„Zukunft ist, was du draus machst“

Naomi gestaltet nicht nur ihre eigene Zukunft

„Hypermotiviert, ehrgeizig und schnell unterfordert“ – so beschreibt sich Naomi. Die 24-Jährige leitet gemeinsam mit einer Studienkollegin von der FOM ihr eigenes Tech-Start-up und schafft Lösungen für das Belegsystem der Zukunft. Für ihre eigene Zukunft wünscht sie sich vor allem eins: Immer neue Herausforderungen und Abwechslung. Wie Naomi zur Gründerin und Führungskraft wurde, hat sie uns im Interview erzählt:

Wenn man mit Naomi spricht, wird schnell klar: Sie ist keine gewöhnliche junge Frau. Mit ihren Mitte Zwanzig wirkt sie sehr selbstsicher, reflektiert - weiß genauestens um ihre Stärken als auch ihre Schwächen. Trotz ihrer beachtlichen Erfolge, die sie vorzuweisen hat, ist sie kritisch – hinterfragt ihr eigenes Handeln und überlegt, was in Zukunft noch besser geht. „Ich bin tatsächlich eher Pessimistin“, gibt sie schmunzelnd zu. „Meine Geschäftspartnerin ist genau das Gegenteil – wir ergänzen uns gut.“ Ihre Geschäftspartnerin ist Naomis ehemalige Kommilitonin Katrin. Die beiden haben sich während ihres Business Administration-Studiums an der FOM kennengelernt und auf Anhieb blendend verstanden. Nicht nur die Freundschaft zwischen den beiden Studentinnen beginnt zu wachsen – auch ihre Geschäftsidee beginnt mehr und mehr Gestalt anzunehmen: Elektronische Kassenbelege.

Digital statt normal

„Ich habe nach dem Abi erstmal eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht. Katrin ist gelernte Finanzassistentin. Wir kommen also beide aus einem Umfeld, wo Belege immer eine große Rolle gespielt haben. Wir haben ein Problem erkannt, das wir lösen wollten.“ Geboren war die Idee zu „Bill.less“ – eine App für digitale Kassenbelege und die zwei jungen Frauen plötzlich Gründerinnen. Das alles passiert während Naomis Studium an der FOM (neben Business Administration studiert sie nach einem Jahr auch noch parallel Wirtschaftspsychologie) und ihrem Job in einer Unternehmensberatung. Was sich heute liest, wie die Erfolgsstory einer Überfliegerin, hat Naomi früher jedoch einiges abverlangt. „In der Schule musste ich ganz schön kämpfen, um gute Noten zu bekommen. Ich habe mir wirklich schwer damit getan. Vielleicht hat mich das motiviert, etwas mehr Gas zu geben als andere.“ Ihre einstige Schwäche hat Naomi gekonnt zur Stärke gemacht.

Learning by doing

Naomi wirkt sehr authentisch und gefestigt in ihrer Art. Sie spricht offen und ehrlich – auch über die nicht so schönen Seiten der Selbstständigkeit. Ob sie schon immer den Wunsch hatte zu gründen? „Nein, eigentlich nicht. Ich bin beruflich eher der Sicherheitstyp. Davor habe ich in der Unternehmensberatung gearbeitet und war dort auch ganz zufrieden. Ich habe es vor allem gemocht, regelmäßig mein festes Gehalt zu bekommen.“ Die Sicherheit und das feste Gehalt hat Naomi eingetauscht: Gegen Freiheit und persönliches Wachstum. Sie kann sich selbst sehr gut einschätzen – weiß genau, was sie braucht, um beruflich glücklich zu sein: „Ich bin sehr ehrgeizig und schnell unterfordert. Daher brauche ich einen Job, der abwechslungsreich ist und bei dem ich jeden Tag etwas Neues lerne.“ Die Tätigkeit als Gründerin bietet ihr genau das. Mittlerweile haben Naomi und Katrin Personalverantwortung für acht Mitarbeitende. Jeder neue Tag hält Dinge bereit, die die beiden vorher noch nie gemacht haben. Das ist manchmal anstrengend, aber auch spannend: „Ich mag die Dynamik! Jede Mail, jeder Anruf kann eine Veränderung bedeuten und uns einen großen Schritt weiterbringen. Ich habe das Gefühl, dass ich gerade nicht nur viel für den Job, sondern auch fürs Leben lerne.“

Female Founder

Um Investorengelder zu sichern, pitchen sie ihre Geschäftsidee regelmäßig bei Start-up Events. Oft sind die beiden die einzigen Frauen auf den Veranstaltungen. „Die Gründerszene ist überwiegend männlich. Man muss definitiv härter arbeiten bei der Investorensuche.“ Und wie fühlt sich das an, mit Mitte 20 solche wichtigen Investorengespräche zu führen? „Gewöhnungsbedürftig, wobei man sich eigentlich nie wirklich daran gewöhnt!“, lacht Naomi. „Es ist eigentlich schlimmer als in der ‘Höhle der Löwen’. Man muss sich minutiös vorbereiten - sie wollen ALLES wissen. Es erfordert auf jeden Fall eine gewisse mentale Stärke, dem Druck standzuhalten, wenn alle Augen und Ohren auf dich gerichtet sind.“

