Mit Mitte Vierzig zurück an die Hochschule

Andreas wagt den Schritt - und gewinnt

Student macht Notizen

Andreas ist 45 Jahre alt und hat bereits zwei Studienabschlüsse in der Tasche, als er vor eine große Herausforderung gestellt wird: Nach jahrelanger Betriebsangehörigkeit soll er eine neue Position mit größerer Verantwortung übernehmen. Klingt super – wären da nicht die einen oder anderen BWL-Kenntnisse, die er für den neuen Tätigkeitsbereich benötigt. Mit Mitte 40 entschließt sich Andreas kurzerhand dazu, wieder an die Hochschule zu gehen. Eine Entscheidung, die sich für ihn auszahlt. Heute leitet der Familienvater und MBA-Absolvent ein Service-Center mit über hundert Mitarbeitern.

 

Andreas ist eigentlich zufrieden. Er hat eine liebevolle Ehefrau, drei tolle Kinder und einen sicheren Arbeitsplatz bei einem Weltkonzern. Er ist erfolgreicher Verkaufsleiter und zuständig für ein zwölfköpfiges Team. „Bis dato hätte ich nie gedacht, dass ich nochmal studieren würde. Eines Tages kam dann mein Vorgesetzter auf mich zu und bat mich, die Standortleitung für eine unserer Produktionsstätten zu übernehmen. Mir war gleich bewusst: einen ganzen Standort leiten – das bedeutet nicht nur mehr Personalverantwortung, dafür brauche ich auch Fachwissen, welches ich so in der Form gerade nicht abrufen kann.“ Seit Jahren ist Andreas Spezialist in Verkaufsangelegenheiten und hat sich auch als Führungskraft im Unternehmen längst etabliert. Controlling, Finanzierung, Buchhaltung und Personalwesen – daran erinnert sich Andreas hingegen nur noch dunkel. Aber sich deswegen die große Karrierechance entgehen lassen? Das kommt nicht in Frage. „Gemeinsam mit meinem damaligen Vorgesetzen habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich mir möglichst effizient das notwendige Wissen aneignen könnte. Das war nicht nur für die Stelle relevant, die mir in Aussicht gestellt wurde, sondern sollte mir auch generell neue Perspektiven im Unternehmen ermöglichen. So kam die Idee zum berufsbegleitenden Studium an der FOM auf, denn hier konnte ich sogar auf Englisch studieren – die Sprache, die auch für meinen bisherigen Job sehr relevant war.“

„Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ziehe ich das auch durch“

Als Familienvater und langjähriger Mitarbeiter wieder zurück an die Uni? Wie kam das im Umfeld an? Und wie kriegt man da noch Job und Familie unter einen Hut? „Die Entscheidung zu studieren, habe ich natürlich nicht alleine getroffen. Ich habe das im Vorfeld lange mit meiner Frau diskutiert. Ohne ihre Unterstützung hätte ich das Studium neben dem Beruf sicherlich niemals geschafft“, erklärt Andreas. Er erinnert sich noch an das anfängliche Gefühl, wieder zurück an der Uni zu sein: „Es war schon seltsam wieder einen Studentenausweis im Geldbeutel mit sich herumzutragen. Oder festzustellen, dass einige meiner Kommilitonen locker meine Kinder sein könnten“, lacht er. Seine eigentlichen Kinder sieht der Familienvater während des Studiums deutlich weniger. „Das war kein leichtes Opfer, das ich bringen musste. Wenn ich nach Hause kam, haben die Kleinen meistens schon geschlafen. Dafür haben wir die gemeinsame Zeit, die wir als Familie hatten, viel intensiver genutzt“, erinnert sich Andreas. „Meine Familie gab und gibt mir den Rückhalt und hilft mir, in stressigen Momenten wieder runterzukommen.“ Obwohl sein Alltag durch die Zusatzbelastung des Studiums stärker durchgetaktet ist als früher, nutzt Andreas seine Freizeit auch außerhalb der Familie deutlich intensiver. „Ich habe nach Jahren wieder angefangen, Sport zu treiben – fahre regelmäßig Rennrad und gehe laufen. So kriege ich den Kopf wieder frei und es fühlt sich auch einfach gut an, etwas für sich zu tun.“

Porträt Andreas Beil
„Ich war Vorbild für viele Kollegen“

 

Auf der Arbeit bleibt Andreas Engagement nicht unbemerkt. Nicht nur sein Chef ist beeindruckt – auch Kollegen kommen auf ihn zu und sind interessiert an seinem Studium. „Es gab Mitarbeiter um die 30, die mit der Entscheidung gehadert haben, nochmal zu studieren. Als sie erfahren haben, dass ich in einem fast biblischen Alter diesen Schritt gewagt habe, hat es ihnen Mut gemacht, glaube ich“, schmunzelt er. Andreas ist davon überzeugt: „Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch. Ich war schon immer der Typ, der es auch durchzieht, wenn er sich was vorgenommen hat.“ Sein Master-Studium in Business Administration (MBA) mit Ü40 hat Andreas erfolgreich durchgezogen. Und weil das Leben niemals stillsteht, folgt kurze Zeit später schon die nächste Herausforderung: Man bietet dem MBA-Absolventen eine erneute interne Veränderung an. Seit September hat Andreas Führungsverantwortung für über hundert Mitarbeiter und hat sich fest vorgenommen, seine Vorgesetzen und Angestellten nicht zu enttäuschen.

Drei Fragen an Andreas

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich würde mich immer wieder für meine Frau entscheiden.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Da fällt mir eigentlich nichts ein.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die FOM war mir aus den ersten Studienabschlüssen bereits sehr vertraut. Außerdem kooperiert mein Unternehmen bereits seit langem mit der FOM.

Die Hochschule genießt einen guten Ruf – daher stand die Kompetenz für mich außer Frage.

Die Präsenzvorlesungen geben den Kommilitonen die Möglichkeit untereinander Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen, was ich für mich und für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit für sehr wichtig halte.

 

 

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