Deine Zukunft beginnt jetzt

Wie du Altes los lässt und Neues wahr machst

Und wieder beginnt ein neues Jahr und wir haben einem alten "Lebewohl" gesagt. Einem, das so schnell wohl niemand vergessen wird und das sowohl von drastischen Veränderungen als auch einem Gefühl lähmenden Stillstands gekennzeichnet war. Höchste Zeit, dass du aufwachst, die Karten neu mischst und durchstartest: Sei es mit einem neuen Job, einem berufsbegleitenden Studium oder einem neuen Hobby – das Leben ist zu kurz für Irgendwann! Bevor die Reise losgeht ist es jedoch wichtig, einen Moment inne zu halten und dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Welche Ereignisse und Gedanken möchtest du hinter dir lassen? Und was sind deine Ziele und Wünsche für 2021?

Schritt 1: Schärfe dein Bewusstsein!

Vielleicht ist dir anfangs noch gar nicht so klar, was du im kommenden Jahr eigentlich alles hinter dir lassen willst. Du weißt nur, da gibt es ein oder mehrere Dinge, die dir ein ungutes Gefühl bereiten. Wenn dem so ist, brainstorme und schreibe all das auf, was künftig der Vergangenheit angehören soll. Anschließend nimmst du dir eine Sache nach der anderen vor – step by step - und notierst all die negativen Gefühle, die du mit dem Menschen, dem Ereignis oder der Tätigkeit verbindest. Weshalb leidest du unter der Sache? Wieso ist es gut sie loszulassen? Wie könnte dein Leben ohne sie aussehen? Je mehr negative Punkte du sammelst, desto leichter wird es dir fallen, mit der Sache abzuschließen.

Schritt 2: Mal dir deine Zukunft aus!

Du weißt nun, was dir nicht gefällt. Höchste Zeit dir darüber Gedanken zu machen, was dich stattdessen glücklich machen würde. Was ist es, wonach du strebst? Was ist es, was du dir wirklich wünscht? Welche Ziele und Träume hast du für das neue Jahr? Etwas Neues vor Augen zu haben, auf das du dich freuen kannst, wird es dir erheblich erleichtern, das Alte hinter dir zu lassen. Setze dir also konkrete Ziele, die in Richtung deines idealen Lebens führen. Denn nur DU gestaltest dein Leben und nur DU kannst etwas an deiner jetzigen Situation ändern!

Schritt 3: Löse die Verbindung!

Hast du einmal die negativen Aspekte des Alten und deine neuen Ziele im Blick, ist es an der Zeit, deine Entscheidung loszulassen in die Tat umzusetzen. Da das nicht so einfach ist, können kleine Übungen dir dabei eine große Hilfe sein. So kannst du dir deine Verbindung zum Alten beispielsweise wie ein Band vorstellen, das du gedanklich mit einer Schere durchtrennst. Auch ein kleines Neujahrsritual hilft dir auf die Sprünge. Schreibe hierfür einfach auf einen Zettel, was du hinter dir lassen und neu wagen möchtest. Lasse nun das Alte verschwinden, indem du den Zettel beispielsweise über einer Kerze verbrennst, im Garten vergräbst oder an einem Ballon in die Luft steigen lässt. Deine neuen Ziele, Wünsche und Chancen hingegen hängst du dir als motivierenden Spruch an die Wand oder klebst sie in deinen Planer – so behältst du sie stets im Blick!

Schritt 4: Deine Zukunft beginnt jetzt!

Jetzt wo du deine Ziele für das nächste Jahr klar vor Augen hast, ist es an der Zeit, die ersten Schritte einzuleiten. Erzähle zum Beispiel deinen Freunden und deiner Familie von deinen Plänen und setze dir Deadlines. Du möchtest studieren? Dann notier dir schon mal das Datum der nächsten Online-Infoveranstaltung im Kalender. Die FOM beispielsweise bietet regelmäßig kostenfreie Informationsveranstaltungen an, bei denen du dir einen ersten persönlichen Eindruck über das berufsbegleitende Studium und deine Möglichkeiten an der Hochschule machen kannst. Durch diese Maßnahmen startest du nicht nur produktiv und mit einem guten Gefühl ins neue Jahr, du verfestigst deine Ziele und Träume auch außerhalb deines Kopfes in deiner Umgebung. Steht der Termin erst einmal im Kalender und wissen deine Freunde darüber Bescheid, fällt es hinterher viel schwerer einen Rückzieher zu machen und in bekannte Muster zurückzufallen.

Der Wandel in unserem Leben ist unaufhaltbar, wieso ihn also fürchten? Wieso nicht stattdessen das Beste daraus machen? Und welcher Zeitpunkt wäre besser dafür geeignet als der Start in ein neues Jahr? Ganz nach dem Motto: Denn die Zukunft kommt. Mit Sicherheit.

New year, new me

Wie du gute Vorsätze im Job in die Tat umsetzt

Du kennst das sicherlich auch: Das neue Jahr bricht an und du wirst nachdenklich. Was ist persönlich und im Job im letzten Jahr gut gelaufen und was war nicht so toll? Was kann ich an mir optimieren? Und du versprichst dir: Dieses Jahr wird alles besser. Gute Vorsätze legen wir uns alle zurecht: Ob du nun mehr Sport machen möchtest oder dir weniger Stress im Job wünscht. Leider haben sie oft den Ruf, dass man sich damit am Ende nur selbst belügt. Der Antrieb des neuen Jahres verfliegt schnell und wir verharren spätestens im März wieder in unseren alten Mustern. Wir zeigen dir, welche guten Vorsätze im Job Sinn machen – und wie du sie einhältst.

Am Beginn der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte.

Konfuzius

Fröhliches Paar an Silvester
Wie funktionieren eigentlich Vorsätze?

Fakt ist: Die meisten Menschen scheitern an ihren guten Vorsätzen. Laut einer Studie des Statistic Brain Reseach Institutes sind es sogar 92 Prozent – keine guten Aussichten also. Das liegt vor allem daran, dass die Vorsätze nicht realistisch kalkuliert werden. Ziele, die das ganze Leben umkrempeln, wie „Neuer Job – endlich die große Karriere und Reichtum“ sind quasi schon zum Scheitern verurteilt und das aus zwei Gründen. Erstens: Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, scheitert schneller. Wenn du dir vornimmst, den Job zu wechseln, eine Stufe auf der Karriereleiter aufzusteigen und noch on top Mandarin zu lernen, wirst du vermutlich an einer Stelle scheitern. Beachte daher, dass deine Vorsätze realistisch und überschaubar geplant werden und du dich nicht übernimmst. Eine gute Methode bei der Planung deiner Vorsätze ist, dein vergangenes Jahr Revue passieren zu lassen, deine eigenen Stärken zu erkennen und erst dann zu entscheiden, wie viel Veränderung du dir zumuten kannst. Plane also möglichst greifbar und konkret. Sich im kommenden Jahr beruflich weiterzuentwickeln ist übrigens kein konkretes Ziel. Am zweiten Januar mit den Bewerbungen anzufangen oder sich direkt für eine Weiterbildungsmaßnahme, wie ein Studium an der FOM ab dem Sommersemester, anzumelden, dagegen schon.

Wir spielen einmal zwei Szenarien für gute Vorsätze im Job durch – und wie du diese einhalten kannst.

