Stay Focused

Konzentriert durch den Tag

Hast du das Gefühl, dass selbst Orangensaft konzentrierter ist als du? Damit bist du nicht allein! Dieses Gefühl kennen wir wohl alle. Allein 75 Prozent der Schüler haben - laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach - Konzentrationsprobleme. Die Zahl unter Erwachsenen dürfte nicht geringer ausfallen. Im Kopf schwirren einfach immer hunderte To Dos – beruflich wie privat. Meist weißt du vermutlich gar nicht, wo du überhaupt anfangen sollst – besonders, wenn du für ein Studium lernen müsstest. ­Das Resultat: Du versuchst dich im Multitasking, lässt dich schnell ablenken, machst alles ein bisschen, aber nichts wirklich richtig. Haben wir es auf den Punkt gebracht? Du musst aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Es gibt einfache Tricks, wie du aus diesem Teufelskreis wieder herauskommst und deiner Unkonzentriertheit entgegenwirken kannst. Kinderleicht sozusagen!

Wer zwei Hasen gleichzeitig jagt, wird keinen davon fangen.

Konfuzius

Dein Körper ist ein Tempel

Der erste Weg zu mehr Konzentration geht über deinen Körper. Wenn dieser schlappmacht, macht auch dein Gehirn nicht mehr mit. Deshalb ist es wichtig, dass du ausreichend schläfst. Sechs bis sieben Stunden sind optimal, um konzentriert zu bleiben. Wichtig ist zudem, dass du genügend trinkst, um dein Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen. Eine vitaminreiche Ernährung tut ihr Übriges. Verzichte deshalb auf ermüdende zuckerhaltige Lebensmittel. Aber keine Panik, ein Schokoriegel – vor allem als Belohnung – ist natürlich drin!

Dein Kaffeekonsum ist in müden Situationen stark erhöht? Verständlich. Allerdings pusht das Koffein dich auch nur in moderaten Dosen. Zu viel Kaffee verursacht eher einen sogenannten „Flattermann“. Dass die Konzentration dann dahin ist, müssen wir dir ja nicht sagen. Also gilt auch bei Kaffee: Know your limits!

 

 

Singletasking statt Multitasking

Zwar hörst du auf deinen Körper, aber du glaubst immer noch, je mehr Aufgaben du parallel abarbeitest, umso mehr schaffst du? Verwirf diesen Gedanken ganz schnell! Multitasking ist absolutes Gift für konsequente Konzentration. Erledige deine Aufgaben deshalb lieber nacheinander oder widme mich dich beim Lernen einem Thema nach dem anderen. Anhand der Ergebnisse wirst du sehen, wie vorteilhaft Singletasking ist.

Hak's ab!

Um Multitasking ebenfalls zu vermeiden, helfen To Do Listen. Nicht gerade ein revolutionärer Tipp? Mag sein, aber sie sind Oldie but Goldie! Warum? Aus Angst, dass du wichtige Aufgaben vergisst, rufst du dir alle To Dos im Laufe des Tages immer wieder ins Bewusstsein. Dadurch reißt du dich jedes Mal aus deiner Fokus-Phase. Wie du also siehst, ist keine To Do Liste auch keine Lösung. Schreibe also lieber alle Termine, Aufgaben und Deadlines auf. Dann herrscht wesentlich mehr Ruhe in deinem Kopf.

Es geht dabei übrigens nicht darum, möglichst viele Punkte auf deiner To Do Liste zu notieren, sondern die wichtigen Aufgaben des Tages für dich zu priorisieren. Diesen Aufgaben solltest du deine ganze Energie widmen. So fokussierst du dich automatisch auf die richtigen Dinge. Netter Nebeneffekt: Das Abhaken der Aufgaben gibt neuen Schwung für mehr.

Variation statt Stagnation

Monotone Arbeit kann ermüdend werden. Du darfst also durchaus Abwechslung ins Spiel bringen. Gerade beim Lernen kommt man irgendwann nicht weiter. Bevor du also stagnierst, knüpfe dir ein anderes Thema zum Lernen vor. Sobald du nämlich leidenschaftslos und roboterhaft lernst, schwindet deine Motivation sowie deine Konzentration. Außerdem wirst du das bereits Gelernte vermutlich weniger gut verinnerlichen. Die Abwechslung gibt dir zudem neue Impulse, durch die du wieder fokussiert einsteigen kannst.

