New Work

Individualität und Kreativität im Arbeitsmarkt der Zukunft

Die Arbeitswelt verändert sich unaufhörlich, besonders im Zeitalter der Digitalisierung. Flache Hierarchiestrukturen, agile Arbeitsmethoden und die Möglichkeit ortsunabhängig flexibel arbeiten zu können, sind Vorboten der sogenannten „New Work“. Wie begegnest du diesen Veränderungen der Arbeitswelt? Wir verraten Dir, was es mit dem Konzept auf sich hat und wie du davon profitieren kannst!

The only way to do great work is to love what you do.

Steve Jobs

Moderner Coworking Space

Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, ob dein Job dich wirklich erfüllt oder warum du täglich zur Arbeit gehst? Ein gutes Verhältnis zu den Kollegen sowie das Ausüben einer spannenden Tätigkeit sorgen laut einer Studie von Statista aus dem Jahr 2015 für die höchste berufliche Motivation. Und wer motiviert ist, der erzielt auch bessere Resultate. Die Tatsache, dass das Ausüben einer sinnstiftenden Tätigkeit die eigene Leistung und somit schlussendlich die Wirtschaft fördert, ist eine Grundannahme im Konzept „New Work“.

Dieses Konzept wurde in den 1970er Jahren vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann begründet, der eine Theorie zur neuen Arbeit aufstellte. Im Kern geht es darum, dass der Mensch Arbeit als Mittel verwendet, um sich selbst verwirklichen zu können. Werte wie Freiheit und Selbstständigkeit sind dabei von höchster Bedeutung. Die Idee der neuen Arbeit ist zwar also nicht neu, in der Entwicklung zu einer Dienstleistungsgesellschaft aber äußerst relevant.

Mensch oder Maschine?

Fachwissen ist in der modernen Arbeitswelt schnell überholt, vielmehr wird die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, vorausgesetzt. Laut einer Befragung des Graduate Management Admission Council sind bei der Einstellung von Absolventen gerade Punkte wie individuelle Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit oder analytisches Know-how von besonderer Bedeutung. Fachspezifische Zertifizierungen erhalten dabei eine eher untergeordnete Rolle – was sich mit den Annahmen des New Work-Konzepts zur Bedeutung der Individualität deckt.

Man setzt also auf kleine Teams und Arbeitsweisen, die es ermöglichen, schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Beim Design Thinking werden beispielsweise Ideen vom Reißbrett bis zur Umsetzung von interdisziplinären Teams verwirklicht. Hier kommen bewusst verschiedenste Kompetenzen zusammen. Die Projektorganisation kann dabei durch agile Methoden wie Scrum erfolgen. Dadurch wird unproduktives Multitasking verhindert und der Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung bestimmter Projekte gelegt. Betrachtet man eine Organisation als Ganzes, so kann sich agiles Arbeiten beispielsweise in einer Führung ohne jegliche Hierarchien widerspiegeln – der Holokratie.

Während am Ende des 19. Jahrhunderts noch über 20.000 Arbeiter im Hamburger Hafen für das Verladen von Gütern zuständig waren, waren es rund 100 Jahre nicht einmal mehr die Hälfte. Mittlerweile wird die Arbeit fast ausschließlich von Maschinen verrichtet und die Kinder und Enkel der Dockarbeiter üben Tätigkeiten aus, die es zur Zeit ihrer Großeltern noch gar nicht gab.

In der Wissensarbeit werden in Zukunft ebenfalls viele Routinetätigkeiten von Künstlicher Intelligenz übernommen, auch das ist Teil von New Work. So verschiebt sich der Arbeitsmarkt in Richtung Kreativität und Spezialisierung. In den Fokus rücken die Einzigartigkeit einer Person, ihre individuellen Erfahrungen und damit die Diversität von Teams, was letztlich alternative Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen begünstigt.

Scrum, Design Thinking und Holocracy

Fachwissen ist in der modernen Arbeitswelt schnell überholt, vielmehr wird die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, vorausgesetzt. Laut einer Befragung des Graduate Management Admission Council sind bei der Einstellung von Absolventen gerade Punkte wie individuelle Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit oder analytisches Know-how von besonderer Bedeutung. Fachspezifische Zertifizierungen erhalten dabei eine eher untergeordnete Rolle – was sich mit den Annahmen des New Work-Konzepts zur Bedeutung der Individualität deckt.

Man setzt also auf kleine Teams und Arbeitsweisen, die es ermöglichen, schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Beim Design Thinking werden beispielsweise Ideen vom Reißbrett bis zur Umsetzung von interdisziplinären Teams verwirklicht. Hier kommen bewusst verschiedenste Kompetenzen zusammen. Die Projektorganisation kann dabei durch agile Methoden wie Scrum erfolgen. Dadurch wird unproduktives Multitasking verhindert und der Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung bestimmter Projekte gelegt. Betrachtet man eine Organisation als Ganzes, so kann sich agiles Arbeiten beispielsweise in einer Führung ohne jegliche Hierarchien widerspiegeln – der Holokratie.

