Next Step Führungskraft

So meisterst du den Einstieg in deine neue Rolle

Du bist motiviert, kompetent und ehrgeizig? Du hast Lust auf mehr Verantwortung und möchtest dich beruflich weiterentwickeln? Herzlichen Glückwunsch! – Dann bist du wahrscheinlich der oder die perfekte Kandidat*in für eine Führungsposition, oder? Ein Team zu managen bedeutet, dass du dein Wissen teilen und andere mit deinem Enthusiasmus anstecken kannst. Führungspositionen gehen meist einher mit gesellschaftlichem Ansehen und einem besseren Gehalt. Aber auch Verantwortung und neue Herausforderungen gehören dazu. Als Teamleiterin oder Teamleiter liegt dir das Wohl deiner Mitarbeiter und das des Unternehmens gleichermaßen am Herzen – ein komplexes Thema also, das schon einige Bücher und Seminare gefüllt hat. Vorab: Gute Führungskräfte fallen nicht vom Himmel. Zwar gibt es durchaus bestimmte Charaktereigenschaften, die sich positiv auswirken können – wie aber fast alles im Leben ist das auch das Übernehmen von Personalverantwortung etwas, das du lernen kannst und in das du hineinwächst. Wir haben dir ein paar wichtige Basics zusammengetragen – auf dem Weg zu deinem ganz persönlichen Führungsstil.

Leadership and learning are indispensable to each other.

John F Kennedy

Junge weibliche Führungskraft

Reflect yourself!

Stell dir zu allererst die Frage, welche Art von Führungskraft du sein möchtest – der Schlüssel dafür ist Selbstreflexion. Kreiere in deinem Kopf eine Vision von deiner persönlichen Führungsrolle, gehe in dich und hinterfrage, welche Charaktereigenschaften möglicherweise Auswirkungen auf deinen Führungsstil haben könnten. Denn je besser du dich und deine Werte kennst, desto besser kannst du diese später auch in deinem Team vermitteln. Um dir ein genaues Bild deines zukünftigen Boss-Ichs zu machen, kannst du Beispiele aus deinem Berufsfeld hinzuziehen. Denke dabei an alle Menschen, die dich auf deinem beruflichen Weg nachhaltig beeindruckt und geprägt haben und überlege dir, welche Eigenschaften du an ihnen gut findest – und welche nicht. Beispiel: Erinnerst du dich noch an den Chef aus deinem ersten Praktikum, der viel zu impulsiv gehandelt hat und seine Emotionen oft nicht im Griff hatte? Hast du dich vielleicht in ihm wiedererkannt, denn unter Druck wirst auch du manchmal laut? Sehr gut, denn Einsicht ist hier der Schlüssel zur Besserung. Wenn du merkst, dass du gereizt oder wütend bist, kannst du beispielsweise tief durchatmen und dich erst mal zurückziehen. Wir sind alle nicht perfekt, daher ist es wichtig sich selbst gut zu kennen und Verhaltensweisen, die eigentlich nicht deinen Idealen entsprechen, bewusst gegenzusteuern.

