Vom Quereinsteiger zum Firmenchef

Ole findet seine Erfüllung in der Pflege

Ole Knoblich in seinem Büro

Ole ist Steuerfachgehilfe und arbeitet bei einem Steuerberater. Trotz seines soliden, sicheren Jobs bleibt er weiterhin auf der Suche – danach, was er im Leben eigentlich wirklich machen will. Er ist Ende Zwanzig, als seine Mutter, eine gelernte Pflegefachkraft, mit der Idee auf ihn zukommt, gemeinsam einen Pflegedienst aufzubauen. Privat befindet sich Ole da bereits in einer Umbruchsphase – wieso also nicht gleich einmal das komplette Leben umkrempeln? Er ergreift die Gelegenheit und lässt sich auf das Experiment ein. Einen Schritt, den er nicht bereuen soll: Heute leitet der 46-Jährige erfolgreich einen ambulanten Pflegedienst in Hamburg mit rund 30 Mitarbeitern und hat sowohl privat als auch beruflich sein Glück gefunden.

 

Dass es im Leben oft anders kommt, als man denkt – das weiß Ole nur zu gut. Der Hamburger ist 28 als seine Mutter ihm den Vorschlag unterbreitet, gemeinsam einen ambulanten Pflegedienst zu gründen. Von der Pflege hat Ole bis dato keinerlei Ahnung – er arbeitet bei einem Steuerberater und beschäftigt sich täglich mit Zahlen, statt mit Menschen. Wie soll das also funktionieren? Ole denkt gar nicht groß darüber nach – er macht einfach mal. „Im Nachhinein kann man schon sagen, dass ich das Ganze etwas blauäugig angegangen bin. Das war aber auch gut so! Manchmal ist es besser, die Dinge nicht zu zerdenken und bis ins kleinste Detail durchzuplanen. Das hält einen sonst nur davon ab, etwas Neues zu tun, was gut werden könnte.“ Die gesunde Naivität, die Ole zu diesem Zeitpunkt an den Tag legt, hat nicht zuletzt auch mit seiner aktuellen Lebenssituation zu tun. „Ich befand mich zu diesem Moment in einer echten Findungsphase. Ich hatte gerade eine Trennung hinter mir und auch beruflich war ich nicht wirklich zufrieden. Ich habe mich oft gefragt, ob es wirklich das ist, was ich die nächsten Jahre oder Jahrzehnte machen will“, erinnert er sich. Ole entscheidet sich für den Cut in seinem Leben – und einen bewussten Quereinstieg.

„Mein Bauchgefühl hat gesagt: ‚Das passt zu dir‘.“

„Der Anfang war natürlich schwer“, so Ole. „Es gibt unzählige administrative Dinge, die es zu beachten gibt und auch finanziell geht man erst mal Risiken ein. Klar, macht das einem auch Angst.“ Während Ole sich erstmal um das Kaufmännische kümmert, ist seine Mutter die fachliche Kompetenz im Pflegebereich.  Auch wenn seine Aufgaben zunächst, wie auch bei seinem vorherigen Job, eher in der Verwaltung liegen, erlebt Ole seine Arbeit gleich sehr viel bedeutsamer: „Ich war schon immer sehr sozial eingestellt und konnte gut mit Menschen. Wenn man jahrelang Mannschaftssport betreibt, bekommt man automatisch auch einen Blick für den Nächsten. Das Wohl des Anderen liegt mir am Herzen – sonst könnte man so einen Job auch nicht machen.“ Die Arbeit im Pflegebereich hätte er sich dennoch höchstwahrscheinlich nicht ohne Einfluss von außen ausgesucht. „Es war wirklich mein Bauchgefühl. Manchmal weiß das Unterbewusstsein am besten, was gut für einen ist.“

 

Ole hat seine Entscheidung nie bereut. Der Umgang sowohl mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als auch mit seinen Patientinnen und Patienten geben ihm viel Energie und Freude. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht auch mal schwierige Situationen zu meistern gibt. Nach fast 20 Jahren Erfahrung im Beruf weiß Ole um die besonderen Herausforderungen in der Pflege und hat seinen Führungsstil entsprechend angepasst. Eine gute Unternehmenskultur, offene Kommunikation und viel Wertschätzung für seine Angestellten sind dem 46-Jährigen sehr wichtig. Zum Thema Herausforderungen im Leben hat er mittlerweile eine eigene Sichtweise entwickelt: „Es gibt immer Ups and Downs, aber es ist wichtig am Ball zu bleiben. Das gilt im Job, als auch im Privaten.“