Von der Organisation zum Einzelnen

Derartige Arbeitsweisen passen natürlich nicht in jede Art von Organisation. Hier gilt es für Führungskräfte herauszufinden, wie ihre Teams ticken und wie das Beste aus ihnen herauszuholen ist. Dasselbe gilt auch für die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle. Einige  skandinavische Unternehmen gehen als Beispiel voran und führten eine 4-Tage-Woche oder einen 6-Stunden-Tag ein. Das überraschende Ergebnis: In vielen Fällen stiegen Umsatz und Produktivität und die Krankmeldungen gingen zurück.

Auch flexible Arbeitszeitmodelle wie Vertrauensarbeitszeit und Home Office sind Teil des New Work-Konzepts. Diese gehen in eine ähnliche Richtung wie die generelle Verkürzung der Arbeitszeit, lassen dem Arbeitnehmer jedoch mehr Freiheiten, seine Zeit selbst zu gestalten. Das führt zur Verschmelzung von Arbeits- und Freizeit und erfordert eine recht hohe Disziplin, kann jedoch die Zufriedenheit erheblich steigern. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zur Work-Life-Balance.

Nomaden in der modernen Arbeitswelt

Dieses sogenannte Work-Life-Blending ermöglicht auch den Lifestyle digitaler Nomaden: Freelancer, die für ihren Beruf lediglich einen Laptop und eine schnelle Internetverbindung benötigen. Dazu gehören beispielsweise Informatiker, Designer oder Texter – allesamt Berufe, die ein gewisses Maß an Kreativität in der Lösung von Problemen erfordern. Die Weltenbummler können sich ihre Zeit komplett selbst einteilen und treffen in Coworking-Spaces auf der ganzen Welt auf Gleichgesinnte – egal ob in New York oder Singapur. Von einem Strand in Bali aus zu arbeiten, klingt erstmal wie ein Traum, oder? Doch zu diesem Lebensstil gehört auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin, zudem verzichtet man auf ein beständiges soziales Umfeld.

Wie sieht die Zukunft aus?

Natürlich ist dieser Lebensstil neben dem Aspekt der Selbstverwirklichung auch mit Unsicherheit verbunden. Aber genau hier sind wir wieder beim Grundgedanken der New Work: Die Individualität und Vorliebe des Einzelnen steht im Vordergrund. Auch wenn das der klassische 9-to-5-Job in einem Großraumbüro sein sollte. Denn das wichtigste ist, dass dich die Arbeit, der du tagtäglich eine Menge Zeit widmest, erfüllt und glücklich macht.

Wer also stets einen offenen Blick behält und bereit ist, sich beständig weiterzubilden, wird auch in Zukunft rosige Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben. Der Autor und Unternehmensberater Simon Sinek sagte einmal: „People don’t buy what you do, they buy why you do it”. Das gilt für Organisationen genau wie für Einzelpersonen. Vielleicht stellst du dir also an dieser Stelle noch einmal die Frage, warum du zur Arbeit gehen möchtest. Fehlen dir für deinen Traumjob noch bestimmte Skills? An der FOM kannst du dich auch berufsbegleitend weiterbilden und bist perfekt gerüstet für die Arbeitswelt der Zukunft.

Karriere und Achtsamkeit

Janina sorgt für die richtige Work-Life-Balance in ihrem Leben

Janina macht Yoga

Janina war schon immer ehrgeizig und zielstrebig: Während Gleichaltrige die ersten Partys feiern, plant Janina mit 13 Jahren ihre Karriere in der Modebranche. Noch länger beschäftigt sie sich mit Yoga: Schon als 8-Jährige übt sie den Sonnengruß. Kein Wunder, dass der heute 23-Jährigen ein „gewöhnliches“ Studium nicht ausreicht. An der FOM studiert Janina berufsbegleitend Wirtschaftspsychologie im Bachelor und hält täglich die Balance zwischen Studium, Beruf und Privatleben. Wie sie das macht, erfährst du hier.

 

In einem Alter, in dem viele ihrer Altersgenossen die Rebellion gegen die eigenen Eltern voll ausleben, beschäftigt sich Janina schon mit ihrer Berufsplanung. Die Modebranche soll es sein. Und da probieren über studieren geht (oder in diesem Fall sogar beides auf einmal) beschließt sie sich schon mal nach Hochschulen umzusehen und Info-Veranstaltungen zu besuchen. Ihre Familie unterstützt und begleitet sie dabei. „Das war ganz witzig“, erinnert sich Janina. „Die Mitarbeiter der Hochschule haben ganz schön erstaunt geguckt und gefragt ‚Ehm, wer von ihnen will denn jetzt genau studieren?‘“, schmunzelt sie. Rund zehn Jahre später kann Janina schon auf viele entscheidende Meilensteine ihrer Karriere zurückblicken: Abitur, eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Auslandaufenthalt und bald auch ein absolviertes Hochschulstudium. Parallel zu Vorlesungen und Lernstoff arbeitet sie. Allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, als Modedesignerin, sondern bei einer Unternehmensberatung. Hat sie ihr Ziel also doch nicht erreicht?

