Mit Selbstmotivation zur Selbständigkeit

Pinar ist ihr eigener Chef

Gute Laune versprühen, networken und offen auf Menschen zugehen – das konnte die 36-jährige Firmengründerin schon immer. Neugierig und wissensdurstig hinterfragt sie gerne den Status Quo und sucht nach neuen Methoden, Dinge anzugehen. Fähigkeiten, die ihr auf dem Weg zum Erfolg geholfen haben. Neben den Soft Skills war es aber vor allem eins, das sie dorthin brachte, wo sie heute ist: harte Arbeit. Heute ist Pinar erfolgreiche Unternehmerin, Ehefrau, Mutter und Studentin an der FOM.

„Schon damals in der Schule haben meine Lehrer immer gesagt: ‚Also die Pinar, die muss in den Vertrieb!“, lacht die herzliche Siegenerin. Mit ihrer quirligen, positiven Art knüpft sie leicht Kontakte und fällt durch ihre angeborene Neugierde immer wieder auf. Und tatsächlich landet Pinar einige Jahre und ein paar Umwege später in leitender Vertriebsposition eines internationalen Bauunternehmens. „In meinem Leben hat schon immer eins das andere ergeben. Ich habe angefangen mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau und Fremdsprachenkorrespondentin und mich immer weiter hochgearbeitet. Mir war früh klar, dass ich Karriere machen will – also hab ich mich ins Zeug gelegt.“, erinnert sich die sympathische Gründerin. Und ihr Engagement bleibt nicht unentdeckt: Fürsprecher im Unternehmen und Headhunter werden auf sie aufmerksam und ebnen ihr den Weg in die Führungsetage. Als internationale Vertriebsleiterin trägt sie viel Verantwortung und ist beruflich oft im Ausland unterwegs. Auf einer ihrer Reisen kommt ihr schließlich die alles verändernde Idee.

Das kann ich besser!

„Während eines Business-Trips habe ich damals eine Box mit sogenannten ‚Infinity Rosen‘ gesehen. Das sind Rosen, die durch ein spezielles Verfahren jahrelang haltbar sind. Das fand ich super und habe gleich begeistert zugeschlagen.“, erzählt Pinar. Ihre Enttäuschung ist groß, als die Blumen bereits nach nur drei Wochen zu trocknen beginnen. „Ich habe mich geärgert und gleichzeitig bin ich neugierig geworden: Ich wollte wissen, wieso das passiert ist, wo die Rosen herkommen“, erinnert sie sich. Und so stürzt Pinar sich gleich in die Recherche, informiert sich über Rosenanbaugebiete und Konservierungsverfahren. Bald kommt sie zu dem Schluss: „Das kann ich besser!“

Selbst ist die Frau

„Den Wunsch was Eigenes zu machen, hatte ich eigentlich schon immer. Mein eigener Chef sein, etwas machen, was mich jeden Tag aufs Neue begeistert – das hat mich schon immer gereizt. Und die Idee mit den Infinity Rosen hat mich einfach nicht mehr losgelassen.“ Auf einem Gründerinformationstag der IHK informiert sie sich über Gründungsformalitäten. Viele Fragen aber bleiben offen und wo fängt man überhaupt an? „Zu Beginn habe ich mir eine „Mind Map“ aufgemalt. Ganz klassisch, wie man es an der Uni lernt. Ich habe mich gefragt ‚Ok, Pinar, was willst du überhaupt erreichen, wie soll deine Marke aussehen, was ist die Message dahinter?‘ So kam auch der Name zu Stande. ‚Beyond‘ steht dafür, dass unser Produkt über das Gewöhnliche hinausgeht. Wir verstehen uns nicht als Floristen, sondern sehen uns im Bereich ‚Luxus-Home-Interior‘ und Gifting. Qualität und außergewöhnliche Designs haben oberste Priorität.“ Dabei überlässt Pinar nichts dem Zufall: Von der Wahl der Rosen-Lieferanten, über die Produktion der Boxen bis hin zur Gestaltung des Logos – alles läuft durch ihre Hände. Für die Produktbilder kauft sie sich eine Profi-Kamera und übt sich im Fotografieren. Als sie keine zufriedenstellende Lösung für die Website findet, bringt sie sich kurzerhand das Programmieren bei.

