Be curious!

Wieso es so wichtig ist, neugierig zu bleiben

Es gibt eine menschliche Eigenschaft, die oft unterschätzt wird: Sie treibt deinen Wissensdurst an und verkörpert deinen Drang, immer etwas Neues auszuprobieren und zu lernen. Die Rede ist von Neugier. Oft wird diese Eigenschaft Kindern zugeschrieben und im Erwachsenenalter nicht selten als unhöflich abgetan. Völlig zu Unrecht – sie kann dich in deinem Leben nämlich echt weit bringen. Wir zeigen dir, weshalb es sich lohnt, neugierig zu bleiben!

Ideas come from curiosity

Walt Disney

Lächelnder Mann mit Touchpad
Was macht neugierige Menschen aus?

Fragt man Karrierecoaches, welche Eigenschaften dich erfolgreich im Job und Leben machen, werden sie dir wahrscheinlich folgende nennen: Ausdauer, Ehrgeiz und eine ordentliche Portion Kreativität. Außerdem solltest du sozial kompetent sein und die Fähigkeit, sich jeder Situation immer aufs Neue anzupassen, aufweisen. On top kommt dann noch ein hoher IQ. Die Neugier wird dabei häufig außenvor gelassen. Fakt ist aber: Ohne Neugier sind all deine anderen Qualitäten, wie Ehrgeiz, Kreativität oder dein hoher IQ gar nicht mehr so viel wert, da dir der Ansporn fehlt, dich damit auseinander zu setzen. Und dafür braucht es eben Neugier – deinen Durst nach Wissen und die Gier nach dem Neuen. In unserer Wissensgesellschaft wird die Offenheit für neue Erfahrungen immer wichtiger - und so entwickelt sich die Neugier zu einer neuen Kernkompetenz. Sensationslust? – Nein, danke! Neugier bedeutet nämlich nicht gleich Neugier: Wenn dir der Klatsch und Tratsch der Promis Herzrasen bereitet oder du an einem Unfall lieber langsam vorbeifährst, anstatt eine Rettungsgasse zu bilden, dann ist das weder cool, noch förderlich für deine weitere Entwicklung im Job. Auch eine eher flatterhafte Begeisterung für Themen, die nicht länger als fünf Minuten anhält, ist nicht unbedingt der Soft Skill, bei dem das Herz der Recruiter höherschlägt. Stattdessen geht es um deinen inneren Antrieb, dir neues Wissen anzueignen und dich stetig weiterzuentwickeln.

 

Epistemische Neugier ist der Schlüssel

Psychologen bezeichnen diese produktive Eigenschaft als epistemische Neugier oder anders gesagt: als Wissensdurst. Diese Art bringt dich dazu, dich in immer neue Wissensgebiete hineinzulesen, auch wenn es gerade vielleicht keinen praktischen Anlass dazu gibt. Einfach, weil es dich interessiert. Und was bringt dir das für deine berufliche Weiterentwicklung? Du kommst immer auf neue Ideen, entdeckst neue Wege und erschließt dir ein neues Terrain – und trägst so zur Innovation deines Unternehmens bei. Aber auch für deine persönliche Glück Entwicklung lohnt es sich, neugierig durchs Leben zu gehen und offen für Neues zu bleiben.

Hätten wir keine neugierigen Denker, würde es keinen Fortschritt oder Innovationen in unserer Welt geben. Quantenphysik beispielsweise wirkt, aus der Ferne betrachtet, erst mal nur kompliziert und ziemlich dröge. Aber wenn man sich mal die Mühe gemacht hat, einen Zugang zum Thema zu finden, erwacht womöglich auf einmal das Interesse – dann kann es sogar richtig Spaß machen, sich damit zu beschäftigen. Hätte Einstein, der von sich selbst behauptet, er habe keine speziellen Talente, sondern sei nur leidenschaftlich neugierig, sich nicht hinter das Thema Relativitätstheorie geklemmt, dann wäre unsere Welt eine andere.

Wie wecke ich das neugierige Kind in mir wieder auf?

Neugier ist eine wichtige Ureigenschaft, denn sie sichert die Entwicklung des Menschen. Während wir als Kinder mit neugierigen Augen durchs Leben gehen und alles berühren, erfragen oder ausprobieren müssen, um den Lauf der Dinge zu lernen, nimmt diese Eigenschaft mit dem Erwachsenenalter ab. Es fällt uns mit zunehmendem Alter immer schwerer, uns auf Neues einzulassen– und so verlernen wir irgendwann, neugierig zu sein. Fakt ist also: Die Neugierde muss geweckt werden. Hier kommen vier Tipps, um wieder neugieriger durch’s Leben zu gehen.

Suche dir jeden Tag neue Erfahrungen

Ob ein Buchgenre, welches sonst nicht unbedingt deinem Geschmack entspricht, ein neues Gericht oder ein eher ungewöhnliches Reiseziel – probiere es aus! Jede neue Erfahrung erweitert deinen Horizont und macht Lust auf mehr. Womöglich entdeckst du neue Vorlieben und ungeahnte Talente.

Schau es dir von Kindern ab

Nicht nur Kinder können etwas von Erwachsenen lernen, sondern auch umgekehrt. Beobachte mal die Kinder in deinem Umfeld – wie sie staunend und fragend durch die Welt gehen. „Wieso ist etwas so und nicht anders?“ Bestehendes nicht einfach hinzunehmen, sondern den Status Quo immer wieder zu hinterfragen, eröffnet dir neue Blickwinkel und Möglichkeiten auch mal „Outside the Box“ zu denken.

Beschäftige dich mit etwas dir völlig Fremdem

Du hast keine Ahnung vom Programmieren und Zahlen bereiten dir eher Kopfschmerzen? Gut so! Nehme dir vor, diese Einstellung zu ändern, und versuche, dich diesem Thema zu nähern. Auch wenn es am Anfang schwer sein wird, wirst du immer mehr und mehr lernen und auch verstehen. So bleibst du neugierig – und das auch für andere Themen.

Schalte deine innere Kritik ab

Versuche, nicht so kritisch mit dir selbst zu sein und ignoriere die Stimme in deinem Kopf, die dich davon abhält. Die Angst vor etwas Neuem kannst du nur abstellen, indem du das Neue wagst. Natürlich wirst du durch Neugier nicht immer belohnt – sie ist aber die Voraussetzung, um das Leben bunter, interessanter und abwechslungsreicher zu machen. Also los – lass deine Neugier zu!

 

Wer denkt, Neugier sei nur etwas für Kinder, hat daher weit gefehlt. Probiere die Tipps aus und gehe wieder neugieriger durch dein (Berufs-) Leben. Du interessierst dich sehr für Wirtschaftspsychologie, hast aber eigentlich eine klassische Ausbildung zum Bankkaufmann / Bankkauffrau gemacht? Es gibt immer Wege und Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln – zum Beispiel mit einem berufsbegleitenden Studium an der FOM. Hier kannst du dich in flexiblen Zeitmodellen weiterbilden und deinen Wissendurst stillen – ohne auf dein festes Einkommen zu verzichten.

 

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