„Sich nicht scheuen, den Weg auch mal zu ändern, gehört dazu“

„Ziele vor Augen zu haben, ist wichtig. Das heißt aber nicht, dass diese in Stein gemeißelt sind. Auf dem Weg dorthin, entwickelt man sich schließlich weiter, gewinnt ganz neue Eindrücke und entdeckt womöglich dabei etwas, was noch viel besser zu einem passt. Dann macht es Sinn, diese Möglichkeiten zu nutzen und sich umzuorientieren.“ Genau das ist bei Janina passiert. Von der Modebranche führte ihr Weg zur Wirtschaftspsychologie. Ob sie ihren Ausflug in die Fashionwelt bereut? „Nein, absolut nicht. Ich bin sehr froh und dankbar für die Erfahrung, die mir mit Sicherheit auch einiges gebracht hat. Letztendlich hat es mich dann doch zu einem ganz anderen Bereich geführt, in dem ich noch viel mehr aufblühe.“ Man könnte meinen, bei so viel Zielstrebigkeit im Beruf hat Janina ein klares Konzept für ihre Zukunft. Tatsächlich jedoch verfolgt sie einen überraschend flexiblen Ansatz: „Ich habe keine Schritt-für-Schritt-Anleitung für mein Leben – weiß aber genau, wo ich mal hinwill. Bauchgefühl und Intuition spielen dabei eine mindestens ebenso große Rolle. Wenn sich neue Türen öffnen, sollte man sich nicht scheuen, auch mal reinzuschnuppern und Neues auszuprobieren, sei es im Beruf oder im Privatleben.“

Alles eine Frage der Balance

Zwischen der Yoga-Lehre und ihrer neuen Leidenschaft, der Wirtschaftspsychologie, kann Janina viele Parallelen ziehen. Auch die Entscheidung für ein berufsbegleitendes Studium hat sie ganz bewusst getroffen: "Durch meine Ausbildung wusste ich bereits wie es ist zu lernen und gleichzeitig zu arbeiten. Ein reguläres Vollzeitstudium hätte für mich einen Schritt zurück bedeutet - raus aus der Arbeitswelt und raus aus dem Unternehmen. Mir war wichtig, weiterhin theoretisches und praktisches Wissen miteinander und zu verbinden. Es ist einfach etwas anderes, wenn man ein bestimmtes Thema schon mal im beruflichen Kontext gehört und bereits im Arbeitsalltag damit zu tun hatte."

Jetzt mehr über Janina im Video-Podcast erfahren

Du möchtest mehr erfahren zu Janinas Work-Life-Balance und ihren persönlichen Tipps für mehr Gleichgewicht im Leben? Dann hör rein in den neuen #ALLESSEIN Video-Podcast und erfahre wie sie Arbeit, Hochschule, Freizeit und Privatleben gekonnt miteinander in Einklang bringt.

„Wird schon gutgehen…“

Was du von Optimisten lernen kannst

„Das Glas ist halbvoll“ – über diese Aussage stolpert man ständig, wenn es um Optimismus geht. Was wie ein abgedroschener Kalenderspruch klingt, spiegelt aber wirklich treffend die Lebenseinstellung von Optimisten wider. Während die meisten Menschen erst einmal die negativen Seiten in einer Situation sehen und im Kopf eine Risikoanalyse durchführen, was alles passieren könnte, ziehen Optimisten einfach durch – frei nach dem Motto „Wird schon gutgehen!“. Wenn dir diese Art völlig irrational vorkommt, kein Problem: Man kann optimistisch sein und trotzdem noch die Möglichkeit eines Risikos abwägen. Die gesunde Mischung macht’s. Wir zeigen dir, was du von Optimisten lernen kannst und wie dich dieser Blick auf die Welt weiterbringen kann.

Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung.

Marcel Pagnol

Frau mit Skateboard
Optimist ≠ Realist?

Das Gegenteil zum Optimisten ist der Pessimist. Zu dieser Sparte Mensch zählen viele – wenn nicht sogar die meisten – unter uns. Alles ist mies und wird mies bleiben. Wenn wir vom Allerschlimmsten ausgehen, können wir schließlich hinterher nicht enttäuscht werden. Diese Schwarzmalerei ist evolutionär bedingt sinnvoll: In der Urzeit war derjenige im Vorteil, der mit bösen Überraschungen rechnete und jeden Schritt mit einer Spur Skepsis ging. Entspannend war das Leben damals sicher nicht. Heute ist es das zwar auch nicht immer, aber vieles ist einfacher geworden. Man muss nicht mehr in jeder Situation damit rechnen, von einem wilden Tier angegriffen zu werden. Klar, es könnten natürlich andere mögliche Gefahren anderer Art auf dich warten. Du könntest natürlich morgen alles verlieren: Deine Wohnung, deinen Job – sogar deinen Planeten. All diese Verluste könnten zur Realität werden – MÜSSEN sie aber nicht. Stattdessen könnte sich die Situation auch so entwickeln: Du bekommst die Zusage für die 120 qm sanierte Altbauwohnung im Szeneviertel, du wirst befördert und das mit dem Klimawandel bekommen wir auch in den Griff. Beide Szenarien sind möglich und könnten so eintreten. Sie überschneiden sich auch in ihrer Wahrscheinlichkeit – denn die ist bei beiden eher gering. Es wird deutlich: Ob krasser Optimist oder Pessimist – beiden fehlt manchmal der Realitätsbezug. Der Trick ist, die gesunde Mitte zu finden.

 

Optimist & Realist!

