professionalität und das Wissen wider, das ich mir über die Jahre aufgebaut habe. Gerade weil ich noch so jung bin, werde ich dadurch auch ganz anders wahr- und ernst genommen.“.

Jamie Lee im Fitnessstudio
Letztendlich möchten wir doch alle das Beste aus uns herausholen

Die 23-Jährige ist stolz auf das, was sie bisher erreicht hat – gibt sich aber selten zufrieden. Langfristig soll eine räumliche Vergrößerung des Studios her und auch ein Ausbau des Kursangebots durch neue Sportarten ist in Planung. Offenheit für Neues und Weiterentwicklung sind Jamie Lee sehr wichtig.

Um sich rund um das Thema Unternehmensführung weiterzubilden und fit zu machen, hat sich die Startup-Gründerin neben dem eigenen Unternehmen für ein berufsbegleitendes Studium an der FOM entschieden. Für Jamie Lee ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Selbstverwirklichung. „Letztendlich möchten wir doch alle das Beste aus uns herausholen. Mir ist wichtig, dass ich selbst die Kontrolle habe und nicht fremdgesteuert bin. Ich kann mir die Kurse und Inhalte selbst aussuchen und meine Zeit selbst planen.“ Im flexiblen Teilzeitmodel eignet sich Jamie Lee nun Grundlagenwissen zu allen wichtigen Unternehmensbereichen an. Genau diese Flexibilität hat die Jungunternehmerin in ihrem Vollzeitstudium an einer staatlichen Universität vermisst, das sie damals unmittelbar nach dem Abitur begann. Schnell war ihr klar, dass sie mehr Freiraum braucht, um ihre weiteren Projekte umzusetzen. „Natürlich muss man sich selbst gut organisieren können. Das habe ich zum Glück früh gelernt, da ich schon während der Schulzeit meine Zeit gut planen musste, um Leistungssport betreiben zu können.“

Sport und Bildung schaffen nicht nur das Fundament ihres Kampfsportzentrums, sondern sind auch ihre persönliche Lebensphilosophie.

Jamie Lee im Fitnessstudio
Drei Fragen an Jamie Lee

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Auf jeden Fall würde ich nochmal mein Herz in die Hand nehmen und den Schritt in die Selbstständigkeit wagen! So lange man die Chancen und Risiken abwägt und das Positive überwiegt, kann ich jedem nur empfehlen: sei mutig, Erfolg wird kommen, so lange du hart arbeitest!

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Puh, über diese Frage habe ich jetzt ein wenig nachgedacht. Ich denke, dass es noch zu früh ist, um zu sagen: dieses und jenes würde ich beim nächsten Mal definitiv anders machen. Die Frage kann ich vielleicht in fünf Jahren besser beantworten.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Viele Dozenten sind aus der freien Wirtschaft, lehren Ihre Erfahrungen, sehr praxisnah

Super Zeitmodell, um nebenbei arbeiten zu gehen bzw. sich selbstständig zu machen

Reduzierte Anzahl an Modulen pro Semester im Vergleich zu „normalen“ Hochschulen / Universitäten, dadurch hat jedes Modul eine hohe Wertigkeit

Vom Hauptschüler zum Brand-Manager

Marcos Karriere auf dem zweiten Bildungsweg

Marco Manzo hat es allen gezeigt. Mit einer Empfehlung für die Hauptschule scheint sein Lebensweg schon früh vorbestimmt. Doch statt nach Gründen zu suchen, findet der 25-jährige Heilbronner Wege: Heute lebt und arbeitet er als Brand-Manager für die Pernod Ricard Swiss SA in der Schweiz.

Wer die letzten Etappen seines Lebenslaufs liest, würde niemals erwarten, dass Marco Manzos Karriere bei Weitem nicht so selbstverständlich war wie es zunächst scheint. Gut bezahlte Anstellungen in namhaften Großkonzernen lassen eine reibungslose Schullaufbahn vermuten: Abitur, Studium – das Übliche. Tatsächlich jedoch hat die Karriere des 25-Jährigen auf der Hauptschule begonnen.