 

 

Keep calm and relax

Szenario Nummer eins: Du arbeitest täglich zu viel, stehst ständig unter Strom, bist gestresst und hast deine Freunde und Familie schon seit Monaten nicht gesehen? So kann das im kommenden Jahr für dich nicht weitergehen? Trete zurück und nimm dir vor, deine Work-Life-Balance zu optimieren. Bei guten Vorsätzen ist es nicht nur wichtig, immer höher, schneller, weiter zu planen, sondern auch an die eigenen notwendigen Entspannungsphasen zu denken. Aber 'Nein' zu sagen und zurückzutreten, ist in unserer leistungsorientierten Gesellschaft gar nicht so leicht: Je öfter wir uns vornehmen, etwas nie wieder zu tun, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir es wieder tun. Dieses Phänomen nennt man Ironie-Effekt. Vermeidungsvorsätze wie „Ich will nicht mehr jeder neuen Aufgabe zustimmen“ oder „Ich will nicht mehr so viele Überstunden machen“ sind nach diesem Prinzip ironischerweise im höchsten Maß ineffizient und führen zum gegenteiligen Effekt. Versuch mal nicht an einen großen, weißen Elefanten zu denken! Und, an was denkst du? Ganz ähnlich ist es mit deinen Vorsätzen. Formuliere deine Neujahrsvorsätze für den Job also lieber positiv: „Ich will mich im Job besser strukturieren!“ oder „Ich möchte öfter pünktlich Feierabend machen!“ – dann klappt es bestimmt.

Keep going

Das andere Szenario könnte so aussehen: Du hast das Gefühl, im Job zu stagnieren und dein Potential nicht voll auszuschöpfen. Berufliche Vorsätze können dir helfen, deine versteckten Ressourcen heraus zu kitzeln. Möglichkeiten gibt es viele: Du kannst dir vornehmen, neue Aufgaben und mehr Verantwortung im Job zu übernehmen oder dich gezielt weiterzubilden, um den nächsten Schritt deiner Karriere anzugehen. Wichtig ist dabei, dir nicht zu viel vorzunehmen und deinen Vorsatz realistisch zu kalkulieren. Eine weitere Methode ist, sich ein Wort zu überlegen, das für deinen Vorsatz steht. In diesem Beispiel wäre das etwa der Begriff „Beruf“. So wirst du von den kleinteiligen Schritten nicht erschlagen und kannst das Ziel immer im Blick behalten. Diesen Begriff kannst du dir dann auf ein Post-it schreiben und an eine gut sichtbare Stelle kleben. So hast du deinen Vorsatz immer im Blick und wirst daran erinnert, am Ball zu bleiben.

Egal, welches Szenario für dich eine Rolle spielt - ergreife die Chance und halte an deinen Vorsätzen fest. – Denn die Zukunft kommt. Mit Sicherheit. Sei darauf vorbereitet!

 

Ein Tag – Tausend Möglichkeiten

Wieso uns Entscheidungen oft schwerfallen

Cornflakes oder Toast? Jacke oder Mantel? Ausbildung oder Studium? Bleiben oder Wegziehen? Ob morgens vor dem Kleiderschrank oder nachmittags beim Termin in der Studienberatung – jeden Tag erwarten uns unzählige kleine und große Entscheidungen. Manche davon betreffen nur den Moment, andere unsere gesamte Zukunft. Bei wichtigen Entscheidungen fühlen wir uns schnell überfordert, Doch warum genau fallen uns Entscheidungen manchmal so schwer? Und was können wir dagegen tun?

Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat, das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss.

Franz Grillparzer

Dafür oder dagegen?

Meist bedeutet die Entscheidung für eine Option auch die Entscheidung gegen eine andere, durchaus attraktive, Option. Jede Wahl FÜR etwas, ist gleichzeitig immer auch eine Entscheidung GEGEN etwas anderes. Es ist also kein Wunder, wenn wir Angst davor haben, durch unsere Entscheidung etwas zu verlieren, dass unser Leben aktuell bereichert oder in Zukunft bereichern könnte. In der Multioptionsgesellschaft, in der wir heute leben, ist das besonders häufig der Fall. Denn wer garantiert uns, dass irgendwo da draußen nicht das perfekte Studium oder der perfekte Job auf uns wartet und wir es durch eine frühzeitige Entscheidung verpassen?

Gewohnheit oder Veränderung?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das ist meistens auch gut so. Denn Routinen geben unserem Leben eine Struktur und Ruhe. Fragst du dich jeden Abend vor dem Schlafengehen bewusst, ob du dir die Zähne putzen solltest oder nicht? Wahrscheinlich nicht. Es ist ein routinierter Ablauf, der dir nicht nur Zeit, sondern auch Energie spart, die du sonst fürs Entscheiden aufbringen müsstest. Ein Leben ohne Routinen wäre also einfach sehr anstrengend. In Situationen, in denen schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen, kann uns die Liebe zur Gewohnheit, jedoch schnell zum Verhängnis werden.

Nur wer Großes wagt, wird Großes bewegen

Angst vor Entscheidungen zu haben ist ganz normal. Trotzdem sollte sie niemals deine Wahl bestimmen - denn nur wer Großes wagt, wird Großes bewegen! Wir haben zwei Tipps für dich, deiner Zukunft nicht nur entscheidungsfreudiger, sondern auch ein bisschen gelassener entgegen zu treten.

 

1. Übung macht den Meister!

So wie die meisten Skills, kannst du auch das Entscheiden trainieren. Denn je öfter, je schneller und bewusster du dich entscheidest, desto einfacher wird es dir mit der Zeit fallen. Es ist wie in allen Situationen deines Lebens, in denen du deine Angst überwinden musstest - Augen zu und durch! Hast du es 1, 2, 3 Mal geschafft, fällt es dir gar nicht mehr so schwer.

Fange am besten ganz klein an – zum Beispiel mit der Entscheidung, was es zum Frühstück gibt oder was für ein Lied du auf dem Weg zur Arbeit hören möchtest. Drei Sekunden – mehr Zeit gibst du dir dafür nicht. Anschließend setzt du deine Entscheidung sofort um und denkst nicht mehr darüber nach. Was geschehen ist, ist geschehen! Halte dich nicht mit Vergangenem auf, sondern frage dich vielmehr, was deine nächste Entscheidung sein könnte.

 

2. Pimp dein Mindset!

Wahrscheinlich hast du Angst davor, eine Entscheidung zu treffen, weil du fürchtest es sei die falsche. Dabei liegt es einzig in deiner Macht, deine Entscheidung im Nachhinein negativ zu bewerten. Entscheide dich GEGEN diese negative Ansichtsweise! Entscheide dich stattdessen dafür, dir folgendes vor Augen zu halten:

In dem Moment, in dem du dich entscheidest, entscheidest du dich IMMER richtig. Denn du hast die Option gewählt, die du für die bessere gehalten hast. Und selbst wenn es nach deiner Entscheidung nicht so läuft wie gewünscht – wer weiß, ob du mit der anderen Option glücklicher gewesen wärst und es mit ihr besser gelaufen wäre. Vielleicht wäre deine Situation jetzt sehr viel schlechter. Du wirst es nie erfahren, deshalb halte dich nicht mit dem berühmten „was wäre, wenn“ auf.

Du merkst also: Falsche Entscheidungen gibt es nur in deinem Kopf. Jede Entscheidung ist besser als keine Entscheidung. Also raus aus deiner Komfort-Zone und rein ins Leben! Gestalte deine Zukunft selbst, indem du die wichtigen Entscheidungen gleich angehst!

Stehst du gerade vor der schwierigen Entscheidung zwischen Studium oder Beruf? Diese Wahl ist schnell getroffen, denn an der FOM Hochschule kannst du beides haben! Ob ein Duales Studium neben der Ausbildung oder berufsbegleitend neben dem Vollzeitjob - entscheiden musst du dich nur für einen der unzähligen Studiengänge, die sich ganz flexibel an deinen Berufsalltag anpassen lassen. Schau doch mal rein!

Ausbildung oder Studium?