Realismus und Optimismus sind für dich Gegensätze? Das müssen sie nicht sein – ganz im Gegenteil. Diese beiden Eigenschaften ergänzen sich gut und machen dich erfolgreicher. Barack Obamas „Yes, we can!“ spiegelt genau diesen Ansatz des realistischen Optimismus wider. Ein Realist bewertet eine Situation anhand von Fakten und bildet sich eine eigene Meinung auf Basis der durch die Analyse in seinem Verstand erschaffenen Wirklichkeit. Ein Optimist hingegen lebt mit einer positiven Erwartung an die Zukunft und fokussiert sich auf das Positive. Nach einem Rückschlag fällt es ihm leichter weiterzumachen, da er sich trotz Hindernissen für die Zuversicht entscheidet. Kombiniert man beide Lebenseinstellungen, bekommt man die geballte Ladung Power zum Erfolg. Denn beide Eigenschaften sind der Schlüssel für Resilienz – und diese führt zum Erfolg. Wer den realistischen Optimismus lebt, der sieht zwar die Gegenwart genauso, wie sie ist, entscheidet sich aber ganz bewusst für eine positive Haltung, wenn es um die Zukunft geht. Zwar gibt es dann keine bunten Blumenwiesen, über die Einhörner schweben, dafür aber eine Menge Spaß, Erfolge und Chancen.

Tipps für mehr Optimismus

1. Umgib dich mit optimistischen Gemütern!

Pessimismus ist ansteckend. Umgibst du dich mit Nörglern und Ausreden-Suchern, wirst du schnell selbst zu einem. Gerade wenn du im Optimismus noch nicht geübt bist, lässt du dich viel leichter anstecken und runterziehen. Du entscheidest, welche Einstellung du für dein Leben wählst.

 2. Lass deine Sprache optimistisch werden

„Nicht, nein, schlecht, krank, übel, scheiße …” – Willst du positiv denken, dann beginne positiv zu sprechen. Formuliere deine Ziele positiv. Aus „Ich will nicht mehr zu spät kommen”, wird dann „Ich werde pünktlich sein”. Klingt doch schon viel besser, oder?

3. Hol das Beste aus Situationen raus, die du nicht ändern kannst!

Jeder kennt sie: Es gibt Situationen, die lassen sich in dem Moment einfach nicht ändern. Nehmen wir zum Beispiel den Stau auf dem Nachhauseweg. In der Situation hast du zwei Möglichkeiten: Dich aufregen und durchdrehen oder aber dich entspannen und die Zeit sinnvoll nutzen. In beiden Fällen, wird der Stau so lange dauern, wie er dauert. Höre zum Beispiel einen Podcast oder dreh deinen Lieblingssong richtig auf!

Manche Situationen lassen sich nicht ändern – deine berufliche aber schon! Bilde dich weiter und erklimme den nächsten Schritt auf der Karriereleiter! Nicht nur dein Optimismus hilft dir beim Vorankommen im Job, sondern auch das Studium an der FOM Hochschule. Beruf und Studium sind beim berufsbegleitenden Studienmodell ideal vereinbar und deiner persönlichen Weiterentwicklung steht nichts mehr im Wege. Du kannst alles sein!

Kill the Crisis

Wie du durch Resilienz Krisen besser meistern kannst

Sicher kennst du sie auch: Menschen, die sich von nichts unterkriegen lassen. Egal, was ihnen widerfährt, welches Problem oder welche Lebenskrise – sie rappeln sich wieder auf. Psychologen nennen solche Menschen resilient. Du kannst das nicht von dir behaupten? Keine Sorge – Resilienz, also deine seelische Widerstands-fähigkeit, kannst du trainieren. Wir zeigen dir, wie!

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.

John F. Kennedy

Lächelnder Mann am Laptop

Stress im Job, eine Trennung, die wichtige Prüfung nicht bestanden oder Streit im Freundeskreis – das Leben legt uns manchmal ganz schöne Brocken in den Weg. Oft ist es gar nicht so leicht, da wieder raus zu kommen und weiter zu machen. Mit unseren fünf Tipps kannst du deine Resilienz trainieren. Und so kann aus jeder Lebenskrise vielleicht eine Gelegenheit für Neues werden.

Was macht einen resilienten Menschen aus?

Resilienz ist quasi unser Immunsystem für die Seele und beschreibt die Gabe, Krisen zu bewältigen, ohne psychischen Schaden davonzutragen. Resiliente Menschen haben sechs bestimmte Eigenschaften, die Resilienzfaktoren, welche diese Widerstandskraft ausmachen.

Resilienz ist quasi unser Immunsystem für die Seele und beschreibt die Gabe, Krisen zu bewältigen, ohne psychischen Schaden davonzutragen. Resiliente Menschen haben sechs bestimmte Eigenschaften, die Resilienzfaktoren, welche diese Widerstandskraft ausmachen.

Akzeptanz: Probleme und Krisen sind für resiliente Menschen ein Teil des Lebens und daher akzeptieren sie diese.

Optimismus: „Alles wird gut!“ – so oder ähnlich lautet ein optimistischer Gedanke eines resilienten Menschen.

