Just go for it!

Der perfekte Moment ist JETZT

Mit dem Rauchen aufhören. Ein Buch schreiben. Ein Studium erfolgreich abschließen. Sich selbständig machen. Einen Marathon laufen. Wir alle haben Wünsche oder Ziele im Leben, die wir gerne verwirklichen würden. Sie begleiten uns unterbewusst und oft trösten wir uns selbst mit dem Gedanken, dass wir sie eines Tages umsetzen werden. Wir warten auf den perfekten Moment – auf den idealen Zeitpunkt, an dem einfach alles passt. Und nicht nur die großen Dinge des Lebens schieben wir vor uns her – auch alltägliche Aufgaben, die ungeliebt, aber notwendig sind, lassen wir gerne mal liegen, bis sie uns einholen und wir uns fragen, wieso wir eigentlich nicht früher damit angefangen haben. Warte nicht auf den Moment, in dem du bereust, was du nicht getan hast. Werde aktiv und mach es einfach!

The secret of getting ahead is getting startet.
Mark Twain

WER DIE WAHL HAT, HAT DIE QUAL!

Wieso fällt es uns oft so schwer, Dinge durchzuziehen, anzufangen, einfach zu machen? Eine Vielzahl von Faktoren ist dafür verantwortlich. Handelt es sich um die kleineren Tätigkeiten des Alltags wie Abwasch erledigen oder Müll runterbringen, vermeiden wir diese gerne, weil wir sie als unangenehm oder nervig empfinden. Die größeren Aufgaben und Entscheidungen des Lebens schieben wir oft vor uns her, wenn sie uns als nicht greifbar erscheinen oder wir uns ihnen nicht gewachsen fühlen. Entscheidungen treffen und neue Dinge ausprobieren kostet Energie. Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft: Noch nie hatten wir so viele Möglichkeiten wie heute. Noch nie waren wir mit so vielen Entscheidungen konfrontiert. Von banalen Alltagsfragen wie, welche der 20 Müslisorten im Supermarktregal ich kaufen soll oder welches Shirt ich am besten zu der blauen Hose trage, bis hin Entscheidungen, die womöglich nachhaltige Effekte auf unser Leben haben werden: Wie möchte ich meinen Lebensunterhalt bestreiten? In welchem Land möchte ich leben?  Was möchte ich beruflich machen?

Es ist gar nicht so einfach, eine Antwort darauf zu finden. Vor allem dann nicht, wenn man der Generation der Millenials angehört (nicht umsonst auch „Generation Y“ – englisch ausgesprochen „Why“) angehört. Als Digital Native hinterfragen wir einfach alles und überprüfen es auf seine Sinnhaftigkeit. Aufgewachsen in politisch stabilen Verhältnissen und materieller Sicherheit, können wir uns den Luxus leisten, uns über Selbstverwirklichung Gedanken zu machen. Und das tun wir – und zwar ausgiebig. Revolutionäre Erfindungen wie das Internet oder Smartphones haben unseren Alltag und unser Denken maßgeblich beeinflusst. Alles ist verfügbar – jederzeit, überall. Wir haben alle Freiheiten und tun – NICHTS. Erschlagen von den unzählbaren Optionen, Eindrücken und Ratschlägen, die täglich auf uns einprasseln (Ernähre dich gesund! Lebe achtsam! Handle ökologisch nachhaltig! Wenn’s geht, bitte vegan!) verfallen wir in eine Art Schockstarre. Wir möchten uns nicht festlegen, nichts entscheiden. Wir wollen bloß keinen Fehler machen – nichts, was man nicht wieder rückgängig machen kann, außer das geometrische Hipster-Tattoo auf dem Unterarm natürlich.

RAUS AUS DER KOMFORTZONE!

Aber auch unabhängig von der Zeit, in der wir geboren wurden, gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Um unsere Energiereserven zu schonen, neigen wir daher zu Altbekanntem. Wir nehmen den Weg zur Hochschule, den wir schon seit dem ersten Semester nehmen. Beim Italiener bestellen wir immer Spaghetti Bolognese, weil wir sicher sind, dass die uns schmecken. Routinen sparen Zeit und Energie. Du musst keine verschiedenen Optionen gegeneinander abwägen. Eigentlich gar keine schlechte Strategie also. Schwierig wird es jedoch, wenn die bestehenden Routinen uns davon abhalten, Neues auszuprobieren. Verharren wir in den ewig gleichen Verhaltensmustern, hören wir auf, uns weiterzuentwickeln. Die größten Schätze liegen bekanntlich außerhalb unserer Komfortzone.

Aber wie überwindet man seine eigene Bequemlichkeit? Einfach machen! Wir verraten dir ein paar Wege aus der Komfortzone und geben dir hilfreiche Tipps, wie du berufliche und private Projekte aktiv angehst.

1. LEG SOFORT LOS

Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt, um mit etwas zu starten – der perfekte Moment ist JETZT. Hör mit dem Rauchen auf, schreib ein Buch oder beginne ein Studium, zum Beispiel an der FOM Hochschule. Die 72-Stunden Regel besagt, dass so gut wie alles, was nicht innerhalb der ersten drei Tage angegangen wird, kaum eine Chance in der Umsetzung hat. Die Devise lautet also: Einfach machen!

2. BEOBACHTE DICH SELBST

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewohnheiten laufen meist unbewusst und automatisch ab. Beginne daher damit, dir dein eigenes Verhalten bewusst zu machen und frage dich, was und wieso genau du eine bestimmte Tätigkeit ungern machst. Das kann schon dabei helfen, die unangenehmen Gefühle, die mit bestimmten Tätigkeiten verbunden sind, zu relativieren.

3. PLANE DEINE AUFGABEN

Ob es sich um die kleinen oder großen Vorhaben des Lebens handelt: Mit Planung geht alles leichter. Klassische To-Do-Listen helfen dir, alltägliche Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren. Bei größeren Projekten hadern wir allzu oft, weil wir nicht wissen wo wir überhaupt anfangen sollen. Auch hierfür gibt es einen Trick: Zerlege das Projekt in kleinere Teilaufgaben. Möchtest du dich selbständig machen, zählen zu deinen Teilaufgaben die Erstellung eines Businessplans, das Anmelden einer Marke oder das Abschließen von Versicherungen.

4. WERDE KONKRET

Zum konkreten Planen gehört ein festes Timing und ein geschätzter Zeitaufwand. Notiere dir also, wann genau du ein bestimmtes To-Do erledigen wirst und wie lange du dafür brauchst. Die Faustregel lautet: Immer doppelt so viel Zeit einplanen, wie du den Aufwand schätzt. Einzelne Aufgaben zu priorisieren und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, hilft dir ebenfalls dabei, dich besser zu strukturieren. So wird der anfangs noch recht schwammige Berg aus Aufgaben kleiner und greifbarer.

5. BELOHNE DICH SELBST

Bei all der Selbstdisziplin darf die Belohnung nicht vergessen werden. Sich selbst auch mal zwischendurch für getane Arbeit auf die Schulter zu klopfen ist wichtig, um motiviert zu bleiben. Gönn dir Auszeiten, entspannte Abende mit Freunden oder ein Gläschen Rotwein zum leckeren Essen.