Mirror mirror on the wall

Wie dein Selbstbild deinen Erfolg beeinflusst

Wir alle kennen sie – diese besonderen Menschen, die schon beim Betreten eines Raumes für Aufsehen sorgen. Menschen, die neue Situationen und Herausforderungen mühelos zu meistern scheinen – die sich nie aus der Ruhe bringen lassen und für die Selbstzweifel ein Fremdwort sind. Tatsächlich belegen Studien, dass erfolgreiche Menschen dazu neigen, sich leicht selbst zu überschätzen. Sie trauen sich mehr zu und kommen so schneller ins Handeln, wo andere noch grübeln. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Wir verraten dir, wie du mit einfachen Übungen dein Selbstbild aktiv positiv gestaltest.

Whether you think you can, or you think you can't - you're right.

Henry Ford

Lachende Frau
Selbstbild vs. Fremdbild

In der Psychologie unterscheidet man zwischen dem Selbst- und Fremdbild. Selbstbild ist, wie der Name bereits sagt, die Vorstellung, die wir von uns selbst haben. Diese Vorstellung ist nicht in Stein gemeißelt, sondern unterliegt Schwankungen – je nachdem wie wir uns gerade fühlen oder welche Erfahrungen wir gemacht haben. Das Fremdbild ist das Bild, das andere von uns haben – wie wir von außen wahrgenommen werden. Selbstbild und Fremdbild hängen eng zusammen – sie beeinflussen sich gegenseitig. Jemand, der von seiner Umgebung viel positives Feedback erfährt, verändert meist auch seine eigene Meinung über sich. Umgekehrt strahlen Menschen mit einem positiven Selbstbild eine solche Selbstsicherheit aus, das andere sich leicht davon mitreißen lassen. Daneben gibt es auch noch das Idealbild – also die Vorstellung wie wir gerne sein würden. Im besten Fall stimmen alle drei Bilder miteinander überein – dann fühlen wir uns buchstäblich „im Einklang mit uns selbst“ und können uns authentisch verhalten. Das Fatale dabei: Da wir stets um Kohärenz bemüht sind – also darum, dass Selbst- und Fremdbild zusammenpassen, ergeben sich oft selbsterfüllende Prophezeiungen. Verfügt jemand beispielsweise nur über ein geringes Selbstwertgefühl, arbeitet er unterbewusst nicht etwa an seinem Erfolg, sondern neigt dazu, sich selbst zu sabotieren. Da er sich selbst als Versager wahrnimmt, fühlt sich dieses Verhalten richtig für ihn an.

Selbstbild und Erfolg

Dem gegenüber stehen die Sonnenkinder dieser Welt - Menschen, von denen wir uns schnell begeistern lassen, da sie den Anschein erwecken, die Dinge im Griff zu haben – ob das nun stimmt oder nicht. Solche Gewinnertypen schneiden besser ab in Job-Interviews, Verkaufsgesprächen oder Gehaltsverhandlungen. Wirklich überzeugt sind wir allerdings erst dann, wenn wir spüren, dass unser Gegenüber auch selbst von sich überzeugt ist und daran glaubt, was er uns erzählt. Wovon hängt das ab? Unsere Einstellung und unterbewussten Überzeugungen prägen in hohem Maße wie wir uns verhalten und folglich auf andere wirken. Wir alle verfügen sowohl über positive als auch über negative Eigenschaften - auf welche Aspekte wir uns vornehmlich konzentrieren liegt allein an uns selbst. Unterbewusst tendieren wir zu Sichtweisen, die uns frühkindliche Erfahrungen und Prägungen aus Elternhaus und Umfeld gelehrt haben. Auch genetische Vorbelastungen können eine Rolle spielen (Menschen mit Depressionen neigen z. B. stark zu negativen Sichtweisen). Die gute Nachricht ist jedoch: Sobald wir einen Schritt zurückgehen, haben wir die Chance, unseren Fokus bewusst zu ändern und neue Perspektiven einzunehmen. Diese drei einfachen Übungen, helfen dir dabei, dich selbst in positiverem Licht zu sehen:

1. Erfolgsgeschichten

Kannst du aus dem Stehgreif zehn deiner Stärken nennen? Nein? Dann schnapp dir Stift und Papier und los geht’s! Welche Fähigkeiten schätzt du an dir besonders? Wann hast du das letzte Mal etwas geschafft, auf das du richtig stolz warst? Welche positiven Eigenschaften schreiben dir Freunde und Familie zu? Deine Liste darf gerne umfangreich und mit konkreten Beispielen versehen sein. Wenn dich mal wieder Zweifel überkommen und deine Gedanken ins Negative abdriften, hilft dir die Liste dabei den Realitäts-Check zu machen.

 

2. Feiere dich selbst!

Wie wir uns selbst einschätzen, beruht zu einem Großteil auf Erfahrungen bzw. Erinnerungen. Wie stark eine konkrete Erinnerung in uns verankert ist, hängt auch davon ab, wie intensiv eine Situation erlebt wurde. Negative Erfahrungen werden meist intensiver erlebt, als positive – daher prägen wir sie uns schneller ein. Indem du positive Erlebnisse bewusst zelebrierst, gibst du ihnen mehr Raum und verstärkst die Reize. Das wiederum sorgt dafür, dass dir deine Erfolge länger im Gedächtnis bleiben und Einfluss darauf nehmen, wie du sich selbst wahrnimmst. Das erfolgreiche Bewerbungsgespräch oder die bestandene Klausur– das alles sind Gründe zum Feiern!

 

3. Erfolge visualisieren

Auf dem Weg zu einem positiveren Selbstbild, ist es wichtig, deinen Erfolgserlebnissen mehr Gewicht zu geben. Schließlich möchten wir den Fokus immer mehr auf die schönen Seiten des Lebens lenken. Positive Erfahrungen, die du einmal gemacht hast, kannst du auffrischen, indem du die Situation immer wieder ganz bewusst visualisierst. Wie hat es sich angefühlt, als du die Präsentation auf dem Kongress erfolgreich gemeistert hast? Versetze dich mental zurück in den damaligen Moment und versuche ihn so bewusst wie möglich nachzuempfinden. Welche positiven Kommentare hast du nach dem Vortrag von Kollegen erhalten? Welche Emotionen hat das in dir ausgelöst? Übrigens funktioniert diese Methode nicht nur mit realen Erlebnissen, sondern auch mit fiktiven Erfolgen! Viele Spitzensportler verwenden diese Visualisierungs-Methode, um sich auf Wettbewerbe vorzubereiten. Du kannst sie nutzen, um dich für die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens zu rüsten!​

Du kannst     
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