„Ich würde jederzeit wieder einen Quereinstieg wagen“

 

Stillstand ist auch noch heute ein Fremdwort für den Firmenchef. Ole ist endlich zufrieden mit seiner Arbeit und seinem Tätigkeitsfeld, aber: Da geht noch was! Er beschließt neben seiner Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter „Gesundheits- und Sozialmanagement“ an der FOM zu studieren. „Ich habe mich aus zwei Gründen dafür entschieden: Zum einen wollte ich einfach noch mehr Fachkompetenz im Gesundheitsbereich erlangen. Zum anderen wollte ich auch einfach mal wieder etwas FÜR MICH tun.“ Bewusste Herausforderung als Wellness-Programm? An seiner Karriere würde ein zusätzlicher akademischen Titel schließlich nichts mehr ändern. Was genau steckt also hinter Oles Motivation? „Ich genieße es einfach sehr, meinen Horizont zu erweitern und mich weiterzubilden. Man kann fast schon sagen, neues Wissen zu generieren, ist mein Hobby“, schmunzelt er. „Mich mit Kommilitonen und Dozenten aus anderen Fachbereichen auszutauschen, macht mir Freude und gibt mir viel neue Inspiration für mein eigenes Leben.“ Unter seinen Mitstudierenden ist Ole einer der ältesten. Darin sieht er jedoch einen großen Vorteil: „Mit fortgeschrittenen Alter entscheidet man sich ganz bewusst für das Studium. Man zieht sich bewusst raus, nimmt sich bewusst die Zeit zum Lernen - für sich und die eigene Weiterentwicklung.“

Jetzt mehr über Ole im Video-Podcast erfahren

By the way: Ole war auch zu Gast im FOM Podcast #allessein. Hier spricht er mit Markus Tirok über das Thema „Lebenslange Lernen“. Denn für Ole ist noch lange nicht Schluss: Er hat gleich den Master drangehangen und ist sogar Mentor bei der FOM... Was sind die Herausforderungen – gerade mit Vierzig Plus? Diese Folge solltest du nicht verpassen!

Mut beginnt im Kopf

So gelingt dir der Quereinstieg – und ein beruflicher Neuanfang

Lange galt ein gradliniger Lebenslauf für eine erfolgreiche Karriere als wichtigstes Erfolgskriterium. Erst der Schulabschluss, dann die Ausbildung oder das Studium und im Anschluss zahllose Praktika in verschiedenen Bereichen – bis man das Richtige gefunden hat. Und bei dem „Richtigen“ klettert man die Karriereleiter herauf und bleibt dort bis zur Rente. Heute ist dieser gradlinige Weg gar nicht mehr so selbstverständlich. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, ihren alten Job hinter sich zu lassen und einen Quereinstieg in eine neue Branche zu wagen. Auch du denkst über einen Neuanfang nach? Wir zeigen dir, wie die berufliche Neuorientierung gelingt und bei welchen Berufen ein Seiteneinstieg möglich ist.

Der krumme Baum lebt sein Leben, der gerade Baum wird ein Brett!

Chinesisches Sprichwort

Frau beim Reden

Als Philosophie-Absolvent ein großes Business zu leiten oder mit einem Wirtschaftsstudium als Lehrer zu arbeiten, klingt für dich nach dem „American Dream“? Richtig! Was in den USA und anderen Ländern schon immer gängige Praxis war, schien in Deutschland aufgrund des undurchlässigen Bildungssystems lange unmöglich. Heute jedoch werden diese starren Strukturen nach und nach gelockert – der Trend geht zu mehreren Karrieren im Leben. Quereinsteiger sind längst keine Exoten mehr, denn mittlerweile ist es wesentlich leichter und akzeptierter, den Beruf zu wechseln.

 

Was ist eigentlich möglich?