Wer so viel Power hat, muss seine Batterien regelmäßig aufladen. Was macht Naomi, um zwischendurch mal abzuschalten? „Da bin ich leider richtig schlecht drin“, gibt sie zu. „Gut essen und schlafen sind zurzeit eigentlich am wichtigsten für mich, um Kraft zu tanken. Und ich schlafe meistens nur fünf Stunden“, lacht Naomi. „Aber Zeit für Kaffee und ein bisschen Sport am Morgen muss schon sein – und ich versuche auch wirklich, mich zu bessern und mir mehr Zeit für Freunde und Freizeit zu nehmen.“

Drei Fragen an Naomi

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich würde in jedem Fall wieder neben dem Job gründen – einfach aus finanziellen Gründen. Und ich würde jederzeit wieder zusammen mit Katrin gründen.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Wenn ich neu starten könnte, würde ich wahrscheinlich erst mal einen Realschulabschluss machen, statt mich durchs Gymnasium zu quälen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Möglichkeit des Dualen Studiums: So konnte ich schon währendes der Ausbildung mit dem Studium beginnen – das hat viel Zeit gespart.

Die Kombination aus Praxis und Theorie: Ich bin ein „Hands-On“-Typ und lerne leichter, was ich gleich anwenden kann.

Die Flexibilität: Ich konnte mir die Studieninhalte selbst zusammenstellen.

Mit Sicherheit in eine erfolgreiche Zukunft

Sina über den Schritt in die Selbstverwirklichung

Nicht mal ein Jahr ist es her, dass Sina es gewagt hat. Dass sie über ihren Schatten gesprungen ist, ihre Zweifel zur Seite geschoben und ihre Vision in die Tat umgesetzt hat. Nicht mal ein Jahr ist es her, dass sie gemeinsam mit einem Arbeitskollegen gegründet hat – und so zur aktiven Gestalterin ihrer eigenen Zukunft wurde. Nun führt sie mit 26 Jahren ihr eigenes Start-Up – und könnte darüber nicht glücklicher sein. Woher Sina die Kraft genommen hat, diesen großen Schritt zu gehen, wieso sie selbst von sich überrascht ist und was sie für ihre Zukunft plant, das hat sie uns im Gespräch verraten.

Sinas Plan war es eigentlich nie, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. „Viel zu unsicher“, dachte sie sich. Stattdessen startet sie ihre berufliche Laufbahn mit einem dualen Studium bei einer Versicherung in Köln. Eine zukunftssichere Wahl, wie sie findet. Der Job interessiert Sina, sie lernt viel und trotzdem weiß sie, dass sie hier langfristig nicht bleiben will. „Ich habe ständig neuen Input gesucht und auch die Arbeit am Menschen hat mir gefehlt“, so Sina. Nach einem kurzen Auslandsaufenthalt entscheidet sie sich deshalb für etwas Neues. Sie beginnt berufsbegleitend den Master "Wirtschaftspsychologie" an der FOM zu studieren und arbeitet nebenbei als Marketing-Managerin. In ihrem neuen Job trifft sie auf ihren Kollegen und späteren Mitgründer. Gemeinsam entwickeln sie ein E-Learning-Angebot für Fahrerunterweisung und bemerken schon bald, dass sie hier auf eine Marktlücke gestoßen sind. Denn „während große Unternehmen keine Probleme haben, Lernmanagementsysteme für ihre Mitarbeitenden zu bezahlen, sind diese für kleine oder mittelgroße Unternehmen häufig zu teuer“, erklärt uns Sina. Die Idee für „VINYA“ ist geboren, eine digitale Plattform, die Schulungsmanagement und E-Learning-Kurse in einer Lösung vereint und die Vorteile komplexer Lernmanagementsysteme kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich macht.

Zukunft wagen

Doch Sina hadert mit sich. Sie möchte später einmal eine Familie haben, das wird bestimmt total schwer. Und auch die Tatsache, dass sie keine andere Frau in ihrem Alter kennt, die schon selbstständig ist, hält sie zurück. Doch der Gedanke lässt sie nicht los. „Ich habe das Internet nach Erfolgsgeschichten von Gründerinnen, die auch Mütter sind durchstöbert und gesehen `hey, das scheint ja doch zu klappen´. Und das hat mich nochmal in meinem Vorhaben bestärkt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen“.

Einfach machen!

Schließlich wagen ihr Kollege und sie den Sprung ins kalte Wasser, bewerben sich kurzerhand auf ein Start-up-Stipendium und – sind erfolgreich. Im September 2020 wird Sina Mitgründerin eines Unternehmens, dass Mitarbeiterschulungen auf das nächste Level hebt: Digitale e-Learning-Systeme. Insbesondere Mittelständler, die häufig nicht die Mittel haben mit der erforderlichen Geschwindigkeit der Digitalisierung standzuhalten, sollen davon profitieren.

