Startup your life

Laura Jane wagt den Schritt in die Selbständigkeit

„Anderen helfen“ – das ist oftmals die größte Motivation für Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten. Auch Laura aus Neuss hat die berühmte „soziale Ader“: Nach dem Abi wollte sie eigentlich Medizin studieren und Kinderärztin werden. Doch im Leben läuft nicht immer alles nach Plan - der ersehnte Studienplatz ließ auf sich warten. Zum Glück ist Trübsal blasen genauso wenig Lauras Ding wie ein langweiliger Bürojob. Kurzerhand schaut sie sich nach Alternativen um und bildet sich ununterbrochen weiter. Heute betreibt die 29-jährige Powerfrau ihr eigenes Zentrum für Bewegungs – und Entwicklungsföderung. Dort vermittelt sie Kindern mit Hilfe von Sport das, was sie selbst schon ihr ganzes Leben erfolgreich an sich selbst anwendet: An die eigenen Grenzen zu gehen und sich so stetig weiterzuentwickeln.

Sport hat in Lauras Familie schon immer einen hohen Stellenwert. Die Tochter eines britischen Taekwondo Meisters mit karibischen Wurzeln lernt früh, sich selbst zu verteidigen und betreibt jahrelang Leistungssport. Dabei geht es ihr um viel mehr als nur um körperliche Fitness. „Durch Sport lernst du den eigenen Körper wieder zu spüren, über dich hinaus zu wachsen und letztendlich auch Selbstbewusstsein zu entwickeln.“ Und Selbstbewusstsein bedarf es allemal, wenn man sich wie Laura, in so jungen Jahren selbständig macht – noch dazu neben dem Studium. Aber der Reihe nach: Wie kam es überhaupt dazu?

Von Plan B zum Traumberuf

„Eigentlich wollte ich ja immer Medizin studieren“, erzählt Laura. „Das hat leider nicht auf Anhieb geklappt und erschwerend kam hinzu, dass ich, was den Ort angeht, aus privaten Gründen eingeschränkt war.“ Laura lässt sich auf die Warteliste setzen und nutzt die Zeit, um  sich zur Kinderkrankenschwester ausbilden zu lassen. Auf dem kleinen Umweg zum vermeintlichen Ziel lernt sie einen neuen Bereich kennen, der sie gleich fasziniert: „Während der Ausbildung bin ich zum ersten Mal mit dem Thema „Motopädie“ in Kontakt gekommen. Das ist eine ganzheitliche Therapiemethode zur Behandlung motorischer Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen. Wenn sich ein Kind zum Beispiel schlecht konzentrieren kann, Koordinationsschwierigkeiten hat oder wenn es auffällig zurückhaltend ist - oder eben das komplette Gegenteil. “ Laura ist sofort Feuer und Flamme, als sie davon erfährt. Mit der „Motopädie“ entdeckt sie plötzlich etwas, das es ihr ermöglicht all ihre Herzensbereiche miteinander zu kombinieren: Kindern helfen mit einem Mix aus Medizin und Sport.

Immer weiter

„Ich war schon immer jemand, der sich gerne weitergebildet hat. Neben meiner Ausbildung zur Kinderkrankenschwester habe ich unzählige Fortbildungen besucht – ich mag es einfach, neue Dinge zu lernen.“ Entsprechend motiviert geht Laura auch die Weiterbildung zur Motopädin an. Gleichzeitig lässt sie der Wunsch nicht los, doch noch einen Studienabschluss in der Tasche zu haben. Um ihr Wissen weiter zu vertiefen, schreibt sich für den Studiengang „Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik“ an der FOM ein. Das alles wuppt sie parallel zum kräftezehrenden Schichtdienst im Krankenhaus. Wie geht man mit so einer Doppelbelastung um? „Ich komme tatsächlich mit relativ wenig Schlaf aus. Außerdem lebe ich recht gesund – also ich rauche und trinke zum Beispiel nicht. Nicht weil ich ein Gesundheitsfanatiker bin - es hat mir zum Glück einfach nie geschmeckt.“

Hilfe suchen als Zeichen von Stärke

„Als sich mir die Möglichkeit zur Selbständigkeit geboten hat, hatte ich erst vor Kurzem eine leitende Position im Krankenhaus übernommen und war damit eigentlich sehr zufrieden. Als dann aber direkt um die Ecke meiner Wohnung ein neues Gebäude gebaut wurde, das sich ideal für ein eigenes Studio geeignet hat, habe ich einfach spontan einen Besichtigungstermin vereinbart. Danach stand der Wunsch fest, mein eigenes Ding zu machen.“ Aber wie geht man so etwas an? Lauras Tipp: „Wenn etwas noch Neuland für dich ist, hol dir kompetente Leute ins Boot, die sich auskennen.“ Als feststeht, dass sie die Räumlichkeiten für ihr eigenes Motopädie-Zentrum bekommen könnte, wendet sie sich an die Abteilung für Wirtschaftsförderung in Neuss, besucht Unternehmerabende und informiert sich auf vielen verschiedenen Wegen nach Finanzierungsmöglichkeiten. Der Businessplan, den sie mit Unterstützung von einer Unternehmensberatung anfertigt, wird im ersten Anlauf von der Bank genehmigt. „Irgendwie hat sich alles gefügt – es hat sich einfach richtig angefühlt“, erinnert sich Laura. Die Räumlichkeiten lässt sie komplett nach ihren Vorstellungen umbauen, ist in jeden Schritt involviert. Heute prangt in der 136 qm großen Halle der Firmenname „MoMo“ und ihr selbst designtes Logo, das passender nicht sein könnte: Lauras strahlendes Gesicht.

Drei Fragen an Laura Jane

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Meinen beruflichen Werdegang. Wenn man wie ich eher der „Hands-on“-Typ ist, kann ich wirklich empfehlen erst mal eine Ausbildung zu machen oder alternativ ein praxisorientiertes Studium. Meiner Erfahrung nach findet man dann erst heraus, was man wirklich will, statt einfach irgendwas zu studieren.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Hhm…Wahrscheinlich nicht immer versuchen mich an die Wünsche der anderen anzupassen. Man kann es nicht allen recht machen und das ist ok.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Studienberatung: Die persönlichen Beratungsgespräche haben mir sehr bei der Wahl meines Studiums geholfen. Und auch danach sind immer Ansprechpartner greifbar, die einem mit Rat zur Seite stehen.

Die Flexibilität der Veranstaltungen

Die regionale Nähe

 

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