Female Leadership

FOM Professorin Dr. Anja Seng über Führung, Zukunft und Vielfalt

Prof. Dr. Anja Seng ist eine beeindruckende Frau. Sie ist nicht nur theoretisch Expertin auf dem Gebiet Female Leadership – in ihren zahlreichen Rollen und Funktionen ist die FOM Professorin für Personalmanagement selbst Führungskraft und weiß, wovon sie spricht. Als Rektoratsbeauftragte für Diversity Management setzt sie sich aktiv für den Umgang mit Vielfalt an der Hochschule ein. Sie weiß um den Nutzen von unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven.  Kein Wunder also, dass auch sie selbst vielseitig interessiert und engagiert ist. Am Institut für Public Management forscht Anja Seng zum Thema Führung in der öffentlichen Verwaltung, wo digitales und agiles Arbeiten zu den Schwerpunkten zählen. Neben ihrer Arbeit an der Hochschule in Lehre und Forschung ist sie beratend tätig, hält Vorträge und setzt sich in unterschiedlichen Organisationen für das Thema Gleichberechtigung und Stärkung der Frau ein. Als Mutter von zwei Söhnen und Führungskraft hat sie geschafft, was sich viele Frauen wünschen: sich in Karriere und Familie gleichermaßen zu verwirklichen. Wieso das leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, woran das liegt und was wir dagegen tun können, hat sie uns im Interview erzählt:

 

Was versteht man unter „Female Leadership“?

Unter Female Leadership verstehe ich eigentlich eher allgemein Frauen in Führungspositionen. Der Begriff ist auch nur deshalb relevant, weil Frauen in Führungspositionen aktuell noch selten sind. Deswegen das spezielle Wording, das wir hoffentlich nicht mehr allzu lange brauchen.

Mir selbst ist es dabei wichtig, ein Vorbild zu sein und selbst vorzuleben, wovon ich anderen erzähle. Ich möchte andere Frauen ermutigen und sagen „Hey, probier’s doch!“. Ich möchte andere Frauen auf ihrem Weg unterstützen, indem ich beispielweise versuche, jeden Tag eine 'gute Frau' zu empfehlen – sei es für einen Job oder in Form einer Buchempfehlung einer Autorin. Es ist mir wichtig, meine eigene Stimme zu erheben und meine Meinung offen zu vertreten.

Ich möchte andere Frauen ermutigen und sagen „Hey, probier’s doch!“

Inwieweit würde die Gesellschaft von mehr Frauen an der Spitze profitieren?

Ganz kurz gesagt: Der Talentpool wird so komplett ausgeschöpft. Aktuell wird nur die Hälfte der Bevölkerung für Führungspositionen in Erwägung gezogen. Obwohl Frauen die gleiche Schulbildung erhalten, in den Vorlesungssälen gemeinsam mit männlichen Kommilitonen sitzen und ihren Abschluss machen, tauchen sie später nicht mehr in den relevanten Positionen auf. Das ist schlichtweg volkswirtschaftliche Verschwendung. Es wird für eine Ausbildung bezahlt, die aktuell nicht wirklich genutzt wird, weil die Frauen heutzutage häufig noch mit den Kindern zuhause bleiben. Außerdem ist es schon allein aus moralischer und ethischer Perspektive geboten, gleiche Chancen für alle anzubieten. Es gibt auch immer mal wieder Studien, die versuchen zu belegen, dass Unternehmen mit Frauen an der Spitze wirtschaftlich erfolgreicher sind. Solche Studien sind aus wissenschaftlicher Sicht – leider - mit Vorsicht zu genießen, da es keine Kontrollgruppe gibt, sprich die Vergleichbarkeit der Bedingungen nicht wirklich gegeben ist. Das Argument ungenutzter Ressourcen jedoch ist wasserdicht.

 

Was ist mit der Annahme, Frauen führen „menschlicher“?

Auch das finde ich schwierig, denn es wird das Stereotyp „Frauen sind irgendwie netter“ impliziert. Als Argument ist das wenig tragfähig. Was man jedoch tatsächlich sagen kann, ist – vor dem Hintergrund einer aktuellen qualitativen Studie des DIW - dass in gemischten Gremien, also Aufsichtsräten, in denen sowohl Frauen als auch Männer vertreten sind, sich die Arbeitsatmosphäre und Arbeitsergebnisse positiv verändern. Das liegt nicht etwa daran, dass Frauen so wunderbar sind – denn auch ein Team nur aus Frauen trifft auf eine ähnliche Problematik wie ein Team, das ausschließlich aus Männern besteht. Die Mischung macht den Unterschied.

 

Mit welchen Hürden haben Frauen immer noch zu kämpfen?

Frauen sind im Studium zum Teil sogar überproportional vertreten – tauchen später in den Führungsetagen jedoch kaum noch auf. Das liegt vor allem an den bestehenden Strukturen – gesellschaftlich, politisch, individuell und auch betrieblich. Iris Bohnet beschreibt es in ihrem Buch „What works“ sehr gut, indem sie sagt: „Nicht die Frauen müssen sich ändern, sondern die Spielregeln.“ Die Rahmenbedingungen legen ihnen viele Steine in den Weg – das beginnt schon bei der Personalauswahl. Hier fehlt es oftmals an validen Auswahlverfahren, die die tatsächliche Eignung der Person für den Job prüfen. Auch die aktuelle Feedback-Kultur hat maßgeblichen Einfluss auf die Chancengleichheit. Man hat herausgefunden, dass Männer Männern anders Feedback erteilen als Frauen, nämlich viel häufiger und direkter. Das hat zur Folge, dass es für Frauen schwieriger ist, die aktuelle Position – und damit auch ihre Verhandlungsposition – zu bestimmen. Der Zugang zu Informationen und Netzwerken spielt ebenfalls eine große Rolle. So werden offene Positionen oft schon informell kommuniziert, so dass dann bei der offiziellen Besetzung ein Vorsprung entsteht. Auch das Thema Familienplanung ist natürlich relevant. Fragen Sie sich einmal, wer in Deutschland Kinder bekommt. Statistisch gesehen sind es 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen – die Eltern eben. „Die Torte der Wahrheit“ vom 12. Februar dieses Jahres (das ist ein Tortendiagramm mit alltäglichen Fakten, das Autorin und Kabarettistin Katja Berlin regelmäßig auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht) zeigt etwas anderes: Demnach bekommen nach Einschätzung von Unternehmen 80 – 90 Prozent der Frauen Kinder, aber nur 10 Prozent der Männer. Die Erwerbstätigkeit ist bei Frauen zwar insgesamt deutlich gestiegen – allerdings bei gleichbleibendem Anteil an der sogenannten Care-Arbeit. Wir sehen also: Es sind vielfältige Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen.

Und hier möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, mit zwei typischen Annahmen „aufzuräumen“: Zum einen mit der Unterstellung, „es gäbe sie nicht“. Die Pipeline an qualifizierten Frauen ist bestens gefüllt. Auch die Vermutung, dass Frauen keine Lust auf Führungspositionen hätten, hat sich als unhaltbar erwiesen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Männer und Frauen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn gleichermaßen Karriere machen möchten. Bei Frauen bricht diese Zahl jedoch nach drei bis vier Jahren ein, was maßgeblich auf die oben genannten Strukturen zurückzuführen ist.

 

Was ist ein konkretes Beispiel, um mehr Chancengerechtigkeit in den Strukturen zu schaffen?

Unbewusste Vorurteile zu haben, ist menschlich – dagegen können wir nicht viel tun. Wichtig ist es daher, sich das bewusst zu machen und Strukturen und Prozesse zu schaffen, die eine objektivere Beurteilung ermöglichen. Strukturierte Interviews mit klaren Anforderungsprofile sind zum Beispiel ein Instrument. Dafür müssen die Interviewenden im Vorhinein geschult werden und für unbewusste Stereotypen sensibilisiert werden. Auch das Mehraugenprinzip bei der Auswahl durch eine gemischte Jury wäre einfach umzusetzen und sorgt dafür, dass wir die Vielfalt unserer Gesellschaft besser nutzen können - und das gilt nicht nur für Frauen.

