Keep Calm

Tipps für mehr Gelassenheit im Alltag

„In der Ruhe liegt die Kraft“ besagt ein weises Sprichwort. „Leichter gesagt als getan!“ wirst du dir jetzt sicherlich denken. Wenn Stress und Hektik des Alltags auf uns einprasseln und wir einfach nicht wissen, wo uns der Kopf steht, fällt es schwer, ruhig zu bleiben. Dabei sind wir oftmals selbst diejenigen, die uns Druck machen – im Extremfall bis hin zu Gesundheitsrisikos wie Burn-Out. Manche Situationen im Leben lassen sich nicht ändern – was du jedoch ändern kannst, ist dein Blickwinkel darauf. Wir verraten dir, wie das geht.

Du kannst die Wellen nicht anhalten, aber du kannst lernen, auf ihnen zu reiten.

Joseph Goldstein

Mann trinkt Kaffee

Vorlesungen besuchen, daneben ein wichtiges Projekt auf der Arbeit wuppen, den Kindergeburtstag der kleinen Tochter organisieren und ganz nebenbei noch den Haushalt im Griff haben und für eine interessante, Social Media-taugliche Freizeitgestaltung sorgen. Aber am aller wichtigsten: Dabei bitte nicht gestresst sein! Die Anforderungen an uns sind hoch. Obwohl sich unsere Lebensbedingungen in den letzten Jahren signifikant verbessert haben, nehmen psychische Erkrankungen aufgrund von Überforderung zu. Umso wichtiger wird es, auf sich selbst zu achten, Warnsignale des Körpers zu erkennen und bewusst gegenzusteuern. Wenn du beispielsweise kurz vor dem Ausrasten bist, weil dir der Toyota gerade eben die Parklücke weggeschnappt hat – und dass, obwohl du doch ohnehin schon so spät dran bist – dann ist das ein solches Signal. Gelassenheit kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Indem du die Dinge gelassener siehst und angehst, gibst du ihnen weniger Raum, sodass sie sich gar nicht erst zu einem bedrohlichen Berg auftürmen können.

Bye bye Perfektionismus

Häufig kommt der Druck, der uns dazu bringt, 150 % zu geben, nicht von außen, sondern von uns selbst. Hinterfrage daher zuerst deine eigenen Ansprüche. Ist es wirklich notwendig, dass du viermal die Woche nach der Arbeit ins Fitnessstudio gehst? Muss der Geburtstagskuchen wirklich eine dreistöckige Schichttorte sein oder reicht vielleicht auch eine Backmischung? Macht es wirklich einen entscheidenden Unterschied, die Bachelor-Thesis zum fünften Mal Korrektur zu lesen? Indem du dich darauf fokussierst, was wirklich wichtig ist, relativieren sich sogleich deine Aufgaben. Gut ist gut genug!

Achtsamkeit

Bestimmt hast du schon von dem Begriff der Achtsamkeit gehört. Als Gegenbewegung zu unserer dauergestressten Gesellschaft sprießen Achtsamkeitskurse, - Bücher und Meditations-Apps nur so aus dem Boden. Tatsächlich kann ein achtsamer Umgang mit dir selbst zu mehr Gelassenheit beitragen. Der Grundgedanke von Achtsamkeit ist schnell erklärt: Alles was du tust, solltest du bewusst und mit all deinen Sinnen tun. Das Tolle dabei: So kannst du weder an Vergangenes denken („Der Blödmann hat mir doch tatsächlich eben den Parkplatz weggeschnappt“) noch an Zukünftiges („Ohjee, wie soll ich die tausend Termine nächste Woche nur schaffen“). Du bist ganz im Moment und akzeptierst ihn wertfrei als das, was er ist – nämlich vollkommen in Ordnung.

Loslassen

Gelassenheit kommt von Lassen, Loslassen. Wir alle sind manchmal von Situationen im Leben betroffen, die wir uns so niemals herbeigewünscht hätten. So schwer es uns fällt, diese hinzunehmen: Manches liegt nicht in unserer Hand. Indem wir uns auf etwas festfahren, das uns wiederfahren ist, verstärken wir die negativen Gefühle nur noch mehr, drehen uns im Kreis und kommen aus dem Grübeln und den schlechten Gedanken nicht mehr raus. Hier liegt der Schlüssel in der Akzeptanz. Indem du eine Situation akzeptierst, befreist du dich aus der Negativspirale und kannst mit der Zeit wieder nach vorne blicken.

Schreiben

Wenn dir gerade mal wieder alles zu viel ist und du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, dann ist es wichtig, Abstand von der Sache zu bekommen. Gerade wenn du noch zu aufgeregt bist, um eine ruhige Meditationssession hinzulegen, kann das Schreiben eine wunderbare Methode sein, dich von deinen Problemen zu lösen. Alles, was dir im Kopf herumspukt, alles worüber du dich gerade aufregst – lass es einfach raus und auf‘s Papier damit! Alles was du aufschreibst, brauchst du nicht mehr im Kopf zu behalten. Der Prozess des Schreibens hilft dir dabei, deine Gedanken zu sortieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, eine andere Richtung einzuschlagen. Vieles wird dir danach womöglich nur noch halb so schlimm erscheinen. Formalitäten sind dabei übrigens vollkommen egal und ein einfaches liniertes Heft reicht aus. Je schöner das Notizbuch, desto größer die Hürde es zu nutzen.

Atmen

Atmen soll dir dabei helfen, gelassener zu werden? Atmen wir nicht ohnehin die ganze Zeit? Natürlich tun wir das. Wenn wir angespannt sind, reagiert unser Körper sofort darauf, indem unsere Atmung flach und hektisch wird. Und das funktioniert auch andersherum. Indem wir bewusst tief ein- und ausatmen, können wir unserem Körper Ruhe signalisieren – und er entspannt sich sofort. Glaubst du nicht? Probier‘ es aus!

Du kannst     
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