Digital Life

Schöne neue digitale Welt

Smart TV, Smartphone, SmartHome – alles um uns herum, scheint smarter zu werden. Ob im persönlichen Alltag, am Arbeitsplatz bis hin zu offiziellen Behördenangelegenheiten: Die Digitalisierung in Deutschland schreitet voran. Viele Dinge werden uns dadurch erleichtert und einfacher zugänglich gemacht. Wer aber einmal seine Bildschirmzeit getrackt hat, weiß: Digital Devices können auch ganz schnell süchtig machen. Wie du dir die Vorteile der schönen neuen digitalen Welt zu Nutze machst und dennoch ab und zu abschaltest – wir zeigen es dir!

It would be ridiculous to ignore the speed and possibilities of the digital landscape.

Anna Wintour

Digitalisierung – Was ist das eigentlich?

Was bedeutet eigentlich „Digitalisierung“? Nun ja, vor rund 30 Jahren hätte sich dir diese Frage nicht nur nicht gestellt – du hättest auch die Antworten auf andere Fragen nicht mal eben so googlen können. Stattdessen hättest du dicke Lexika gewälzt, um deinen Wissensdurst zu stillen. Heute gelangst du mit minimalem Aufwand – ein Klick und Zack – auf eine frei zugänglich Enzyklopädie namens Wikipedia, die dir sagt: „Unter Digitalisierung versteht man die Umwandlung von analogen (…) Informationen/Prozessen in digitaltechnische Systeme.“ Klingt immer noch etwas schwammig oder? Lass es uns einmal auf die verschiedenen Bereiche unseres Lebens runterbrechen. Im Alltag ist es vor allem der Vernetzungs-Aspekt, der uns das Leben erleichtert oder für mehr Entertainment sorgt: Wenn du mit deinem Smartphone Licht und Temperatur im gesamten Hause regeln kannst – und das, ohne überhaupt physisch anwesend zu sein oder dein Kühlschrank eigenständig Milch über den Supermarkt-Lieferservice ordert– dann profitierst du von der digitalen Vernetzung verschiedener Devices. Und nicht nur die technischen Geräte kommunizieren miteinander, auch wir Menschen sind 24/7 miteinander in Kontakt: Über Instant Messaging und Social Media kommentieren, liken und sharen wir, was uns gerade bewegt.

Digitalize it!

Auch unsere Arbeitsplätze verändern sich: Mit einem funktionierenden Internet-Zugang können einige Berufsgruppen jederzeit und von überall auf der Welt ihrer Tätigkeit nachgehen. „Digital Nomads“, nennt man diese Weltenbummler, die oft kreativen digitalen Berufen wie Grafikdesigner oder Online Marketer zuzuordnen sind. Ganz entgegen der Befürchtung früherer Generationen, die Digitalisierung könne Arbeitsplätze vernichten, hat sie viele neue Berufe geschaffen hat: E-Com-Manager, Social-Media-Manager oder YouTuber – was heute auf (digitalen) Visitenkarten steht, war für unsere Eltern noch unvorstellbar. Längst gibt es auch Business-Modelle, die rein digital stattfinden: Online-Suchmaschinen, Social-Media-Plattformen oder Streamingdienste – sie alle bieten digitale Produkte an und verdienen oft nicht zuletzt auch an den Daten ihrer User.

Mehr Vernetzung = weniger Verbundenheit?

Die Digitalisierung hat Einfluss auf so ziemlich jeden Aspekt unseres Lebens. Während sie viele Prozesse erleichtert und Probleme löst, stellt sie uns gleichzeitig vor neue Herausforderungen: Wer „always on“ ist, kann nie wirklich abschalten. Studien belegen, dass viele Menschen sich von der täglichen Informationsflut überfordert fühlen. Immer und überall erreichbar sein – das kann Fluch und Segen sein: Im Homeoffice ist es schwerer, den Arbeitstag pünktlich zu beenden. Und wenn wir uns mal nicht so gut fühlen, fühlen wir uns nach ausgiebigem Scrollen auf Instagram, wo die Schönen und Reichen ihr perfektes Leben zur Schau stellen, meist noch ein bisschen schlechter. Sehr selten nehmen wir noch den Telefonhörer in die Hand – wozu gibt es schließlich Sprachnachrichten oder E-Mails? Von Letzterem landen dann gerne mal Hunderte in der Inbox, die es alle innerhalb von 24 Stunden zu beantworten gilt (so die inoffizielle Internet-Knigge). In Cafés beobachtet man häufig Cliquen, die allesamt mit dem Kopf über dem Smartphone gebeugt, schweigend nebeneinander am Tisch sitzen. Lieber die Community mit Updates versorgen, statt sich mit den Freunden vor Ort auszutauschen. Ganz unverständlich ist die Kritik mancher, dass uns die Dauer-Vernetzung am Ende mehr voneinander entfernen würde, also nicht. Aber ist das wirklich so?

Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt!

Wie mit so vielen Dingen im Leben lautet die Antwort: Jein. Die Digitalisierung, allen voran die massentaugliche, private Nutzung des Internets, hat unser Leben maßgeblich verändert und zu einer historischen Wende beigetragen. Die meisten von uns, wollen und können sich ein Leben ohne Wifi und smart Devices ohnehin nicht mehr vorstellen. Aber auch diejenigen, die sich manchmal in analogere Zeiten zurückwünschten: Am Ende ist es genau das, was DU draus machst! Du bestimmst selbst über deine Zeit und Aufmerksamkeit! Wieso solltest du die neu gewonnenen Freiheiten, die sich dir bieten nicht nutzen? Dazu musst du nicht gleich vollends zum digitalen Nomaden werden – orts-und zeitunabhängiges Arbeiten kann dir auch im gewöhnlichen Alltag enorme Vorteile verschaffen. Nehmen wir nur mal den Bereich Weiterbildung und Karriere: Ein Studium zum Beispiel– das erfordert viel Planung und Koordination. Nicht immer gibt es den Wunschstudiengang in der Nähe – ein Umzug des Studiums wegen ist also nicht unüblich. Der Digitalisierung sei Dank gibt es mittlerweile digitale Studiengänge (z. B. an der FOM), die du orts– und zeitlich ungebunden online absolvieren kannst – sogar flexibel neben dem Beruf. Vorlesungen, Literatur und alles, was du sonst noch brauchst, steht dir online zur Verfügung. Wieso also nicht mal am Strand für die Klausur lernen?! Schaffe dir genau das digitale Leben, das dir guttut!

Du kannst     
glücklich
   sein

#allessein

INSTAGRAM