Positiver Stress zwischen Familie und Firmengründung

Halima erfüllt sich ihren Traum vom „Ort der Kulinarik“

„Es ist nie zu spät, etwas anderes zu machen, neue Wege zu gehen und seine Träume zu verwirklichen.“, Das sagt Halima, 38, aus Düsseldorf. Mit der Eröffnung von TASTE MOROCCO, Deutschlands erster marokkanischer Kochschule, erfüllt sich die zweifache Mutter einen Lebenstraum. Täglich meistert sie den Spagat zwischen Familie und Firmengründung und erzählt, wieso Stress nicht unbedingt negativ sein muss.

Diszipliniert, willensstark und gut organisiert – das ist Halima. Inbesondere letzteres hat sie sich mit der Zeit angeeignet: „Mich selbst zu organisieren habe ich während meines Studiums gelernt. Und als junge Mutter lernt man das zwangsweise sowieso!“, lacht die Düsseldorferin mit marokkanischen Wurzeln. Noch zu Beginn der Elternzeit schrieb sie sich für den Bachelor in Business Administration an der FOM ein – eine Entscheidung, die in ihrem Bekanntenkreis für Bewunderung sorgte. Sich neben den neuen Herausforderungen als frischgebackene Mutter auch noch freiwillig mit einem Studium zu „belasten“, das war für viele nicht nachvollziehbar. Für Halima aber ein logischer Schritt: „Die Umstände haben einfach gepasst“, sagt die 38-Jährige heute. „Bevor ich in Elternzeit gegangen bin, habe ich das BWL-Studium begonnen, um mich beruflich weiterzuentwickeln. Durch Hochzeit und Schwangerschaft hatten sich meine Prioritäten im Leben kurzzeitig geändert und ich habe das Studium unterbrochen . Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch – der Gedanke, dieses Studium  noch nicht beendet zu haben, hat mich nicht losgelassen.“

Gelegenheiten nutzen

Der feste Betreuungsplatz im Betriebskindergarten ihres Mannes und die Zustimmung und Motivation ihrer Familie führten schließlich dazu, dass Halima ihr Studium wiederaufnahm. Die Wahl der richtigen Hochschule war dabei entscheidend: „Bei der FOM war ich mir sicher, dass ich flexibel bin, was sowohl Zeit als auch Ort angeht. Ich konnte meine Vorlesungszeiten so legen, wie es am besten passt und sogar in anderen Städten Vorlesungen besuchen, wenn es sich gerade ergeben hat“, erzählt Halima. Die Doppelbelastung aus Baby und Studium verlangte ihr natürlich trotzdem einiges ab. Als sie nach erfolgreich bestandener Prüfung wieder in den Konzern zurückkehrte – diesmal in den Bereich Marketing und Nachhaltigkeit – begann sie, zukünftige Entscheidungen mehr und mehr zu hinterfragen. „Ich glaube, die Geburt meiner beiden Kinder hat mich nachdenklich gemacht. Man stellt sich plötzlich Fragen wie „Was sind meine wahren Prioritäten im Leben? Möchte ich wirklich mein Leben lang im Büro arbeiten oder nutze ich die Gelegenheiten, die sich mir bieten?“

Die Gelegenheit, die sich Halima geboten hat, ist eine ganz besondere Geschäftsidee - eine Idee, die sie zurückführt in ihre eigene Kindheit. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Südosten Marokkos, umgeben von blühenden Organgenbäumen und dem Duft von frischgebackenem Fladenbrot in der Nase, war die marokkanische Küche für Halima schon immer verbunden mit wunderbaren Kindheitserinnerungen. Ein besonderes Verständnis von Gastfreundschaft wurden ihr als Teil einer marokkanischen Großfamilie mit in die Wiege gelegt. Auch in den nun mehr als 20 Jahren in Deutschland hat sie sich ihre Leidenschaft fürs Kochen, insbesondere für traditionell marokkanischer Gerichte, bewahrt und genau diese Leidenschaft und ihrer Herzwunsch einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten waren es, die letztendlich zur Eröffnung von TASTE MOROCCO führten. Hier können Gäste im Rahmen von Kochevents die Gastfreundschaft und die kulinarische Welt Marokkos erleben - ohne dafür weit reisen zu müssen.