Nach der Grundschule erteilen ihm die Lehrer das von vielen Eltern gefürchtete Urteil: keine Empfehlung fürs Gymnasium. Nein, auch nicht für die Realschule. Der Junge soll auf die Hauptschule – für mehr reiche es nicht. Eine Fehleinschätzung wie sich später herausstellen soll. Marco folgt zunächst dem Anraten seiner Lehrer und besucht eine Hauptschule in seiner Heimatstadt Oedheim bei Heilbronn. „Nicht alles daran war schlecht“, betont er. „Eigentlich bin ich sogar sehr dankbar für diese Erfahrung – ich habe dort viel fürs Leben gelernt. Hauptschulen sind im Allgemeinen auch gar nicht so schlecht wie ihr Ruf – tatsächlich lernt man viele praktische Dinge, die man im Alltag wirklich gebrauchen kann.“.

Obwohl Marco die Zeit an der Hauptschule heute nicht missen möchte, wird ihm als junger Schüler schnell klar, dass seine Karrierechancen einmal stark begrenzt sein werden, wenn es bei diesem Abschluss bleiben sollte. „Ich habe zwei linke Hände. Etwas Handwerkliches wäre daher für mich nie in Frage gekommen“, erzählt Marco.

Skateboard an Campus
Ziel: Aufstieg durch Bildung

Früh stand fest, dass er ins Büro will – Industriekaufmann sollte es sein. Um seine Chancen auf einen entsprechenden Ausbildungsplatz zu erhöhen, besucht er nach dem Hauptschulabschluss eine Wirtschaftsschule, um dort seinen Realschulabschluss zu machen. „Die Wirtschaftsschule war für mich persönlich eine harte Zeit. Ich musste sehr viel dafür lernen.“

Seine Disziplin macht sich bezahlt: Nachdem er sich bei den unterschiedlichsten Firmen um einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann beworben hatte, wird Marco beim international bekannten Markenunternehmen Unilever fündig. „Die Ausmaße des Konzerns wurden mir ehrlich gesagt erst beim Vorstellungstermin bewusst“, erinnert er sich. „Ich habe mich damals einfach mit ein paar Klicks über das Online-Portal beworben.“ Der damals 17-Jährige ist ganz beflügelt von seiner neuen Arbeitsumgebung, dem schicken Büro und seinen neuen Kollegen. Als sich ihm die Chance bietet, parallel zum Berufsschulunterricht die Fachhochschulreife nachzuholen, überlegt er nicht lange – auch wenn das bedeutet, dass er nun an drei Abenden pro Wochen zusätzlich die Schulbank drücken muss.

Studieren ohne Abitur?
Aufstieg durch Bildung

Während der dreijährigen Ausbildung, die er um ein halbes Jahr verkürzen konnte, darf Marco in verschiedene Bereiche des Unternehmens schnuppern und entdeckt seine Leidenschaft fürs Marketing. Das soll es sein – da will er hin! Eine Stelle in seinem Wunschbereich scheint jedoch zunächst aussichtslos: „In der Marketing-Abteilung gab es bis dato niemanden, der nicht studiert hatte. Mir war klar, dass ich ohne Studium kaum Chancen habe“, erklärt der einstige Hauptschüler. Doch Marcos Ehrgeiz ist schnell gepackt: „Ich glaube, die Empfehlung für die Hauptschule damals hat mich für mein Leben geprägt. Ich dachte mir seitdem einfach immer „euch zeig ich’s“ und „das schaffe ich auch noch“. Mit dieser Motivation und dem Ziel eines Tages in seinem Traumjob zu arbeiten, fest vor Augen, überlegt er welche Optionen er hat.

Marcos Eltern sind zunächst wenig begeistert als er verkündet, er wolle studieren – damit wäre er der Erste in der Familie und entsprechend skeptisch sind die Blicke, die er erntet. „Meine Eltern wussten nicht wirklich etwas mit meinem Studienwunsch anzufangen. Für sie war das alles sehr abstrakt. Ich glaube sie hatten die Befürchtung ich würde danach als Taxifahrer enden oder so“, lacht der Brand-Manager. Um seine Eltern milde zu stimmen und nicht „nur“ zu studieren, fasst Marco anfangs ein duales Studium ins Auge. Als er erfährt, dass dieses Modell bei Unilever nicht mehr angeboten wird, spielt er mit dem Gedanken das Unternehmen zu wechseln.