Nina zieht einfach beides durch

„Eine Ausbildung machen? Dafür braucht man doch kein Abitur!“ So oder so ähnlich ist die Reaktion vieler Mitschüler auf Ninas Entscheidung, sich nach dem Abi zur Industriekauffrau ausbilden zu lassen. Die Sorge sei groß, man würde sich „unter Wert verkaufen“. Nina sieht das ganz anders: Eine Ausbildung sei schließlich ein wichtiges Fundament im Berufsleben – darauf möchte sie nicht verzichten. Auf ein Studium allerdings auch nicht. Wieso die Lehre zur Industriekauffrau nur der erste Schritt in Ninas Karriere ist und wieso sich die Dual-Studentin eine Promotion für ihre Zukunft vorstellen kann, hat sie uns erzählt.

Was mache ich nach dem Abitur? Das fragen sich jährlich viele Schülerinnen und Schüler und stehen damit vor einer großen Entscheidung. Für die damals 17-jährige Nina war die Wahl jedoch schnell getroffen – selbständige Psychologin möchte sie werden, da ist sie sich ganz sicher. Doch dann kommt alles anders: „Ich hatte leider nicht den NC, um zum Psychologie-Studium zugelassen zu werden. Also habe ich überlegt, was ich stattdessen machen könnte – wie ich die Wartezeit aufs Studium nutzen könnte.“ Nina entscheidet sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau, denn kaufmännisches Grundwissen kann man als Selbständige ja immer gut gebrauchen. Schnell wird jedoch klar: Eigentlich gefällt es Nina ganz gut in der Wirtschaft. So gut sogar, dass sie dabei bleiben möchte. „Bis vor ein paar Jahren hätte ich mir das selbst nie vorstellen können“, gibt Nina zu. „Ich habe mal ein Tagespraktikum in einem Betrieb absolviert und fand es super langweilig“, schmunzelt sie. „Sobald man dann aber wirklich Teil des Unternehmens ist und im Berufsalltag angekommen, macht es richtig Spaß.“ Die 19-Jährige absolviert aber nicht nur eine Ausbildung zur Industriekauffrau – sie studiert parallel an der FOM. „Duales Studium“ nennt sich diese Ausbildungsform und bringt für Nina einige Vorteile mit sich, die schon bei der Fächerwahl beginnen: „Ich studiere 'Betriebswirtschaftslehre & Wirtschaftspsychologie' - quasi das Beste aus beiden Welten. Ich möchte in meiner Karriere vorankommen – gleichzeitig kann ich meinem Interesse nach Psychologie nachgehen – und das am besten noch in Kombination mit einer Ausbildung.“

„Ich nutze meine Freizeit gerne, um schneller an mein Ziel zu kommen“

Wieso ist das Thema Ausbildung so wichtig für die junge Frau? „Ich finde eine Ausbildung ist für alles die Basis. Wenn man gleich studieren geht, weiß man ja gar nicht, was einen später im Arbeitsleben überhaupt erwartet.“ Berufserfahrung zu sammeln, steht für Nina also ganz oben auf der Liste. Zeit verlieren, möchte sie dadurch aber nicht. „Mir würde das alles etwas zu lange dauern“, gibt sie zu und lächelt. „Drei Jahre Ausbildung, dann drei Jahre Bachelor und nochmal zwei Jahre Master…Puh! Mein Bruder hat damals auch schon parallel zum Job studiert an der FOM und ich dachte mir ‚das kann ich auch‘. Klar geht dafür einiges an Freizeit drauf, aber das nehme ich gerne in Kauf, um schneller an mein Ziel zu kommen.“ Klingt nach einem ambitionierten Plan! Mittlerweile ist Nina bald im dritten Semester. Und ist sie immer noch happy mit ihrer Wahl? „Ja, ich bin immer noch sehr zufrieden. Ich habe in dieser kurzen Zeit schon so viel gelernt, was ich im Job dann auch direkt anwenden kann. Zu merken, dass ich so schnell Fortschritte mache, motiviert mich auf jeden Fall. Außerdem merke ich, wie ich aus jedem Bereich etwas für den anderen mitnehmen kann.“

„Innerhalb von vier Tagen hatte ich meine Ausbildungsstelle“

Arbeit, Berufsschule und Studium gleichzeitig zu wuppen – das funktioniert natürlich nicht immer ganz stressfrei. Aber auch den unangenehmeren Phasen kann Nina etwas Positives abgewinnen: „Man lernt, sich zu organisieren - mein Zeitmanagement ist schon viel besser geworden.“ Dass sie strukturiert und selbständig handeln kann - das hat Nina gleich zu Beginn des Dualen Studiums schon unter Beweis gestellt. Zwar bietet die FOM umfangreiche Untertstützung bei der Ausbildungsplatzsuche an – Nina sichert sich ihre Arbeitsstelle jedoch ganz allein. „Das ging damals wahnsinnig schnell: Zwischen Bewerbung und Zusage lagen am Ende gerade mal vier Tage“, erzählt sie stolz.

„Man weiß, worfür man es macht“

Worin sieht Nina eigentlich den größten Unterschied zwischen „normalen“ Vollzeitstudium und einem dualen Studium? „Man wächst und entwickelt sich wahnsinnig schnell weiter: Die praktische Arbeitserfahrung ist einfach durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig lernt man, strukturiert an Dinge heranzugehen und gut zu planen – das bringt einen nicht nur beruflich, sondern auch generell im Leben besser voran. Zu wissen, WOFÜR man lernt, macht außerdem einen großen Unterschied. Wenn man nur den theoretischen Hintergrund kennt – sein Wissen, aber noch nie in der Praxis angwandt hat, kann man ja gar nicht wissen, was einem überhaupt Spaß macht, wo man mal hin möchte.“ Wo Nina mal hin möchte - das weiß die 19-Jährige schon ganz genau: Nachdem sie in nicht mal zwei Jahren einen international anerkannten Bachelor- sowie den IHK-Abschluss als Industriekauffrau inkl. absolvierter Ausbildung im Unternehmen in der Tasche haben wird, möchte sie weitermachen: mit einem Master oder sogar Doktortitel.

Jetzt mehr über Nina im Video-Podcast erfahren

Wenn du erfahren möchtest, wie Nina Ausbildung und Studium unter einen Hut bringt, dann hör mal in den Video-Podcast #allessein der FOM rein. Hier erzählt sie außerdem, welche Belastungen aber auch  Vorteile dieser Wegmit sich bringt – und wie glücklich sie diese Entscheidung macht. Lass dich von Ninas spannender Geschichte inspirieren!

Teamführung auf Distanz

Hast du das Zeug zum Digital Leader?

Die Digitalisierung hat nicht nur Produktionsprozesse verändert, auch der Führungsstil in Unternehmen wurde beeinflusst: Digital Leadership ist die neue Art der Führung – quasi der Führungsstil 2.0, wenn du so willst. Denn nicht nur auf unser Privatleben hat die Digitalisierung einen immensen Einfluss, auch die Berufswelt wird immer digitaler. Deshalb braucht es zuverlässige Führungskräfte, die digital denken und denen der Wandel im Blut liegt. Doch was macht einen Digital Leader nun genau aus? Wo gibt es Herausforderungen und welche Eigenschaften solltest du mitbringen, um in dieser Position die Arbeitswelt voranzutreiben?

Der eine wartet, bis dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.

Dante Alighieri

Tschüss traditionelle Strukturen!

