Ja, Nein, Jein?

Wie du einfach gute Entscheidungen triffst

Die schwarzen Stiefel oder doch lieber Sneaker zu dem Outfit? Pizza oder Pasta zu Mittag? Aufs ruhige Land ziehen oder doch lieber in der Großstadt bleiben? Sich fürs Leben binden oder Single bleiben? Die berufliche Veränderung wagen oder doch lieber mit der Ist-Situation abfinden? Unser Leben steckt täglich voller kleiner und großer Entscheidungen – das bedeutet gleichzeitig Freiheit und Verantwortung. Wie du mit dieser Ambivalenz am besten umgehst und welche Tricks dir dabei helfen können die richtigen Entscheidungen zu treffen, erfährst du hier.

You can't make decisions based on fear and the possibility of what might happen.

Michelle Obama

Lächelnde Frau in Keramikwerkstatt

Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft. Egal ob wir das passende Waschmittel suchen, den geeigneten Studiengang oder den richtigen Partner – immer stehen wir vor einer schier endlos scheinenden Flut an Möglichkeiten. Wir können frei entscheiden wie wir leben möchten, wo und mit wem. Was sich im ersten Moment toll anhört, kann manchmal auch ziemlich anstrengend sein. Denn mit jeder Entscheidung FÜR etwas, entscheiden wir uns gleichzeitig GEGEN alle anderen Optionen. Forscher haben herausgefunden, dass uns eine größere Auswahl daher nicht unbedingt etwa glücklicher macht, sondern auch schnell überfordern kann.

 

Herz über Kopf?

Es gibt Entscheidungen, die sind schnell getroffen. Ein Jobangebot in deiner Traumfirma, mit netten Kollegen und einem bombastischen Jahresgehalt, wirst du höchstwahrscheinlich einem Angebot in einer mittelmäßigen Firma, mit unsympathischen Kollegen und Mindestlohn vorziehen. Problematisch wird es erst, wenn die Dinge komplexer werden und du nicht mehr so einfach eine Option gegen die andere gegeneinander abwägen kannst. Wenn es zu unübersichtlich wird, schwören viele aufs Bauchgefühl. Was sich richtig anfühlt, kann nicht falsch sein, oder? Tatsächlich werden wir bei unseren Entscheidungen von vielen Faktoren beeinflusst – angefangen bei unserer Stimmung in diesem einen Moment; über die Werte und Normen, die uns von der eigenen Familie und der Gesellschaft vermittelt wurden und wenn es um Kaufentscheidungen geht - nicht zuletzt auch durch Tricks raffinierter Marketingexperten. Unsere Intuition oder Unterbewusstsein ist maßgeblich geprägt von bisherigen, individuellen Lebenserfahrungen. Sind wir mit einer Situation konfrontiert, die so noch nie dagewesen ist, haben wir folglich auch nicht die passenden Ressourcen und unser Bauchgefühl kann uns leicht in die Irre führen. Sind also rationale Pro und Contra-Listen der Weg zum Ziel? Auch das wäre zu kurzgefasst. Unsere Welt ist zu komplex, als dass wir sie faktisch abbilden könnten, geschweige denn verlässlich vorhersagen, was in einigen Jahren passieren wird. Entscheidungen treffen erfordert daher auch immer eine gesunde Portion Mut und die Zuversicht, dass Fehler menschlich sind und nicht gleich den Weltuntergang bedeuten. Gerade die „Verkopften“ unter uns sind besonders entscheidungsunfreudig, weil sie Fehler um jeden Preis vermeiden wollen. Selbst nachdem eine Entscheidung getroffen wurde, hadern sie häufig noch damit.

Doch wie trifft man denn nun gute Entscheidungen? Psychologen raten daher dazu, wichtige Entscheidung weder rein intuitiv noch zu verkopft zu treffen. Die Kunst liegt darin beides miteinander zu kombinieren. Eine kluge Entscheidung triffst du demnach immer dann, wenn sowohl Verstand als auch Emotionen berücksichtigt werden. Klingt kompliziert, kann man aber mit ein paar einfachen Übungen trainieren.

1. Wie würdest du dich fühlen, wenn...

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst, kann es helfen sich alle möglichen Handlungsalternativen vorzustellen. Wie würden die Konsequenzen deiner Entscheidung aussehen? Und noch viel wichtiger: Wie würdest du dich dabei fühlen? Nehmen wir an, du fragst dich wie es wäre, wenn du deinen Job aufgibst, um wieder zurück an die Uni zu gehen. Was löst die Vorstellung in dir aus, wieder Student zu sein? Wie würde es dir in einigen Jahren gehen, mit Uni-Abschluss in der Tasche? Welchen Job hättest du dann und wie fühlst du dich dabei? Bewusst wahrzunehmen wie man sich in den verschiedenen Szenarien fühlen würde, ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur Entscheidungsfindung. Ziel dieser Vorgehensweise ist, am Ende eine Option zu wählen, die sowohl von Verstand als auch Bauchgefühl für gut befunden wurden.

2. Nur Mut!

Wie wir bereits gehört haben, ist das Bauchgefühl alleine kein guter Ratgeber, weil es nur auf deine persönlichen Erfahrungen zurückgreifen kann. Die Psyche zieht Alt-Bekanntes dem Neuen, Unbekannten vor. Das sorgt für Sicherheit – aber schnell auch für Stillstand. Willst du dich entwickeln, musst du wohl oder übel kalkulierte Risiken eingehen und deine Komfortzone verlassen. Zum Beispiel indem du dich für das Studium bewirbst, dem du dich eigentlich noch nicht gewachsen fühlst. Entscheidungsfreudigkeit kann man so trainieren, indem man öfters auch mal Dinge wagt, die ein Kribbeln in der Magengegend verursachen - einerseits aus Angst – andererseits aus Vorfreude.

3. Daily Choices

Entscheidungen zu treffen kann man auch wunderbar mit den kleinen Dingen des Alltags üben. Verliere keine unnötige Zeit bei der Menüauswahl im Restaurant, sondern nimm das, was dich sofort anspricht. Speichere nicht 1 Mio. Fotos mit dem gleichen Motiv auf deinem Smartphone, sondern wähle zwei bis drei besonders schöne Bilder aus und lösche den Rest. Auch beim Netflix-Abend macht es ein stundenlanges Zappen durch das schier unendliche Angebot an Serien und Filmen nicht besser. Du sparst dir nicht nur Nerven, sondern kostbare Lebenszeit, indem du dich in solchen Situationen schnell entscheidest. Gleichzeitig lernst du, dass die Welt bei einer weniger guten Entscheidung nicht untergeht. Und diese Einstellung wirkt sich auch auf schwierigere Situationen aus.

Eine wichtige und sehr erleichternde Erkenntnis zum Abschluss: Die perfekte Entscheidung gibt es nicht! Du kannst immer nur so handeln, wie dein aktueller Wissens- und Gefühlszustand dich in der aktuellen Situation nach bestem Gewissen entscheiden lässt.

Du kannst dich nicht entscheiden – nochmal studieren oder Geld verdienen? Mit der FOM brauchst du dich nicht entscheiden: Dank dem berufsbegleitenden Studienangebot mit flexiblen Zeitmodellen kannst du beides! Also zögere nicht lange – mach es einfach!

 

 

 

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