„Am Ende ist man schon ein bisschen stolz auf sich selbst“

Michelles Mut zu neuen Perspektiven zahlt sich aus

Seit einem Jahr arbeitet Michelle nun schon in der IT. Dass sie einmal in diesem Bereich landen würde, hätte sie wohl selbst nie gedacht. Denn: Gelernt hat sie etwas ganz anderes. Mit einer Portion Mut, viel Neugierde, Selbstmanagement und dem Ziel, sich selbst weiterzuentwickeln, hat die gelernte Kauffrau für Büromanagement ihn jedoch geschafft - den Perspektivwechsel!

Dass die berufliche Laufbahn nicht immer in Stein gemeißelt sein muss und auch so manche unvorhergesehene Wendung nehmen kann, das weiß Michelle. Ihr Weg ist alles andere als Standard. Mit 16 Jahren fängt die Realschülerin ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Bischöflichen Hilfswerk Misereor e.V. in Aachen an. Drei Jahre später hat sie die Ausbildung und das Abitur in der Tasche, einen neuen Job als Sachbearbeiterin in der Anwender- und Systembetreuung und beginnt das Studium in Marketing und Digitale Medien an der FOM. Doch wie kommt es zu diesem beruflichen und akademischen Umschwung?

 „Im Vergleich zu ihnen war ich ein kompletter Newcomer“

Für Michelle stand von Anfang an fest: sie will nach der Ausbildung in ihrem Unternehmen bleiben! „Als nach Abschluss meiner Ausbildung die neue Stelle im IT geschaffen wurde, musste ich nicht lange überlegen“, so Michelle. Auch wenn sie eigentlich nicht vorhatte den Bereich zu wechseln, ergreift sie kurzerhand die Initiative, bewirbt sich und bekommt den Job. „Dass ich einmal hier landen würde, hätte ich niemals gedacht, weil ich ja eigentlich nicht viel Ahnung von IT Themen hatte und während der Ausbildung nur einen Monat in die Abteilung reingeschnuppert habe“. Trotzdem wagt sie den Sprung und tritt die Stelle an. „Am Anfang war ich schon sehr unsicher, ob das was wird, und habe mich mit meinen Kollegen verglichen, die entweder schon jahrelang Berufserfahrung in dem Bereich hatten oder eine Ausbildung oder sogar ein Studium im IT-Bereich absolviert haben.“ Im Vergleich zu ihnen war ich ja ein kompletter Newcomer“, erinnert sich Michelle. Heute fühlt sie sich jedoch sehr wohl mit ihrer Entscheidung. Schnell hat sie gemerkt, dass sich auch ihre Kollegen in einem stetigen Lernprozess befinden und nicht immer direkt auf alles eine Antwort parat haben. Stößt man auf Probleme, wird sich gegenseitig geholfen oder gemeinsam recherchiert. Außerdem hat sie erkannt, wo ihre Stärken liegen und was ihr besonders viel Freude bereitet und diese Aufgaben zu ihrem Spezialgebiet gemacht. „Am Ende des Tages ist man dann schon stolz auf sich, wenn man merkt, dass man einen neuen Bereich, vor dem man zuerst ordentlich Respekt oder sogar Angst hatte, gemeistert hat und etwas gelernt hat, das man sich früher gar nicht so zugetraut hätte“, bemerkt Michelle schmunzelnd.

 „Dann war klar, dass ich an die FOM gehe!“

Und wie kam es zu der Entscheidung, nach der Ausbildung dann doch noch ein Studium zu beginnen? „Ich habe einfach gemerkt, dass man mit einem Studium noch einmal mehr erreichen kann als mit einer Ausbildung und es daher schon noch sinnvoll wäre zu studieren. Auch mein Ausbilder, mit dem ich mich beraten und Rücksprache gehalten habe, hat mich darin bestärkt diesen Schritt zu gehen, um mich bestmöglich weiterzuentwickeln.“, erzählt Michelle. Das Berufsleben wollte sie dennoch nicht missen, weshalb für die frisch Ausgebildete nur noch ein berufsbegleitendes Studium zur Debatte stand - „Dann war klar, dass ich an die FOM gehe!“. Ihr Studiengang „Marketing und Digitale Medien“ ermöglicht es ihr nicht nur Marketing-Kenntnisse aufzubauen, sondern auch ihr theoretisches Wissen im Bereich IT zu festigen. Ihr Unternehmen unterstützt sie dabei sowohl durch beratende Gespräche als auch durch Bildungsurlaub im Jahr.

 „Keine Panik bekommen und die Sache ruhig angehen. Andere haben es ja auch gemeistert!“

Damit das Studium, neben Job und Privatleben, nicht auf der Strecke bleibt, ist für Michelle besonders eines wichtig – Zeitmanagement. „Besonders wichtig ist es, sich die Zeit zu nehmen, sich auf Vorlesungen vorzubereiten und sie, momentan natürlich online, zu besuchen. Dann ist es auch gar nicht so schwierig, wie man am Anfang vielleicht denkt“, rät sie. Und wenn man dennoch den Durchblick verlieren sollte – „Keine Panik bekommen und die Sache ruhig angehen. Andere haben es ja auch gemeistert!“.

Mit offenem Blick in die Zukunft

Mit dieser positiven Einstellung blickt Michelle auch auf ihre Zukunft. Was genau auf sie zukommt, weiß sie noch nicht. Fest steht, sie hat Spaß am Lernen und daran, sich bestmöglich persönlich weiterzuentwickeln. „Ich könnte mir vorstellen im Veranstaltungsbereich zu arbeiten. Auch Presse- oder Marketingarbeit finde ich aber super interessant“. Egal welche berufliche Perspektive sie einnehmen will: Wir sind uns sicher – mit so viel Engagement und Mut, kann es nur gut werden.

Drei Fragen an Michelle

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich glaube ich würde gar nichts ändern. Klar, ich vergleiche mich schon mit Freunden, die den „normalen“ Weg mit einem „normalen“ Abitur und Studium gegangen sind. Ich komme aber meistens zu dem Schluss, dass die vielleicht mehr Freizeit und Studentenleben haben, aber nicht die Erfahrungen und die finanziellen Mittel, die ich schon habe. Es hat halt beides seine Vor- und Nachteile.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Für mich war es bisher der perfekte Weg. - Ich würde alles genauso wieder machen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Präsenzlehre – Ich finde es schön, sich mit den anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen austauschen zu können und den persönlichen Kontakt zu den Professorinnen und Professoren zu haben

Die Personen an der FOM. Man merkt immer wieder, dass die Studentinnen und Studenten das Studium sehr ernst nehmen und wissen, wo sie hinwollen und wofür sie es tun. Das wirkt sich dann auch positiv auf unsere Professorinnen und Professoren aus, die die Vorlesungen sehr anschaulich und praxisorientiert gestalten.

Die gute Vereinbarkeit von meinem Studium und dem Beruf durch Vorlesungen die am Abend oder am Wochenende stattfinden.

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