„Glaube an dich und trau dir etwas zu!“

Wieso liegt Ihnen das Thema Female Leadership so am Herzen?

Ich habe lange Zeit selbst gedacht, dass ich alles erreichen kann und eine gewisse Zeit lang war das auch so. Irgendwann bin ich im Rahmen meiner Schwangerschaft dann selbst an Grenzen gestoßen, die ich zwar bemerkt habe, in denen ich jedoch noch keinen systematischen Zusammenhang gesehen habe. Später ergab sich die Möglichkeit, in einem Forschungsprojekt zum Thema Genderforschung tätig zu sein. Es ging um die Rolle der Frau in der chemischen Forschung und Entwicklung. Ich habe erst mal mit den Augen gerollt und dachte mir „Das ist doch alles Quatsch. Frauen müssen sich eben nur richtig anstrengen – das werden wir jetzt belegen.“ Drei Jahre lang habe ich mich empirisch mit dem Thema auseinandergesetzt, um festzustellen, dass es das, was andere bereits vorher herausgefunden haben, wirklich gibt. Dass der Weg für Frauen eben nicht so einfach ist. Wir denken, wir leben in einem fortschrittlichen Land: Die Hälfte der Einwohner sind Frauen und wir haben alle die gleichen Chancen - dem ist aber nicht so. Als ich das begriffen habe, wusste ich, dass sich hier etwas ändern muss und ich dazu beitragen möchte.

 

Wie wichtig ist Ihnen insbesondere Ihre Rolle als Mentorin?

Mentoring ist etwas, das ich sehr gerne mache. Nicht nur in meiner Funktion bei der Initiative Women into Leadership (IWiL), sondern auch bei anderen Gelegenheiten, die sich mir bieten. Sei es meine Praktikantinnen in der Beratung oder die Babysitterinnen unserer Jungs, die mittlerweile Mitte 20 sind und tolle Karrieren machen- ich unterstütze gerne mit Ratschlägen und habe auch schon einigen Frauen den Weg in den Job geebnet. Ich selbst hatte zwar keine Mentorin im klassischen Sinne, habe mir aber in den verschiedenen Phasen meines Lebens auch unterschiedliche Vorbilder gesucht und mir dort Impulse geholt.

 

Was würden Sie ihrem 20-Jährigen Ich raten oder was möchten Sie jungen Frauen auf den Weg geben?

Ich würde immer sagen: „Glaub an dich und trau dir etwas zu! Überleg dir, worauf du Lust hast, such‘ dir Leute, die sowas schon mal gemacht haben und sprich mit denen!“ Auch aktiv Feedback einfordern und Einschätzungen zur eigenen Person von anderen einholen ist hilfreich. Generell ist es wichtig, sich gut zu informieren. Bei allen Entscheidungen im Leben gilt:  Es gibt immer zwei Seiten - alles hat was Gutes und auch was weniger Gutes gleichermaßen. Deswegen gilt es abzuwägen.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist: Augen auf bei der Partnerwahl! Wenn erst bei der Kinderplanung auffällt, dass der Mann, den ich vor drei Jahren geheiratet habe, das patriarchalische Modell verfolgt, ist das schlecht. Und auch wenn das Thema mit 30 Jahren noch weit weg zu sein scheint: Altersvorsorge ist wichtig. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass mittlerweile die Hälfte aller Ehen in Deutschland nicht mehr richtig funktionieren. Wenn ich dann die letzten zehn Jahre zuhause war – was mache ich dann? Auch aus der mütterlichen Perspektive: Wenn die Kinder nach 18 Jahren das Haus verlassen – bin ich weiterhin zufrieden mit meinem Leben, wie es gelaufen ist? Und abschließend möchte ich unbedingt noch sagen, dass natürlich nicht alle Frauen Karriere machen sollen oder müssen, darum geht es nicht. Es sollte jedoch die Freiheit herrschen, dass denen, die es wollen, keine Steine in den Weg gelegt werden.

 

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5 Tipps für mehr Motivation

Die ersten Wochen des Jahres sind rum und mindestens 60 Prozent deiner Neujahrsvorsätze bringen aus dir maximal noch einen müden Lacher hervor? So schön die Versprechungen auch waren, die man sich mit dem Jahreswechsel gemacht hat, so schwer fällt es uns meist auch, sie umzusetzen. Das Problem ist nicht unbedingt, dass wir nicht wissen, was zu tun ist. Jeder, der mal ein bisschen in den sozialen Medien zum Thema 'Selbstverwirklichung' rumgestöbert hat, kennt die klassischen To-Dos. Die Frage, die wir beantworten müssen, um anzufangen und vor allem, um immer wieder weiter zu machen ist „Warum?“. Hat man das „Warum“ erst geklärt, fällt das „Wie“ deutlich leichter. Wir haben 5 Tipps für dich, die dir helfen, neue Motivation zu schöpfen!

I never dreamed about success.
I worked for it.

Estee Lauder

1. Tschüss, Übermorgen!

Oft warten wir auf einen bestimmten Zeitpunkt, um unsere Ziele umzusetzen. „Ab nächstem Jahr werde ich mit dem Rauchen aufhören! Ab nächster Woche werde ich mich täglich für eine halbe Stunde aufs Laufrad setzen!“ Die Liste der guten Vorsätze ist lang. Das Problem daran: Wenn wir einmal gelernt haben, Dinge aufzuschieben, braucht es viel Disziplin diese Gewohnheit loszuwerden. Um die Prokrastinations-Fessel zu lösen, hilft es dein Vorhaben nicht, von einem bestimmten Zeitpunkt abhängig zu machen. Denn jeden Tag kannst du etwas Neues beginnen! Ob am 1. Januar oder 23. Februar: Jeder Morgen ist eine neue Chance, durchzustarten.

2. Tick, tock goes the clock

Du bist also frei von zeitlichen Startschüssen und hast keinen Grund weitere Minuten zu vergeuden. In dieser Welt sind wenige Ressourcen so wertvoll wie Zeit und Energie – ein klassischer Fall von begrenzten Kapazitäten. Somit liegt es an dir, diese klug zu verwerten und das lässt sich leichter umsetzen, als du vielleicht ahnst. Nimm dir einen ruhigen Moment und frage dich: Was genau hält dich davon ab, ein neues Kapitel in deinem Leben aufzuschlagen? Wenn du erstmal weißt, was dich bremst, fällt es dir leichter, dieses Hindernis zu überwinden. Vielen Zielen geht auch ein wenig Recherchearbeit voraus und diese verlangt ihre Zeit. Träumst du in etwa von einem eigenen Start-up, so kannst du damit starten, dir die Qualifikationen, die du dafür brauchst, genauer anzuschauen. Du allein entscheidest, ob du in drei Monaten an der gleichen Stelle stehst oder vier Schritte (so klein sie auch sein mögen) nach vorne gemacht hast.

3. Back to reality

Ein vermeidbarer Umstand, der leider dazu führt, dass wir unsere Vorhaben nicht umsetzen, sind zu hoch gesteckte Ziele. Diese können zum einen dazu führen, dass wir die Erfahrung machen zu versagen, oder uns gar nicht erst an eine Aufgabe herantrauen. Du träumst davon Gitarre zu spielen? Dann setze dir als erstes Ziel, bestimmte Noten zu lernen, statt von dir zu erwarten, schon mit deinen ersten Versuchen Jimi Hendrix alt aussehen zu lassen. Du träumst von der Freiheit als selbstständige/r Unternehmer/in? Dann beginne z.B. mit einem Abschluss in "Business Administration". An der FOM kann man den sogar berufsbegleitend machen. Das Schöne an diesen kleinen Schritten ist, dass du Erfolg verspürst, egal wie klein oder groß die Aufgabe war.

4. Sharing is caring

Sie sollen es alle erfahren! Deine Eltern, deine Freund/innen, deine Haustiere – lass sie alle hören, was du vorhast! Wenn man sich daran gewöhnt hat, seinen eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden, kann dich ein bisschen Druck von außen sanft in die richtige Richtung schubsen. Dabei geht es nicht darum, jemanden zu finden, der dir ein schlechtes Gewissen macht. Im Gegenteil: Während Vertrauenspersonen es dir bestimmt nicht übelnehmen, etwas nicht erreicht zu haben, ist man doch sehr ungern die Person, die den Liebsten von eigenen Rückschlägen berichten muss. Diese Form der extrinsischen Motivation kann dich unterstützen, wenn du mal wieder mit dir selbst haderst.