Selbstwirksamkeit: Resiliente Menschen glauben an sich selbst und ihre Fähigkeiten und Kompetenzen. Daher sind sie überzeugt, dass sie Krisen und Probleme selbstständig bewältigen und lösen können.

Eigenverantwortung: Sie sind außerdem bereit, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und sehen sich nicht als Opfer der Umstände. Resiliente Menschen bemühen sich, alle Probleme eigenverantwortlich zu lösen - auch wenn sie diese nicht verursacht haben.

Netzwerkorientierung: Unterstützung und Hilfe bei Krisen werden von resilienten Menschen offen angenommen – denn sie wissen: Freundschaften geben Kraft in stürmischen Zeiten.

Lösungsorientierung: In jeder Krise stecken auch Möglichkeiten, daran zu wachsen und gestärkt aus der Situation rauszutreten. Resiliente Menschen erkennen dieses Potential und orientieren sich an den Lösungen.

Wenn du keinen dieser Faktoren bei dir selbst findest – kein Problem: Denn es ist möglich, als Erwachsener aktiv an seiner seelischen Widerstandskraft zu arbeiten:

 

 

1. Führe ein Optimismus-Tagebuch

Ein Optimismus-Tagebuch ist eine ganz wunderbare Möglichkeit zu lernen, die Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge im Leben zu lenken. Denn: Optimistischer werden ist leichter als du denkst. Kauf dir dafür ein schönes Buch und setze dich jeden Abend für ein paar Minuten hin und schreibe auf, was gerade gut ist in deinem Leben. Das müssen nicht immer die großen Dinge sein – manchmal sind es genau die kleinen Freuden im Leben, die dir einen Boost geben. Du wirst schon nach kürzester Zeit merken, wie sich dein Fokus zum Positiven verschiebt und wie dich deine neue Wahrnehmung deutlich glücklicher und entspannter macht.

2. Setze dir täglich Ziele

Wenn du deine Energie und deinen Drive steigern möchtest, dann setze dir täglich kleine Ziele. Diese geben deinem Leben eine Richtung – du bekommst einen Blick für das Wesentliche. Wenn du dein Ziel dann erreichst, hast du obendrauf noch ein Erfolgserlebnis! Wichtig ist, dass du kontinuierlich an dir arbeitest und dir realistische Ziele setzt, die dich zwar fordern, aber auch nicht über- oder unterfordern.

3. Sammle deine Erfolge

Du neigst dazu, immer nur über deine Misserfolge zu sprechen? Damit darfst du ab heute aufhören! Konzentriere dich lieber auf deine positiven Leistungen. Notiere dir deine drei persönlichen Erfolge des Tages. Diese müssen nicht immer groß oder sofort ersichtlich sein – wichtig ist, dass du für dich begründen kannst, weshalb gerade diese Ereignisse des Tages ein Erfolg für dich waren. Das kann beispielsweise auch das Erreichen deiner täglichen Ziele aus Tipp Nr. 2 sein. Irgendwann kannst du dann durch deine Erfolgssammlung blättern und dir sagen: Ich bin stolz auf mich!

4. Sag dir mal selbst, wie toll du bist

Sowieso sagt man sich oft zu selten, dass man sich gut findet. Fang doch mal damit an, dich selbst in positiven Selbstgesprächen zu loben. Falls dir das jetzt etwas merkwürdig vorkommt, keine Sorge! Jeder Mensch führt Selbstgespräche ­– und zwar in seinem Kopf! Es schadet aber auch nicht, seine Gedanken einmal laut auszusprechen. Bilde doch mal drei bis fünf Sätze, die mit „Ich bin…“ beginnen, gefolgt von etwas Positivem. Wiederhole diese Sätze immer wieder. So brennen sie sich ein und formen neue Stränge im Unterbewusstsein – das steigert deine Resilienz.

5. Challenge: sei emphatischer!

Empathie ist ein riesiger Bereich der Resilienz, denn indem du die Gefühle deiner Mitmenschen verstehst, kannst du auch deine besser einordnen. Durch das Einfühlen in dein Gegenüber stärkst du außerdem die Verbindung zu diesem Menschen. Dadurch gelingt es dir, ihn besser zu verstehen und so achtsamer mit seinen Gefühlen umgehen zu können. Diese Verständnisbasis kann gleichzeitig auch Stress lindern, die Kommunikation verbessern und den Druck rausnehmen.

Wiederhole diese Übungen wöchentlich und die nächste Krise kann kommen. Du wirst sie schon meistern!

Du steckst in der Krise, weil du in deinem Job nicht mehr weiterkommst oder du eigentlich beruflich einen ganz neuen Weg einschlagen möchtest? Nimm deine Zukunft selbst in die Hand und melde dich für ein berufsbegleitendes Studium an der FOM an!

Boreout

Wenn die Langeweile dich stresst

Hast du schon mal etwas von “Boreout“ gehört? Was so ähnlich klingt wie das scherzhafte Gegenteil von Burnout, ist seinem Namensverwandten tatsächlich gar nicht so unähnlich. Statt Überforderung im Job, ist es beim Boreout Unterforderung, die den Stress verursacht. Gestresst aus Langeweile? Was es damit auf sich hat und was du gegen die Lethargie im Job unternehmen kannst, erfährst du hier.