Kurz bevor Marco die Stelle bei einem anderen Handelsunternehmen annimmt, winkt Unilever mit einem unbefristeten Vertrag. „Damit stand fest: Es muss eine andere Lösung her. Ich wollte meinen sicheren Arbeitsplatz nicht verlieren, aber gleichzeitig war mir klar, dass ich dieses Studium brauche, um weiterzukommen.“

Im Internet stößt er auf die FOM und lässt sich unverbindlich beraten. Das Modell des berufsbegleitenden Studiums und die Bestätigung, dass die Abschlüsse staatlich anerkannt sind, überzeugen den ambitionierten Heilbronner und er schreibt sich für den Studiengang Bachelor of Business Administration ein.

Mit Disziplin durchs Studium

Anfänglich hat Marco mit der Doppelbelastung ziemlich zu kämpfen. „Neben Arbeit, Vorlesung und Lernen bleibt einem eigentlich nur noch der Sonntag zur Erholung. Man muss sich schon gut selbst organisieren, um alles unter einen Hut zu bekommen.“ Sich ganz bewusst Auszeiten nehmen und auch mal abzuschalten, findet er dabei mindestens genauso wichtig.

Marco reist gerne und erkundet neue Länder und Kulturen. Als die FOM eine „Spring School“ in San Diego anbietet, zögert er nicht lange. Die Zeit in den USA begeistert ihn so sehr, dass er spontan beschließt sich eine Auszeit zu nehmen und weitere zwei Monate Aufenthalt anzuhängen. Für ein paar Wochen erlebt er, wie es sich anfühlt „Vollzeit-Student“ zu sein. Seine Tage bestehen aus Vorlesungen und Parties – Kontrastprogramm zu seinem sonst so strukturierten Alltag in Deutschland. „Es war wirklich schön auch mal diese Seite des Studentenlebens erleben zu dürfen, aber ich muss sagen: das hat mir dann auch gereicht. Ich bin nicht so gut im Nichtstun“, gesteht er.

Skyline San Diego
Der Wille zum Erfolg

Mit dem festen Vorsatz etwas aus seinem Leben zu machen, beißt sich der Heilbronner durch und gibt sich nicht zufrieden. Früh hat er gelernt, wie wichtig es ist, sich persönlich weiterzuentwickeln und weiterzubilden, wenn man etwas erreichen möchte.

Heute arbeitet er erfolgreich in seinem Traumjob: als Brand Manager für Pernod Ricard Swiss. Im Schweizer Büro tüftelt er an Markenstrategien und Werbekampagnen für weltweit bekannte Brands und freut sich jedes Mal aufs Neue, wenn seine Maßnahmen gut ankommen. Sei es das Festival, das er selbst schweißtreibend organisiert hat oder das gelungene Werbeplakat, das er mitgestaltet hat – Marco genießt seine neue Arbeit. „Der Job muss Spaß machen – das ist die größte Motivation.“

Auch seine Eltern sind stolz auf ihn und froh, dass er diesen Weg gegangen ist. Marco möchte anderen Mut machen ihre Träume zu verwirklich, egal wie gut oder schlecht die Voraussetzungen auch zu sein scheinen. Am Ende ist es doch immer das, was du selbst daraus machst: Auch mit Hauptschulabschluss sind einem die Türen in Deutschland nicht verschlossen. Mit dem Ziel fest vor Augen kann man alles schaffen.

Drei Fragen an Marco

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Auf meine eigene Stärke vertrauen und mich nicht von anderen beeinflussen lassen. Wenn du den Willen hast, kannst du alles schaffen – egal was andere sagen.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ein Auslandsjahr einlegen. Das ist eine Erfahrung, die ich trotz meines fast dreimonatigen Aufenthaltes in den USA ein bisschen vermisse.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Das Studium ist perfekt auf die Bedürfnisse von Studenten, die parallel arbeiten abgestimmt.

Absolventen der FOM werden von Arbeitgebern sehr geschätzt: Wer ein berufsbegleitendes Studium schafft, gilt als belastbar und ist geübt in Selbstorganisation.

Die Möglichkeit Auslandserfahrung zu sammeln.

Keine Chance für Zeitchaos und Prokrastination

Tipps, wie du dein Zeitmanagement optimierst

Du wirst die Situation kennen: Dein Leben ist vollgestopft mit Aufgaben, Zielen und Wünschen. Du willst deinen Traumjob finden, Karriere machen, eine Familie gründen, die Welt bereisen, deinen Hobbies nachgehen, dich neuorientieren, deine Freunde treffen, Sport machen, um fit zu bleiben, und die neue Serie auf Netflix schauen, um mitreden zu können.

