Stress lass nach!

10 Tipps für einen entspannteren Alltag

Studieren, arbeiten, Zeit mit der Familie verbringen, Freundschaften pflegen, Hobbys nachgehen – und dann ist da ja auch noch der Haushalt, der gemanagt werden will. Kein Wunder, dass wir gestresst sind: Ständig haben wir das Gefühl noch etwas erledigen zu müssen und kommen dadurch einfach nicht zur Ruhe. Dabei ist Stress nicht per se schlecht – er aktiviert den Körper und treibt uns zu Höchstleistungen an. Gefährlich für die Gesundheit wird es jedoch, wenn er zum Dauerzustand wird und unser Körper in ständiger Alarmbereitschaft ist. Man kann nervlichen Belastungen zwar nicht immer aus dem Weg gehen – sich mit einem achtsameren Umgang aber dagegen wappnen. Wir verraten dir zehn Tipps für die nötige Balance zwischen An- und Entspannung im Alltag.

Will man Schweres bewältigen, muss man es leicht angehen.

Berthold Brecht

1. Finde heraus was dich stresst

Häufig ist uns gar nicht bewusst, dass wir gestresst sind. Wir sind viel zu sehr damit beschäftigt, zu funktionieren. Warnzeichen, die der eigene Körper beispielsweise in Form von Kopfschmerzen gibt, werden gerne mit Medikamenten unterdrückt. Der erste Schritt zur Stressbewältigung ist daher, die Anzeichen früh genug zu erkennen und dir bewusst zu machen, wann und in welcher Situation bei dir Stress-Symptome auftreten. Was stresst dich mehr: der Zeitdruck, weil viele Dinge gleichzeitig erledigt werden müssen oder Nichtstun? Jeder hat ein anderes Empfinden für Stress, daher kann eine akute Überlastung bei jedem unterschiedliche Auslöser haben. Die persönliche Einstellung, erlernte Verhaltensmuster und Emotionen können dabei eine Rolle spielen. Finde heraus, welche Stressoren für deine persönliche Stressreaktion verantwortlich sind, denn erst, wenn du die Ursache für das Problem kennst, kannst du dagegen vorgehen.

2. Du bist, was du denkst

Stress verursacht Angst und Angst blockiert dein Gehirn. Dadurch werden negative Gedanken verstärkt und Glaubenssätze wie „Ich kann das nicht!“ belasten dich zusätzlich. Mach dir bewusst, dass deine Gedanken nur Gedanken sind – und keine Realität. Versuche einen anderen Blickwinkel einzunehmen und stell dir vor, wie du beispielsweise eine schwierige Aufgabe bravourös meisterst. Auch positive Affirmationen und Mantren können dir helfen eine positive Einstellung zu bewahren.

3. Nervennahrung statt Fast Food

Wenn wir unausgeglichen sind, neigen wir häufig dazu, uns ungesund zu ernähren. Ein ausgewogenes Mittag- oder Abendessen sind oft die ersten Dinge, die wir streichen und durch Pizza, Burger etc. ersetzen. Dies kann zu einer noch höheren Stressbelastung führen, denn ein gesunder Körper kann mit Stress besser umgehen. Achte darauf, reichlich Obst und Gemüse zu essen, damit du wichtige Nährstoffe aufnimmst, um dein Nervensystem zu schonen. Dazu gehört auch, ausreichend Wasser zu trinken.

4. Spaziere dich glücklich

Hol dir einen Sauerstoffkick. Frische Luft stärkt dein Immunsystem und bringt deinen Kreislauf in Schwung. Dein Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt und dein Körper produziert das Glückshormon Serotonin. Außerdem trägt ein Spaziergang im Freien auch zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit bei und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Vor allem vor einer wichtigen Prüfung lohnt es sich also, sich einfach mal die Beine zu vertreten.