5. Vergiss nicht, wieso du angefangen hast

Ist der Anfang erstmal geschafft, heißt es dranbleiben. Oft ist der erste Schritt, gar nicht das Problem, sondern der nächste. So unterschreibt man mit Leichtigkeit den Vertrag bei einem Fitnessstudio nach der ersten Trainingseinheit, weil man sich genau in diesem Moment gut fühlt. Nun geht es einem ja auch zuhause auf der Couch nicht gerade schlecht und dann ist es eine wahre Challenge, sich auch für die zweite Einheit zu motivieren. Gerade, weil du nicht bei allen Schritten sofort ein Ergebnis in den Händen hältst, verlangen viele Träume eine gewisse Ausdauer. Was dir dabei helfen kann: Dokumentiere deine Erfolge und wie du dich dabei fühlst! Ob Papiertagebuch oder Video-Diary – an Tagen, an denen es dir besonders schwerfällt, aus innerer Kraft Motivation zu schöpfen, hast du die Möglichkeit, dir Vorschläge von deinem früheren Ich zu Rate zu ziehen. Diese Person kann dir auf jeden Fall Gründe nennen, warum du doch nochmal ins Gym fahren oder das Französischlehrbuch aufschlagen solltest. Zusätzlich kannst du dir tägliche Reminder in dein Handy vermerken, die verhindern, dass du dein Ziel aus den Augen verlierst.

Wahrscheinlich hast du auf diesen Artikel geklickt, weil du gerade schon ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen hast. Also worauf wartest du noch? Leg los!

Motivate yourself

Die richtige Motivation, um aus Träumen Taten werden zu lassen

Neues Jahr, neues Glück. Januar und Februar stehen alljährlich im Zeichen von Motivation und Neuanfang. Wir malen uns aus wie unsere Zukunft aussehen soll, schmieden Pläne und träumen von Veränderung. Kurz darauf beginnt unsere anfängliche Euphorie jedoch oftmals schon zu schwinden. Zu verlockend sind die Süßigkeiten, zu aufwendig die Bewerbung um einen Studienplatz und auch die Spanisch-Vokabeln wollen partout nicht in den Kopf. Wir fallen zurück in den Alltagstrott, in überholte Routinen und alte Gewohnheiten. Unsere Träume stellen wir auf ein Abstellgleis – ganz nach dem Motto „morgen ist auch noch ein Tag“. Doch warum ist das so? Und noch viel wichtiger: Wie gelingt es dir deinen inneren Schweinehund zu überwinden?

I believe that the only courage anybody ever needs is the courage to follow your own dreams.

Oprah Winfrey

Der Mensch – das Gewohnheitstier

So sehr der Mensch nach Weiterentwicklung und Wachstum strebt, so sehr liebt er seine Gewohnheiten. Fast die Hälfte unserer Entscheidungen treffen wir routiniert – und das ist meist von großem Vorteil. Müssten wir bei jeder Entscheidung lange nachdenken, würden wir unser Gehirn auf Dauer überlasten. Gewohnheiten bieten unserem Gehirn also eine wohlverdiente Verschnaufpause und sparen kognitive Ressourcen sowie Energie. Möchten wir jedoch aktiv neue Herausforderungen in unser Leben bringen und unsere Träume verwirklichen, so kann uns die Macht der Gewohnheit schon mal zum Verhängnis werden. Deswegen heißt es: Raus aus alten Mustern und rein in neue Abenteuer!

Die folgenden Tipps sollen dir nun dabei helfen, entschlossen deinen Weg zu gehen und deine Träume wahrwerden zu lassen!

1. How to: Richtig träumen

Der Anfang eines jeden guten Ergebnisses, ist ein gutes Brainstorming. Nimm dir Zeit und werde dir über deine Ziele klar. Erlaube dir, groß zu träumen und ignoriere dein „Ja, aber…“. Was ist es, was du brauchst? Was ist es, was du dir mehr als alles andere wünschst? Je klarer der Traum, desto kraftvoller die Motivation!

Dir ist etwas eingefallen? Einen neuen Beruf erlernen, den Studienabschluss nachholen, dein eigenes Business gründen oder unter die Autoren gehen? Dann schreib deinen Traum ruhig auf. So verfestigst du ihn auch außerhalb deines Kopfes fest in der Umgebung. Er ist nun real und nicht mehr nur ein Gedanke.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du als Führungskraft in einem neuen Team oder gar im kompletten Unternehmen startest. Du hast also noch keine Vorstellung davon, wie dein zukünftiges Team tickt und welche Bedürfnisse es hat. Es ist ratsam, dir bereits vor dem persönlichen Kennenlernen ein Bild von den neuen Mitarbeiter*innen zu machen. Wie du das machst? Informiere dich zum Beispiel bei deinem Vorgänger, welche Eigenschaften das Team ausmacht und wer, welche Besonderheiten mit sich bringt. Noch besser aber, ist sich direkt bei den Leuten vorzustellen und sich auszutauschen. Je nach Größe des Teams kannst du schon mal im Vorfeld Kontakt über LinkedIn oder Xing aufnehmen und dir so ein Bild von deinen zukünftigen Teammitgliedern zu machen. Beantworte dir dabei folgende Fragen: Was macht dein Team einzigartig? Worauf sind die Teammitglieder stolz? Vor welchen Herausforderungen steht das Team? So bekommst du ein erstes Feeling für die Menschen - gleichzeitig erleichtert es den Austausch beim ersten Arbeitstag.

2. How to: Richtig planen

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nun in der richtigen Planung. Anders als bei Schritt 1, gilt es hier, realistisch zu bleiben. Vom Abiturienten zum Firmenchef innerhalb von einem Jahr? Da sind Stress und Frustration vorprogrammiert. Wie wäre es stattdessen mit sieben Jahren? Klingt schon realistischer, oder?  Plane nun den Weg zu deinem Ziel. Setze dir Meilensteine, die es dir erlauben, kleine Erfolge zu feiern und deine Wunschposition gleichzeitig nicht aus den Augen zu verlieren. Sei es ein Studienabschluss, dein erstes Praktikum oder das Sprachniveau C2 in Englisch. So kommst du deinem Traum, step by step und durch kleine Errungenschaften motiviert, immer näher.

Bedenke: Für das Setzen deiner Meilensteine ist es wichtig, zu erkennen, welche Kompetenzen du brauchst, um deinen Traum wahr werden zu lassen und wie du dir diese aneignen kannst. Im Falle der gewünschten Führungsposition, wird ein wichtiger Schritt der Studienabschluss sein. Du bist bereits im Beruf und fragst dich, wie das gehen soll? Es gibt immer Möglichkeiten und Wege. An der FOM kannst du beispielweise auch berufsbegleitend studieren und deinen akademischen Abschluss machen, ohne auf dein Einkommen zu verzichten.

3. How to: Richtig formulieren

Die Meilensteine, auf deinem Weg zum Ziel, stellen nun kleinere Ziele dar, die es zu erreichen gilt. Sei es ein Studienabschluss auf dem Weg in die Chefetage oder eine erste Pirouette auf dem Weg zur perfekten Eiskunstlauf-Kür. Auch für sie braucht es Vorsätze wie „Ich will mehr lernen“ oder „Ich will mehr auf meine Gesundheit achten“. Studien haben gezeigt, dass die Art der Formulierung eines Vorsatzes von großer Bedeutung für die Motivation sein kann. Achte deshalb genau darauf, wie du deine Ziele äußerst. Mehr "wann und wie" statt nur "was"! Je präziser du deine Vorhaben formulierst, desto einfacher wird es dir fallen, dich an sie zu halten. Du möchtest mehr lesen? Formulierungen wie „Ich lese jeden Monat zwei Bücher“ sind the way to go. Andernfalls fällt es leicht Ausreden zu finden und die unangenehmen Vorsätze doch zu umgehen. Denn was heißt schon „mehr“?