Allgemein hat jeder Führungsstil das Ziel, strategisch vorzugehen und die Stärken seines Unternehmens zu nutzen. Schnelle Reaktionen auf Veränderungen sind gefragt! Der unaufhaltbare Trend zum Remote Work und die zunehmende Arbeit im Home-Office aufgrund der Corona-Pandemie zeigen, wie sich der Arbeitsalltag bereits verändert hat. In Zeiten der Digitalisierung musst du als Führungskraft jedoch nicht mehr nur die richtigen Maßnahmen treffen, um am Ball zu bleiben. Ein Digital Leader begleitet, organisiert, delegiert und managt den umfangreichen Transformationsprozess. Hinzu kommen digitale Tools, die eingesetzt werden, um die Digitalisierung auf allen Ebenen zu nutzen und so smarter und effizienter zu arbeiten.

Mit Menschenkenntnis und Feingefühl zum Ziel

Als Digital Leader musst du nicht allwissend sein. Stattdessen wird dein Gespür für Menschen gebraucht. Welche Skills sind gefragt? Welche Menschen brauche ich? Du holst dir die richtigen Leute ins Boot und ergänzt so die fehlenden Knowhows. Du solltest deshalb die Stärken und Schwächen deiner Mitarbeiter*innen kennen und die Teams so zusammenstellen, dass jeder sein höchstes Potenzial ausschöpfen kann. Dazu benötigst du auch ein zeitgemäßes Verständnis von Diversity. Du kennst nicht nur die unterschiedlichen Backgrounds deiner Mitarbeiter im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Werten und (digitalen) Erfahrungen– du weißt sie auch zu schätzen.

Teamwork makes the dream work

Statt strenger Hierarchien definiert sich digitale Führung durch gute Teamarbeit. Die offene Kommunikation, die Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe sorgen für Vertrauen und eine effektive Arbeitsweise. Denn auch wenn ihr als digitales Team nicht unbedingt am gleichen Ort arbeitet, müsst ihr eine Einheit sein. Als Digital Leader und Teil des Teams ist es deine Aufgabe, dieses Gefühl zu vermitteln.

Du bist das Vorbild

Behalte im Gewusel den Überblick und sorge dafür, dass sich deine Kolleg*innen unter deiner Leitung sicher fühlen können. Tagtäglich triffst du wichtige Entscheidungen. Nur mit eigener Überzeugungskraft in deinem Handeln kannst du Vorbild für dein Team sein. Natürlich können Veränderungen und neue Wege im Unternehmen für viele Unsicherheiten sorgen. Bewahre als Digital Leader die Ruhe und bleibe stets souverän. Denn vergesse nie: Du bist der Antrieb, der alles zum Laufen bringt und am Laufen hält! Mit klaren und ebenso lohnenden Zielen motivierst du deine Mitarbeiter, genauso ihr Bestes zu geben.

Fehler sind erlaubt

Offenheit und Flexibilität sind entscheidend, um schnell auf die digitalen Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren zu können. Statt den herkömmlichen Weg zu gehen, suchst du nach unkonventionellen Lösungsansätzen und bist bereit, verschiedene Möglichkeiten auszutesten. Als Führungskraft solltest du keine Angst vor Fehlentscheidungen haben, da du sie als Chance und Lernprozess siehst. Du schaffst einen sicheren Raum für neue Ideen und bist auch hier Vorbild und vermittelst, dass niemand perfekt ist. Fehler sind durchaus erlaubt. Entscheidend ist der offene Umgang mit ihnen.

Sei offen für Neues!

Ein Digital Leader zu sein, bedeutet immer auch, sich auf Neues einzulassen und Lösungsansätze auszuprobieren, die im klassischen Arbeitsumfeld undenkbar wären. Scheu dich nicht davor, unkonventionelle Wege einzuschlagen. Genau das brauchst du als Digital Leader.

Jung, talentiert und motiviert

Lindas Weg zur Führungskraft

„Ist doch auch nur ein Stück Papier“ – denkt Linda noch bis vor ein paar Jahren über einen Hochschulabschluss. Die Einstellung der jungen Stuttgarterin ändert sich, als sie merkt, dass sie im Beruf an Grenzen stößt. Sie möchte weiterkommen und den nächsten Schritt gehen – eine Position mit Personalverantwortung. Dafür braucht sie einen akademischen Titel im Lebenslauf. Wieso sie heute happy mit der Entscheidung für ein Studium ist und sich sogar wünscht, sie hätte früher damit angefangen, hat sie uns erzählt.

Vor ein paar Monaten feiert Linda ihr 10-jähriges Jubiläum bei der Kreissparkasse Ludwigsburg. Dabei ist sie gerade mal 27 Jahre alt. Die ehrgeizige Stuttgarterin weiß früh, was sie will: Nach einem Schüler-Praktikum bei der Bank entdeckt sie ihre Leidenschaft für Finanzen und beginnt direkt nach der Realschule dort ihre Ausbildung. Mit 19 ist sie ausgebildete Bankkauffrau und fängt in der Beratung an. Um sich für höhere Stellen zu qualifizieren, absolviert sie berufsbegleitend ihren Fachwirt an der Sparkassenakademie. Doch es bleibt bei dem Beraterjob. „Ich habe relativ schnell gemerkt, dass mich das dauerhaft nicht glücklich machen wird. Der Job macht mir Spaß, aber langfristig wäre ich damit einfach unterfordert.“ Was sie dauerhaft glücklich machen würde – das weiß Linda schon: Eine Führungsposition soll es sein – sie möchte Personalverantwortung. Und weil Linda gut organisiert ist, hat sie schnell einen Weg gefunden, wie sie ihr neues Ziel erreicht: An der FOM studiert sie seit knapp zwei Jahren BWL im Bachelor – berufsbegleitend, neben ihrem Vollzeitjob bei der Bank.

Von Vorbildern und Mentoren

Ein Vorgesetzter erkennt Lindas Potential und bestätigt sie in ihrem Wunsch nach einer leitenden Position. Er glaubt an sie und fördert ihre Entwicklung innerhalb des Unternehmens. „Eine gute Beziehung zu den Menschen bei der Arbeit, insbesondere zu den eigenen Vorgesetzten, halte ich für sehr wichtig. Die Vertrauensbasis, die da herrscht, ist letztendlich auch das, was mich hält – monetäre Anreize könnten niemals ausreichen.“

Vorbilder hat Linda nicht nur im beruflichen Umfeld: „Ich komme glaube ich sehr nach meinem Opa. Der ist zwar schon in Rente, hat aber keinen einzigen Tag nicht gearbeitet – er findet einfach immer etwas, was zu tun ist. Meine Eltern sind da viel lockerer. Meine Mutter hat mich neulich noch gefragt, wieso ich überhaupt studiere – mein Leben war doch schließlich auch davor ganz gut.“, erzählt Linda und lacht. Die Meinung von anderen, insbesondere von jemandem, der schon Erfahrung auf einem bestimmten Gebiet hat, hört sie sich gerne an, trifft am Ende aber ihre eigenen Entscheidungen: „Ich habe meinen eigenen Kopf und weiß schon selbst genau, was ich will.“

Wer ernst genommen werden will, muss sich selbst ernst nehmen

Die Förderung, die Linda im Beruf erfährt, möchte sie auch weitergeben. „Ich habe gemerkt, dass ich andere Mitarbeiter gerne in ihrer Entwicklung unterstütze. Ich bin ein sehr selbständige Person und lege meist direkt los. Wenn ich anderen helfen kann, ihnen Dinge erklären und dann sehe, dass sie jetzt besser zurechtkommen, macht mich das happy.“ Ob sie Sorgen hat, dass sie ernst genommen wird? „Nein. Anfangs war das schon meine Befürchtung, aber ich hatte bisher noch nie Probleme damit. Ich nehme mich selbst ernst – weiß, was ich kann und was ich fordern kann. Ich glaube diese konsequente Art verschafft mir auch Respekt.“