„Ich war schon sehr aufgeregt“, schmunzelt sie rückblickend. „habe mir aber immer versucht zu sagen `Eigentlich kann doch gar nichts schlimmes passieren´. Ich habe ja immer noch das Stipendium, das mich mit Lebenserhaltungskosten unterstützt, und außerdem eine tolle Ausbildung. Eine gute Zukunft ist mir sicher“.

Und so beginnt für Sina eine herausfordernde und spannende Zeit. Denn neben unzähligen Höhen ist es eben nicht immer einfach ein eigenes Unternehmen zu führen.

„Gründer:innen, die nie zweifeln, habe ich noch nicht kennengelernt“, gibt Sina zu. „Vor Weihnachten war eine Zeit, wo so viel los war, dass wir dachten `jetzt können wir nicht mehr´. Aber die Situation hat sich Stück für Stück normalisiert. Wir sind routinierter geworden und haben mit jedem bewältigtem Problem auch neue Erfahrung gesammelt“.

„Ich denke viel über meine Zukunft nach“

In diesen stressigen Zeiten ist Sina besonders froh, auf ihr Umfeld zählen zu können. „Dass meine Familie und Freunde mir zeigen, dass das cool ist, was ich da auf die Beine stelle, das gibt mir viel Kraft“, erzählt sie. Doch auch auf die eigene innere Stärke kommt es an. „Es hilft mir sehr, bewusst Pausen einzulegen. Dann meditiere ich oder reflektiere meine aktuelle Situation. Andernfalls bin ich oft in meinem Tunnel und realisiere gar nicht, was alles passiert ist. In Momenten der Ruhe gucke ich dann manchmal nach einer ganzen Weile zurück und denke mir `wow, ich habe ja schon viel gemacht´. Das gibt mir Energie, meinen Weg weiter zu beschreiten.“

 

Neben dem, was war, interessiert Sina jedoch vor allem, was noch sein wird. „Ich denke viel über die Zukunft nach und hole mich dann bewusst wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. `Schritt für Schritt, schau was passiert und wenn‘s nicht passiert, dann ist es auch nicht so schlimm´, sage ich mir immer. Generell möchten wir unser Angebot bei VINYA gerne um Microlearnings erweitern, um die Mitarbeitenden auch einzeln an die Hand zu nehmen. Also neben den Pflichtunterweisungen auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung anbieten. Mehr mit dem Menschen per se arbeiten“, erzählt sie uns begeistert. „Lernen und Entwicklung - das sind für mich Herzensthemen. Die Welt befindet sich in einem permanenten Wandel. Wenn man da selbst stillsteht, verpasst man nicht nur unheimlich viel, sondern auch den Anschluss.“

Drei Fragen an Sina

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Eigentlich alles.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich wäre gerne mutiger gewesen. Hätte mich gerne schon eher Dinge getraut. Vielleicht hätte ich dann schon früher das Gefühl gehabt, dass ich etwas mache, das mich begeistert und mir Kraft gibt.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die FOM Hochschule gibt es deutschlandweit: Das war mir sehr wichtig, da ich anfangs noch unschlüssig war, wo genau es mich hinzieht.

Die Studieninhalte: Dass der Master so flexibel war, dass ich für den Master in "Wirtschaftspsychologie" nicht zwingend auch den Bachelor in "Wirtschaftspsychologie" brauchte

Die Praxisnähe: Das wurde mir vorab schon von Freunden bestätigt, die auch bereits an der FOM studiert haben.

Female Leadership

FOM Professorin Dr. Anja Seng über Führung, Zukunft und Vielfalt

Prof. Dr. Anja Seng ist eine beeindruckende Frau. Sie ist nicht nur theoretisch Expertin auf dem Gebiet Female Leadership – in ihren zahlreichen Rollen und Funktionen ist die FOM Professorin für Personalmanagement selbst Führungskraft und weiß, wovon sie spricht. Als Rektoratsbeauftragte für Diversity Management setzt sie sich aktiv für den Umgang mit Vielfalt an der Hochschule ein. Sie weiß um den Nutzen von unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven.  Kein Wunder also, dass auch sie selbst vielseitig interessiert und engagiert ist. Am Institut für Public Management forscht Anja Seng zum Thema Führung in der öffentlichen Verwaltung, wo digitales und agiles Arbeiten zu den Schwerpunkten zählen. Neben ihrer Arbeit an der Hochschule in Lehre und Forschung ist sie beratend tätig, hält Vorträge und setzt sich in unterschiedlichen Organisationen für das Thema Gleichberechtigung und Stärkung der Frau ein. Als Mutter von zwei Söhnen und Führungskraft hat sie geschafft, was sich viele Frauen wünschen: sich in Karriere und Familie gleichermaßen zu verwirklichen. Wieso das leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, woran das liegt und was wir dagegen tun können, hat sie uns im Interview erzählt:

 

Was versteht man unter „Female Leadership“?