Auch eine aktive, positive Formulierung deines Vorsatzes kann ein richtiger Motivations-Gamechanger sein. Anstatt dir vorzunehmen, mit etwas aufzuhören, nimmst du dir dabei einfach vor, mit etwas anzufangen. Ein „Ich gehe zweimal pro Woche joggen“ klingt doch gleich verlockend und erleichtert den Einstieg in dein fitteres Leben.

4. How to: Am Ball bleiben

Sind das Ziel, Meilensteine und Vorsätze erst einmal gesetzt, hast du die besten Voraussetzungen geschaffen, um deine Träume wahrwerden zu lassen. Jetzt ist es wichtig, das große Ziel nie aus den Augen zu lassen. Denn viel zu oft lassen wir uns von unbedeutenden Kleinigkeiten ablenken. Deinen Fokus und somit deine Motivation behältst du am besten, wenn du dir regelmäßig vergegenwärtigst, welche Vorteile die gewünschte Veränderung, auf kurz oder lang, für dich mit sich bringen wird. Erstelle zum Beispiel ein Moodboard mit Fotos von deinem Traum, auf das du jeden Tag einen Blick werfen kannst oder schließe die Augen und denke ganz fest an das Gefühl, dass du haben wirst, wenn du dein Ziel erreichst. Unser Hirn macht keinen Unterschied, ob die positiven Gefühle durch Imagination entstanden sind. Sobald du weißt, wie gut es sich anfühlt, arbeitest du unterbewusst noch stärker daraufhin.

Einer für alle und alle für einen. Schon die drei Muskeltiere wussten, dass manche Vorhaben am besten im Team angegangen werden. Darum: Hole dir Unterstützer ins Boot, die dich mitziehen und pushen. Das können sowohl Personen sein, zu denen du aufschaust, als auch Gleichgesinnte, die wie du noch in den Startlöchern stehen. Ob ein Beratungsgespräch, zusammen zum Sport oder zur Lerngruppe – gemeinsam ist man nicht nur weniger allein, sondern auch doppelt motiviert!

Deine Zukunft beginnt jetzt

Wie du Altes los lässt und Neues wahr machst

Und wieder beginnt ein neues Jahr und wir haben einem alten "Lebewohl" gesagt. Einem, das so schnell wohl niemand vergessen wird und das sowohl von drastischen Veränderungen als auch einem Gefühl lähmenden Stillstands gekennzeichnet war. Höchste Zeit, dass du aufwachst, die Karten neu mischst und durchstartest: Sei es mit einem neuen Job, einem berufsbegleitenden Studium oder einem neuen Hobby – das Leben ist zu kurz für Irgendwann! Bevor die Reise losgeht ist es jedoch wichtig, einen Moment inne zu halten und dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Welche Ereignisse und Gedanken möchtest du hinter dir lassen? Und was sind deine Ziele und Wünsche für 2021?

Schritt 1: Schärfe dein Bewusstsein!

Vielleicht ist dir anfangs noch gar nicht so klar, was du im kommenden Jahr eigentlich alles hinter dir lassen willst. Du weißt nur, da gibt es ein oder mehrere Dinge, die dir ein ungutes Gefühl bereiten. Wenn dem so ist, brainstorme und schreibe all das auf, was künftig der Vergangenheit angehören soll. Anschließend nimmst du dir eine Sache nach der anderen vor – step by step - und notierst all die negativen Gefühle, die du mit dem Menschen, dem Ereignis oder der Tätigkeit verbindest. Weshalb leidest du unter der Sache? Wieso ist es gut sie loszulassen? Wie könnte dein Leben ohne sie aussehen? Je mehr negative Punkte du sammelst, desto leichter wird es dir fallen, mit der Sache abzuschließen.

Schritt 2: Mal dir deine Zukunft aus!

Du weißt nun, was dir nicht gefällt. Höchste Zeit dir darüber Gedanken zu machen, was dich stattdessen glücklich machen würde. Was ist es, wonach du strebst? Was ist es, was du dir wirklich wünscht? Welche Ziele und Träume hast du für das neue Jahr? Etwas Neues vor Augen zu haben, auf das du dich freuen kannst, wird es dir erheblich erleichtern, das Alte hinter dir zu lassen. Setze dir also konkrete Ziele, die in Richtung deines idealen Lebens führen. Denn nur DU gestaltest dein Leben und nur DU kannst etwas an deiner jetzigen Situation ändern!

Schritt 3: Löse die Verbindung!

Hast du einmal die negativen Aspekte des Alten und deine neuen Ziele im Blick, ist es an der Zeit, deine Entscheidung loszulassen in die Tat umzusetzen. Da das nicht so einfach ist, können kleine Übungen dir dabei eine große Hilfe sein. So kannst du dir deine Verbindung zum Alten beispielsweise wie ein Band vorstellen, das du gedanklich mit einer Schere durchtrennst. Auch ein kleines Neujahrsritual hilft dir auf die Sprünge. Schreibe hierfür einfach auf einen Zettel, was du hinter dir lassen und neu wagen möchtest. Lasse nun das Alte verschwinden, indem du den Zettel beispielsweise über einer Kerze verbrennst, im Garten vergräbst oder an einem Ballon in die Luft steigen lässt. Deine neuen Ziele, Wünsche und Chancen hingegen hängst du dir als motivierenden Spruch an die Wand oder klebst sie in deinen Planer – so behältst du sie stets im Blick!

Schritt 4: Deine Zukunft beginnt jetzt!

Jetzt wo du deine Ziele für das nächste Jahr klar vor Augen hast, ist es an der Zeit, die ersten Schritte einzuleiten. Erzähle zum Beispiel deinen Freunden und deiner Familie von deinen Plänen und setze dir Deadlines. Du möchtest studieren? Dann notier dir schon mal das Datum der nächsten Online-Infoveranstaltung im Kalender. Die FOM beispielsweise bietet regelmäßig kostenfreie Informationsveranstaltungen an, bei denen du dir einen ersten persönlichen Eindruck über das berufsbegleitende Studium und deine Möglichkeiten an der Hochschule machen kannst. Durch diese Maßnahmen startest du nicht nur produktiv und mit einem guten Gefühl ins neue Jahr, du verfestigst deine Ziele und Träume auch außerhalb deines Kopfes in deiner Umgebung. Steht der Termin erst einmal im Kalender und wissen deine Freunde darüber Bescheid, fällt es hinterher viel schwerer einen Rückzieher zu machen und in bekannte Muster zurückzufallen.

Der Wandel in unserem Leben ist unaufhaltbar, wieso ihn also fürchten? Wieso nicht stattdessen das Beste daraus machen? Und welcher Zeitpunkt wäre besser dafür geeignet als der Start in ein neues Jahr? Ganz nach dem Motto: Denn die Zukunft kommt. Mit Sicherheit.

New year, new me

Wie du gute Vorsätze im Job in die Tat umsetzt

Du kennst das sicherlich auch: Das neue Jahr bricht an und du wirst nachdenklich. Was ist persönlich und im Job im letzten Jahr gut gelaufen und was war nicht so toll? Was kann ich an mir optimieren? Und du versprichst dir: Dieses Jahr wird alles besser. Gute Vorsätze legen wir uns alle zurecht: Ob du nun mehr Sport machen möchtest oder dir weniger Stress im Job wünscht. Leider haben sie oft den Ruf, dass man sich damit am Ende nur selbst belügt. Der Antrieb des neuen Jahres verfliegt schnell und wir verharren spätestens im März wieder in unseren alten Mustern. Wir zeigen dir, welche guten Vorsätze im Job Sinn machen – und wie du sie einhältst.

Am Beginn der guten Vorsätze gibt es viele Blüten, aber wenig Früchte.

Konfuzius

Fröhliches Paar an Silvester
Wie funktionieren eigentlich Vorsätze?