Gründe für einen beruflichen Neuanfang gibt es viele: Ob du nun das Gefühl hast, in deinem Job nicht vorwärts zu kommen und festzustecken oder vielleicht sogar völlig fehl am Platz zu sein – in beiden Fällen solltest du handeln! Unzufriedenheit und Stagnation im Beruf kann sich auf dein gesamtes Leben auswirken – schließlich verbringen wir die meiste Zeit mit Arbeit. Aber wie gehe ich das ganze Thema an? Was ist mit meiner beruflichen bzw. akademischen Ausbildung möglich – und was nicht? Natürlich gibt es beim Quereinstieg auch Grenzen, und zwar bei sogenannten „geschützten Berufsbezeichnungen“. Darunter fallen vor allem Berufe im Medizin- und Rechtsbereich, wie beispielsweise Arzt oder Rechtsanwalt. Denn wer sich als Maschinenbauingenieur dazu entschließt, beruflich umzusatteln und als Arzt arbeiten zu wollen, muss dennoch vorher ein Medizinstudium absolvieren. Das ist sicherlich nachvollziehbar, denn wer möchte schon von einem Arzt behandelt werden, der zuvor nur an Maschinen rumgebastelt hat.

Ein Quereinstieg ist immer dann möglich, wenn Praxiswissen und Erfahrung wichtiger als Fachkenntnisse sind. Das trifft vor allem auf Berufe zu, deren Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Dazu zählen beispielsweise Jobs in den Medien, im Online Marketing oder in der Unternehmensberatung. Diese Branchen sind teilweise relativ neu und es gibt noch keinen klassischen Ausbildungsweg. So hat prinzipiell erstmal jeder die Möglichkeit, in einer dieser Branchen durchzustarten.

Learn to earn

Als Quereinsteiger bringst du bereits viele Erfahrungen und Fähigkeiten aus deinem bisherigen Karriereweg mit. Dennoch ist es wichtig, lernbereit zu sein: Als Quereinsteiger hörst du Vieles zum ersten Mal. Daher solltest du dich nicht davor scheuen, Neues zu lernen. Genau das solltest du auch dem Personaler bei einem Bewerbungsgespräch signalisieren. Es muss auch nicht immer eine komplett fachfremde Branche sein, um einen beruflichen Neuanfang zu wagen. Manchmal reicht es auch schon, einen neuen Blickwinkel auf den eigenen Job zu werfen und sich zu überlegen, an welcher Stelle man sich weiterentwickeln könnte. Du kannst Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen nutzen, um dich zusätzlich zu qualifizieren.

Auch wenn du dich dazu entscheidest, eine fachfremde Richtung einzuschlagen, ist es nicht notwendig, gleich zu kündigen und dich in eine existenzielle Krise zu stürzen. Ein berufsbegleitendes Studium wie es an der FOM Hochschule angeboten wird, gibt dir die Möglichkeit in Ruhe das nötige Fachwissen aufzubauen und nebenbei weiterhin wie gewohnt Geld zu verdienen. Du arbeitest beispielsweise in der Pflege und merkst aber, dass deine Passion noch mehr darin liegt, Führungsaufgaben zu übernehmen? Mit einem Studium des Pflegemanagements schaffst du einen Quereinstieg in die Führungsebene – und kannst so die Zukunft deiner Branche mitgestalten. Oder du hast lange im Management gearbeitet und möchtest dich jetzt im sozialen Bereich engagieren? Vielleicht ist der berufsbegleitende Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“ eine Alternative für dich.

Wie gehe ich das Ganze an?

Du bist von deinem neuen Job überzeugt? Dann liegt es nun an dir, den Personaler zu überzeugen, der dich einstellen soll. Den wird es natürlich interessieren, warum es gerade DIESE Branche sein soll und was genau DU für diese Arbeit mitbringst. Folgende Fragen solltest du im Vorfeld für dich beantworten können:

Was ist meine Motivation?

Möchtest du den Job ganz sicher wechseln? Dann höre mal in dich hinein und überlege dir, weshalb du eigentlich einen Tapetenwechsel brauchst. Warum ist der neue Beruf, der Beruf deiner Träume?

Was sind die Anforderungen für meinen neuen Traumjob?