Unter Female Leadership verstehe ich eigentlich eher allgemein Frauen in Führungspositionen. Der Begriff ist auch nur deshalb relevant, weil Frauen in Führungspositionen aktuell noch selten sind. Deswegen das spezielle Wording, das wir hoffentlich nicht mehr allzu lange brauchen.

Mir selbst ist es dabei wichtig, ein Vorbild zu sein und selbst vorzuleben, wovon ich anderen erzähle. Ich möchte andere Frauen ermutigen und sagen „Hey, probier’s doch!“. Ich möchte andere Frauen auf ihrem Weg unterstützen, indem ich beispielweise versuche, jeden Tag eine 'gute Frau' zu empfehlen – sei es für einen Job oder in Form einer Buchempfehlung einer Autorin. Es ist mir wichtig, meine eigene Stimme zu erheben und meine Meinung offen zu vertreten.

Ich möchte andere Frauen ermutigen und sagen „Hey, probier’s doch!“

Inwieweit würde die Gesellschaft von mehr Frauen an der Spitze profitieren?

Ganz kurz gesagt: Der Talentpool wird so komplett ausgeschöpft. Aktuell wird nur die Hälfte der Bevölkerung für Führungspositionen in Erwägung gezogen. Obwohl Frauen die gleiche Schulbildung erhalten, in den Vorlesungssälen gemeinsam mit männlichen Kommilitonen sitzen und ihren Abschluss machen, tauchen sie später nicht mehr in den relevanten Positionen auf. Das ist schlichtweg volkswirtschaftliche Verschwendung. Es wird für eine Ausbildung bezahlt, die aktuell nicht wirklich genutzt wird, weil die Frauen heutzutage häufig noch mit den Kindern zuhause bleiben. Außerdem ist es schon allein aus moralischer und ethischer Perspektive geboten, gleiche Chancen für alle anzubieten. Es gibt auch immer mal wieder Studien, die versuchen zu belegen, dass Unternehmen mit Frauen an der Spitze wirtschaftlich erfolgreicher sind. Solche Studien sind aus wissenschaftlicher Sicht – leider - mit Vorsicht zu genießen, da es keine Kontrollgruppe gibt, sprich die Vergleichbarkeit der Bedingungen nicht wirklich gegeben ist. Das Argument ungenutzter Ressourcen jedoch ist wasserdicht.

 

Was ist mit der Annahme, Frauen führen „menschlicher“?

Auch das finde ich schwierig, denn es wird das Stereotyp „Frauen sind irgendwie netter“ impliziert. Als Argument ist das wenig tragfähig. Was man jedoch tatsächlich sagen kann, ist – vor dem Hintergrund einer aktuellen qualitativen Studie des DIW - dass in gemischten Gremien, also Aufsichtsräten, in denen sowohl Frauen als auch Männer vertreten sind, sich die Arbeitsatmosphäre und Arbeitsergebnisse positiv verändern. Das liegt nicht etwa daran, dass Frauen so wunderbar sind – denn auch ein Team nur aus Frauen trifft auf eine ähnliche Problematik wie ein Team, das ausschließlich aus Männern besteht. Die Mischung macht den Unterschied.

 

Mit welchen Hürden haben Frauen immer noch zu kämpfen?

Frauen sind im Studium zum Teil sogar überproportional vertreten – tauchen später in den Führungsetagen jedoch kaum noch auf. Das liegt vor allem an den bestehenden Strukturen – gesellschaftlich, politisch, individuell und auch betrieblich. Iris Bohnet beschreibt es in ihrem Buch „What works“ sehr gut, indem sie sagt: „Nicht die Frauen müssen sich ändern, sondern die Spielregeln.“ Die Rahmenbedingungen legen ihnen viele Steine in den Weg – das beginnt schon bei der Personalauswahl. Hier fehlt es oftmals an validen Auswahlverfahren, die die tatsächliche Eignung der Person für den Job prüfen. Auch die aktuelle Feedback-Kultur hat maßgeblichen Einfluss auf die Chancengleichheit. Man hat herausgefunden, dass Männer Männern anders Feedback erteilen als Frauen, nämlich viel häufiger und direkter. Das hat zur Folge, dass es für Frauen schwieriger ist, die aktuelle Position – und damit auch ihre Verhandlungsposition – zu bestimmen. Der Zugang zu Informationen und Netzwerken spielt ebenfalls eine große Rolle. So werden offene Positionen oft schon informell kommuniziert, so dass dann bei der offiziellen Besetzung ein Vorsprung entsteht. Auch das Thema Familienplanung ist natürlich relevant. Fragen Sie sich einmal, wer in Deutschland Kinder bekommt. Statistisch gesehen sind es 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen – die Eltern eben. „Die Torte der Wahrheit“ vom 12. Februar dieses Jahres (das ist ein Tortendiagramm mit alltäglichen Fakten, das Autorin und Kabarettistin Katja Berlin regelmäßig auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht) zeigt etwas anderes: Demnach bekommen nach Einschätzung von Unternehmen 80 – 90 Prozent der Frauen Kinder, aber nur 10 Prozent der Männer. Die Erwerbstätigkeit ist bei Frauen zwar insgesamt deutlich gestiegen – allerdings bei gleichbleibendem Anteil an der sogenannten Care-Arbeit. Wir sehen also: Es sind vielfältige Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen.

