Mit Sicherheit in eine erfolgreiche Zukunft

Sina über den Schritt in die Selbstverwirklichung

Nicht mal ein Jahr ist es her, dass Sina es gewagt hat. Dass sie über ihren Schatten gesprungen ist, ihre Zweifel zur Seite geschoben und ihre Vision in die Tat umgesetzt hat. Nicht mal ein Jahr ist es her, dass sie gemeinsam mit einem Arbeitskollegen gegründet hat – und so zur aktiven Gestalterin ihrer eigenen Zukunft wurde. Nun führt sie mit 26 Jahren ihr eigenes Start-Up – und könnte darüber nicht glücklicher sein. Woher Sina die Kraft genommen hat, diesen großen Schritt zu gehen, wieso sie selbst von sich überrascht ist und was sie für ihre Zukunft plant, das hat sie uns im Gespräch verraten.

Sinas Plan war es eigentlich nie, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. „Viel zu unsicher“, dachte sie sich. Stattdessen startet sie ihre berufliche Laufbahn mit einem dualen Studium bei einer Versicherung in Köln. Eine zukunftssichere Wahl, wie sie findet. Der Job interessiert Sina, sie lernt viel und trotzdem weiß sie, dass sie hier langfristig nicht bleiben will. „Ich habe ständig neuen Input gesucht und auch die Arbeit am Menschen hat mir gefehlt“, so Sina. Nach einem kurzen Auslandsaufenthalt entscheidet sie sich deshalb für etwas Neues. Sie beginnt berufsbegleitend den Master "Wirtschaftspsychologie" an der FOM zu studieren und arbeitet nebenbei als Marketing-Managerin. In ihrem neuen Job trifft sie auf ihren Kollegen und späteren Mitgründer. Gemeinsam entwickeln sie ein E-Learning-Angebot für Fahrerunterweisung und bemerken schon bald, dass sie hier auf eine Marktlücke gestoßen sind. Denn „während große Unternehmen keine Probleme haben, Lernmanagementsysteme für ihre Mitarbeitenden zu bezahlen, sind diese für kleine oder mittelgroße Unternehmen häufig zu teuer“, erklärt uns Sina. Die Idee für „VINYA“ ist geboren, eine digitale Plattform, die Schulungsmanagement und E-Learning-Kurse in einer Lösung vereint und die Vorteile komplexer Lernmanagementsysteme kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich macht.

Zukunft wagen

Doch Sina hadert mit sich. Sie möchte später einmal eine Familie haben, das wird bestimmt total schwer. Und auch die Tatsache, dass sie keine andere Frau in ihrem Alter kennt, die schon selbstständig ist, hält sie zurück. Doch der Gedanke lässt sie nicht los. „Ich habe das Internet nach Erfolgsgeschichten von Gründerinnen, die auch Mütter sind durchstöbert und gesehen `hey, das scheint ja doch zu klappen´. Und das hat mich nochmal in meinem Vorhaben bestärkt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen“.

Einfach machen!

Schließlich wagen ihr Kollege und sie den Sprung ins kalte Wasser, bewerben sich kurzerhand auf ein Start-up-Stipendium und – sind erfolgreich. Im September 2020 wird Sina Mitgründerin eines Unternehmens, dass Mitarbeiterschulungen auf das nächste Level hebt: Digitale e-Learning-Systeme. Insbesondere Mittelständler, die häufig nicht die Mittel haben mit der erforderlichen Geschwindigkeit der Digitalisierung standzuhalten, sollen davon profitieren.

„Ich war schon sehr aufgeregt“, schmunzelt sie rückblickend. „habe mir aber immer versucht zu sagen `Eigentlich kann doch gar nichts schlimmes passieren´. Ich habe ja immer noch das Stipendium, das mich mit Lebenserhaltungskosten unterstützt, und außerdem eine tolle Ausbildung. Eine gute Zukunft ist mir sicher“.

Und so beginnt für Sina eine herausfordernde und spannende Zeit. Denn neben unzähligen Höhen ist es eben nicht immer einfach ein eigenes Unternehmen zu führen.

„Gründer:innen, die nie zweifeln, habe ich noch nicht kennengelernt“, gibt Sina zu. „Vor Weihnachten war eine Zeit, wo so viel los war, dass wir dachten `jetzt können wir nicht mehr´. Aber die Situation hat sich Stück für Stück normalisiert. Wir sind routinierter geworden und haben mit jedem bewältigtem Problem auch neue Erfahrung gesammelt“.

„Ich denke viel über meine Zukunft nach“

In diesen stressigen Zeiten ist Sina besonders froh, auf ihr Umfeld zählen zu können. „Dass meine Familie und Freunde mir zeigen, dass das cool ist, was ich da auf die Beine stelle, das gibt mir viel Kraft“, erzählt sie. Doch auch auf die eigene innere Stärke kommt es an. „Es hilft mir sehr, bewusst Pausen einzulegen. Dann meditiere ich oder reflektiere meine aktuelle Situation. Andernfalls bin ich oft in meinem Tunnel und realisiere gar nicht, was alles passiert ist. In Momenten der Ruhe gucke ich dann manchmal nach einer ganzen Weile zurück und denke mir `wow, ich habe ja schon viel gemacht´. Das gibt mir Energie, meinen Weg weiter zu beschreiten.“

 

Neben dem, was war, interessiert Sina jedoch vor allem, was noch sein wird. „Ich denke viel über die Zukunft nach und hole mich dann bewusst wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. `Schritt für Schritt, schau was passiert und wenn‘s nicht passiert, dann ist es auch nicht so schlimm´, sage ich mir immer. Generell möchten wir unser Angebot bei VINYA gerne um Microlearnings erweitern, um die Mitarbeitenden auch einzeln an die Hand zu nehmen. Also neben den Pflichtunterweisungen auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung anbieten. Mehr mit dem Menschen per se arbeiten“, erzählt sie uns begeistert. „Lernen und Entwicklung - das sind für mich Herzensthemen. Die Welt befindet sich in einem permanenten Wandel. Wenn man da selbst stillsteht, verpasst man nicht nur unheimlich viel, sondern auch den Anschluss.“

Drei Fragen an Sina

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Eigentlich alles.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich wäre gerne mutiger gewesen. Hätte mich gerne schon eher Dinge getraut. Vielleicht hätte ich dann schon früher das Gefühl gehabt, dass ich etwas mache, das mich begeistert und mir Kraft gibt.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die FOM Hochschule gibt es deutschlandweit: Das war mir sehr wichtig, da ich anfangs noch unschlüssig war, wo genau es mich hinzieht.

Die Studieninhalte: Dass der Master so flexibel war, dass ich für den Master in "Wirtschaftspsychologie" nicht zwingend auch den Bachelor in "Wirtschaftspsychologie" brauchte

Die Praxisnähe: Das wurde mir vorab schon von Freunden bestätigt, die auch bereits an der FOM studiert haben.

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