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen!

Astrid Lindgren

Gleichzeitig müssen der Haushalt geschmissen und zahlreiche Termine koordiniert werden. Wie in ein Handgepäcksstück, in das man alles für einen Kurztrip reingequetscht hat, presst du immer mehr in dein Gehirn und dein Leben.

Keine Chance für Prokrastination

Dabei stehst du zwischen den Stühlen namens Zeitdruck und Prokrastination. Du willst nämlich immer weiter, schneller und höher, aber eben auch genug Freizeit, weshalb du manche Aufgaben andauernd schiebst. Das Problem ist die Einteilung deiner Zeit, um allen Aufgaben, allen Mitmenschen und vor allem dir selbst gerecht zu werden. Die Frage, die sich stellt: Erledigst du denn so überhaupt alles mit 100 % Aufmerksamkeit, Leidenschaft und Energie? Was bleibt am Ende – außer Stress, Hektik, Müdigkeit und vor allem Zeitmangel? Denn gerade, wenn du der Prokrastination nachgibst, sitzt da dieses kleine Männchen in unserem Kopf und flüstert: „Wie sollen wir das alles schaffen?“.

Wer alles will, kann alles sein

Mit dem richtigen Zeitmanagement lassen sich viele private als auch berufliche Projekte endlich in die Tat umsetzen. Du spielst schon länger mit dem Gedanken, dich beruflich weiterzuentwickeln? Einen neuen Weg einzuschlagen und neue Ziele zu erreichen? An der FOM bekommst du neben den praxisnahen Lerninhalten auch Infos und Tipps für einen strukturierten Alltag. Mach es einfach, sei mutig und nutze deine Zeit.

Von nix kommt nix!

Studieren mit Kind

Zwischen Model-Job, Kita und Hörsaal

Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen. So ähnlich war es auch bei Nina Kirsch. Die 31-Jährige ist schwanger als ihre langjährige Beziehung in die Brüche geht und sie plötzlich auf sich alleine gestellt ist.

Studieren mit Kind

Nach dem ersten Schock fasst sie den alles entscheidenden Entschluss sich von der neuen Lebenssituation nicht unterkriegen zu lassen. Motiviert von dem Gedanken, ihrer Tochter ein gutes Leben ermöglichen zu können, beschließt sie allen Schwierigkeiten zum Trotz ihren Traum vom Studium zu verwirklichen.

Als Nina Kirsch erfährt, dass sie Nachwuchs bekommt, hat sie gemischte Gefühle: Da ist die Vorfreude auf das Baby – da ist aber auch die Angst „Schaffe ich das?“. Als alleinerziehende Mutter steht sie vor der großen Herausforderung, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen. Der Wahl-Berlinern wird schnell klar, dass der bis dato lukrative Model-Job keine langfristige Option für die Zukunft ist. Nina kämpft mit dem Dilemma vieler Alleinerziehenden: Man benötigt mehr Geld – hat aber gleichzeitig weniger Zeit. „Natürlich hab ich mir im ersten Moment gedacht, ok, das ist eine schreckliche Situation – das war anders geplant.

Letztendlich möchte ich aber TROTZDEM, auch wenn ich alleinerziehend bin, ein schönes Leben mit meiner Tochter haben und meine Träume verwirklichen. Und ein Traum von mir war, dass ich unbedingt nochmal studieren wollte.“.

Bildung als Investition in die Zukunft

Nicht nur die höhere Qualifikation und damit einhergehend ein höheres Gehalt motivieren Nina: Bildung und persönliche Weiterentwicklung sind der alleinerziehenden Mama sehr wichtig. Schon länger hat sie den Wunsch zu studieren, ist aber berufsbedingt so oft auf Reisen, dass ein reguläres Studium nicht in Frage kommt. Als ihre kleine Tochter auf der Welt ist, ist das Bedürfnis nach finanzieller Unabhängigkeit und Selbstbestimmung stärker denn je. Sie möchte Vorbild sein: „Wenn meine Tochter größer ist, soll sie lernen, dass es im Leben auch mal unvorhergesehene, schwierige Situationen gibt. Aber dass, egal, was passiert, es trotzdem irgendwie weitergeht – dass man sich immer verbessern kann.“

