Krisen als Chance

Wie wir in diesen schwierigen Zeiten zu uns selbst finden können

Die Zeit, die wir aktuell durchleben, wird in die Geschichtsbücher eingehen. Wie die Geschichte aber ausgehen wird, ist dabei noch vollkommen offen. Klingt bedrohlich und hoffnungsvoll zugleich? Ist es auch! Denn Krisen sind immer ein Risiko, aber auch eine Chance. Wie Licht und Schatten – das eine geht nicht ohne das andere. Auch wenn gerade keine globale Pandemie ausgebrochen ist, geraten wir alle immer mal wieder in schwierige Situationen, die unser Leben komplett auf den Kopf stellen. Oft sind es genau diese Momente, die wir brauchen, um zu erkennen, was uns wirklich wichtig ist – was wir WIRKLICH wollen im Leben. Es gibt Dinge, die kannst du nicht ändern – du kannst aber immer das Beste daraus machen! Wie du das Beste aus der aktuellen Krise macht, verraten wir dir hier.

Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.

Max Frisch

Das Wort „Krise“ stammt ursprünglich aus dem Griechischen und meint so viel wie Beurteilung oder Entscheidung. Erst später wird damit eine schwierige Lage oder eine kritische Situation bezeichnet. Ob eine Finanzkrise, eine Wirtschaftskrise oder eine Pandemie: In Krisenzeiten fühlen wir uns oft hilflos und überfordert. Sie werfen uns meist komplett aus der Bahn und geben uns ein Gefühl von Kontrollverlust. Diese Unsicherheit macht erstmal Angst. Womöglich müssen wir mit Gewohnheiten und alt-vertrauten Verhaltensmustern brechen. Krisen bedeuten vor allem Veränderung. Die Perspektive, die wir dabei selbst einnehmen ist entscheidend, wenn es darum geht, ob es eine Veränderung zum Positiven oder Negativen ist.

Eine Frage der Perspektive

Hast du schon mal von Resilienz gehört? Damit bezeichnet man die Fähigkeit, in Krisen oder bei Rückschlägen nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern immer auch die Chance für etwas Neues zu erkennen. Resiliente Menschen haben also eine ausgeprägte Widerstandskraft gegenüber schwierigen Lebenssituationen, indem sie diese akzeptieren und ihnen optimistisch entgegentreten. Das kannst auch du! Die ganze Welt steht gerade still – welchen besseren Zeitpunkt für einen Neuanfang kann es geben? Trotz all dem Negativen, das uns durch diese Krise begleitet: Die Zeichen positiver Veränderungen sind da. Nutze sie!

1. Focus on you!

Der Ausbruch des Corona-Virus hat für eine Zwangsentschleunigung gesorgt. Wir verbringen mehr Zeit Zuhause, mit dem Partner und der Familie. Plötzlich ist man nicht mehr „zu busy“ für den Spiele-Abend. Traditionelle Hobbys, wie Brot backen, im Garten werkeln oder endlich mal wieder ein Buch lesen, sind plötzlich ganz hoch im Kurs. Spazierengehen wird zur ultimativen Freizeitaktivität erkoren und Yoga sowie Meditation sind massentauglich und keine esoterische Nischen-Beschäftigungen mehr. Und wer einen Hund hat, freut sich fast mehr über den Ausgang als der vierbeinige Freund selbst. Wir alle scheinen uns auf das Wesentliche zurückzubesinnen. Jetzt, wo das „Draußen“ nicht mehr so laut schreit, ist der perfekte Moment dem „Innen“ etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist deine Chance, das Hamsterrad für einen Moment hinter dir zu lassen, tief durchzuatmen und in dich hineinzuhorchen. Was willst du wirklich?

2. New Work – schon jetzt

Es ist noch nicht lange her, da klang Homeoffice in Deutschland nach etwas völlig Utopischem. Etwas, in dessen Genuss allenfalls die Mitarbeiter von Google und Co. kamen. Ein flächendeckender Umstieg auf diese moderne und familienfreundliche Art des Arbeitens: Undenkbar! Zu groß die Angst des Kontrollverlusts, zu groß die Sorge, ob die Technik mitspielt. Seit Corona ist Homeoffice für Viele zum neuen Alltag geworden. Die unvorhersehbare Notsituation hat auch in unserem Berufsleben einiges durcheinandergebracht. Aber ebenso hat es den Weg für Veränderungen geebnet, die sich die meisten Arbeitnehmer schon viel früher gewünscht hätten. Neben der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat das Arbeiten von Zuhause noch einen weiteren Vorteil: Die ungeliebte Pendelei wird überflüssig –Geschäftsreisen können problemlos auf ein Minimum reduziert werden: Videokonferenzen helfen uns nicht nur, den Kontakt zu unseren Freunden und Familie, sondern auch mit unseren Business Partnern zu halten. Viele Unternehmen berichten, dass die Zusammenarbeit in den Teams viel effektiver geworden sei. Meetings finden nur dann statt, wenn es auch wirklich sein muss und die Teilnehmer verhalten sich rücksichtsvoller – lassen den anderen ausreden und reißen nicht einfach das Wort an sich. Eins ist sicher: Bei all den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Krise doch für einige, längst überfällige Veränderungen in unserer Arbeitswelt gesorgt. Von der neu gewonnenen Flexibilität kannst du heute schon profitieren. Denn wenn du deinen Tag selbst strukturierst, finden plötzlich auch andere Aktivitäten Platz, die dir am Herzen liegen. Das kann die Quality-Time mit der Familie sein – das kann aber auch deine persönliche Weiterbildung sein. An der FOM kannst du berufsbegleitend in flexiblen Zeitmodellen aus einer Vielzahl an Studiengängen wählen. Wie gehst du aus dieser Krise? Vielleicht ja als MBA?

3. Neue Routinen

Statt die neue gewonnene Zeit auf der Couch mit dem nächsten Serienmarathon auf Netflix zu verbringen, kannst du sie bewusst nutzen. Hinterfrage deine Alltags-Routinen und eigne dir neue Skills an. Die 30 Minuten, die du sonst für den Weg zur Arbeit brauchst, kannst du z. B. zur Yoga-Session umfunktionieren. Das Internet bietet dir ein schier unendliches Angebot an kostenlosen Home-Work-Outs, das nur darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Du kannst jetzt wunderbar neue Hobbys und Routinen entwickeln, die du auch nach Krise gerne weiterführst. Dabei geht es nicht um übertriebene Selbstoptimierung, sondern darum, herauszufinden, was dir Spaß macht und was dein Leben auch nach Corona bereichern kann.

Was uns diese Krise jetzt schon gelehrt hat: Veränderungen sind nicht nur möglich, sondern sogar notwendig im Leben. Manchmal brauchen wir einen starken Anreiz von außen, der uns wachrüttelt und uns dabei hilft, unsere Prioritäten neu zu sortieren. Jede Herausforderung, so unüberwindbar sie im ersten Moment scheinen mag, hat die Kraft, etwas loszutreten, das dich zu nie geglaubten Höchstleistungen führt. Welche Veränderung braucht dein Leben gerade? Ist es der Sport, der Hochschulabschluss, das eigene Business oder sogar alles drei?  Höre in dich hinein und werde aktiv!

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