Mit Herz und Businessplan

Mit der marokkanischen Kochschule, die sich langfristig zu einem „Ort der Kulinarik“ entwickeln soll, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen austauschen und gemeinsam speisen, hat sich Halima einen echten Herzenswunsch erfüllt: ein Stück marokkanische Gastfreundschaft nach Deutschland zu holen. Von der ersten Idee bis zur Eröffnung verging nicht mal ein Jahr – da hat die FOM Absolventin ein ganz schönes Tempo vorgelegt: „Natürlich steckt viel Herzblut in diesem Projekt, aber blauäugig an die Sache herangegangen bin ich nicht. Die Zahlen müssen stimmen – daher geht nichts ohne Struktur. Ich habe einen Businessplan geschrieben und mir für bestimmte Dinge, wie Texte und Bilder für die Internetseite , von Anfang an Profis an Bord geholt. Das sind wichtige Entscheidungen, die man als Gründer gleich zu Beginn treffen muss: Mache ich es selbst und spare Geld, habe dafür, aber auch nur ein semi-professionelles Ergebnis – oder investiere ich in etwas, das langfristig wichtig für den Erfolg meines Business ist.“ Halima ist von Anfang an in so gut wie jeden Schritt ihres Unternehmens involviert. „Ich mache eigentlich alles. Vom Einkauf über die Logistik bis hin zu Marketing und Social Media. Langfristig möchte ich natürlich mehr Mitarbeiter einstellen, die mich auch bei den administrativen Aufgaben unterstützen.“

Was für Außenstehende nach purem Stress klingt, nimmt Halima gar nicht so stressig wahr. „Klar gibt es immer viel zu tun und man muss sich seine Zeit gut einteilen. Aber ich glaube, dass es eher positiver Stress ist: Meine Arbeit macht mir Spaß und ich weiß, wofür ich es tue.“ Aber auch wenn der Stress nicht zwangsläufig als unangenehm empfunden wird, ist es wichtig, auf sich zu achten, sagt Halima. „Regelmäßig Pausen machen, zu Mittag essen und eine Runde spazieren gehen – als Selbständiger vergisst man das gerne mal vor lauter To-Dos. Um langfristig erfolgreich zu sein, muss man aber auch körperlich und mental fit bleiben – und das gelingt nur, wenn man ab und zu mal abschaltet.“ Abschalten – das kann Halima am besten bei gemeinsamen Unternehmungen mit der Familie. Sie zieht auch viel Kraft aus dem positiven Feedback ihrer Gäste. „Wenn jemand nach einem Kochevent bei mir eine Reise nach Marokko bucht, ist das das schönste Kompliment“, strahlt sie.

Drei Fragen an Halima

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Nicht auf andere hören – einfach machen! Als ich meinem Freundes- und Bekanntenkreis von meinen Plänen erzählt habe, waren viele skeptisch: „Du hast doch studiert – wieso eröffnest du jetzt eine Kochschule?“ Niemand kann in deinen Kopf sehen – solange du selbst, es dir vorstellen kannst, kannst du es auch tun. Du musst dich dafür nicht rechtfertigen oder gar erst dein komplettes Umfeld von deiner Idee überzeugen.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich würde, glaube ich, nichts anders machen. Es ist mit Sicherheit nicht immer einfach, aber meine Vision von TASTE MOROCCO umzusetzen, zu sehen, wie es jeden Tag mehr und mehr Gestalt annimmt – das ist eine sehr spannende Zeit und ich würde es gegen nichts eintauschen wollen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Studium

Die Vereinbarkeit von Studium und Familie

Die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten

 

Du kannst     
glücklich
   sein

Kind und Karriere

Nadine lässt sich nicht aufhalten

Ausgelernt sein, gibt es nicht

Versicherung, Verein, IT-Branche: Self-Starter Andreas geht seinen Weg

I’m working on myself, by myself, for myself

Du kannst. Ende der Geschichte.

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