To grow people need to be challenged

Adam Grant

Gestresste Frau am Laptop

Boreout

Menschen mit Boreout fühlen sich im Job niedergeschlagen, antriebslos und leiden mitunter auch unter körperlichen Beschwerden wie beispielsweise Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Kopfweh oder Magen-Darm-Leiden.  Ähnlich wie bei einer Depression, neigen Betroffene dazu sich zu isolieren. Auch nach der Arbeit können sie sich nicht mehr zu Aktivitäten motivieren, die ihnen früher einmal Spaß gemacht haben. Sie fühlen sich unausgeglichen und mit der Allgemeinsituation unzufrieden.

Wortwörtlich übersetzt bedeutet Boreout so viel wie „ausgelangweilt sein“. Während sich ein bisschen wohl dosierte Langeweile durchaus positiv auf kreative Schaffensprozesse auswirkt, kommen bei einem Boreout noch die beiden Faktoren Unterforderung und Desinteresse dazu. Bestimmte Einflüsse begünstigen diese Faktoren: Zum Beispiel wenn der Job nicht zur eigenen Persönlichkeit passt, die Arbeitsauslastung zu hoch ist und man daher Aufgaben nur oberflächlich erledigen kann. Auch Überqualifizierung und eine zu niedrige Entlohnung wirken sich negativ aus. Menschen mit Boreout kommen auf der Arbeit selten in den Zustand von „positiven Stress“, der immer dann entsteht, wenn eine Aufgabe fordernd, aber machbar zugleich ist.

Erste Anzeichen

Fragst du dich gerade, ob auch du unter einem Boreout leiden könntest? Wenn viele der folgenden Aussagen auf dich zutreffen, könnte dies der Fall sein:

Du erledigst während der Arbeitszeit immer wieder Privates oder chattest exzessiv mit Kollegen.

Du hast kein Interesse an deiner Arbeit, langweilst dich und hast das Gefühl dein Potential nicht voll auszuschöpfen.

Du täuschst anderen vor viel zu tun zu haben.

Wenn du abends nach Hause kommst, bist du erschöpft – auch wenn der Arbeitstag objektiv nicht stressig war.

Du empfindest deine Tätigkeit als sinnlos und fühlst dich unglücklich.

Du arbeitest absichtlich langsamer und brauchst für einzelne Jobs viel länger als nötig.

Am liebsten würdest du etwas ganz anderes arbeiten, aber du scheust die Risiken, die damit einhergehen (z.B. finanziellen Rückschritt).

Während Burnout –  ein fancy Wort für „Depression aufgrund von Überlastung“ – in unserer Gesellschaft größtenteils positiv konnotiert ist („Da hat jemand sich so leidenschaftlich für seine Arbeit eingesetzt, dass er ausgebrannt ist.“) und paradoxerweise sogar noch auf Bewunderung trifft, mutet das Boreout eher negativ an. Wer gibt schon gerne zu, unausgelastet oder gelangweilt zu sein? Man möchte sich schließlich nicht nachsagen lassen, faul zu sein. Tatsächlich sind weitaus mehr Menschen davon betroffen, als angenommen. Laut einer Umfrage der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin fühlen sich 11 % der Deutschen im Job dauerhaft unterfordert. Insbesondere Arbeitnehmer in Deutschland, laufen Gefahr ein Boreout zu erleiden, denn im internationalen Vergleich gibt es hier strengere Vorgaben bzgl. der Arbeitszeiten. Viele deutsche Arbeitgeber setzen Anwesenheit immer noch stupide mit Produktivität gleich. Boreout-Betroffene neigen daher dazu, Arbeit vorzutäuschen, indem sie absichtlich besonders lang im Büro bleiben und auffällig laut in die Tastatur tippen. Starre Vorschriften schränken den eigenen Handlungsspielraum ein. Wer frei entscheiden kann, wann und wo eine Aufgabe erledigt werden soll, kann sein Pensum dem tatsächlichen Workload anpassen und bewusst für mehr Abwechslung sorgen. Flexible Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeit oder Homeoffice sind da ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber auch unabhängig von den arbeitstechnischen Rahmenbedingungen, denen du ausgesetzt bist, gibt es Einiges, das du tun kannst, um deine Situation zu verbessern.

So kannst du das Boreout besiegen

Dokumentiere deine Langeweile

Du hast eingesehen, dass du womöglich unterfordert bist? Super, das ist der erste Schritt, um das Problem aktiv anzugehen. Dazu brauchst du mehr Details: Achte zunächst bewusst darauf, was dich genau langweilt. Mit was genau verbringst du deine Zeit auf der Arbeit? Wie schnell erledigst du deine Aufgaben? Wie oft schindest du nur Zeit, nur um beschäftigt zu wirken? Was macht dir an deinem Job noch Spaß bzw. was nicht?

Sprich proaktiv mit deinem Chef

Mit diesen neuen Insights bist du perfekt gerüstet für ein Gespräch mit deinem Chef. Ergreife Eigeninitiative und mache dir im Vorfeld Gedanken, welche anderen Aufgabenbereiche dich interessieren und für dich in Frage kommen. Dass du gefordert bist und Spaß an der Arbeit hast, ist auch im Interesse deiner Vorgesetzten. Man muss nicht immer gleich die Firma wechseln – oft gibt es auch intern die Möglichkeit z.B. die Abteilung zu wechseln. Auch Weiterbildungen können helfen wieder Schwung in deinen Berufsalltag zu bringen.

