Study smarter – not harder

Tipps für effektives Lernen

Der Mensch ist von Natur aus wissbegierig und lernt gerne Neues dazu. Anders ist die rasante gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit wohl auch kaum zu erklären. Wenn wir vor einer wichtigen Klausur stehen oder auch nur vor der Aufgabe unsere Spanisch-Kenntnisse vor dem nächsten Barcelona-Urlaub etwas aufzubessern, sieht die Sache leider oft anders aus. Fühlen wir uns unter Druck gesetzt, widerstrebt uns häufig nichts mehr als die unliebsame Aufgabe etwas Bestimmtes zu lernen. Aber das muss nicht sein. Mit diesen fünf ultimativen Lerntipps sparst du Zeit, Nerven und kommst dennoch zum Erfolg.

Learning never exhausts the mind

Leonardo da Vinci

Studenten beim Lernen
1. You got it!

Bestimmt hast du auch schon mal festgestellt: Dinge, die man nicht verstanden hat, sind nur schwer zu merken. Grund dafür ist, dass wir Sachverhalte zusammenhangslos und stupide auswendig lernen müssen – eine Methode mit sehr mäßigem Erfolg. Besser ist es, das große Ganze einmal verstanden zu haben. Beschäftige dich daher im ersten Schritt ausführlich mit der Materie. Du kannst handschriftliche Notizen während der Vorlesungen nutzen, eigene Zusammenfassungen oder Mindmaps anfertigen. Ebenfalls hilfreich ist es, sich die Dinge immer wieder selbst zu erklären. So merkst du ziemlich schnell, wo noch Lücken sind und was du vielleicht doch noch nicht ganz verstanden hast. Wenn Selbstgespräche nicht so dein Ding sind, kannst du auch Lerngruppen beitreten. In einer Gruppe mit Gleichgesinnten herrscht oft eine größere Motivation – alle kämpfen für das gleiche Ziel und unterstützen sich gegenseitig. Wichtig ist hier vor allem Abwechslung – indem du deine Lerntechnik immer mal wieder wechselst, beleuchtest du das Thema von mehreren Seiten und vertiefest so am stärksten dein Verständnis.

2. Time to plan

Insbesondere, wenn du dich auf eine umfangreiche Prüfung vorbereitest, z. B. Abitur und Semester-Klausuren, ist die Zeitplanung ein entscheidender Faktor. Du selbst bist gefragt, um dir die richtige Struktur und Kontinuität zu schaffen. Ein Zeitplan kann dir dabei helfen, wichtige Deadlines im Blick zu behalten und dir persönliche Meilensteine festzulegen. Auch der umfangreichste Lernstoff lässt sich in kleine, machbare Portionen unterteilen. Eine Faustregel aus dem Projektmanagement besagt, dass man häufig doppelt so viel Zeit für eine Aufgabe braucht, als man glaubt. Rechne also mit großzügigen Pufferzeiten, die dir genug Freiheit lassen, den Lernstoff am Ende in Ruhe zu wiederholen. Sich jeden Tag kontinuierlich eine Stunde zu nehmen, um ein bestimmtes Thema zu erarbeiten hat den Vorteil, dass du dein Wissen vor der Klausur nur noch aufzufrischen brauchst, statt bei Null anzufangen. Außerdem gelangen Informationen erst dann ins Langzeitgedächtnis, wenn wir sie oft wiederholen.

3. How do you like it?

Auch das Umfeld, in dem du lernst, hat einen großen Einfluss auf den Erfolg. Hier gibt es jedoch kein Patentrezept – du entscheidest selbst, wo, wann und wie du am besten vorankommst. Manche lernen am liebsten zuhause - andere bevorzugen öffentliche Orte wie die Bibliothek. Beides hat Vorteile: Während du zuhause alleine und ungestört bist und sogar die Schlafanzughose anlassen kannst, kann dich die Anwesenheit weiterer Personen beim Lernen motivieren. Auch die Frage, wann du lernst, gilt es zu beantworten. Es gibt Menschen, die früh morgens besonders produktiv sind. Andere funktionieren nicht vor dem 5fünften Kaffee und am allerbesten ohnehin mitten in Nacht. Erst dann haben sie das Gefühl vollkommen ungestört zu sein und nichts zu verpassen. Dein Lernumfeld kannst du auch aktiv gestalten, indem du beispielsweise für einen angenehmen Raumduft sorgst (Zitrusdüften wird eine konzentrationsfördernde Wirkung nachgesagt) oder beruhigender Hintergrundmusik (viele Streamingportale bieten spezielle Konzentrations-Playlists an). Probiere aus, was sich für dich gut anfühlt. Eine Sache jedoch solltest du in jedem Fall vermeiden – und zwar Ablenkung. Das Smartphone parkst du am besten außer Reichweite, denn nichts ist unproduktiver als ständig aus den Gedankengängen gerissen zu werden.

4. Take break!

Neben all der Disziplin wollen auch die Pausen gut geplant sein. Damit dein Gehirn aufnahmefähig bleibt, ist es wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen. Wechsel dazu auch gerne die Location, geh an die frische Luft und bewege dich. Selbst wenn keine offizielle Pausenzeit ist, du aber gerade einfach nicht weiterkommst, kann es hilfreich sein, den Fokus bewusst auf etwas anderes zu lenken. Das bringt neue Energie und paradoxerweise kommen wir genau dann auf die Lösung, die uns vor lauter Druck nicht einfallen wollte, wenn wir Abstand nehmen und etwas ganz anderes machen. Zu viel Stress ist ein echter Leistungskiller. Daher sind ausreichend Schlaf, körperliche Fitness und gesundes Essen eine gute Unterstützung – auch außerhalb von akuten Lernphasen.

5. Study what you love

Nicht nur Dinge, die wir verstehen, lernen wir leichter – wir verstehen auch Dinge besonders schnell und gut, wenn wir uns für sie interessieren. Daher fällt es manch einem leicht, sich physikalische Gesetze anzueignen – andere können sich besonders gut in die kognitiven Prozesse unserer Psyche reindenken. In der Schulzeit haben wir den Luxus nicht, uns nur die Themenfelder rauszupicken, die uns auch wirklich interessieren. Anders sieht es aus, wenn wir älter sind – dann können wir selbst entscheiden in welche Richtung wir uns entwickeln möchten. Und dafür ist es nie zu spät! Wenn du merkst, dass du den Spaß am Lernen verloren hast, könnte es also auch an deinem beruflichen Umfeld liegen. Vielleicht fehlt dir die Herausforderung oder du bist einfach im falschen Bereich gelandet. Dann ist es Zeit, etwas zu ändern und deinen natürlichen Wissensdurst wiederzuentdecken! An der FOM kannst du berufsbegleitend studieren und dich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln – ohne dabei auf dein Gehalt und gewohnten Lebensstandard zu verzichten. Was ist deine Leidenschaft? Was wolltest du schon immer einmal lernen oder vertiefen?

Du kannst     
glücklich
   sein

#allessein

INSTAGRAM