Die eigene Entwicklung proaktiv vorantreiben

Neben dem eigenen Business ist Pinar verheiratet, stolze Mutter eines vierjährigen Sohnes und steckt in den letzten Zügen ihres BWL-Studiums an der FOM. Klar, dass da nichts ohne das richtige Zeitmanagement läuft. Auf die Frage, ob sie sich schon immer gut organisieren konnte, antwortet sie: „Das habe ich im Job gelernt. Spätestens ab Führungskraft-Ebene braucht man sehr viel Struktur – es geht gar nicht anders. Ich habe zu dem Thema auch spezielle Seminare besucht.“ Die Schulungen hat sie sich teilweise bei ihren ehemaligen Arbeitgebern aktiv eingefordert, um ihre Entwicklung selbst voranzutreiben. Eigeninitiative findet sie wichtig und möchte heute auch ihre eigenen Mitarbeiter dazu ermutigen. Mindestens genauso wichtig seien aber auch Vorbilder, an denen man sich orientieren kann. „Im Job habe ich mir immer bewusst Mentoren gesucht. Das musste nicht zwangsläufig mein Vorgesetzter sein, sondern einfach jemand, von dem ich mir etwas abschauen konnte. Das mache ich auch heute noch so.“ Auch ihre Neugierde hat sich Pinar bewahrt: „Ich habe schon immer gerne gelernt und mir neues Wissen angeeignet. Wenn ich an der Uni in den Vorlesungen sitze, frage ich auch gerne mal nach, denn als Geschäftsführerin interessiert mich eben WIRKLICH wie hoch z. B. der Deckungsbeitrag eines Produktes ist!“, erzählt sie.

Keine Zeit für schlechte Stimmung

„Gerade am Anfang gab es viele Skeptiker“, erzählt die junge Unternehmerin. Sie hat gelernt, nichts auf die negativen Kommentare anderer zu geben. Sie konzentriert sich lieber auf sich und ihre Ziele. „Gerade am Anfang habe ich oft den Satz gehört: ‚Ach, ich gebe dir ein halbes Jahr‘. Von solchen missgünstigen Äußerungen darf man sich nicht unterkriegen lassen.“, sagt sie bestimmt. Aber wie schafft man das? Sich immer wieder selbst zu motivieren und am Ball zu bleiben, auch wenn gerade alles aussichtslos scheint? „Als ehemalige Vertrieblerin bin ich es gewohnt, Selbstmotivator zu sein. Da ist man immer der positive Mensch, der das Unternehmen nach außen vertritt. Das ist heute nicht anders. Meine größte Motivation ist, dass ich heute für mich selbst arbeite und ein Produkt auf den Markt gebracht habe, hinter dem ich voll und ganz stehe. Zudem habe ich ein sehr junges, ambitioniertes und talentiertes Team um mich herum. Erholungspausen müssen aber sein. Berufliches und Privates trenne ich strikt. Wenn ich mit meiner Familie bin, schalte ich voll und ganz ab – und zwar auch das Handy.

Drei Fragen an Pinar

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Einfach Alles! Meine Ausbildungen zu Anfang, um im Berufsleben meine Stärken zu erkennen und darauf aufzubauen. Ebenso mein Studium im Wochenendmodell, weil das am besten zu meinem schnellen und zeitintensiven Lebensrhythmus passt.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Überhaupt Nichts! Alles, was ich erlebt und auf meinem Weg gelernt habe, ist mir heute eine große Hilfe und macht mich stark. Ich blicke in die Zukunft und erlebe jeden Tag als ein neues Abenteuer als Start-Up Gründerin.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Möglichkeit einen fordernden Job zu haben, aber dennoch auf mein Wissen aufbauen zu können ohne im Beruf oder privat große Abstriche machen zu müssen.

Die Flexibilität meine Prüfungen nicht ortsgebunden schreiben zu müssen. Die FOM bietet uns die Option uns auch an anderen Standorten einzuschreiben, sowohl für Vorlesungen, als auch Klausuren.

Berufserfahrene Dozenten, Professoren und Kommilitonen zu haben. Dies eröffnet uns Studierenden die Möglichkeit aus dem Know-how aller zu schöpfen.

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