5. Tief durchatmen

Bei akutem Stress sind Atemübungen hervorragende Hilfsmittel zur Entspannung und eignen sich besonders zum schnellen und effektiven Stressabbau. In stressigen Situationen ist unsere Atmung oft schnell und flach. Im entspannten Zustand atmen wir ruhig, tief und regelmäßig. Halte bewusst inne, wenn du merkst, dass du dich gestresst fühlst, und achte auf deine Atmung. Ein paar tiefe, bewusste Atemzüge können oft schon helfen, deine Gedanken zu ordnen und einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Nimm dafür eine entspannte Körperhaltung ein und beobachte deine Atmung. Beginne anschließend, deine Atmung langsam zu verändern, indem du vier Sekunden einatmest und sechs Sekunden ausatmest. Achte darauf, dass die Ausatmung länger ist als die Einatmung. Wichtig dabei ist, dass du dich nicht quälst, sondern deinen eigenen Rhythmus findest. Nach einigen Minuten wirst du merken, wie sich dein Herzschlag und dein Puls beruhigt haben. Abschließend kannst du deine Atmung wieder natürlich fließen lassen.

6. Gut geplant ist halb gewonnen

Oft sind wir gestresst, weil uns so viele unerledigte Aufgaben im Kopf rumschweben und wir gar nicht mehr wissen, wo wir überhaupt anfangen sollen. Als Konsequenz schieben wir Dinge auf und sind umso gestresster. Klassische To-Do-Listen können dir helfen, ruhiger zu werden, indem du alles was dir im Kopf rumschwirrt, niederschreibst. So hast du einen guten Überblick und kannst die Aufgaben mit Timings versehen – was dir wiederum beim Priorisieren hilft. Das befreiende Gefühl, wenn du dann einen Punkt von der Liste streichen kannst, kann dir keiner nehmen.

7. Mach mal Pause

Im Leben geht es immer um die richtige Balance. Zwischen stressigen Phasen ist Erholung enorm wichtig. Achte daher während des Tages auf regelmäßige Pausen zwischendurch, um den Stress frühestmöglich zu unterbrechen. Fünf Minuten nach 30-40 Minuten konzentrierter Arbeit reichen schon aus. Diese fünf Minuten sind gut investierte Zeit, denn sie sorgen dafür, dass dein Gehirn wieder fokussiert weiterarbeiten kann.

8. Schlaf dich gesund

Erholsamer Schlaf wirkt wie Medizin auf den gestressten Körper. Leider geht mit Stress auch oft Schlaflosigkeit einher – ein Teufelskreis. Nimm dir vorm Zubettgehen Zeit und etabliere ein Ritual, das zu dir passt. Das kann eine warme Tasse Tee sein oder ein gutes Buch, in dem du noch ein Kapitel liest, ehe du dich schlafen legst. Elektronische Unterhaltungsmedien wie Fernsehen und Smartphone solltest du in den letzten Stunden des Tages unbedingt meiden -  der hohe Blauanteil im Licht hält deinen Körper vom Einschlafen ab.

9. Mach dir keinen Kopf

„Was wäre, wenn...“ Manche Dinge kannst du einfach nicht ändern. Es bringt also nichts, unnötig zu grübeln und sich katastrophalen Fantasien hinzugeben oder sich aufzuregen. Sobald du merkst, dass negative Gedanken auftauchen, solltest du dich wieder ins Hier und Jetzt befördern. Beende die Gedanken, indem du Musik hörst, die dich in gute Laune versetzt oder einfach der Natur lauschst. Gehe spazieren oder mach Sport, um dich auszupowern. Lähmende Gedanken halten dich vom Handeln ab und bewirken genau das Gegenteil von dem, was du in dem Moment brauchst, um voranzukommen. Akzeptiere deine Situation – beim nächsten Mal machst du es besser!

10. Bitte lächeln

Lachen oder Lächeln vertreibt Stresshormone und befreit von seelischem Druck. Auch wenn dir einmal nicht zum Lachen zumute ist, gibt es einen einfachen Trick: Trotzdem lachen! Klingt seltsam, funktioniert aber nachweislich. Einfach bewusst aktiv lächeln oder grinsen. Hochgezogene Mundwinkel beeinflussen unseren körperlichen Zustand positiv. Das Immunsystem wird in Schwung gebracht und schmerzhemmende Signalstoffe werden vom Körper ausgeschüttet. Wenn das mal kein Grund zum Lächeln ist?

Du kannst     
glücklich
   sein

#allessein

INSTAGRAM