Fakt ist: Die meisten Menschen scheitern an ihren guten Vorsätzen. Laut einer Studie des Statistic Brain Reseach Institutes sind es sogar 92 Prozent – keine guten Aussichten also. Das liegt vor allem daran, dass die Vorsätze nicht realistisch kalkuliert werden. Ziele, die das ganze Leben umkrempeln, wie „Neuer Job – endlich die große Karriere und Reichtum“ sind quasi schon zum Scheitern verurteilt und das aus zwei Gründen. Erstens: Wer sich zu viel auf einmal vornimmt, scheitert schneller. Wenn du dir vornimmst, den Job zu wechseln, eine Stufe auf der Karriereleiter aufzusteigen und noch on top Mandarin zu lernen, wirst du vermutlich an einer Stelle scheitern. Beachte daher, dass deine Vorsätze realistisch und überschaubar geplant werden und du dich nicht übernimmst. Eine gute Methode bei der Planung deiner Vorsätze ist, dein vergangenes Jahr Revue passieren zu lassen, deine eigenen Stärken zu erkennen und erst dann zu entscheiden, wie viel Veränderung du dir zumuten kannst. Plane also möglichst greifbar und konkret. Sich im kommenden Jahr beruflich weiterzuentwickeln ist übrigens kein konkretes Ziel. Am zweiten Januar mit den Bewerbungen anzufangen oder sich direkt für eine Weiterbildungsmaßnahme, wie ein Studium an der FOM ab dem Sommersemester, anzumelden, dagegen schon.

Wir spielen einmal zwei Szenarien für gute Vorsätze im Job durch – und wie du diese einhalten kannst.

 

 

Keep calm and relax

Szenario Nummer eins: Du arbeitest täglich zu viel, stehst ständig unter Strom, bist gestresst und hast deine Freunde und Familie schon seit Monaten nicht gesehen? So kann das im kommenden Jahr für dich nicht weitergehen? Trete zurück und nimm dir vor, deine Work-Life-Balance zu optimieren. Bei guten Vorsätzen ist es nicht nur wichtig, immer höher, schneller, weiter zu planen, sondern auch an die eigenen notwendigen Entspannungsphasen zu denken. Aber 'Nein' zu sagen und zurückzutreten, ist in unserer leistungsorientierten Gesellschaft gar nicht so leicht: Je öfter wir uns vornehmen, etwas nie wieder zu tun, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir es wieder tun. Dieses Phänomen nennt man Ironie-Effekt. Vermeidungsvorsätze wie „Ich will nicht mehr jeder neuen Aufgabe zustimmen“ oder „Ich will nicht mehr so viele Überstunden machen“ sind nach diesem Prinzip ironischerweise im höchsten Maß ineffizient und führen zum gegenteiligen Effekt. Versuch mal nicht an einen großen, weißen Elefanten zu denken! Und, an was denkst du? Ganz ähnlich ist es mit deinen Vorsätzen. Formuliere deine Neujahrsvorsätze für den Job also lieber positiv: „Ich will mich im Job besser strukturieren!“ oder „Ich möchte öfter pünktlich Feierabend machen!“ – dann klappt es bestimmt.

Keep going

Das andere Szenario könnte so aussehen: Du hast das Gefühl, im Job zu stagnieren und dein Potential nicht voll auszuschöpfen. Berufliche Vorsätze können dir helfen, deine versteckten Ressourcen heraus zu kitzeln. Möglichkeiten gibt es viele: Du kannst dir vornehmen, neue Aufgaben und mehr Verantwortung im Job zu übernehmen oder dich gezielt weiterzubilden, um den nächsten Schritt deiner Karriere anzugehen. Wichtig ist dabei, dir nicht zu viel vorzunehmen und deinen Vorsatz realistisch zu kalkulieren. Eine weitere Methode ist, sich ein Wort zu überlegen, das für deinen Vorsatz steht. In diesem Beispiel wäre das etwa der Begriff „Beruf“. So wirst du von den kleinteiligen Schritten nicht erschlagen und kannst das Ziel immer im Blick behalten. Diesen Begriff kannst du dir dann auf ein Post-it schreiben und an eine gut sichtbare Stelle kleben. So hast du deinen Vorsatz immer im Blick und wirst daran erinnert, am Ball zu bleiben.

Egal, welches Szenario für dich eine Rolle spielt - ergreife die Chance und halte an deinen Vorsätzen fest. – Denn die Zukunft kommt. Mit Sicherheit. Sei darauf vorbereitet!

 

Ein Tag – Tausend Möglichkeiten

Wieso uns Entscheidungen oft schwerfallen

Cornflakes oder Toast? Jacke oder Mantel? Ausbildung oder Studium? Bleiben oder Wegziehen? Ob morgens vor dem Kleiderschrank oder nachmittags beim Termin in der Studienberatung – jeden Tag erwarten uns unzählige kleine und große Entscheidungen. Manche davon betreffen nur den Moment, andere unsere gesamte Zukunft. Bei wichtigen Entscheidungen fühlen wir uns schnell überfordert, Doch warum genau fallen uns Entscheidungen manchmal so schwer? Und was können wir dagegen tun?

Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat, das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss.

Franz Grillparzer

Dafür oder dagegen?

Meist bedeutet die Entscheidung für eine Option auch die Entscheidung gegen eine andere, durchaus attraktive, Option. Jede Wahl FÜR etwas, ist gleichzeitig immer auch eine Entscheidung GEGEN etwas anderes. Es ist also kein Wunder, wenn wir Angst davor haben, durch unsere Entscheidung etwas zu verlieren, dass unser Leben aktuell bereichert oder in Zukunft bereichern könnte. In der Multioptionsgesellschaft, in der wir heute leben, ist das besonders häufig der Fall. Denn wer garantiert uns, dass irgendwo da draußen nicht das perfekte Studium oder der perfekte Job auf uns wartet und wir es durch eine frühzeitige Entscheidung verpassen?

Gewohnheit oder Veränderung?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das ist meistens auch gut so. Denn Routinen geben unserem Leben eine Struktur und Ruhe. Fragst du dich jeden Abend vor dem Schlafengehen bewusst, ob du dir die Zähne putzen solltest oder nicht? Wahrscheinlich nicht. Es ist ein routinierter Ablauf, der dir nicht nur Zeit, sondern auch Energie spart, die du sonst fürs Entscheiden aufbringen müsstest. Ein Leben ohne Routinen wäre also einfach sehr anstrengend. In Situationen, in denen schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen, kann uns die Liebe zur Gewohnheit, jedoch schnell zum Verhängnis werden.

Nur wer Großes wagt, wird Großes bewegen

Angst vor Entscheidungen zu haben ist ganz normal. Trotzdem sollte sie niemals deine Wahl bestimmen - denn nur wer Großes wagt, wird Großes bewegen! Wir haben zwei Tipps für dich, deiner Zukunft nicht nur entscheidungsfreudiger, sondern auch ein bisschen gelassener entgegen zu treten.

 

1. Übung macht den Meister!

So wie die meisten Skills, kannst du auch das Entscheiden trainieren. Denn je öfter, je schneller und bewusster du dich entscheidest, desto einfacher wird es dir mit der Zeit fallen. Es ist wie in allen Situationen deines Lebens, in denen du deine Angst überwinden musstest - Augen zu und durch! Hast du es 1, 2, 3 Mal geschafft, fällt es dir gar nicht mehr so schwer.

Fange am besten ganz klein an – zum Beispiel mit der Entscheidung, was es zum Frühstück gibt oder was für ein Lied du auf dem Weg zur Arbeit hören möchtest. Drei Sekunden – mehr Zeit gibst du dir dafür nicht. Anschließend setzt du deine Entscheidung sofort um und denkst nicht mehr darüber nach. Was geschehen ist, ist geschehen! Halte dich nicht mit Vergangenem auf, sondern frage dich vielmehr, was deine nächste Entscheidung sein könnte.

 

2. Pimp dein Mindset!

Wahrscheinlich hast du Angst davor, eine Entscheidung zu treffen, weil du fürchtest es sei die falsche. Dabei liegt es einzig in deiner Macht, deine Entscheidung im Nachhinein negativ zu bewerten. Entscheide dich GEGEN diese negative Ansichtsweise! Entscheide dich stattdessen dafür, dir folgendes vor Augen zu halten:

In dem Moment, in dem du dich entscheidest, entscheidest du dich IMMER richtig. Denn du hast die Option gewählt, die du für die bessere gehalten hast. Und selbst wenn es nach deiner Entscheidung nicht so läuft wie gewünscht – wer weiß, ob du mit der anderen Option glücklicher gewesen wärst und es mit ihr besser gelaufen wäre. Vielleicht wäre deine Situation jetzt sehr viel schlechter. Du wirst es nie erfahren, deshalb halte dich nicht mit dem berühmten „was wäre, wenn“ auf.

