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Job, Start-up, Studium: Kerstins Weg in die Selbstverwirklichung

Kerstin kommt aus einer klassischen Arbeiterfamilie. Sie soll die Realschule abschließen und danach eine Ausbildung beginnen – so lautet zumindest der Plan ihrer Eltern. Doch Kerstin sieht das anders. Sie macht ihr Abitur, studiert dual erst im Bachelor und dann auch noch berufsbegleitend im Master an der FOM Hochschule und gründet gemeinsam mit ihrem Partner ihr eigenes Start-up. Sie lebt den Inbegriff von Selbstverwirklichung, erschafft sich die Zukunft, die sie sich wünscht und wirkt dabei, wie die Ruhe selbst. Wie die 29-Jährige zu der Powerfrau wurde, die sie heute ist, verrät sie uns im Interview.

„Der Lebensweg muss nicht immer geradlinig sein. Es kann auch mal wild zu gehen und trotzdem zu etwas Gutem führen.“

Ihr sogenanntes „Karriere-Zickzack“, von dem Kerstin spricht, beginnt bereits in der Schulzeit. Statt nach dem Realschulabschluss direkt mit einer Ausbildung zu starten, entscheidet sie sich dafür, ihr Abitur zu machen. Erst danach tut sie ihren Eltern den Gefallen. Doch in Kerstin entsteht ein Gefühl, dass sie später einmal als inneren Widerstand bezeichnen würde. „Ich hatte das Gefühl, allen gerecht werden zu müssen“, erzählt sie uns. Sie will IHR Ding machen. Ermuntert durch ihre Geschwister, entscheidet sie sich dazu, ihr Wissen und ihre Karrierechancen in einem Dualen Studium an der FOM weiter auszubauen. „Die Kombination aus ‚Bürokauffrau lernen‘ und ‚Wirtschaftspsychologie studieren‘ hat mich sofort begeistert“, berichtet sie. „Nach dem Bachelor war es dann wieder meine Schwester, die mich ermutigt hat, auch noch einen Master zu machen“. Kerstin wählt dieses Mal einen neuen Schwerpunkt: „Business Consulting & Digital Management“. Eine gute Wahl, denn neben dem berufsbegleitenden Studium an der FOM arbeitet sie Vollzeit im Bereich IT und gründet ihr eigenes Unternehmen: Snackhelden.

„Ich mochte es immer schon, unterschiedliche Projekte gleichzeitig voranzutreiben – das habe ich jetzt für mich genutzt!“

„Bereits in der Schulzeit, aber auch später während des Studiums, hatte ich immer mindestens einen Job und alle Hände voll zu tun. Ein wirkliches Gefühl von Selbstverwirklichung und Freiheit habe ich jedoch erst mit der Gründung bekommen“, erzählt Kerstin. Seit zwei Monaten bringt ihr nebenberufliches Start-up „Snackhelden“ nachhaltige, soziale, leckere, gesunde Snacks auf den Markt.

Die Idee entstand gemeinsam mit ihrem Partner David. Als die beiden sich kennenlernten, hatten sie sich unabhängig voneinander bereits viel mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandergesetzt. Ein Grund dafür sind ihre Väter, die beide an einer Form von Diabetes erkrankt sind, der durch gesunde Ernährung hätte vorgebeugt werden können. Von Neugier getrieben, begann das Paar selbst herumzuexperimentieren und gesunde Snacks zu kreieren. „Die Herstellung war uns auf Dauer zu zeitintensiv, aber wirklich leckere Alternativen konnten wir im Supermarkt auch nicht finden. So war die Idee für Snackhelden geboren“.

„Es ist ein stetes Learning by doing”

Und wie sieht ein normaler Tag der Multi-Taskerin aus? „Ziemlich vollgestopft“, lacht Kerstin. „Normalerweise arbeite ich bis 17 Uhr für meinen Vollzeitjob bei einer IT-Firma. Hier schreibe ich Konzepte, telefoniere mit Kunden und koordiniere auch international sehr viel, weil unsere Entwickler in Griechenland sitzen. Hinterher arbeite ich dann noch einige Stunden für Snackhelden – sei es Buchhaltung, Logistik oder die Pflege unserer Social-Media-Plattformen. Und das Master-Studium erfordert natürlich auch Lernzeit, aber ich kann nur profitieren und vieles direkt anwenden und umsetzen.“ Kerstin und ihr Partner sind außerdem ein eingefleischtes Team: Er arbeitet viel für Snackhelden und bringt auch aus der Vergangenheit bereits unternehmerisches Know-how mit. „Wir ergänzen uns in den wichtigsten Punkten. Vieles, was er kann, kann ich nicht so gut und andersherum. Wir lernen voneinander und haben dabei viel Spaß. Es ist Learning by doing!“

Neben der Arbeit macht Kerstin viel Sport - von Yoga über Bouldern bis hin zu Kraftsport. „Jeden Morgen mache ich zumindest ein kleines Workout und meditiere, um achtsam in den Tag zu starten“, erzählt sie. Mit Freundinnen telefoniert sie regelmäßig. Für Treffen ist zwar weniger Zeit, dafür sind sie immer etwas ganz Besonderes. „Mein Leben kann mit Masterarbeit schreiben und zwei Jobs schon mal ziemlich stressig werden, aber ich lebe meinen Traum und es ist das, was für mich zählt.“

„Unser langfristiges Ziel? Den Snackmarkt revolutionieren!“

Für die Zukunft wünscht sich Kerstin vor allem eines: „Wir möchten die ungesunden Alternativen, die dick machen und Diabetes verursachen, durch leckere, gesunde Alternativen ersetzen“. Dafür soll sich auch die Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in fünf Jahren vervielfältigt haben. „Wir wollen ein mittelständisches Unternehmen werden. Von den Zutaten über die Verpackung bis hin zu der Unternehmensstruktur nachhaltig!“ Um das alles zu erreichen, setzt sich Kerstin jeden Tag ein kleines Tagesziel, das sie einen Schritt näher an ihre großen Ziele heranbringt. „Organisation ist da wirklich das A und O. Mir hilft es beispielsweise jeden Tag zwei Tabellen mit meinen To-dos zu machen – eine für das Berufliche und eine für das Private.“

Ihr Tipp, um das Beste aus sich rauszuholen? „Zur Ruhe kommen, die eigenen Gedanken sammeln und sich fragen: Was habe ich mir in den letzten Jahren eigentlich alles angeeignet? Was kann ich daraus für mich und meine Zukunft ableiten? Was wünsche ich mir? Und was ist gut für mich? Die Antworten auf diese Fragen führen einem vor Augen, wie viel man schon geschafft hat im Leben und wie viel unbewusstes Potential eigentlich in einem schlummert.“

Drei Fragen an Kerstin

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Mein Studium an der FOM sowie die Gremienarbeit. Da konnte ich in kurzer Zeit so viel bei lernen und tolle Persönlichkeiten kennenlernen.

2. Und was würdest du anders machen?

Mit dem Wissen von heute hätte ich schon viel früher ein Start-up gegründet, vielleicht wäre ich heute dann sogar schon beim zweiten oder sogar dritten. 😉

3. Was waren eure drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Lust, viele neue Inhalte zu lernen, die später nützlich sein könnten.
  • Arbeit und Studium gleichzeitig machen zu dürfen, das sehe ich als großes Privileg)
  • Geschwisterliebe.

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