Und hier möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, mit zwei typischen Annahmen „aufzuräumen“: Zum einen mit der Unterstellung, „es gäbe sie nicht“. Die Pipeline an qualifizierten Frauen ist bestens gefüllt. Auch die Vermutung, dass Frauen keine Lust auf Führungspositionen hätten, hat sich als unhaltbar erwiesen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Männer und Frauen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn gleichermaßen Karriere machen möchten. Bei Frauen bricht diese Zahl jedoch nach drei bis vier Jahren ein, was maßgeblich auf die oben genannten Strukturen zurückzuführen ist.

 

Was ist ein konkretes Beispiel, um mehr Chancengerechtigkeit in den Strukturen zu schaffen?

Unbewusste Vorurteile zu haben, ist menschlich – dagegen können wir nicht viel tun. Wichtig ist es daher, sich das bewusst zu machen und Strukturen und Prozesse zu schaffen, die eine objektivere Beurteilung ermöglichen. Strukturierte Interviews mit klaren Anforderungsprofile sind zum Beispiel ein Instrument. Dafür müssen die Interviewenden im Vorhinein geschult werden und für unbewusste Stereotypen sensibilisiert werden. Auch das Mehraugenprinzip bei der Auswahl durch eine gemischte Jury wäre einfach umzusetzen und sorgt dafür, dass wir die Vielfalt unserer Gesellschaft besser nutzen können - und das gilt nicht nur für Frauen.

„Glaube an dich und trau dir etwas zu!“

Wieso liegt Ihnen das Thema Female Leadership so am Herzen?

Ich habe lange Zeit selbst gedacht, dass ich alles erreichen kann und eine gewisse Zeit lang war das auch so. Irgendwann bin ich im Rahmen meiner Schwangerschaft dann selbst an Grenzen gestoßen, die ich zwar bemerkt habe, in denen ich jedoch noch keinen systematischen Zusammenhang gesehen habe. Später ergab sich die Möglichkeit, in einem Forschungsprojekt zum Thema Genderforschung tätig zu sein. Es ging um die Rolle der Frau in der chemischen Forschung und Entwicklung. Ich habe erst mal mit den Augen gerollt und dachte mir „Das ist doch alles Quatsch. Frauen müssen sich eben nur richtig anstrengen – das werden wir jetzt belegen.“ Drei Jahre lang habe ich mich empirisch mit dem Thema auseinandergesetzt, um festzustellen, dass es das, was andere bereits vorher herausgefunden haben, wirklich gibt. Dass der Weg für Frauen eben nicht so einfach ist. Wir denken, wir leben in einem fortschrittlichen Land: Die Hälfte der Einwohner sind Frauen und wir haben alle die gleichen Chancen - dem ist aber nicht so. Als ich das begriffen habe, wusste ich, dass sich hier etwas ändern muss und ich dazu beitragen möchte.

 

Wie wichtig ist Ihnen insbesondere Ihre Rolle als Mentorin?

Mentoring ist etwas, das ich sehr gerne mache. Nicht nur in meiner Funktion bei der Initiative Women into Leadership (IWiL), sondern auch bei anderen Gelegenheiten, die sich mir bieten. Sei es meine Praktikantinnen in der Beratung oder die Babysitterinnen unserer Jungs, die mittlerweile Mitte 20 sind und tolle Karrieren machen- ich unterstütze gerne mit Ratschlägen und habe auch schon einigen Frauen den Weg in den Job geebnet. Ich selbst hatte zwar keine Mentorin im klassischen Sinne, habe mir aber in den verschiedenen Phasen meines Lebens auch unterschiedliche Vorbilder gesucht und mir dort Impulse geholt.

 

Was würden Sie ihrem 20-Jährigen Ich raten oder was möchten Sie jungen Frauen auf den Weg geben?

Ich würde immer sagen: „Glaub an dich und trau dir etwas zu! Überleg dir, worauf du Lust hast, such‘ dir Leute, die sowas schon mal gemacht haben und sprich mit denen!“ Auch aktiv Feedback einfordern und Einschätzungen zur eigenen Person von anderen einholen ist hilfreich. Generell ist es wichtig, sich gut zu informieren. Bei allen Entscheidungen im Leben gilt:  Es gibt immer zwei Seiten - alles hat was Gutes und auch was weniger Gutes gleichermaßen. Deswegen gilt es abzuwägen.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist: Augen auf bei der Partnerwahl! Wenn erst bei der Kinderplanung auffällt, dass der Mann, den ich vor drei Jahren geheiratet habe, das patriarchalische Modell verfolgt, ist das schlecht. Und auch wenn das Thema mit 30 Jahren noch weit weg zu sein scheint: Altersvorsorge ist wichtig. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass mittlerweile die Hälfte aller Ehen in Deutschland nicht mehr richtig funktionieren. Wenn ich dann die letzten zehn Jahre zuhause war – was mache ich dann? Auch aus der mütterlichen Perspektive: Wenn die Kinder nach 18 Jahren das Haus verlassen – bin ich weiterhin zufrieden mit meinem Leben, wie es gelaufen ist? Und abschließend möchte ich unbedingt noch sagen, dass natürlich nicht alle Frauen Karriere machen sollen oder müssen, darum geht es nicht. Es sollte jedoch die Freiheit herrschen, dass denen, die es wollen, keine Steine in den Weg gelegt werden.

