New Work

Individualität und Kreativität im Arbeitsmarkt der Zukunft

Die Arbeitswelt verändert sich unaufhörlich, besonders im Zeitalter der Digitalisierung. Flache Hierarchiestrukturen, agile Arbeitsmethoden und die Möglichkeit ortsunabhängig flexibel arbeiten zu können, sind Vorboten der sogenannten „New Work“. Wie begegnest du diesen Veränderungen der Arbeitswelt? Wir verraten Dir, was es mit dem Konzept auf sich hat und wie du davon profitieren kannst!

The only way to do great work is to love what you do.

Steve Jobs

Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, ob dein Job dich wirklich erfüllt oder warum du täglich zur Arbeit gehst? Ein gutes Verhältnis zu den Kollegen sowie das Ausüben einer spannenden Tätigkeit sorgen laut einer Studie von Statista aus dem Jahr 2015 für die höchste berufliche Motivation. Und wer motiviert ist, der erzielt auch bessere Resultate. Die Tatsache, dass das Ausüben einer sinnstiftenden Tätigkeit die eigene Leistung und somit schlussendlich die Wirtschaft fördert, ist eine Grundannahme im Konzept „New Work“.

Dieses Konzept wurde in den 1970er Jahren vom Sozialphilosophen Frithjof Bergmann begründet, der eine Theorie zur neuen Arbeit aufstellte. Im Kern geht es darum, dass der Mensch Arbeit als Mittel verwendet, um sich selbst verwirklichen zu können. Werte wie Freiheit und Selbstständigkeit sind dabei von höchster Bedeutung. Die Idee der neuen Arbeit ist zwar also nicht neu, in der Entwicklung zu einer Dienstleistungsgesellschaft aber äußerst relevant.

Mensch oder Maschine?

Fachwissen ist in der modernen Arbeitswelt schnell überholt, vielmehr wird die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, vorausgesetzt. Laut einer Befragung des Graduate Management Admission Council sind bei der Einstellung von Absolventen gerade Punkte wie individuelle Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit oder analytisches Know-how von besonderer Bedeutung. Fachspezifische Zertifizierungen erhalten dabei eine eher untergeordnete Rolle – was sich mit den Annahmen des New Work-Konzepts zur Bedeutung der Individualität deckt.

Man setzt also auf kleine Teams und Arbeitsweisen, die es ermöglichen, schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Beim Design Thinking werden beispielsweise Ideen vom Reißbrett bis zur Umsetzung von interdisziplinären Teams verwirklicht. Hier kommen bewusst verschiedenste Kompetenzen zusammen. Die Projektorganisation kann dabei durch agile Methoden wie Scrum erfolgen. Dadurch wird unproduktives Multitasking verhindert und der Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung bestimmter Projekte gelegt. Betrachtet man eine Organisation als Ganzes, so kann sich agiles Arbeiten beispielsweise in einer Führung ohne jegliche Hierarchien widerspiegeln – der Holokratie.

Während am Ende des 19. Jahrhunderts noch über 20.000 Arbeiter im Hamburger Hafen für das Verladen von Gütern zuständig waren, waren es rund 100 Jahre nicht einmal mehr die Hälfte. Mittlerweile wird die Arbeit fast ausschließlich von Maschinen verrichtet und die Kinder und Enkel der Dockarbeiter üben Tätigkeiten aus, die es zur Zeit ihrer Großeltern noch gar nicht gab.

In der Wissensarbeit werden in Zukunft ebenfalls viele Routinetätigkeiten von Künstlicher Intelligenz übernommen, auch das ist Teil von New Work. So verschiebt sich der Arbeitsmarkt in Richtung Kreativität und Spezialisierung. In den Fokus rücken die Einzigartigkeit einer Person, ihre individuellen Erfahrungen und damit die Diversität von Teams, was letztlich alternative Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen begünstigt.

Scrum, Design Thinking und Holocracy

Fachwissen ist in der modernen Arbeitswelt schnell überholt, vielmehr wird die Bereitschaft, ständig dazuzulernen, vorausgesetzt. Laut einer Befragung des Graduate Management Admission Council sind bei der Einstellung von Absolventen gerade Punkte wie individuelle Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit oder analytisches Know-how von besonderer Bedeutung. Fachspezifische Zertifizierungen erhalten dabei eine eher untergeordnete Rolle – was sich mit den Annahmen des New Work-Konzepts zur Bedeutung der Individualität deckt.