Während die Kleine schläft, recherchiert sie bis tief in die Nacht nach Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Gesundheitsmanagement. So groß die Auswahl an Studienangeboten online auch ist, so groß ist ihre Enttäuschung. Der Spagat zwischen Vorlesungen und Kinderbetreuungszeiten scheint unvereinbar bis sie auf das Angebot der FOM stößt. „Das berufsbegleitende Studium gibt mir die Möglichkeit Geld zu verdienen, das ich brauche, um meine kleine Familie zu finanzieren und gleichzeitig Zeit mit meiner Tochter zu verbringen.“

Im Alltag angekommen, gibt es für die engagierte Mama dennoch viele Herausforderungen. „Natürlich denkt man sich manchmal: ‚Ich hätte jetzt auch gerne eine perfekt aufgeräumte Wohnung oder wäre perfekt gestylt.‘ Aber den Perfektionismus muss man ablegen.“ Kaum vorstellbar eigentlich als Model. Nina kennt die Vorurteile und schmunzelt: „Ach, so wie auf den Fotos sehe ich doch nie aus! High Heels sind überaus unpraktisch für den Kindergarten“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Nina hat gelernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Priorität Nummer 1 ist immer ihre Tochter. „Wenn die Kleine schläft, konzentriere ich mich aufs Lernen. Egal, wie unordentlich die Wohnung gerade aussieht. Ich komme auch öfters mal zu spät zur Vorlesung, aber ich bin da. In den Klausuren erziele ich selten Bestnoten, aber ich bestehe. Das ist es, was zählt.“ Obwohl die Modeljobs in der Vergangenheit lukrativ für sie waren, möchte Nina ihrer Tochter etwas anderes vorleben. „Ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte, aber meine Tochter soll wissen, dass wir unser Geld mit Bildung verdienen und nicht nur durch Oberflächlichkeiten.“

Modeljob und Studieren
Selbstorganisation und Selbstsorge

Effektives Zeitmanagement ist in Ninas Situation goldwert. In ihrem ersten Semester an der FOM hat sie dazu einen Kurs belegt und vieles davon hilft ihr auch im Alltag. Neben einer guten Selbstorganisation achtet sie bewusst auf ihren Körper und gönnt ihm die nötigen Auszeiten. Wenn es zu viel wird, streicht sie ganz bewusst Punkte von ihrer Agenda und nimmt sich Zeit für kurze Ruhepausen. Dazu gehört regelmäßiger Sport, aber auch mal zehn Minuten für einen kurzen Power-Nap oder ein YouTube Meditations-Video. Dafür fährt sie im Auto auch schon mal spontan zehn Minuten rechts ran. „Als Alleinerziehende ist es natürlich sehr schwierig, sich Auszeiten zu nehmen. Paradoxerweise ist es aber umso wichtiger, denn wenn ich nicht auf mich achte und ausgebrannt bin, nutze ich niemandem mehr etwas: weder meinem Kind, noch meinem Arbeitgeber, noch mir selbst. Unbedingte Grundlage dafür ist allerdings die beste Kinderbetreuung. Da meine Familie nicht in der Nähe wohnt, habe ich lange nach einer Kita gesucht, mit der ich rundum zufrieden war. Wenn ich die nicht hätte, wäre es unmöglich für mich abzuschalten.“

Alleinerziehend studieren:

Meine Tochter ist meine grösste Motivation

Ihr Studium empfindet Nina, trotz der Doppelbelastung, als Luxus und Privileg. Etwas für ihren Geist zu tun und sich weiterzubilden, gibt ihr ein gutes Gefühl. Gleichzeitig ist es ihr wichtig, für sich selbst sorgen zu können. Finanzielle Unabhängigkeit ist ihr ein echtes Anliegen und sie möchte anderen Frauen Mut machen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind. „Alleinerziehende werden in unserer Gesellschaft immer noch viel zu oft diskriminiert. Widmet man sich Vollzeit dem Mutter-Dasein gilt man als faul und ungebildet – ist man berufstätig gilt man als Rabenmutter. Von diesen Vorurteilen muss man sich freimachen. Ich kann all den anderen Müttern  da draußen nur raten:

“Gebt eure Träume nicht auf und traut euch! Ihr wollt beruflich eine neue Richtung einschlagen? Macht es! Ihr wollt einen akademischen Titel und eure finanzielle Situation verbessern? Macht es! Ja, es ist schwierig, und ja, es ist chaotisch – aber es geht! Stell dir nur mal vor, wie stolz dein Kind auf dich sein wird, dass du das für euch machst und was du ihm dadurch alles bieten kannst. Drei Jahre Studienzeit sind auf die gesamte Lebenszeit übertragen schnell vorbei – es ist eine Investition in deine Zukunft und die deines Kindes.“

Alleinerziehend studieren

Nina wird nächste Woche 33 und schreibt genau an ihrem Geburtstag eine Klausur. Das Feiern lässt sie sich nicht nehmen und verschiebt die Party zwei Wochen nach hinten. Alles eine Frage des Zeitmanagements. Der Babysitter ist schon organisiert.