 „Ich gebe nicht auf, sondern Gas!“

Linda war schon immer ein ehrgeiziger Typ. Was sie macht, macht sie richtig – gibt immer 100 Prozent. Dabei fällt auf: Ehrgeiz bedeutet nicht gleich Verbissenheit. Lindas lockere Art fällt sofort auf und ist etwas, das sie sich selbst auch unbedingt bewahren möchte: „Ich sehe die Dinge nicht zu streng. Ich muss auch nicht überall die Beste sein, aber ich will schon vorne mit dabei sein", erklärt Linda mit einem Augenzwinkern. Wie ihre Freunde sie beschreiben würden? „Auf jeden Fall als diszipliniert. Ich gehe gerne auch mal den schweren Weg. In der Vergangenheit hat sich das für mich immer ausgezahlt.“

Ihre Ausbildung hat sie mit Bravour gemeistert und auch das Bachelor-Studium wird Linda sehr wahrscheinlich ein Semester früher abschließen. Dabei kommt ihr eine bestimme Charakter-Eigenschaft zu Gute: Ihr positives Mindset. „Ich sehe eigentlich immer das Positive in jeder Situation. Auch wenn es mal Probleme auf der Arbeit gibt, verharre ich nicht lange in Gedankenschleifen, sondern frage mich stattdessen ‚Was kann ich tun, um es zu ändern?‘ Alles andere bringt mich ja nicht weiter.“ Klingt eigentlich logisch und ist doch eine überraschend weise Einstellung für eine so junge Frau. Selbst der Corona-Situation kann Linda auch etwas Gutes abgewinnen. „Ich schreibe gerne Hausarbeiten, also habe ich einige Module vorgezogen und schon mal abgearbeitet. So spare ich mir ein ganzes Semester! Ich finde es super wie schnell die FOM reagiert und sich entsprechend auf die neue Situation umgestellt hat. Ich kann alle Vorlesungen jetzt online belegen und spare mir den Hin- und Rückweg zur Hochschule.“

Drei Fragen an Linda

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Beruflich würde mich immer wieder für die beiden Bereiche Finance und Führung entscheiden.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich würde wahrscheinlich noch früher mit dem Studium anfangen. Ich finde, da habe ich am Anfang etwas Zeit verloren. Sonst bin ich aber sehr glücklich mit meinem Leben.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Die Möglichkeit, dass ich berufsbegleitend studieren konnte – und das in der Nähe meines Heimatortes.
  • Das positive Feedback von Kollegen, die auch schon an der FOM studiert haben.
  • Die große Auswahl an Studiengängen. Und es kommen ja sogar immer mehr dazu. Da denke ich oft „Oh, das hätte mich auch noch interessiert!“

 

Jung? Dynamisch? Erfolgreich!

5 Tipps, wie du schon jung nach den Sternen greifen kannst

Du wolltest schon immer ganz hoch hinaus – möglichst schnell, möglichst früh. Du möchtest derjenige sein, der die Entscheidungen trifft und diejenige, die Verantwortung übernimmt und mitbestimmt, wie es im Unternehmen läuft. Was könnte dich davon abhalten? Faulheit? Schüchternheit? Dein Alter jedenfalls nicht! Denn gerade die ersten Berufsjahre sind entscheidend für deine Karriere. Leitest du bereits früh die richtigen Schritte ein, wirst du belohnt werden – du wirst sehen! Doch wie genau sehen diese Schritte aus?

It is better to be young in your failures than old in your successes.

Flannery O´Connor

1. Definiere dein Ziel!

Möchtest du die Karriereleiter nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Reihe von Stufen hinaufklettern, wird dir eine „wird-schon-Mentalität“ nur im Wege stehen. Ohne dein Ziel klar im Blick zu haben, riskierst du, dich durch unvorhersehbare Vorfälle davon abbringen oder durch Hindernisse entmutigen zu lassen. Überlege dir deshalb schon von Anfang an genau, wo du hinwillst.

Hast du dein Ziel klar für dich definiert, solltest du es zum gegebenen Zeitpunkt auch direkt und deutlich kommunizieren. Sei nicht zu schüchtern, deinen Wunsch, den nächsten Karriereschritt zu gehen, direkt bei deinem Vorgesetzten anzusprechen.

Also, los - plan it and make it happen!

2. Spitz die Ohren!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Deshalb suchst du dir am besten so früh wie möglich einen erfahrenen Mentor, der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Dabei kann es sich zum Beispiel um ältere Kollegen handeln, die dir helfen, deine Möglichkeiten im Unternehmen richtig zu analysieren oder dir in schwierigen Situationen neue Perspektiven aufzeigen. Sie haben bereits viel Arbeitserfahrung sammeln können und bestimmt den ein oder anderen wichtigen Tipp für dich. Aber auch von einem jungen Kollegen in einer höheren Position kannst du einiges für deine Arbeit mitnehmen. Spitz also die Ohren und sei offen für Ratschläge.

3. Netzwerke!

Netzwerke richtig, netzwerke sorgsam, netzwerke mit Leidenschaft – das sollte dein Motto sein, damit dein beruflicher Aufstieg in Fahrt kommt. Ein gut funktionierendes, möglichst breit gefächertes Netzwerk ist entscheidend auf dem Weg an die Spitze. Denn das Knüpfen neuer Kontakte zu Personen in höheren Positionen, anderen Unternehmen oder sogar Tätigkeitsbereichen kann dir einige Türen öffnen. Durch dein Netzwerk erhältst du nicht nur hilfreiche Insidertipps oder Infos über die Ausschreibung neuer Stellen, sondern kannst dir auch ein klareres Bild davon machen, was dich in deinen zukünftigen Positionen erwarten könnte. Doch wie lernst du diese wichtigen Kontakte am besten kennen? Zu Corona-Zeiten am besten digitalüber Xing und LinkedIn.

4. Bilde dich weiter!

Top-Positionen erfordern meist eine Top-Ausbildung. Fange also früh genug an, dir darüber Gedanken zu machen, welche Kompetenzen du für deine Traumstelle benötigst und wie du sie dir aneignest. Bist du dir unsicher, was von dir erwartet wird, kannst du zum Beispiel Vorgesetzte befragen oder dir Stellenanzeigen zu Jobs, die du dir zukünftig für dich vorstellen kannst, durchlesen. Anschließend ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Welche Eigenschaften bringst du schon mit und welches Wissen musst du dir noch aneignen? Genügt es, Weiterbildungen oder Workshops zu besuchen? Oder ist vielleicht doch ein Studium nötig? Für Führungspositionen wird in den meisten Fällen ein akademischer Abschluss vorausgesetzt. Aber keine Sorge: Dafür ist es nie zu spät. Auch wenn du bereits mitten im Job stehen solltest - an der FOM kannst du deutschlandweit berufsbegleitend studieren. So steht deiner Traum-Position nichts mehr im Weg.

5. Glaube an dich!

Du hast Sorge, dass ältere Kollegen dich und deine Ambitionen belächeln oder nicht ernst nehmen könnten? Diese Sorge ist nicht unbegründet, da Berufserfahrung in vielen Unternehmen oft mit Kompetenz gleichgesetzt wird. Davon solltest du dir aber keinesfalls den Wind aus den Segeln nehmen lassen! Denn dein junges Alter kann durchaus von Vorteil für das Unternehmen sein: Ein frischer Blick von außen und ein natürliches Gespür für Trends sorgen für neue Ideen und können Inspiration geben, Alteingefahrenes zu hinterfragen und zu verändern. Du wirst ernst genommen werden, wenn du dich selbst ernst nimmst. Die Welt steht dir offen, also greif zu! Nutze die Chancen, die sich dir bieten, nimm deine Möglichkeiten wahr und zeige Eigeninitiative! Der Rest kommt ganz von selbst - you are unstoppable!