 

Du möchtest deine Perspektiven ausloten und Karriere als Führungskraft machen? Mit einem berufsbegleitenden Master-Studium an der FOM Hochschule sicherst du dir deine Chancen!

 

 

Ausbildung oder Studium?

Nina zieht einfach beides durch

„Eine Ausbildung machen? Dafür braucht man doch kein Abitur!“ So oder so ähnlich ist die Reaktion vieler Mitschüler auf Ninas Entscheidung, sich nach dem Abi zur Industriekauffrau ausbilden zu lassen. Die Sorge sei groß, man würde sich „unter Wert verkaufen“. Nina sieht das ganz anders: Eine Ausbildung sei schließlich ein wichtiges Fundament im Berufsleben – darauf möchte sie nicht verzichten. Auf ein Studium allerdings auch nicht. Wieso die Lehre zur Industriekauffrau nur der erste Schritt in Ninas Karriere ist und wieso sich die Dual-Studentin eine Promotion für ihre Zukunft vorstellen kann, hat sie uns erzählt.

Was mache ich nach dem Abitur? Das fragen sich jährlich viele Schülerinnen und Schüler und stehen damit vor einer großen Entscheidung. Für die damals 17-jährige Nina war die Wahl jedoch schnell getroffen – selbständige Psychologin möchte sie werden, da ist sie sich ganz sicher. Doch dann kommt alles anders: „Ich hatte leider nicht den NC, um zum Psychologie-Studium zugelassen zu werden. Also habe ich überlegt, was ich stattdessen machen könnte – wie ich die Wartezeit aufs Studium nutzen könnte.“ Nina entscheidet sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau, denn kaufmännisches Grundwissen kann man als Selbständige ja immer gut gebrauchen. Schnell wird jedoch klar: Eigentlich gefällt es Nina ganz gut in der Wirtschaft. So gut sogar, dass sie dabei bleiben möchte. „Bis vor ein paar Jahren hätte ich mir das selbst nie vorstellen können“, gibt Nina zu. „Ich habe mal ein Tagespraktikum in einem Betrieb absolviert und fand es super langweilig“, schmunzelt sie. „Sobald man dann aber wirklich Teil des Unternehmens ist und im Berufsalltag angekommen, macht es richtig Spaß.“ Die 19-Jährige absolviert aber nicht nur eine Ausbildung zur Industriekauffrau – sie studiert parallel an der FOM. „Duales Studium“ nennt sich diese Ausbildungsform und bringt für Nina einige Vorteile mit sich, die schon bei der Fächerwahl beginnen: „Ich studiere 'Betriebswirtschaftslehre & Wirtschaftspsychologie' - quasi das Beste aus beiden Welten. Ich möchte in meiner Karriere vorankommen – gleichzeitig kann ich meinem Interesse nach Psychologie nachgehen – und das am besten noch in Kombination mit einer Ausbildung.“

„Ich nutze meine Freizeit gerne, um schneller an mein Ziel zu kommen“

Wieso ist das Thema Ausbildung so wichtig für die junge Frau? „Ich finde eine Ausbildung ist für alles die Basis. Wenn man gleich studieren geht, weiß man ja gar nicht, was einen später im Arbeitsleben überhaupt erwartet.“ Berufserfahrung zu sammeln, steht für Nina also ganz oben auf der Liste. Zeit verlieren, möchte sie dadurch aber nicht. „Mir würde das alles etwas zu lange dauern“, gibt sie zu und lächelt. „Drei Jahre Ausbildung, dann drei Jahre Bachelor und nochmal zwei Jahre Master…Puh! Mein Bruder hat damals auch schon parallel zum Job studiert an der FOM und ich dachte mir ‚das kann ich auch‘. Klar geht dafür einiges an Freizeit drauf, aber das nehme ich gerne in Kauf, um schneller an mein Ziel zu kommen.“ Klingt nach einem ambitionierten Plan! Mittlerweile ist Nina bald im dritten Semester. Und ist sie immer noch happy mit ihrer Wahl? „Ja, ich bin immer noch sehr zufrieden. Ich habe in dieser kurzen Zeit schon so viel gelernt, was ich im Job dann auch direkt anwenden kann. Zu merken, dass ich so schnell Fortschritte mache, motiviert mich auf jeden Fall. Außerdem merke ich, wie ich aus jedem Bereich etwas für den anderen mitnehmen kann.“

