Was du nicht liebst, lass los!

Tipps für einen erfolgreichen beruflichen Perspektivwechsel

Langeweile, Unsicherheit, Stillstand – Gründe gibt es viele, um über eine berufliche Neuorientierung nachzudenken. Und, dass viele Menschen vielleicht früher oder später an ihrer beruflichen Wahl zweifeln und sich neue Perspektiven suchen, ist ja auch kein Wunder. Eine Entscheidung, die du mit 18 Jahren getroffen hast, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr mit deinen späteren Vorstellungen, Zielen und Interessen vereinbar. Hinzu kommt, dass das Wissen um die eigenen Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse in diesem Alter nur gering ist und wir daher häufig auf den Rat Anderer vertrauen - auch bei der Studien- und Berufswahl. Dabei ist diese Entscheidung eigentlich eine sehr wichtige. Denn für die meisten Menschen stellt der Job einen bedeutsamen Teil ihres Lebens dar. Sie verbringen nicht nur viel Zeit bei der Arbeit, sondern ziehen auch einen Sinn, Bestätigung, soziale Kontakte und Status aus ihr. Eine zweite Karriere anzustreben, wird also zu weitreichenden Veränderungen in allen Lebensbereichen führen. Und diese bringen sowohl starke Gefühle wie Aufregung und Verunsicherung oder Freude und Euphorie, als auch neue Perspektiven mit sich. Die folgenden Tipps können dir dabei helfen, deine Gedanken zu ordnen und dir den Start in deine neue Lebensphase erleichtern!

Habe keine Angst, das Gute aufzugeben, um das Großartige zu erreichen!

John Davison Rockefeller

Ziele setzen: Stelle dir die richtigen Fragen!

Du bist dir sicher, dass du einen beruflichen Perspektivwechsel benötigst, aber noch nicht, wohin die Reise gehen soll? Dann solltest du dir erst einmal darüber klar werden, was du willst und dir positive Ziele setzen, auf die du gerne und motiviert hinarbeiten kannst. Am besten geht dies, indem du dir die Zeit nimmst, eine Runde zu brainstormen und dir einige Fragen über dich selbst und deine beruflichen Ambitionen zu beantworten:

  • Welche Aufgaben im alten Job haben dir gut und welche weniger gut gefallen?
  • Was hat dir im Job gefehlt?
  • Was macht dich wirklich glücklich?
  • Worauf bist du neugierig?
  • Was hat dich früher schon immer interessiert?
  • Wo liegen deine Talente und wie kannst du sie einsetzen?
  • Wie kannst du dein Ziel erreichen?
  • Und bist du bereit etwas dafür zu opfern?
  • Kannst du dich auch in fünf Jahren noch für den Beruf begeistern?

Achte dabei darauf, stets ehrlich zu dir selbst zu sein und realistisch zu bleiben. Sind diese Fragen einmal beantwortet, wirst du den Weg, den du beschreiten willst, schon um einiges klarer sehen.

FOCUS ON YOU!

Vielleicht können dir auch Freunde und Familie bei der einen oder anderen Frage behilflich sein, indem sie dir eine konstruktive Einschätzung von „Außen“ geben. Ihre Meinung ist wichtig, denn sie kennen dich gut, wissen um deine Qualitäten und können dich bestmöglich unterstützen. Möglicherweise hat deine berufliche Umschulung sogar Auswirkungen auf ihr Leben. Kläre deshalb mit deinem „Inner Circle“, ob sie den Schritt und die damit verbundenen Konsequenzen mittragen und hinter dir stehen.

Gänzlich von ihnen abhängig machen solltest du deine Entscheidung jedoch nicht. Während sich die meisten Eltern freuen, wenn das eigene Kind Ärztin oder Jurist werden will, ist dies nicht unbedingt der Fall, wenn es seine Praxis aufgibt oder die Kanzlei verlässt. Veränderungen sind eben immer auch an einen Verlust von Sicherheit gekoppelt und der wird den Personen, die dir nahestehen, erst einmal Angst machen. Behalte jedoch im Kopf, dass es wichtig ist, was DU willst und dass es um DICH und DEINE Zukunft geht. DU musst deinen eigenen Weg entdecken und dich damit identifizieren können.

Network, baby!

Wenn du dann einmal weißt, wo die Reise hingehen soll, wird es Zeit, Maßnahmen zu ergreifen! Das Knüpfen neuer Kontakte zu Personen aus dem gewünschten Tätigkeitsfeld kann dir so einige Türen öffnen und dir viel über die neue Branche beibringen. Durch ein Netzwerk erhältst du nicht nur hilfreiche Insidertipps oder Infos über die Ausschreibung neuer Stellen, sondern kannst dir auch ein klareres Bild davon machen, was dich in deiner neuen beruflichen Perspektive erwartet. Außerdem kannst du dich bei anfänglichen Startschwierigkeiten an jemanden wenden, der den Einstieg in die Branche schon gemeistert hat und dir den Rücken stärken kann.

Einen kleinen Social-Boost findest du vielleicht sogar schon in deinem bestehenden Netzwerk. Hast du schon Kontakte in der zukünftigen Branche, die dir weiterhelfen könnten? Wer könnte dich eventuell empfehlen? Spitz einmal die Ohren und gehe auf ein paar Leute zu, die in deiner Wunschbranche arbeiten oder über entsprechende Kontakte verfügen.

Falls du niemanden kennst, könnten beispielsweise der Besuch von Konferenzen, Stammtischen, Messen oder Kongressen und der Eintritt in Vereine oder Berufsverbände gute Möglichkeiten zum Netzwerken sein. Auch deine Online-Präsenz solltest du pflegen. Xing und LinkedIn sind die führenden Plattformen für berufliches Networking. Lege dir hier ein Profil an, das vorteilhaft, aber authentisch ist und nimm Kontakt zu Personen aus der neuen Branche oder gar zu potenziellen neuen Arbeitgebern auf.

Education is key!

Wenn du planst in einem völlig neuen Tätigkeitsbereich zu arbeiten, wirst du schnell feststellen, dass dir Kenntnisse fehlen, die beim neuen Arbeitgeber gefragt sein werden. Das ist völlig normal, weil du ja eben NEU bist. Trotzdem solltest du dir Gedanken machen, wie du dir diese Kompetenzen am besten aneignen kannst. Reicht in deinem Fall der Besuch von Messen und Konferenzen und der Austausch mit potenziellen Kollegen? Oder genügt es im Selbststudium Bücher und Fachartikel zu lesen? Genügt es, eine Weiterbildung oder einen Workshop zu besuchen? Oder ist vielleicht ein Studium nötig? Denn ein Abschluss ist eben ein Abschluss, macht Eindruck und öffnet dir meist viele Türen. Ist ein Vollzeitstudium keine Option für dich, ist ein berufsbegleitendes Studium vielleicht die richtige Wahl. Es ermöglicht dir, deine Fähigkeiten in Theorie und Praxis zeitgleich auszubauen und löst dich außerdem nicht aus deinem beruflichen Alltag heraus. Schau dir doch einmal das Studienangebot der FOM Hochschule an – hier findest du zahlreiche Bachelor- und Master-Studiengänge, bei denen du berufsbegleitend dein Wissen ausbauen kannst. So steht einem Perspektivwechsel nichts mehr im Weg.

Ob du dich nun für die eine oder andere Variante entscheidest, eines steht fest: Jeder Lebensweg ist individuell und nicht festgeschrieben. Sei mutig und habe einen Plan, der Rest kommt von allein!

Du kannst     
glücklich
   sein

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