Gestalte dein magisches Dreieck aus Sinn, Zeit und Geld

Für gewöhnlich sind diese drei Faktoren maßgeblich beteiligt an deiner Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Eins alleine macht nicht glücklich – wichtig ist die richtige Balance zu finden aus einer sinnvollen Aufgabe, genügend Freizeit für ein erfüllendes Privatleben und einer guten Entlohnung. Wenn du z.B. gerade den Job nicht wechseln willst/kannst, weil du auf das Geld nicht verzichten kannst, versuche deine Freizeit aktiver zu gestalten. Durch Sport gleichst du die Glückshormone aus, die dir auf der Arbeit fehlen.

Ziehe Konsequenzen

Trotz neuer Aufgabenfelder hat sich an deiner Lage nichts oder nur wenig geändert? Dann solltest du nicht an diesem Arbeitsplatz verharren – dafür ist deine Lebenszeit zu kostbar und bis zur Rente ist es schließlich noch ein bisschen hin. Suche dir aktiv eine neue Herausforderung: Neuer Job, neuer Arbeitgeber, Weiterbildung, Studium oder vielleicht sogar dein eigenes Business? Es liegt in deinen Händen.

Bilde dich weiter

Wenn du während der Arbeitszeit unterfordert bist, hast du immer noch die Möglichkeit deine Freizeit aktiv zu gestalten und dich nicht nur körperlich, sondern auch intellektuell auszupowern. Stillstand auf der Arbeit bedeutet nicht gleich Stillstand in deinem Leben. Wolltest du nicht immer schon mal portugiesisch lernen? Oder den Uni-Abschluss nachholen, von dem du schon seit vielen Jahren träumst? Jetzt ist der richtige Moment dafür! Mach es einfach! Das Tolle daran: die neuen intellektuellen Herausforderungen halten nicht nur deine grauen Zellen auf Trab – sie machen sich mitunter auch super im Lebenslauf.

Work-Life-Balance

Finde deinen Ausgleich

Hattest du schon einmal das Gefühl, dein Arbeitsleben sei nicht im Einklang mit deinem Privatleben? Wo fängt das eine überhaupt an und wo hört das andere auf? Der Begriff der „Work-Life-Balance“ spaltet schon seit geraumer Zeit die Gemüter. Wir verraten dir, was dahinter steckt und wie du mit fünf einfachen Tricks mehr Balance in deinen Alltag bringst.

Don't confuse having a career, with having a life.

Hillary Clinton

Frau meditiert

Eine bekannte Situation in vielen deutschen Büros: Es bleiben nur noch wenige Tage bis zu einer wichtigen Präsentation beim Kunden. Die Kollegen sind angespannt, schon seit einer Woche geht niemand mehr pünktlich nach Hause und zu allem Überfluss wirft der Chef kurz vor der Deadline das Konzept noch einmal komplett über den Haufen. In so einer Situation kommt schon mal die Frage auf: „Wofür tue ich mir den Stress überhaupt an?“ Und doch steht man am nächsten Tag wieder auf und gibt sein Bestes.

Auch wenn das geschilderte Szenario wahrscheinlich vielen bekannt sein dürfte, ist aber zum Glück eher die Ausnahme. Und genau hier setzt die Work-Life-Balance an: Per definitionem ist damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen gemeint. Das heißt Überstunden und stressige Phasen können zwar vorkommen, sollten jedoch nicht zur Regel werden und es bleibt immer noch genügend Raum für ein erfülltes Privatleben.

Arbeit und Leben als Gegensätze?

Der Begriff der Work-Life-Balance wurde zum ersten Mal in den 90er Jahren so richtig bekannt und sollte zu mehr Zufriedenheit im Arbeitsleben führen. Die ursprüngliche Idee war eine klare Trennung von Arbeit und Privatleben. „Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps“, lautet eine alte Volksweisheit mit ähnlicher Bedeutung. Allerdings wird jetzt, gut 20 Jahre später, deutlich, dass diese strikte Aufteilung immer schwieriger wird – besonders in Zeiten von Digitalisierung und flexiblen Arbeitsweisen.

Ein Problem des Begriffs ist die Einteilung in Extreme. Arbeit bekommt oftmals die Rolle einer nötigen, aber ungeliebten Beschäftigung. Das Privatleben hingegen scheint Kern aller Muße und Entspannung zu sein. Doch Hand aufs Herz - das würden viele nach einem Wochenende auf einer mehrtägigen Familienfeier mit der entfremdeten Großtante vielleicht etwas anders sehen. Auch der Ehrgeiz beruflicher Weiterentwicklung, der Zusammenhalt eines Teams oder das ernsthafte Interesse am Job sind Aspekte, die sich durchaus auch positiv auf die menschliche Psyche auswirken.