„Innerhalb von vier Tagen hatte ich meine Ausbildungsstelle“

Arbeit, Berufsschule und Studium gleichzeitig zu wuppen – das funktioniert natürlich nicht immer ganz stressfrei. Aber auch den unangenehmeren Phasen kann Nina etwas Positives abgewinnen: „Man lernt, sich zu organisieren - mein Zeitmanagement ist schon viel besser geworden.“ Dass sie strukturiert und selbständig handeln kann - das hat Nina gleich zu Beginn des Dualen Studiums schon unter Beweis gestellt. Zwar bietet die FOM umfangreiche Untertstützung bei der Ausbildungsplatzsuche an – Nina sichert sich ihre Arbeitsstelle jedoch ganz allein. „Das ging damals wahnsinnig schnell: Zwischen Bewerbung und Zusage lagen am Ende gerade mal vier Tage“, erzählt sie stolz.

„Man weiß, worfür man es macht“

Worin sieht Nina eigentlich den größten Unterschied zwischen „normalen“ Vollzeitstudium und einem dualen Studium? „Man wächst und entwickelt sich wahnsinnig schnell weiter: Die praktische Arbeitserfahrung ist einfach durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig lernt man, strukturiert an Dinge heranzugehen und gut zu planen – das bringt einen nicht nur beruflich, sondern auch generell im Leben besser voran. Zu wissen, WOFÜR man lernt, macht außerdem einen großen Unterschied. Wenn man nur den theoretischen Hintergrund kennt – sein Wissen, aber noch nie in der Praxis angwandt hat, kann man ja gar nicht wissen, was einem überhaupt Spaß macht, wo man mal hin möchte.“ Wo Nina mal hin möchte - das weiß die 19-Jährige schon ganz genau: Nachdem sie in nicht mal zwei Jahren einen international anerkannten Bachelor- sowie den IHK-Abschluss als Industriekauffrau inkl. absolvierter Ausbildung im Unternehmen in der Tasche haben wird, möchte sie weitermachen: mit einem Master oder sogar Doktortitel.

Jetzt mehr über Nina im Video-Podcast erfahren

Wenn du erfahren möchtest, wie Nina Ausbildung und Studium unter einen Hut bringt, dann hör mal in den Video-Podcast #allessein der FOM rein. Hier erzählt sie außerdem, welche Belastungen aber auch  Vorteile dieser Wegmit sich bringt – und wie glücklich sie diese Entscheidung macht. Lass dich von Ninas spannender Geschichte inspirieren!

Jung, talentiert und motiviert

Lindas Weg zur Führungskraft

„Ist doch auch nur ein Stück Papier“ – denkt Linda noch bis vor ein paar Jahren über einen Hochschulabschluss. Die Einstellung der jungen Stuttgarterin ändert sich, als sie merkt, dass sie im Beruf an Grenzen stößt. Sie möchte weiterkommen und den nächsten Schritt gehen – eine Position mit Personalverantwortung. Dafür braucht sie einen akademischen Titel im Lebenslauf. Wieso sie heute happy mit der Entscheidung für ein Studium ist und sich sogar wünscht, sie hätte früher damit angefangen, hat sie uns erzählt.

Vor ein paar Monaten feiert Linda ihr 10-jähriges Jubiläum bei der Kreissparkasse Ludwigsburg. Dabei ist sie gerade mal 27 Jahre alt. Die ehrgeizige Stuttgarterin weiß früh, was sie will: Nach einem Schüler-Praktikum bei der Bank entdeckt sie ihre Leidenschaft für Finanzen und beginnt direkt nach der Realschule dort ihre Ausbildung. Mit 19 ist sie ausgebildete Bankkauffrau und fängt in der Beratung an. Um sich für höhere Stellen zu qualifizieren, absolviert sie berufsbegleitend ihren Fachwirt an der Sparkassenakademie. Doch es bleibt bei dem Beraterjob. „Ich habe relativ schnell gemerkt, dass mich das dauerhaft nicht glücklich machen wird. Der Job macht mir Spaß, aber langfristig wäre ich damit einfach unterfordert.“ Was sie dauerhaft glücklich machen würde – das weiß Linda schon: Eine Führungsposition soll es sein – sie möchte Personalverantwortung. Und weil Linda gut organisiert ist, hat sie schnell einen Weg gefunden, wie sie ihr neues Ziel erreicht: An der FOM studiert sie seit knapp zwei Jahren BWL im Bachelor – berufsbegleitend, neben ihrem Vollzeitjob bei der Bank.