Next Step Führungskraft

So meisterst du den Einstieg in deine neue Rolle

Du bist motiviert, kompetent und ehrgeizig? Du hast Lust auf mehr Verantwortung und möchtest dich beruflich weiterentwickeln? Herzlichen Glückwunsch! – Dann bist du wahrscheinlich der oder die perfekte Kandidat*in für eine Führungsposition, oder? Ein Team zu managen bedeutet, dass du dein Wissen teilen und andere mit deinem Enthusiasmus anstecken kannst. Führungspositionen gehen meist einher mit gesellschaftlichem Ansehen und einem besseren Gehalt. Aber auch Verantwortung und neue Herausforderungen gehören dazu. Als Teamleiterin oder Teamleiter liegt dir das Wohl deiner Mitarbeiter und das des Unternehmens gleichermaßen am Herzen – ein komplexes Thema also, das schon einige Bücher und Seminare gefüllt hat. Vorab: Gute Führungskräfte fallen nicht vom Himmel. Zwar gibt es durchaus bestimmte Charaktereigenschaften, die sich positiv auswirken können – wie aber fast alles im Leben ist das auch das Übernehmen von Personalverantwortung etwas, das du lernen kannst und in das du hineinwächst. Wir haben dir ein paar wichtige Basics zusammengetragen – auf dem Weg zu deinem ganz persönlichen Führungsstil.

Leadership and learning are indispensable to each other.

John F Kennedy

Junge weibliche Führungskraft

Reflect yourself!

Stell dir zu allererst die Frage, welche Art von Führungskraft du sein möchtest – der Schlüssel dafür ist Selbstreflexion. Kreiere in deinem Kopf eine Vision von deiner persönlichen Führungsrolle, gehe in dich und hinterfrage, welche Charaktereigenschaften möglicherweise Auswirkungen auf deinen Führungsstil haben könnten. Denn je besser du dich und deine Werte kennst, desto besser kannst du diese später auch in deinem Team vermitteln. Um dir ein genaues Bild deines zukünftigen Boss-Ichs zu machen, kannst du Beispiele aus deinem Berufsfeld hinzuziehen. Denke dabei an alle Menschen, die dich auf deinem beruflichen Weg nachhaltig beeindruckt und geprägt haben und überlege dir, welche Eigenschaften du an ihnen gut findest – und welche nicht. Beispiel: Erinnerst du dich noch an den Chef aus deinem ersten Praktikum, der viel zu impulsiv gehandelt hat und seine Emotionen oft nicht im Griff hatte? Hast du dich vielleicht in ihm wiedererkannt, denn unter Druck wirst auch du manchmal laut? Sehr gut, denn Einsicht ist hier der Schlüssel zur Besserung. Wenn du merkst, dass du gereizt oder wütend bist, kannst du beispielsweise tief durchatmen und dich erst mal zurückziehen. Wir sind alle nicht perfekt, daher ist es wichtig sich selbst gut zu kennen und Verhaltensweisen, die eigentlich nicht deinen Idealen entsprechen, bewusst gegenzusteuern.

Feel your team

Als Chef geht es nicht mehr nur um dich – es geht vor allem um dein Team. Die Stärken und Schwächen zu kennen, und deine Mitarbeiter entsprechend zu fördern und auszubauen gehört mit zu deiner Hauptverantwortung. Nachdem du dich und deine Eigenschaften reflektiert hast, solltest du dasselbe also auch mit deinem zukünftigen Team tun. Versuche, dich in die Lage deiner Teammitglieder zu versetzen und sei empathisch. Denn nur, wen du verstehst, kannst du auch gut supporten. Skizzieren wir dazu zwei Szenarien: Die erste Möglichkeit ist, dass du innerhalb deines Teams befördert wurdest und plötzlich nicht mehr Kolleg*in, sondern Chef*in bist – eine ganz schön schwierige Situation für beide Parteien. Denn nun wirst du vom Team anders wahrgenommen und auch du musst deine ehemaligen Kolleg*innen anders behandeln – ganz schön tricky! Die beste Methode ist hier Offenheit: Kündige deine Beförderung früh genug an und kommuniziere offen mit deinem Team, so sorgst du für Akzeptanz in der Gruppe. Dein Vorteil: Du kennst das Team und seine Bedürfnisse an einen Chef – nutze dieses Wissen für deine neue Position.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du als Führungskraft in einem neuen Team oder gar im kompletten Unternehmen startest. Du hast also noch keine Vorstellung davon, wie dein zukünftiges Team tickt und welche Bedürfnisse es hat. Es ist ratsam, dir bereits vor dem persönlichen Kennenlernen ein Bild von den neuen Mitarbeiter*innen zu machen. Wie du das machst? Informiere dich zum Beispiel bei deinem Vorgänger, welche Eigenschaften das Team ausmacht und wer, welche Besonderheiten mit sich bringt. Noch besser aber, ist sich direkt bei den Leuten vorzustellen und sich auszutauschen. Je nach Größe des Teams kannst du schon mal im Vorfeld Kontakt über LinkedIn oder Xing aufnehmen und dir so ein Bild von deinen zukünftigen Teammitgliedern zu machen. Beantworte dir dabei folgende Fragen: Was macht dein Team einzigartig? Worauf sind die Teammitglieder stolz? Vor welchen Herausforderungen steht das Team? So bekommst du ein erstes Feeling für die Menschen - gleichzeitig erleichtert es den Austausch beim ersten Arbeitstag.

What can I do for the company?

Mach dir auch ein klares Bild davon, was deine neue Position im Firmenkontext bedeutet – denn jede Stelle im Unternehmen dient einem bestimmten Zweck. Was ist nun neu für dich? In einer Führungsposition musst du nun nicht mehr nur deine eigene Leistung im Blick haben, sondern die Performance deines gesamten Teams. Womöglich gibt es feste KPIs von der Unternehmensspitze, an denen du dich künftig messen lassen musst. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es keine Vorgaben von oben gibt, ist es ratsam, dir selbst sinnvolle Ziele zu setzen: Welche Unternehmensziele soll und will ich erreichen? Nach welchen Kriterien wird mein Erfolg bewertet? Wie ist die aktuelle Auftrags- und Geschäftslage des Unternehmens und was kann ich dazu beitragen?

Be my Mentor!

Es gibt keinen Crash-Kurs im Führen von Menschen. Scheue dich also nicht davor, erfahrenere Kontakte aus deinem Netzwerk nach Rat zu fragen und ihr langjähriges Wissen zu nutzen. Suche dir einen Mentor – ein Vorbild, dessen Führungsstil dir zusagt, der dich bei deinem Einstieg in die neue Führungsposition unterstützen kann. Vielleicht ist es dein/e alte Vorgesetz*e, mit der du dich immer gut verstanden hast. Vielleicht ist es dein ehemaliger Dozent aus dem Seminar „Strategische Unternehmensführung“ – schau, welcher Kontakt für dich Sinn macht und dich optimal unterstützen kann. Keine falsche Scheu, nutze dieses Angebot! Denn du kannst nur davon profitieren: Sowohl vom Wissen und Können deines Mentors als auch von seinen Erfahrungen, Verbindungen und seinem Netzwerk.

Make a plan!