Arbeitsort, wechsle dich

Nicht zuletzt hat unsere Umgebung einen erheblichen Einfluss auf unsere Konzentration. Deshalb solltest du zum Arbeiten oder Lernen definitiv einen Ort wählen, an dem du dich wohlfühlst: die Küche, das Wohnzimmer, den Balkon, den Garten, das Arbeitszimmer, das Schlafzimmer. Es gibt grenzenlose Möglichkeiten. Ein Ortswechsel zwischendurch wirkt besonders belebend. Wichtig ist jedoch, dass du mögliche Störfaktoren ausblendest. Andere Menschen lenken dich schnell ab? Dann ist das Café bei dir in der Nähe vielleicht der falsche Ort, um zu arbeiten oder zu lernen. Eine Ruhe-Oase ist dann wohl die bessere Wahl.

Bitte nicht stören!

Um wirklich ungestört zu arbeiten, ist nicht nur der Ort ausschlaggebend, sondern auch, was du daraus machst. Musik lässt dich zur Ruhe kommen, auch wenn überall Menschen um dich herum sind? Dann nutze Kopfhörer und los geht’s! Nicht nur andere Menschen oder Geräusche können dich ablenken. Vieles läuft auch intrinsisch ab: Du checkst regelmäßig deine Mails, schaust ständig auf dein Handy, nimmst Telefonate entgegen oder scrollst durch deine Social Media Kanäle. Diese ständige Erreichbarkeit fördert Stress und vermeidet, dass dein Kopf wirklich nur bei einer Sache bleibt. Natürlich musst du nicht komplett auf dein Smartphone verzichten. Nutze es jedoch nur zu geplanten Zeiten, um deinen Fokus nicht zu verlieren.

Pausen zum Fokus

Mach auch mal eine Pause. Pause? Ja, du hast richtig gehört. Du musst dich nicht den ganzen Tag einschließen und durcharbeiten oder –lernen. Dein Gehirn braucht diese regelmäßige Erholung. Bei den ganzen Sinnesreizen, mit denen dein Denkapparat bombardiert wird, nimmt deine Konzentration nämlich automatisch ab. Plane deshalb mehrmals 3 bis 5 Minuten, um mal aufzustehen, dich zu strecken, dir die Beine zu vertreten oder dir einen Kaffee zu kochen. Setze dir dazu festgelegte Intervalle von z. B. 45 Minuten, in denen du fokussiert arbeitest. Danach eine kurze Pause und weiter geht’s! Schon alleine die Möglichkeit, Pausen machen zu können, macht dich wesentlich produktiver. Also kleb nicht den ganzen Tag vor dem PC oder Laptop fest!

Das Ziel ist der Weg

Bekanntlich gehen Motivation und Konzentration ebenfalls einher. Möchtest du also deine Konzentration steigern, solltest du dir konkrete Ziele setzen: „Bis heute Abend habe ich die Themen A bis F gelernt“ oder „die Aufgaben 1 und 2 erledige ich bis zum Mittagessen“. Für jedes erreichte Ziel darfst du dich selbstverständlich auch belohnen. Triff Freunde, schau deine Lieblingsserie oder koch dir etwas Leckeres. Durch diese Form der Belohnung vereinsamst du nicht oder verfällst gar in eine Art Lern-Depression. Die Verknüpfung von Ziel und Belohnung ist dabei also wesentlich effektiver als stundenlanges Durchpowern. Sie motiviert dich auch für die weiteren Aufgaben. Gleichzeitig beugst du Dauermüdigkeit vor. Du bleibst konstant konzentriert und du verspürst zwischendurch Glücksgefühle. Ziel erreicht, oder?

Du hast es in der Hand

Deine Angst, nicht konzentriert arbeiten zu können, ist weniger geworden? Sehr gut! Wie du siehst, kannst du mit etwas Struktur alles erledigen, was du dir vornimmst – und zwar höchst konzentriert und fokussiert. Solltest du dich also deshalb bisher gegen ein Studium neben dem Beruf entschieden haben, kannst du dich nun trauen! Sei mutig und stell dich der Herausforderung. Denn denk dran: Du kannst alles sein – vor allem fokussiert!

Du kannst     
glücklich
   sein

#allessein

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