Drei Fragen an Nina

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich würde mich trotz schwieriger Umstände immer wieder für mein Kind entscheiden, und dafür erst zu leben, die Welt zu bereisen und dann erst zu studieren. Die Erfahrungen ermöglichen mir einen besseren Zugang.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Was würdest du auf jeden Fall anders machen? Ich würde mir mehr Zeit fürs Studium lassen und Prüfungsphasen entzerren, indem ich beispielsweise Termine verschiebe. Es ist keine Schande länger für sein Studium zu brauchen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Es gibt keine Anwesenheitspflicht.

Das Studium ist berufsbegleitend.

Das Studium ist in Teilzeit möglich. All das ermöglicht mir mehr Zeit mit meinem Kind, sodass ich Privatleben und Studium besser vereinbaren kann.

Wenn es plötzlich „Klick“ macht:

Merten will mehr – ohne auf sein Gehalt zu verzichten

Portrait von Merten Mirza

Merten Mirza arbeitet als IT-Auditor und Prüfungsassistent bei einer großen Hamburger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Dass der 30-jährige angehende Familienvater mal Karriere machen wird, hat er seinem starken Willen, Durchhaltevermögen und der bewussten Entscheidung zur Weiterbildung zu verdanken.

Hätte man Merten Mirza im Sommer 2007  gefragt, was er mit seinem Leben anfangen will – der frischgebackene Abiturient hätte darauf keine Antwort gewusst. Mit einem Notendurchschnitt von 3,1 beendet er die Schule und ist sich sicher, dass er mit all der Theorie in den Klassenzimmern erstmal nichts mehr am Hut haben will. „Es hat mich gestört, gefühlt Dinge zu lernen, die ich in meinem Leben nie anwenden konnte. Mal ehrlich, wann haben Sie zuletzt Sinus und Cosinus in ihrem Alltag gebraucht?“, sagt der FOM Master-Absolvent lachend. Darum entschied er sich erstmal für den Zivildienst bei einem ambulanten Pflegedienst.

Schulalltag
Endlich wusste ich, wofür ich lerne

Mit seinem damaligen Vorgesetzten versteht er sich gut und lässt sich einen weisen Rat geben: „Bevor du irgendetwas Theoretisches studierst, mit dem du später dann doch wieder nichts anfangen kannst, mach doch erst mal was Praktisches und schau was dir liegt.“ Gesagt, getan. Merten beginnt eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem sogenannten „Hidden Champion“ – ein mittelständischer Betrieb, der Accessoires für bekannte Modemarken herstellt. „Sobald ich im Berufsleben stand, hat es plötzlich Klick gemacht. Endlich wusste ich, WOFÜR ich lerne“, erinnert er sich.

Und schnell wird klar: Merten will mehr. Er verkürzt die Ausbildung auf zwei Jahre und informiert sich nebenher über Weiterbildungsmöglichkeiten. „Mir war klar, dass ich irgendwie mehr wollte – mich beruflich weiter entwickeln und den nächsten Schritt gehen möchte. Ich wusste aber noch nicht genau, wie das aussehen soll. Nach Beenden meiner Ausbildung hat man mir einen unbefristeten Vertrag angeboten und damit einen sicheren, gut bezahlten Arbeitsplatz.“

Eine völlig neue Motivation

Trotz des Jobangebots begann er parallel zu recherchieren, wie eine Weiterbildung aussehen könnte. Bei seiner Recherche stieß er auf die FOM. „Was mir gleich gut gefallen hat, war die Möglichkeit des berufsbegleitenden Studiums. An mein Gehalt hatte ich mich bereits gewöhnt – darauf wollte ich nicht verzichten.“ Auf seine Karrierechancen verzichten, wollte Merten allerdings auch nicht und so schrieb er sich für den Bachelor-Studiengang Business Administration ein. „Natürlich gibt es auch im Studium einen hohen theoretischen Anteil. Der Unterschied ist aber, dass ich mir die Kurse und Lerninhalte selbst aussuche. Ich kann mich auf das spezialisieren, was mir Spaß macht und was mir wirklich etwas nutzt. Dadurch habe ich eine völlig neue Motivation erfahren“, sagt der heute 30-Jährige. Zahlen liegen ihm und so entschließt sich Merten im Anschluss an den Bachelor zu einem Masterstudium in „Finance & Accounting“, das ihm schließlich die Türen zu seinem jetzigen Hamburger Arbeitgeber öffnet.