Ein alter, aber wirksamer Trick aus der Psychologie: Mach dir einen Plan – denn je besser wir auf etwas vorbereitet sind, desto sicherer fühlen wir uns in neuen Situationen. Deswegen macht es Sinn, dass du deine Anfangszeit in deiner neuen Rolle einmal mental durchspielst und dir wichtige Eckpunkte notierst. Ob es der Masterplan für die erste Woche, den ersten Monat oder das erste Jahr ist, spielt keine Rolle – hier gibt es kein richtig oder falsch. Der Plan dient dir als Sicherheitsnetz und soll dir ein Gefühl von Struktur vermitteln: Falls der Einstieg doch ein wenig holprig verläuft, hast du immer noch eine grobe Fahrtrichtung, an der du dich orientieren kannst. Also los, ran an die Vorbereitungen – so wird deine erste Zeit als Führungskraft wesentlich entspannter.

Du bist noch keine Führungskraft – möchtest es aber werden? An der FOM kannst du dir die nötigen Skills aneignen – sogar berufsbegleitend! In den Master-Studiengängen werden dir neben fachlichem Know-how auch wichtige Soft Skills und Führungskompetenzen vermittelt.

Communication is key!

5 Tipps, wie du als Führungskraft Mitarbeitergespräche souverän führst

Wer kennt es nicht: Es steht ein unangenehmes Gespräch auf der Agenda und ein ungutes Gefühl macht sich breit. Wie wird mein Gegenüber auf die Nachricht reagieren? Wie wird die Nachricht aufgenommen? Der erste Impuls ist oft: Schnell weg und das Gespräch erst gar nicht führen! Im Privaten mag das vielleicht funktionieren, als Führungskraft gehören heikle Gespräche jedoch zu deinem Aufgabenbereich dazu: Kündigungen, betriebliche Umstrukturierungen, unzureichende Leistungen und Fehlverhalten ziehen Personalgespräche nach sich, die teilweise sehr hohe Anforderungen an deine kommunikativen Fähigkeiten stellen werden. Denn wenn du hier unbedacht kommunizierst, kann einiges schief gehen: Deine Mitarbeiter verstehen etwas falsch, misstrauen dir und im schlimmsten Fall hängt danach der Segen beim Betriebsklima schief. Wie also geht man das unliebsame Gespräch am besten an? Was sind die Do’s & Dont‘s? Mit unseren 5 Tipps gehen beide Parteien mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch!

We all need people who will give us feedback – that’s how we improve

Bill Gates

1. Plan it!

Auf ein wichtiges Gespräch solltest du dich immer vorbereiten. Wenn wir eine Mail schreiben, überlegen wir meist gut, wie wir unserem Gegenüber etwas mitteilen. Mündlich rutscht einem schnell mal etwas raus, was so nicht beabsichtigt war oder man schweift vom eigentlichen Thema ab und geht aus dem Gespräch, ohne den Sachverhalt geklärt zu haben. Mach dir also am besten zu den folgenden Punkten Gedanken: Was ist das konkrete, realisierbare Ziel des Gesprächs? Welche Informationen müssen im Vorfeld für ein konstruktives Gespräch gesammelt werden? Müssen vielleicht rechtliche Aspekte geklärt werden?

Geht es bei dem Gespräch um die Verkündung einer Entscheidung (z. B. eine Abmahnung) solltest du darauf achten, dass du das Gespräch so strukturierst, dass der Mitarbeiter dazu aufgefordert wird, mitzudenken und das Gesagte nachzuvollziehen. Statt wie gewöhnlich zuerst das Urteil zu verkünden und dieses anschließend zu begründen, könntest du das Gespräch beispielsweise top-down aufziehen. Wie du das am besten angehst? Beginne zuerst, das Problem zu beschreiben und zeige deinem Mitarbeiter oder deiner Mitarbeiterin auch, dass du nach Alternativen zu der Entscheidung gesucht hast. Erläutere dann, welche Entscheidung du anhand welcher Kriterien getroffen hast und schließe deine Argumentation mit den zu erwartenden Folgen der Entscheidung und was passieren würde, wenn du diese nicht umsetzt, ab. So ist der ganze Entscheidungsprozess für deinen Mitarbeiter nachvollziehbar und er kann sich nicht nur besser in dich hineinversetzen, sondern fühlt sich auch nicht so sehr vor den Kopf gestoßen.

2. Be nice!

Irren ist menschlich und wir alle machen Fehler oder haben mal einen schlechten Tag. Ist ein konkretes Fehlverhalten oder ein ungenügendes Arbeitsergebnis der Grund für das schwierige Mitarbeitergespräch, solltest du das Problem sachlich besprechen. Denn es geht nicht darum, den Mitarbeiter als Person zu kritisieren, sondern sein Verhalten in einer ganz bestimmten Situation. Es macht einen riesigen Unterschied für den Empfänger ob du sagst. „Du bist unfreundlich zu unseren Kunden!“ oder „Gestern, während des Beratungstermins mit Kunde XY gesprochen hast, kam mir dein Ton dem Kunden gegenüber etwas unfreundlich vor. Wie hast du die Situation wahrgenommen?“. Empathie ist eine Schlüsselqualifikation, die dir als Führungskraft und in einem kritischen Gespräch nicht fehlen sollte. Gehst du achtsam mit deinen Gefühlen und denen des Mitarbeiters um, wird die Situation wahrscheinlich nicht so schnell eskalieren. Wird es in dem Gespräch doch mal laut und unsachlich, solltest du diese Dynamik direkt ansprechen und dem Gespräch eine andere Wendung geben. Wenn du merkst, dass ihr gar nicht mehr weiter kommt, dann legt eine kurze Gesprächspause ein, holt euch einen Kaffee und atmet tief durch. Auch eine Vertagung des Gesprächs ist möglich – so können sich alle Gemüter beruhigen und du hast zudem die Chance, dir Tipps von erfahreneren Führungskräften zu holen.

3. Focus!

Nicht in allen Unternehmen wird eine offene Feedbackkultur gelebt und Feedbackgespräche finden oft nur selten – manchmal sogar nur einmal im Jahr - statt. Wenn dein Unternehmen dazu gehört, wirst du merken, dass Mitarbeitergespräche gerne mal dazu neigen, auszuufern. Plötzlich fallen dem Mitarbeiter Punkte und Fragen ein, die er immer schon mal ansprechen wollte und das wichtige und schwierige Gespräch verliert die Richtung. Um das zu vermeiden, kann ein regelmäßigerer Austausch die Lösung sein. Gib deinem Mitarbeiter einfach ein kurzes Feedback, wenn es ein konkreter Anlass verlangt. Ein „Ich bin aus diesem und jenem Grund nicht mit dem Ergebnis zufrieden“, „Gibt es noch Fragen?“ oder „Vielen Dank für die gute Arbeit, besonders dieser Aspekt hat mir gut gefallen“ verhindert nicht nur, dass sich bei deinem Mitarbeiter ein Informationsbedürfnis aufstaut, sondern wirkt außerdem motivierend. Ihr könnt euch auch regelmäßige Zeiten in eurem Kalender für den Austausch blocken. So sind beide Seiten immer Up-to-Date was die aktuellen Herausforderungen sind und wie die Gemütslage ist. Außerdem können manche Themen auf diese Weise bereits geklärt werden, bevor sie zum Problem werden. Seid ihr jedoch mitten im Gespräch, ist es dein Job als Führungskraft, den Fokus und dein Ziel im Blick zu behalten. Dies tust du zum Beispiel, indem du einen weiteren Termin für das neue Thema, das aufkommt, vorschlägst. Ein „Gut, dass du das ansprichst. Das können wir gerne in einem anderen Termin ausführlicher besprechen“ reicht aus, um deinem Mitarbeiter zu signalisieren, dass du sein Anliegen ernst nimmst, deine Priorität jedoch bei dem eigentlichen Grund für das Meeting liegt.