Schwarz-Weiß-Denken

Es gibt also weder schwarz noch weiß. Was bleibt, ist eine Vielzahl von anderen Tönen, aus denen sich unser Leben zusammensetzt. Das berufliche, wie auch das private. Und dabei setzt nicht jeder die gleichen Maßstäbe. Du hast vielleicht andere Prioritäten und andere Ansprüche an dich selbst, als deine Kollegen - und das ist völlig in Ordnung. Niemand sollte sich schlecht dafür fühlen, dass er oder sie gerne arbeitet und die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen möchte.

Dasselbe gilt aber auch für diejenigen, die diesen Ehrgeiz nicht besitzen und denen die Zeit mit Familie und Freunden wichtiger ist als die berufliche Laufbahn. Keines dieser Lebensmodelle ist besser oder schlechter als das andere - was zählt ist die persönliche Balance. Der Begriff der Work-Life-Balance ist damit im Grunde überholt. Denn er impliziert, dass die individuellen Unterschiede die uns Menschen ausmachen, mit Kategorien wie richtig oder falsch zu bewerten seien. Diese vereinfachte Anschauung wird der Komplexität des Lebens natürlich nicht gerecht.

Frau nutzt im Freien ihr Handy und ihren Computer
Work-Life-Blending als neuer Trend

Durch die Flexibilität einer digitalen Arbeitswelt, sind viele Angestellte mittlerweile ständig erreichbar und beantworten auch aus dem Urlaub oder nach Feierabend noch Mails. Klingt im ersten Moment eher negativ – tatsächlich bringt diese Entwicklung aber auch Vorteile mit sich: Viele Arbeitgeber ermöglichen eine freiere Zeiteinteilung und die Arbeit von Zuhause, was beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Statt ein ausgeglichenes Verhältnis zweier Seiten – Arbeit und Freizeit – anzustreben, geht es mittlerweile viel mehr um einen fließenden Übergang. Die beiden Bereiche gehen zwar ineinander über – sorgen so idealerweise aber für weniger Stress, indem private Angelegenheiten auch mal während der Arbeitszeit geregelt werden können, sollte etwas Wichtiges anstehen und umgekehrt.

Arbeit dient letztendlich nicht nur dazu deinen Lebensunterhalt zu verdienen – sie kann sich auch positiv auf deine Gesundheit auswirken. Beruflicher Erfolg kann nachweislich zu mehr Zufriedenheit, Entspannung und einem höheren Selbstvertrauen führen. Auch die Routine, die durch eine regelmäßige Tätigkeit entsteht wirkt sich positiv auf die menschliche Psyche aus.  Ausschlaggebend sind Komponenten wie Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe an einer Gemeinschaft. So entstehen Freiräume für Kreativität und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

Unternehmen können durch die Gestaltung von internen Prozesse,  Rahmenbedingungen und Firmenkultur aktiv zum Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter beitragen. Es sollte jedoch niemand alleine seinen Arbeitgeber für eine gelungene Balance in seinem Leben verantwortlich machen. Zwar können Flexibilität im Beruf und Ausgleichsangebote dabei helfen – am Ende liegt es jedoch auch in deinen eigenen Händen, deine Freizeit aktiv zu gestalten.

5 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

Du bist auf der Suche nach ein bisschen mehr Balance zwischen Work und Life? Diese fünf Tipps und Sichtweisen helfen dir dabei den Ausgleich zwischen Job und Privatleben besser zu meistern.

Facetten des Lebens: Dein Leben besteht nicht nur aus Arbeit: Familie, Freunde, Hobbies und deine eigene Gesundheit spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Der Filmabend mit Freunden und der Gang ins Fitnessstudio verdienen daher ebenso einen Platz in deinen Kalender wie Meetings und Telkos. Behandle deine privaten Dates mit der gleichen Priorität wie geschäftliche Termine. So hältst du sie sicher ein und sorgst für die nötige Abwechslung im oft stressigen Berufsalltag.

Digital Detox: Ob die Beschäftigung mit sozialen Netzwerken ein großer Teil deines Berufsalltags ist oder nicht – es empfiehlt sich bewusste Ruhephasen zu schaffen. Einfach mal das Smartphone beiseitelegen und für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar sein. Nimm dir beispielsweise vor ab 20 Uhr keine Mails mehr zu lesen - so kommst du entspannter ins Bett.

Halte dich fit: Diesen Tipp hörst du sich nicht zum ersten Mal, doch man kann ihn nicht zu oft anbringen. Tu hin und wieder etwas für deinen Körper, besonders wenn du in deinem Job hauptsächlich sitzt. Nicht nur auf deinen Körper wirkt sich regelmäßige Bewegung positiv aus – auch dein Geist profitiert davon. Finde einen Sport der dir Spaß macht und die Überwindung wird direkt leichter!

Setze Prioritäten: Es geht nicht darum, dass alle Bereiche deines Lebens gleich stark ausgeprägt sind oder die gleiche Aufmerksamkeit erhalten – das betrifft nicht nur Arbeit und Freizeit. Versuche vielmehr die Verteilung von Aufmerksamkeit und Energie ganz bewusst und nach deinen Wünschen zu gestalten. Work smarter, not harder!

Sieh nicht schwarz oder weiß: Manche rufen laut danach, dass es erlaubt sein sollte, sich auch mal gehen zu lassen – anderen streben nach konstanter Selbstoptimierung. Es gibt kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du den Weg findest, der sich für dich richtig und gut anfühlt.