Feel your team

Als Chef geht es nicht mehr nur um dich – es geht vor allem um dein Team. Die Stärken und Schwächen zu kennen, und deine Mitarbeiter entsprechend zu fördern und auszubauen gehört mit zu deiner Hauptverantwortung. Nachdem du dich und deine Eigenschaften reflektiert hast, solltest du dasselbe also auch mit deinem zukünftigen Team tun. Versuche, dich in die Lage deiner Teammitglieder zu versetzen und sei empathisch. Denn nur, wen du verstehst, kannst du auch gut supporten. Skizzieren wir dazu zwei Szenarien: Die erste Möglichkeit ist, dass du innerhalb deines Teams befördert wurdest und plötzlich nicht mehr Kolleg*in, sondern Chef*in bist – eine ganz schön schwierige Situation für beide Parteien. Denn nun wirst du vom Team anders wahrgenommen und auch du musst deine ehemaligen Kolleg*innen anders behandeln – ganz schön tricky! Die beste Methode ist hier Offenheit: Kündige deine Beförderung früh genug an und kommuniziere offen mit deinem Team, so sorgst du für Akzeptanz in der Gruppe. Dein Vorteil: Du kennst das Team und seine Bedürfnisse an einen Chef – nutze dieses Wissen für deine neue Position.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du als Führungskraft in einem neuen Team oder gar im kompletten Unternehmen startest. Du hast also noch keine Vorstellung davon, wie dein zukünftiges Team tickt und welche Bedürfnisse es hat. Es ist ratsam, dir bereits vor dem persönlichen Kennenlernen ein Bild von den neuen Mitarbeiter*innen zu machen. Wie du das machst? Informiere dich zum Beispiel bei deinem Vorgänger, welche Eigenschaften das Team ausmacht und wer, welche Besonderheiten mit sich bringt. Noch besser aber, ist sich direkt bei den Leuten vorzustellen und sich auszutauschen. Je nach Größe des Teams kannst du schon mal im Vorfeld Kontakt über LinkedIn oder Xing aufnehmen und dir so ein Bild von deinen zukünftigen Teammitgliedern zu machen. Beantworte dir dabei folgende Fragen: Was macht dein Team einzigartig? Worauf sind die Teammitglieder stolz? Vor welchen Herausforderungen steht das Team? So bekommst du ein erstes Feeling für die Menschen - gleichzeitig erleichtert es den Austausch beim ersten Arbeitstag.

What can I do for the company?

Mach dir auch ein klares Bild davon, was deine neue Position im Firmenkontext bedeutet – denn jede Stelle im Unternehmen dient einem bestimmten Zweck. Was ist nun neu für dich? In einer Führungsposition musst du nun nicht mehr nur deine eigene Leistung im Blick haben, sondern die Performance deines gesamten Teams. Womöglich gibt es feste KPIs von der Unternehmensspitze, an denen du dich künftig messen lassen musst. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es keine Vorgaben von oben gibt, ist es ratsam, dir selbst sinnvolle Ziele zu setzen: Welche Unternehmensziele soll und will ich erreichen? Nach welchen Kriterien wird mein Erfolg bewertet? Wie ist die aktuelle Auftrags- und Geschäftslage des Unternehmens und was kann ich dazu beitragen?

Be my Mentor!

Es gibt keinen Crash-Kurs im Führen von Menschen. Scheue dich also nicht davor, erfahrenere Kontakte aus deinem Netzwerk nach Rat zu fragen und ihr langjähriges Wissen zu nutzen. Suche dir einen Mentor – ein Vorbild, dessen Führungsstil dir zusagt, der dich bei deinem Einstieg in die neue Führungsposition unterstützen kann. Vielleicht ist es dein/e alte Vorgesetz*e, mit der du dich immer gut verstanden hast. Vielleicht ist es dein ehemaliger Dozent aus dem Seminar „Strategische Unternehmensführung“ – schau, welcher Kontakt für dich Sinn macht und dich optimal unterstützen kann. Keine falsche Scheu, nutze dieses Angebot! Denn du kannst nur davon profitieren: Sowohl vom Wissen und Können deines Mentors als auch von seinen Erfahrungen, Verbindungen und seinem Netzwerk.

Make a plan!

Ein alter, aber wirksamer Trick aus der Psychologie: Mach dir einen Plan – denn je besser wir auf etwas vorbereitet sind, desto sicherer fühlen wir uns in neuen Situationen. Deswegen macht es Sinn, dass du deine Anfangszeit in deiner neuen Rolle einmal mental durchspielst und dir wichtige Eckpunkte notierst. Ob es der Masterplan für die erste Woche, den ersten Monat oder das erste Jahr ist, spielt keine Rolle – hier gibt es kein richtig oder falsch. Der Plan dient dir als Sicherheitsnetz und soll dir ein Gefühl von Struktur vermitteln: Falls der Einstieg doch ein wenig holprig verläuft, hast du immer noch eine grobe Fahrtrichtung, an der du dich orientieren kannst. Also los, ran an die Vorbereitungen – so wird deine erste Zeit als Führungskraft wesentlich entspannter.

Du bist noch keine Führungskraft – möchtest es aber werden? An der FOM kannst du dir die nötigen Skills aneignen – sogar berufsbegleitend! In den Master-Studiengängen werden dir neben fachlichem Know-how auch wichtige Soft Skills und Führungskompetenzen vermittelt.

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