4. Listen!

Eine wichtige Fähigkeit, die gerne vergessen wird, ist aktives Zuhören. Denn, auch wenn du der Meinung bist, dass dein Mitarbeiter im Unrecht ist, kann es doch nie schaden, eine andere Perspektive auf die Thematik einzunehmen. So erhältst du interessante Informationen oder neue Einblicke, die wichtig und hilfreich für eure zukünftige Zusammenarbeit sind. Außerdem ist es grundsätzlich wichtig beide Seiten anzuhören, bevor eine Entscheidung getroffen wird. So gibst du deinem Gegenüber ein Gefühl der Wertschätzung und begegnest ihm auf Augenhöhe. Ein kleiner Tipp: Am besten zeigst du deine Aufmerksamkeit durch aktive Reaktionen wie „Ja“, „ah“ oder „mhm“, Feedback, Fragen oder kurze Zusammenfassungen der Kerngedanken des Gesprächspartners. Damit vermeidet ihr auch Missverständnisse während des Gesprächs.

5. Let it sink!

Dir ist es sicherlich auch schonmal passiert, dass du nach einer schlechten Nachricht erst einmal schlucken musstest. Das ist ganz normal – kritische Neuigkeiten, die oft negative Botschaften oder Veränderungen enthalten, müssen erst einmal emotional verarbeitet werden. Gleiches gilt für den Fall, dass eine schwierige Entscheidung getroffen werden soll – man braucht erstmal „Verdauungszeit“. Du solltest deshalb deinem Mitarbeiter nach eurem Gespräch die Möglichkeit geben, das Ganze sacken zu lassen und Rückfragen zu stellen. Und auch wenn euer Meeting wichtige Verhandlungen nach sich zieht, solltest du ihm oder ihr bestenfalls etwas Zeit geben, um sich zu sammeln und die Neuigkeiten zu durchdenken, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Andernfalls könnten sein Urteilsvermögen getrübt und wichtige Entscheidungen aus emotionalen Impulsen heraus getroffen werden.

Kein typischer Beamter

Andy schafft sich neue Perspektiven

Eigentlich will Andy nach dem Abi ja Tatortreiniger werden. Oder Wedding Planner. Seine Eltern finden, sein Zimmer sei doch schon Tatort genug und überreden ihn stattdessen, lieber etwas „Vernünftiges“ zu lernen. So findet Andy den Weg in die klassische Verwaltungslaufbahn. Doch dabei soll es aber nicht bleiben: Der sympathische Darmstädter bringt frischen Wind ins Beamtentum und schafft letztendlich auch für sich selbst ganz neue Perspektiven.

„Beamter in der Kreisverwaltung“ - Liest man diesen Jobtitel, stellt sich sofort ein bestimmtes Bild im Kopf ein. Eingefahren, leicht angestaubt mit krisensicherem Einkommen und wenig Bock auf Arbeit. Der 31-jährige Andy aus Darmstadt räumt auf mit diesen Vorurteilen. Seit nun mehr knapp neun Jahren ist er Beamter im öffentlichen Dienst, ist zuständig für Ausbildungsleitung, Personalentwicklung und Recruiting. Doch zurücklehnen und eine ruhige Kugel schieben – das ist nicht sein Plan. Der 31-Jährige hat Lust auf Neues, Lust auf Weiterbildung und Lust, etwas zu verändern – sowohl bei sich als auch bei anderen.
Normalerweise läuft Weiterbildung in seinem Bereich eigentlich über die Fachhochschule für Verwaltung, Andy hatte sich aber für einen unüblicheren Weg entschieden: Ein berufsbegleitendes Master-Studium in Human Resource Management an der FOM in Frankfurt. Aber wieso ein Studium, das auf die Arbeit in der freien Wirtschaft ausgerichtet ist? „Ich habe gemerkt, dass bestimmte betriebswirtschaftliche Ansätze dem öffentlichen Dienst ganz guttun würden. Das Verwaltungsdenken ist stark geprägt von Recht und Gesetzen – gerade im Personalbereich gibt es aber noch so viel mehr als das.“ Andy fehlen noch ein paar Credits und er muss eine Aufnahmeprüfung bestehen ehe er mit dem Master loslegen kann, ist dann aber ab Tag 1 mit voller Euphorie dabei und resümiert rückblickend: „Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber jeder einzelne Tag in diesen zwei Jahren war richtig toll für mich. Ich hatte ja nicht nur den Input der Dozenten aus der Privatwirtschaft, sondern auch den Austausch mit meinen Kommilitonen, die teilweise auch bei sehr großen, namenhaften Unternehmen beschäftigt waren. Die Kombination hat mir so viele interessante Einblicke gewährt, die ich sonst wohl nie bekommen hätte“.

 Best of both worlds

Andy bekommt die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen, entdeckt Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft. „Eine bestimmte Denkweise aus dem öffentlichen Dienst hat schon seine Berechtigung. Es muss zum Beispiel alles sehr genau zugehen. Schließlich geht es um Steuermittel, man hat also eine gesellschaftliche Verantwortung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Personal die wichtigste Ressource einer Organisation– wer hier spart, spart letztendlich an der Leistung des Unternehmens.“  Und welche Arbeitsweise findet Andy nun ansprechender? „Was meine eigene Arbeitsweise betrifft, so habe ich, glaube ich, einen gesunden Mittelweg aus beiden Welten gefunden.“ Das kommt auch Andys Arbeitgeber zu Gute – und so legt sich auch die anfängliche Skepsis mancher Kollegen in der Verwaltung. „Mit dem neuen Hintergrundwissen, das ich hatte, konnte ich Personalprojekte natürlich ganz anders angehen. Ich habe daraufhin viel positives Feedback erhalten – dass es gut ist, dass hier mal anders gedacht wurde oder, dass andere Verfahren zum Einsatz gekommen sind.“

„Entwickeln kann man sich nur, wenn man auch mal etwas anderes sieht“

Nach Beenden seines Master Studiums wechselt Andy den Arbeitgeber. Nicht weil er unglücklich ist, sondern weil er ganz bewusst immer wieder neue Perspektiven sucht, um sich weiterzuentwickeln. „Gerade nach meinem Studium habe ich gemerkt, wie sich mein Denken in bestimmten Punkten sehr verändert hat. Ich vergleiche das immer gerne mit einem Juristen und einem Pädagogen. Beide haben auf ihre Art ihre Daseins-Berechtigung - beide haben aber auch eine komplett andere Sichtweise auf den gleichen Sachverhalt. Meine Juristen-Brille wurde sozusagen um den pädagogischen Aspekt ergänzt – das hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet.“

„Ich möchte einen Sinn in meiner Arbeit sehen“

Heute ist Andy angekommen in seinem Beruf und verhilft wiederum anderen, es ihm gleich zu tun. „Menschen in ihrer Individualität zu sehen, ihre Stärken anzuerkennen und so zu fördern, dass sie in ihrem Beruf aufgehen und Spaß haben – das motiviert mich. Gleichzeitig bringt man so auch das Unternehmen  voran – es ist eine Win-Win-Situation und gibt meiner Arbeit Sinn.“

Drei Fragen an Andy

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Alles.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Höchstens meine Frau noch früher fragen, ob sie mich heiraten will. Ansonsten würde ich alles wieder genauso machen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Durch die FOM habe ich den Blick in die Privatwirtschaft bekommen – das halte ich für wichtig, um den öffentlichen Dienst voranzubringen.
  • Die FOM ist sehr professionell aufgestellt. Ich hatte von Anfang an einen sehr positiven Eindruck und finde gut, dass ich von herausragenden Dozenten mit viel Praxiserfahrung lernen kann.
  • Die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren. Ich war ja bereits fest im Berufsleben angekommen und wollte keinen krassen Cut machen. Die flexiblen Vorlesungszeiten haben es mir ermöglicht, Beruf und Studium gut parallel unter einen Hut zu bekommen.