Enthusiasmus allein reicht leider noch nicht. Sei dir im Klaren darüber, welche Anforderungen mit dem neuen Job auf dich zukommen und was dich erwartet. Du kannst dir dazu ganz einfach Stellenanzeigen dieser Sparte durchlesen. Die geben meist einen guten Überblick der Fähigkeiten, die im neuen Job von dir erwartet werden.

Was für Fähigkeiten bringe ich dafür eigentlich mit?

Stelle dir abschließend die Frage: Wie kann ich persönlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen? Vieles, meist Übergeordnetes, wirst du wahrscheinlich auch schon aus deinem alten Job mitbringen – Projektmanagement oder Personalverantwortung zum Beispiel. Vielleicht gibt es aber auch Skills aus deinem Privatleben, die du in deinem neuen Job gut nutzen kannst.

Egal, ob du dich für den soften oder harten Quereinstieg entscheidest -einfach mal machen! Nichts ist schlimmer, als unglücklich in alten Mustern zu verharren. Und wenn du doch Sorgen hast, dass dir noch wichtiger, fachlicher Input für deinen beruflichen Neuanfang fehlt – schau dir doch mal die berufsbegleitenden Studiengänge der FOM an!

Vom „Problem-Schüler“ zum Geschäftsführer

Wie Maximilian neu durchstartet

Geschäftsmann am Handy

Von Beruf war er Sohn. Maximilian wird in eine wohlhabende Unternehmerfamilie geboren – es fehlt ihm an nichts. Außer an einer Vision für die eigene Zukunft. Wie schwer es ist, auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, lernt er auf die harte Tour. Mit dem Tod seines Vaters wird er völlig unvorbereitet zum Firmennachfolger. Während alle Augen gespannt auf ihn gerichtet sind und bereit, ihn scheitern zu sehen, setzt bei Maximilian plötzlich ein Umdenken ein.

Schaut man in die Vergangenheit von Maximilian, so könnte der Kontrast zu heute größer kaum sein. Keine zehn Jahre ist es her, da verbringt der damals Mitte Zwanzigjährige seine Freizeit am liebsten Party-machend in fancy Clubs. Um seine Zukunft muss er sich keine Sorgen machen - finanziell geht es Maximilian gut. Sehr gut sogar. Seine Eltern leiten in zweiter Generation ein erfolgreiches Bauunternehmen. Er wächst mit einem strengen Vater auf, der ihm gleichzeitig aber auch einiges durchgehen lässt. „Zuckerbrot und Peitsche war ein bisschen das Motto meiner Erziehung“, erinnert sich Maximilian. „Mein Vater war sehr konservativ, hatte eine klare Vorstellung, wie die Dinge zu laufen haben.“ Dieser Vorstellung wiedersetzt sich Maximilian ganz bewusst: Er rebelliert in der Schule und legt sich immer wieder mit Lehrern und Vorgesetzen an. „Der Moment, als ich endlich mein Abitur in den Händen hielt, war für meinen Vater wichtiger als für mich. Ich glaube, er war nie stolzer auf mich als in diesem Augenblick.“

„Bis zum Tod meines Vaters habe ich nichts wirklich ernst genommen“

Mit dem Abi in der Tasche, beginnt Maximilian ein Studium zum Bauingenieur. Halbherzig und ohne wirkliche Motivation, studiert er das, was von ihm als Sohn eines Bauunternehmers erwartet wird. „Spaß hat mir das nicht gemacht und ehrlich gesagt, wirklich oft hat mich die Uni auch nicht gesehen“, erinnert sich Maximilian. Schlagartig ernst wird die Situation jedoch, als sein Vater 2011 plötzlich verstirbt und Maximilian völlig unvorbereitet in die Position des geschäftsführenden Gesellschafters katapultiert wird. „Dass ich einmal die Nachfolge meines Vaters antreten werde, stand schon immer fest. Ich habe zwar auch eine ältere Schwester, aber mein Vater war da leider sehr patriarchalisch unterwegs.“

Im Moment der tiefsten Trauer steht Maximilian gleichzeitig vor der Herausforderung, das Familienunternehmen in dritter Generation zu übernehmen und, entgegen der Meinung vieler, nicht gegen die Wand zu fahren. „Das war wirklich eine sehr schwierige Zeit. Viele Menschen haben sich von mir abgewandt – Kunden sind abgesprungen, Mitarbeiter haben die Firma verlassen, als sie davon erfahren haben. Die, die nicht abgesprungen sind, haben jeden meiner Schritte skeptisch beobachtet und waren darauf eingestellt, dass ich es versaue.“ Wie geht man mit diesem enormen Druck um? „Ehrlich gesagt, glaube ich, dass ich genau das gebraucht habe. Die Skepsis der Leute hat mich angespornt, es allen zu zeigen.“