Du merkst also: Falsche Entscheidungen gibt es nur in deinem Kopf. Jede Entscheidung ist besser als keine Entscheidung. Also raus aus deiner Komfort-Zone und rein ins Leben! Gestalte deine Zukunft selbst, indem du die wichtigen Entscheidungen gleich angehst!

Stehst du gerade vor der schwierigen Entscheidung zwischen Studium oder Beruf? Diese Wahl ist schnell getroffen, denn an der FOM Hochschule kannst du beides haben! Ob ein Duales Studium neben der Ausbildung oder berufsbegleitend neben dem Vollzeitjob - entscheiden musst du dich nur für einen der unzähligen Studiengänge, die sich ganz flexibel an deinen Berufsalltag anpassen lassen. Schau doch mal rein!

Ausbildung oder Studium?

Nina zieht einfach beides durch

„Eine Ausbildung machen? Dafür braucht man doch kein Abitur!“ So oder so ähnlich ist die Reaktion vieler Mitschüler auf Ninas Entscheidung, sich nach dem Abi zur Industriekauffrau ausbilden zu lassen. Die Sorge sei groß, man würde sich „unter Wert verkaufen“. Nina sieht das ganz anders: Eine Ausbildung sei schließlich ein wichtiges Fundament im Berufsleben – darauf möchte sie nicht verzichten. Auf ein Studium allerdings auch nicht. Wieso die Lehre zur Industriekauffrau nur der erste Schritt in Ninas Karriere ist und wieso sich die Dual-Studentin eine Promotion für ihre Zukunft vorstellen kann, hat sie uns erzählt.

Was mache ich nach dem Abitur? Das fragen sich jährlich viele Schülerinnen und Schüler und stehen damit vor einer großen Entscheidung. Für die damals 17-jährige Nina war die Wahl jedoch schnell getroffen – selbständige Psychologin möchte sie werden, da ist sie sich ganz sicher. Doch dann kommt alles anders: „Ich hatte leider nicht den NC, um zum Psychologie-Studium zugelassen zu werden. Also habe ich überlegt, was ich stattdessen machen könnte – wie ich die Wartezeit aufs Studium nutzen könnte.“ Nina entscheidet sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau, denn kaufmännisches Grundwissen kann man als Selbständige ja immer gut gebrauchen. Schnell wird jedoch klar: Eigentlich gefällt es Nina ganz gut in der Wirtschaft. So gut sogar, dass sie dabei bleiben möchte. „Bis vor ein paar Jahren hätte ich mir das selbst nie vorstellen können“, gibt Nina zu. „Ich habe mal ein Tagespraktikum in einem Betrieb absolviert und fand es super langweilig“, schmunzelt sie. „Sobald man dann aber wirklich Teil des Unternehmens ist und im Berufsalltag angekommen, macht es richtig Spaß.“ Die 19-Jährige absolviert aber nicht nur eine Ausbildung zur Industriekauffrau – sie studiert parallel an der FOM. „Duales Studium“ nennt sich diese Ausbildungsform und bringt für Nina einige Vorteile mit sich, die schon bei der Fächerwahl beginnen: „Ich studiere 'Betriebswirtschaftslehre & Wirtschaftspsychologie' - quasi das Beste aus beiden Welten. Ich möchte in meiner Karriere vorankommen – gleichzeitig kann ich meinem Interesse nach Psychologie nachgehen – und das am besten noch in Kombination mit einer Ausbildung.“

„Ich nutze meine Freizeit gerne, um schneller an mein Ziel zu kommen“

Wieso ist das Thema Ausbildung so wichtig für die junge Frau? „Ich finde eine Ausbildung ist für alles die Basis. Wenn man gleich studieren geht, weiß man ja gar nicht, was einen später im Arbeitsleben überhaupt erwartet.“ Berufserfahrung zu sammeln, steht für Nina also ganz oben auf der Liste. Zeit verlieren, möchte sie dadurch aber nicht. „Mir würde das alles etwas zu lange dauern“, gibt sie zu und lächelt. „Drei Jahre Ausbildung, dann drei Jahre Bachelor und nochmal zwei Jahre Master…Puh! Mein Bruder hat damals auch schon parallel zum Job studiert an der FOM und ich dachte mir ‚das kann ich auch‘. Klar geht dafür einiges an Freizeit drauf, aber das nehme ich gerne in Kauf, um schneller an mein Ziel zu kommen.“ Klingt nach einem ambitionierten Plan! Mittlerweile ist Nina bald im dritten Semester. Und ist sie immer noch happy mit ihrer Wahl? „Ja, ich bin immer noch sehr zufrieden. Ich habe in dieser kurzen Zeit schon so viel gelernt, was ich im Job dann auch direkt anwenden kann. Zu merken, dass ich so schnell Fortschritte mache, motiviert mich auf jeden Fall. Außerdem merke ich, wie ich aus jedem Bereich etwas für den anderen mitnehmen kann.“

„Innerhalb von vier Tagen hatte ich meine Ausbildungsstelle“

Arbeit, Berufsschule und Studium gleichzeitig zu wuppen – das funktioniert natürlich nicht immer ganz stressfrei. Aber auch den unangenehmeren Phasen kann Nina etwas Positives abgewinnen: „Man lernt, sich zu organisieren - mein Zeitmanagement ist schon viel besser geworden.“ Dass sie strukturiert und selbständig handeln kann - das hat Nina gleich zu Beginn des Dualen Studiums schon unter Beweis gestellt. Zwar bietet die FOM umfangreiche Untertstützung bei der Ausbildungsplatzsuche an – Nina sichert sich ihre Arbeitsstelle jedoch ganz allein. „Das ging damals wahnsinnig schnell: Zwischen Bewerbung und Zusage lagen am Ende gerade mal vier Tage“, erzählt sie stolz.

„Man weiß, worfür man es macht“

Worin sieht Nina eigentlich den größten Unterschied zwischen „normalen“ Vollzeitstudium und einem dualen Studium? „Man wächst und entwickelt sich wahnsinnig schnell weiter: Die praktische Arbeitserfahrung ist einfach durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig lernt man, strukturiert an Dinge heranzugehen und gut zu planen – das bringt einen nicht nur beruflich, sondern auch generell im Leben besser voran. Zu wissen, WOFÜR man lernt, macht außerdem einen großen Unterschied. Wenn man nur den theoretischen Hintergrund kennt – sein Wissen, aber noch nie in der Praxis angwandt hat, kann man ja gar nicht wissen, was einem überhaupt Spaß macht, wo man mal hin möchte.“ Wo Nina mal hin möchte - das weiß die 19-Jährige schon ganz genau: Nachdem sie in nicht mal zwei Jahren einen international anerkannten Bachelor- sowie den IHK-Abschluss als Industriekauffrau inkl. absolvierter Ausbildung im Unternehmen in der Tasche haben wird, möchte sie weitermachen: mit einem Master oder sogar Doktortitel.

Jetzt mehr über Nina im Video-Podcast erfahren

Wenn du erfahren möchtest, wie Nina Ausbildung und Studium unter einen Hut bringt, dann hör mal in den Video-Podcast #allessein der FOM rein. Hier erzählt sie außerdem, welche Belastungen aber auch  Vorteile dieser Wegmit sich bringt – und wie glücklich sie diese Entscheidung macht. Lass dich von Ninas spannender Geschichte inspirieren!

Teamführung auf Distanz

Hast du das Zeug zum Digital Leader?