Tatsächlich ist Merten bereits bei der Einschreibung an der FOM klar, dass er auch den Masterabschluss in der Tasche haben will – auch eine Promotion schließt er nicht aus. Und all das von Jemandem, der mit dem Thema „Schule“ eigentlich nichts mehr am Hut haben wollte? „Unabhängig vom Schulsystem hatte ich schon immer einen großen Wissensdurst. Ich habe die Dinge hinterfragt, wollte wissen, wie alles funktioniert. Vorankommen, sich weiterbilden und einfach etwas für sich selbst tun – das war mir schon immer enorm wichtig. Nur die Ausbildung zu haben, hat mir irgendwie nicht gereicht – ich wollte mehr. Noch während des Masters habe ich mich beworben und bin zu meinem jetzigen Arbeitgeber gekommen."

Prioritäten und Highlights setzen

Dieses „Mehr“ bekommt man natürlich nicht geschenkt. Die Doppelbelastung aus Studium und Beruf konnte streckenweise ganz schön stressig sein. Nicht selten hat er während der Klausurphasen die ein oder andere „Nacht durchgemacht“. Nicht mit Party allerdings, wie viele seiner damaligen Studienkollegen, sondern mit Lernsessions. „Man muss Prioritäten setzen. Klar, wäre ich auch das ein oder andere Mal lieber mit feiern gegangen, statt zuhause zu lernen. Aber letztendlich wusste ich immer, wofür ich es tue. Man muss seinen inneren Schweinehund besiegen und sich das Ziel immer fest vor Augen halten.“

Lernen am Laptop

Familie, Freunde und Partnerin sollten im Leben des Hamburgers aber auch nicht zu kurz kommen. Als Ausgleich zum stressigen Studium setzte er sich bewusst kleine Highlights, wie die Urlaubsreisen mit seiner Freundin und heutigen Frau, deren Unterstützung er sehr schätzt: „Ohne das Verständnis von Freunden und Familie geht es nicht. Man hat de facto einfach weniger Zeit als vorher, aber lernt auch, diese effektiver zu nutzen. Das ist eine Fähigkeit, die mir heute im Job häufig zu Gute kommt: Ich bin deutlich belastbarer und kann mit Stress besser umgehen.“

Freunde beim Kaffee

Stillstand ist nichts für Merten. Er ist schon wieder dabei sich bei der FOM über weitere Möglichkeiten zur Erwachsenenbildung zu informieren. Auch das Thema Promotion schwebt ihm immer noch im Kopf herum. Realisieren aber möchte er diesen Wunsch erst nachdem sein wohl wichtigstes Projekt sprichwörtlich in „trockenen Tüchern“ liegt: Der FOM Absolvent wird zum ersten Mal Vater. Und auch hier setzt er ganz bewusst Prioritäten: „Ich werde in Elternzeit gehen und möchte diese Monate ganz bewusst für meine Familie da sein. Diese Momente erlebt man schließlich nur einmal.“

Drei Fragen an Merten

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Zivildienst, Ausbildung und dann Studium – diese Reihenfolge würde ich immer wieder so wählen. Gerade das Jahr im Zivildienst war für mich wichtig zur Orientierung. Meine Studienfächer würde ich auch genau so wieder wählen.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Auf Anhieb fällt mir nichts ein… Vielleicht nicht noch den Motorradführerschein neben Job und Studium machen und mehr Zeit mit der Familie verbringen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Mir war besonders wichtig, dass das Studium berufsbegleitend ist.

Dank der kleinen Gruppengrößen kann man deutlich besser lernen als in einem vollgepackten Audimax und die Dozenten können auch besser auf die Studenten eingehen.

Das gute Verhältnis zu den Dozenten habe ich immer sehr geschätzt.

Geheimnis