„Ich wollte den anderen und mir selbst beweisen, dass ich es doch kann!“

 

Planlos im Chefsessel - wie funktioniert das? Maximilian ist ein pragmatischer Typ. Womit er im klassischen Schulsystem oft angeeckt ist, kommt ihm jetzt zu Gute. Mit seiner Hands-On-Mentalität konzentriert er sich auf die „Big Rocks“, nutzt das Wissen von langjährigen, geschätzten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und zieht diese zur Beratung hinzu. Seine Mutter, seine Schwester und seine Stiefmutter spielen gerade am Anfang eine wichtige Rolle und stehen ihm auch heute noch mit Rat und Tat zu Seite. Seine unkonventionelle Art unterscheidet sich in vielen Punkten von den konservativen Strukturen des Vaters. „Ich habe meinen eigenen Stil in jedem Fall einfließen lassen. Wir haben flache Hierarchien und eine Open Door Policy. Ich mag den Kontakt zu Menschen und bin für jeden erreichbar. Anfangs habe ich sogar jedem meine private Handynummer gegeben – das musste ich dann allerdings wieder sein lassen, weil es doch etwas zu viel wurde“, schmunzelt Maximilian. Vorstellbar, denn heute trägt er Personalverantwortung für mehr als 100 Mitarbeiter und deren Familien. Immer unterstützt durch seine rechte Hand, seine Assistentin. Ständig werden von dem Mitte Dreißigjährigen Entscheidungen verlangt, doch nicht alle kann er direkt alleine treffen: „Zu Beginn hatte ich noch einen kaufmännischen Leiter. Ihm habe ich alles gegeben, worauf ich selbst keine Lust hatte und so natürlich nichts gelernt. Also habe ich irgendwann beschlossen, selbst tätig zu werden und mir das Wissen anzueignen, das ich dafür brauche.“

„Auf meiner Visitenkarte stand zwischen den Zeilen ‚Er hats halt nur geerbt‘“
Maximilian hinter einem Messestand

 

Maximilian schreibt sich zum Bachelor-Studium „Business Administration“ an der FOM Hochschule ein. Damit schließt er nicht nur seine Wissenslücken im kaufmännischen Bereich, sondern erfüllt sich auch einen lang gehegten Traum: Endlich ein akademischer Abschluss. Und endlich in dem Fach, das ihn wirklich interessiert. Gleichzeitig möchte er allen Zweiflern, die in ihm nur den „glücklichen Erben“ sehen, etwas entgegensetzen. Als er seine Abschlussthesis erfolgreich abgegeben hat, ist nicht nur er stolz: „Es war schön zu sehen, wie mich das gesamte Team unterstützt hat. Für mich als ehemaliger, „Problem-Schüler“ war es nicht einfach, mich so tief in eine theoretische Materie reinzuarbeiten. Aber ich hab’s geschafft – das war ein tolles Gefühl!“ So toll, dass Maximilian den Master in „Wirtschaftspsychologie“ gleich noch hintendran hängt.

Wenn er heute zurückschaut, bereut er nichts. Der Tod seines Vaters war für ihn ein schmerzlicher, aber notwendiger Neuanfang in ein Leben mit mehr Verantwortung und mehr Pflichten. Aber auch mit mehr Sinn und Tiefgang.

Drei Fragen an Maximilian

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Feiern in der Jugend. (lacht)

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Es klingt jetzt vielleicht seltsam, aber ich glaube ohne den Tod meines Vaters hätte ich mich niemals zusammengerissen. Es war mein Unglück und Glück zugleich und es ist alles so gekommen, wie es kommen musste.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Gruppengröße ist ideal zum Lernen.

Die Dozenten sind greifbar und unterrichten praxisnah.

Die Ausstattung: Das Schulungszentrum ist sehr ansprechend gestaltet, sodass man gerne hingeht.