Die Digitalisierung hat nicht nur Produktionsprozesse verändert, auch der Führungsstil in Unternehmen wurde beeinflusst: Digital Leadership ist die neue Art der Führung – quasi der Führungsstil 2.0, wenn du so willst. Denn nicht nur auf unser Privatleben hat die Digitalisierung einen immensen Einfluss, auch die Berufswelt wird immer digitaler. Deshalb braucht es zuverlässige Führungskräfte, die digital denken und denen der Wandel im Blut liegt. Doch was macht einen Digital Leader nun genau aus? Wo gibt es Herausforderungen und welche Eigenschaften solltest du mitbringen, um in dieser Position die Arbeitswelt voranzutreiben?

Der eine wartet, bis dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.

Dante Alighieri

Tschüss traditionelle Strukturen!

Allgemein hat jeder Führungsstil das Ziel, strategisch vorzugehen und die Stärken seines Unternehmens zu nutzen. Schnelle Reaktionen auf Veränderungen sind gefragt! Der unaufhaltbare Trend zum Remote Work und die zunehmende Arbeit im Home-Office aufgrund der Corona-Pandemie zeigen, wie sich der Arbeitsalltag bereits verändert hat. In Zeiten der Digitalisierung musst du als Führungskraft jedoch nicht mehr nur die richtigen Maßnahmen treffen, um am Ball zu bleiben. Ein Digital Leader begleitet, organisiert, delegiert und managt den umfangreichen Transformationsprozess. Hinzu kommen digitale Tools, die eingesetzt werden, um die Digitalisierung auf allen Ebenen zu nutzen und so smarter und effizienter zu arbeiten.

Mit Menschenkenntnis und Feingefühl zum Ziel

Als Digital Leader musst du nicht allwissend sein. Stattdessen wird dein Gespür für Menschen gebraucht. Welche Skills sind gefragt? Welche Menschen brauche ich? Du holst dir die richtigen Leute ins Boot und ergänzt so die fehlenden Knowhows. Du solltest deshalb die Stärken und Schwächen deiner Mitarbeiter*innen kennen und die Teams so zusammenstellen, dass jeder sein höchstes Potenzial ausschöpfen kann. Dazu benötigst du auch ein zeitgemäßes Verständnis von Diversity. Du kennst nicht nur die unterschiedlichen Backgrounds deiner Mitarbeiter im Hinblick auf Alter, Geschlecht, Werten und (digitalen) Erfahrungen– du weißt sie auch zu schätzen.

Teamwork makes the dream work

Statt strenger Hierarchien definiert sich digitale Führung durch gute Teamarbeit. Die offene Kommunikation, die Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe sorgen für Vertrauen und eine effektive Arbeitsweise. Denn auch wenn ihr als digitales Team nicht unbedingt am gleichen Ort arbeitet, müsst ihr eine Einheit sein. Als Digital Leader und Teil des Teams ist es deine Aufgabe, dieses Gefühl zu vermitteln.

Du bist das Vorbild

Behalte im Gewusel den Überblick und sorge dafür, dass sich deine Kolleg*innen unter deiner Leitung sicher fühlen können. Tagtäglich triffst du wichtige Entscheidungen. Nur mit eigener Überzeugungskraft in deinem Handeln kannst du Vorbild für dein Team sein. Natürlich können Veränderungen und neue Wege im Unternehmen für viele Unsicherheiten sorgen. Bewahre als Digital Leader die Ruhe und bleibe stets souverän. Denn vergesse nie: Du bist der Antrieb, der alles zum Laufen bringt und am Laufen hält! Mit klaren und ebenso lohnenden Zielen motivierst du deine Mitarbeiter, genauso ihr Bestes zu geben.

Fehler sind erlaubt

Offenheit und Flexibilität sind entscheidend, um schnell auf die digitalen Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren zu können. Statt den herkömmlichen Weg zu gehen, suchst du nach unkonventionellen Lösungsansätzen und bist bereit, verschiedene Möglichkeiten auszutesten. Als Führungskraft solltest du keine Angst vor Fehlentscheidungen haben, da du sie als Chance und Lernprozess siehst. Du schaffst einen sicheren Raum für neue Ideen und bist auch hier Vorbild und vermittelst, dass niemand perfekt ist. Fehler sind durchaus erlaubt. Entscheidend ist der offene Umgang mit ihnen.

Sei offen für Neues!

Ein Digital Leader zu sein, bedeutet immer auch, sich auf Neues einzulassen und Lösungsansätze auszuprobieren, die im klassischen Arbeitsumfeld undenkbar wären. Scheu dich nicht davor, unkonventionelle Wege einzuschlagen. Genau das brauchst du als Digital Leader.

Jung, talentiert und motiviert

Lindas Weg zur Führungskraft

„Ist doch auch nur ein Stück Papier“ – denkt Linda noch bis vor ein paar Jahren über einen Hochschulabschluss. Die Einstellung der jungen Stuttgarterin ändert sich, als sie merkt, dass sie im Beruf an Grenzen stößt. Sie möchte weiterkommen und den nächsten Schritt gehen – eine Position mit Personalverantwortung. Dafür braucht sie einen akademischen Titel im Lebenslauf. Wieso sie heute happy mit der Entscheidung für ein Studium ist und sich sogar wünscht, sie hätte früher damit angefangen, hat sie uns erzählt.

Vor ein paar Monaten feiert Linda ihr 10-jähriges Jubiläum bei der Kreissparkasse Ludwigsburg. Dabei ist sie gerade mal 27 Jahre alt. Die ehrgeizige Stuttgarterin weiß früh, was sie will: Nach einem Schüler-Praktikum bei der Bank entdeckt sie ihre Leidenschaft für Finanzen und beginnt direkt nach der Realschule dort ihre Ausbildung. Mit 19 ist sie ausgebildete Bankkauffrau und fängt in der Beratung an. Um sich für höhere Stellen zu qualifizieren, absolviert sie berufsbegleitend ihren Fachwirt an der Sparkassenakademie. Doch es bleibt bei dem Beraterjob. „Ich habe relativ schnell gemerkt, dass mich das dauerhaft nicht glücklich machen wird. Der Job macht mir Spaß, aber langfristig wäre ich damit einfach unterfordert.“ Was sie dauerhaft glücklich machen würde – das weiß Linda schon: Eine Führungsposition soll es sein – sie möchte Personalverantwortung. Und weil Linda gut organisiert ist, hat sie schnell einen Weg gefunden, wie sie ihr neues Ziel erreicht: An der FOM studiert sie seit knapp zwei Jahren BWL im Bachelor – berufsbegleitend, neben ihrem Vollzeitjob bei der Bank.

Von Vorbildern und Mentoren

Ein Vorgesetzter erkennt Lindas Potential und bestätigt sie in ihrem Wunsch nach einer leitenden Position. Er glaubt an sie und fördert ihre Entwicklung innerhalb des Unternehmens. „Eine gute Beziehung zu den Menschen bei der Arbeit, insbesondere zu den eigenen Vorgesetzten, halte ich für sehr wichtig. Die Vertrauensbasis, die da herrscht, ist letztendlich auch das, was mich hält – monetäre Anreize könnten niemals ausreichen.“

Vorbilder hat Linda nicht nur im beruflichen Umfeld: „Ich komme glaube ich sehr nach meinem Opa. Der ist zwar schon in Rente, hat aber keinen einzigen Tag nicht gearbeitet – er findet einfach immer etwas, was zu tun ist. Meine Eltern sind da viel lockerer. Meine Mutter hat mich neulich noch gefragt, wieso ich überhaupt studiere – mein Leben war doch schließlich auch davor ganz gut.“, erzählt Linda und lacht. Die Meinung von anderen, insbesondere von jemandem, der schon Erfahrung auf einem bestimmten Gebiet hat, hört sie sich gerne an, trifft am Ende aber ihre eigenen Entscheidungen: „Ich habe meinen eigenen Kopf und weiß schon selbst genau, was ich will.“

Wer ernst genommen werden will, muss sich selbst ernst nehmen

Die Förderung, die Linda im Beruf erfährt, möchte sie auch weitergeben. „Ich habe gemerkt, dass ich andere Mitarbeiter gerne in ihrer Entwicklung unterstütze. Ich bin ein sehr selbständige Person und lege meist direkt los. Wenn ich anderen helfen kann, ihnen Dinge erklären und dann sehe, dass sie jetzt besser zurechtkommen, macht mich das happy.“ Ob sie Sorgen hat, dass sie ernst genommen wird? „Nein. Anfangs war das schon meine Befürchtung, aber ich hatte bisher noch nie Probleme damit. Ich nehme mich selbst ernst – weiß, was ich kann und was ich fordern kann. Ich glaube diese konsequente Art verschafft mir auch Respekt.“