Man setzt also auf kleine Teams und Arbeitsweisen, die es ermöglichen, schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Beim Design Thinking werden beispielsweise Ideen vom Reißbrett bis zur Umsetzung von interdisziplinären Teams verwirklicht. Hier kommen bewusst verschiedenste Kompetenzen zusammen. Die Projektorganisation kann dabei durch agile Methoden wie Scrum erfolgen. Dadurch wird unproduktives Multitasking verhindert und der Fokus auf die erfolgreiche Umsetzung bestimmter Projekte gelegt. Betrachtet man eine Organisation als Ganzes, so kann sich agiles Arbeiten beispielsweise in einer Führung ohne jegliche Hierarchien widerspiegeln – der Holokratie.

Von der Organisation zum Einzelnen

Derartige Arbeitsweisen passen natürlich nicht in jede Art von Organisation. Hier gilt es für Führungskräfte herauszufinden, wie ihre Teams ticken und wie das Beste aus ihnen herauszuholen ist. Dasselbe gilt auch für die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle. Einige  skandinavische Unternehmen gehen als Beispiel voran und führten eine 4-Tage-Woche oder einen 6-Stunden-Tag ein. Das überraschende Ergebnis: In vielen Fällen stiegen Umsatz und Produktivität und die Krankmeldungen gingen zurück.

Auch flexible Arbeitszeitmodelle wie Vertrauensarbeitszeit und Home Office sind Teil des New Work-Konzepts. Diese gehen in eine ähnliche Richtung wie die generelle Verkürzung der Arbeitszeit, lassen dem Arbeitnehmer jedoch mehr Freiheiten, seine Zeit selbst zu gestalten. Das führt zur Verschmelzung von Arbeits- und Freizeit und erfordert eine recht hohe Disziplin, kann jedoch die Zufriedenheit erheblich steigern. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zur Work-Life-Balance.

Nomaden in der modernen Arbeitswelt

Dieses sogenannte Work-Life-Blending ermöglicht auch den Lifestyle digitaler Nomaden: Freelancer, die für ihren Beruf lediglich einen Laptop und eine schnelle Internetverbindung benötigen. Dazu gehören beispielsweise Informatiker, Designer oder Texter – allesamt Berufe, die ein gewisses Maß an Kreativität in der Lösung von Problemen erfordern. Die Weltenbummler können sich ihre Zeit komplett selbst einteilen und treffen in Coworking-Spaces auf der ganzen Welt auf Gleichgesinnte – egal ob in New York oder Singapur. Von einem Strand in Bali aus zu arbeiten, klingt erstmal wie ein Traum, oder? Doch zu diesem Lebensstil gehört auch ein hohes Maß an Selbstdisziplin, zudem verzichtet man auf ein beständiges soziales Umfeld.

Wie sieht die Zukunft aus?

Natürlich ist dieser Lebensstil neben dem Aspekt der Selbstverwirklichung auch mit Unsicherheit verbunden. Aber genau hier sind wir wieder beim Grundgedanken der New Work: Die Individualität und Vorliebe des Einzelnen steht im Vordergrund. Auch wenn das der klassische 9-to-5-Job in einem Großraumbüro sein sollte. Denn das wichtigste ist, dass dich die Arbeit, der du tagtäglich eine Menge Zeit widmest, erfüllt und glücklich macht.

Wer also stets einen offenen Blick behält und bereit ist, sich beständig weiterzubilden, wird auch in Zukunft rosige Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben. Der Autor und Unternehmensberater Simon Sinek sagte einmal: „People don’t buy what you do, they buy why you do it”. Das gilt für Organisationen genau wie für Einzelpersonen. Vielleicht stellst du dir also an dieser Stelle noch einmal die Frage, warum du zur Arbeit gehen möchtest. Fehlen dir für deinen Traumjob noch bestimmte Skills? An der FOM kannst du dich auch berufsbegleitend weiterbilden und bist perfekt gerüstet für die Arbeitswelt der Zukunft.

Du kannst     
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   sein

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