 „Ich gebe nicht auf, sondern Gas!“

Linda war schon immer ein ehrgeiziger Typ. Was sie macht, macht sie richtig – gibt immer 100 Prozent. Dabei fällt auf: Ehrgeiz bedeutet nicht gleich Verbissenheit. Lindas lockere Art fällt sofort auf und ist etwas, das sie sich selbst auch unbedingt bewahren möchte: „Ich sehe die Dinge nicht zu streng. Ich muss auch nicht überall die Beste sein, aber ich will schon vorne mit dabei sein", erklärt Linda mit einem Augenzwinkern. Wie ihre Freunde sie beschreiben würden? „Auf jeden Fall als diszipliniert. Ich gehe gerne auch mal den schweren Weg. In der Vergangenheit hat sich das für mich immer ausgezahlt.“

Ihre Ausbildung hat sie mit Bravour gemeistert und auch das Bachelor-Studium wird Linda sehr wahrscheinlich ein Semester früher abschließen. Dabei kommt ihr eine bestimme Charakter-Eigenschaft zu Gute: Ihr positives Mindset. „Ich sehe eigentlich immer das Positive in jeder Situation. Auch wenn es mal Probleme auf der Arbeit gibt, verharre ich nicht lange in Gedankenschleifen, sondern frage mich stattdessen ‚Was kann ich tun, um es zu ändern?‘ Alles andere bringt mich ja nicht weiter.“ Klingt eigentlich logisch und ist doch eine überraschend weise Einstellung für eine so junge Frau. Selbst der Corona-Situation kann Linda auch etwas Gutes abgewinnen. „Ich schreibe gerne Hausarbeiten, also habe ich einige Module vorgezogen und schon mal abgearbeitet. So spare ich mir ein ganzes Semester! Ich finde es super wie schnell die FOM reagiert und sich entsprechend auf die neue Situation umgestellt hat. Ich kann alle Vorlesungen jetzt online belegen und spare mir den Hin- und Rückweg zur Hochschule.“

Drei Fragen an Linda

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Beruflich würde mich immer wieder für die beiden Bereiche Finance und Führung entscheiden.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich würde wahrscheinlich noch früher mit dem Studium anfangen. Ich finde, da habe ich am Anfang etwas Zeit verloren. Sonst bin ich aber sehr glücklich mit meinem Leben.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Die Möglichkeit, dass ich berufsbegleitend studieren konnte – und das in der Nähe meines Heimatortes.
  • Das positive Feedback von Kollegen, die auch schon an der FOM studiert haben.
  • Die große Auswahl an Studiengängen. Und es kommen ja sogar immer mehr dazu. Da denke ich oft „Oh, das hätte mich auch noch interessiert!“

 

Jung? Dynamisch? Erfolgreich!

5 Tipps, wie du schon jung nach den Sternen greifen kannst

Du wolltest schon immer ganz hoch hinaus – möglichst schnell, möglichst früh. Du möchtest derjenige sein, der die Entscheidungen trifft und diejenige, die Verantwortung übernimmt und mitbestimmt, wie es im Unternehmen läuft. Was könnte dich davon abhalten? Faulheit? Schüchternheit? Dein Alter jedenfalls nicht! Denn gerade die ersten Berufsjahre sind entscheidend für deine Karriere. Leitest du bereits früh die richtigen Schritte ein, wirst du belohnt werden – du wirst sehen! Doch wie genau sehen diese Schritte aus?

It is better to be young in your failures than old in your successes.

Flannery O´Connor

1. Definiere dein Ziel!

Möchtest du die Karriereleiter nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Reihe von Stufen hinaufklettern, wird dir eine „wird-schon-Mentalität“ nur im Wege stehen. Ohne dein Ziel klar im Blick zu haben, riskierst du, dich durch unvorhersehbare Vorfälle davon abbringen oder durch Hindernisse entmutigen zu lassen. Überlege dir deshalb schon von Anfang an genau, wo du hinwillst.

Hast du dein Ziel klar für dich definiert, solltest du es zum gegebenen Zeitpunkt auch direkt und deutlich kommunizieren. Sei nicht zu schüchtern, deinen Wunsch, den nächsten Karriereschritt zu gehen, direkt bei deinem Vorgesetzten anzusprechen.

Also, los - plan it and make it happen!

2. Spitz die Ohren!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Deshalb suchst du dir am besten so früh wie möglich einen erfahrenen Mentor, der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Dabei kann es sich zum Beispiel um ältere Kollegen handeln, die dir helfen, deine Möglichkeiten im Unternehmen richtig zu analysieren oder dir in schwierigen Situationen neue Perspektiven aufzeigen. Sie haben bereits viel Arbeitserfahrung sammeln können und bestimmt den ein oder anderen wichtigen Tipp für dich. Aber auch von einem jungen Kollegen in einer höheren Position kannst du einiges für deine Arbeit mitnehmen. Spitz also die Ohren und sei offen für Ratschläge.

3. Netzwerke!

Netzwerke richtig, netzwerke sorgsam, netzwerke mit Leidenschaft – das sollte dein Motto sein, damit dein beruflicher Aufstieg in Fahrt kommt. Ein gut funktionierendes, möglichst breit gefächertes Netzwerk ist entscheidend auf dem Weg an die Spitze. Denn das Knüpfen neuer Kontakte zu Personen in höheren Positionen, anderen Unternehmen oder sogar Tätigkeitsbereichen kann dir einige Türen öffnen. Durch dein Netzwerk erhältst du nicht nur hilfreiche Insidertipps oder Infos über die Ausschreibung neuer Stellen, sondern kannst dir auch ein klareres Bild davon machen, was dich in deinen zukünftigen Positionen erwarten könnte. Doch wie lernst du diese wichtigen Kontakte am besten kennen? Zu Corona-Zeiten am besten digitalüber Xing und LinkedIn.

4. Bilde dich weiter!

Top-Positionen erfordern meist eine Top-Ausbildung. Fange also früh genug an, dir darüber Gedanken zu machen, welche Kompetenzen du für deine Traumstelle benötigst und wie du sie dir aneignest. Bist du dir unsicher, was von dir erwartet wird, kannst du zum Beispiel Vorgesetzte befragen oder dir Stellenanzeigen zu Jobs, die du dir zukünftig für dich vorstellen kannst, durchlesen. Anschließend ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Welche Eigenschaften bringst du schon mit und welches Wissen musst du dir noch aneignen? Genügt es, Weiterbildungen oder Workshops zu besuchen? Oder ist vielleicht doch ein Studium nötig? Für Führungspositionen wird in den meisten Fällen ein akademischer Abschluss vorausgesetzt. Aber keine Sorge: Dafür ist es nie zu spät. Auch wenn du bereits mitten im Job stehen solltest - an der FOM kannst du deutschlandweit berufsbegleitend studieren. So steht deiner Traum-Position nichts mehr im Weg.

5. Glaube an dich!

Du hast Sorge, dass ältere Kollegen dich und deine Ambitionen belächeln oder nicht ernst nehmen könnten? Diese Sorge ist nicht unbegründet, da Berufserfahrung in vielen Unternehmen oft mit Kompetenz gleichgesetzt wird. Davon solltest du dir aber keinesfalls den Wind aus den Segeln nehmen lassen! Denn dein junges Alter kann durchaus von Vorteil für das Unternehmen sein: Ein frischer Blick von außen und ein natürliches Gespür für Trends sorgen für neue Ideen und können Inspiration geben, Alteingefahrenes zu hinterfragen und zu verändern. Du wirst ernst genommen werden, wenn du dich selbst ernst nimmst. Die Welt steht dir offen, also greif zu! Nutze die Chancen, die sich dir bieten, nimm deine Möglichkeiten wahr und zeige Eigeninitiative! Der Rest kommt ganz von selbst - you are unstoppable!