Von Vorbildern und Mentoren

Ein Vorgesetzter erkennt Lindas Potential und bestätigt sie in ihrem Wunsch nach einer leitenden Position. Er glaubt an sie und fördert ihre Entwicklung innerhalb des Unternehmens. „Eine gute Beziehung zu den Menschen bei der Arbeit, insbesondere zu den eigenen Vorgesetzten, halte ich für sehr wichtig. Die Vertrauensbasis, die da herrscht, ist letztendlich auch das, was mich hält – monetäre Anreize könnten niemals ausreichen.“

Vorbilder hat Linda nicht nur im beruflichen Umfeld: „Ich komme glaube ich sehr nach meinem Opa. Der ist zwar schon in Rente, hat aber keinen einzigen Tag nicht gearbeitet – er findet einfach immer etwas, was zu tun ist. Meine Eltern sind da viel lockerer. Meine Mutter hat mich neulich noch gefragt, wieso ich überhaupt studiere – mein Leben war doch schließlich auch davor ganz gut.“, erzählt Linda und lacht. Die Meinung von anderen, insbesondere von jemandem, der schon Erfahrung auf einem bestimmten Gebiet hat, hört sie sich gerne an, trifft am Ende aber ihre eigenen Entscheidungen: „Ich habe meinen eigenen Kopf und weiß schon selbst genau, was ich will.“

Wer ernst genommen werden will, muss sich selbst ernst nehmen

Die Förderung, die Linda im Beruf erfährt, möchte sie auch weitergeben. „Ich habe gemerkt, dass ich andere Mitarbeiter gerne in ihrer Entwicklung unterstütze. Ich bin ein sehr selbständige Person und lege meist direkt los. Wenn ich anderen helfen kann, ihnen Dinge erklären und dann sehe, dass sie jetzt besser zurechtkommen, macht mich das happy.“ Ob sie Sorgen hat, dass sie ernst genommen wird? „Nein. Anfangs war das schon meine Befürchtung, aber ich hatte bisher noch nie Probleme damit. Ich nehme mich selbst ernst – weiß, was ich kann und was ich fordern kann. Ich glaube diese konsequente Art verschafft mir auch Respekt.“

 „Ich gebe nicht auf, sondern Gas!“

Linda war schon immer ein ehrgeiziger Typ. Was sie macht, macht sie richtig – gibt immer 100 Prozent. Dabei fällt auf: Ehrgeiz bedeutet nicht gleich Verbissenheit. Lindas lockere Art fällt sofort auf und ist etwas, das sie sich selbst auch unbedingt bewahren möchte: „Ich sehe die Dinge nicht zu streng. Ich muss auch nicht überall die Beste sein, aber ich will schon vorne mit dabei sein", erklärt Linda mit einem Augenzwinkern. Wie ihre Freunde sie beschreiben würden? „Auf jeden Fall als diszipliniert. Ich gehe gerne auch mal den schweren Weg. In der Vergangenheit hat sich das für mich immer ausgezahlt.“

Ihre Ausbildung hat sie mit Bravour gemeistert und auch das Bachelor-Studium wird Linda sehr wahrscheinlich ein Semester früher abschließen. Dabei kommt ihr eine bestimme Charakter-Eigenschaft zu Gute: Ihr positives Mindset. „Ich sehe eigentlich immer das Positive in jeder Situation. Auch wenn es mal Probleme auf der Arbeit gibt, verharre ich nicht lange in Gedankenschleifen, sondern frage mich stattdessen ‚Was kann ich tun, um es zu ändern?‘ Alles andere bringt mich ja nicht weiter.“ Klingt eigentlich logisch und ist doch eine überraschend weise Einstellung für eine so junge Frau. Selbst der Corona-Situation kann Linda auch etwas Gutes abgewinnen. „Ich schreibe gerne Hausarbeiten, also habe ich einige Module vorgezogen und schon mal abgearbeitet. So spare ich mir ein ganzes Semester! Ich finde es super wie schnell die FOM reagiert und sich entsprechend auf die neue Situation umgestellt hat. Ich kann alle Vorlesungen jetzt online belegen und spare mir den Hin- und Rückweg zur Hochschule.“

Drei Fragen an Linda

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Beruflich würde mich immer wieder für die beiden Bereiche Finance und Führung entscheiden.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich würde wahrscheinlich noch früher mit dem Studium anfangen. Ich finde, da habe ich am Anfang etwas Zeit verloren. Sonst bin ich aber sehr glücklich mit meinem Leben.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Die Möglichkeit, dass ich berufsbegleitend studieren konnte – und das in der Nähe meines Heimatortes.
  • Das positive Feedback von Kollegen, die auch schon an der FOM studiert haben.
  • Die große Auswahl an Studiengängen. Und es kommen ja sogar immer mehr dazu. Da denke ich oft „Oh, das hätte mich auch noch interessiert!“

 

Kein typischer Beamter

Andy schafft sich neue Perspektiven

Eigentlich will Andy nach dem Abi ja Tatortreiniger werden. Oder Wedding Planner. Seine Eltern finden, sein Zimmer sei doch schon Tatort genug und überreden ihn stattdessen, lieber etwas „Vernünftiges“ zu lernen. So findet Andy den Weg in die klassische Verwaltungslaufbahn. Doch dabei soll es aber nicht bleiben: Der sympathische Darmstädter bringt frischen Wind ins Beamtentum und schafft letztendlich auch für sich selbst ganz neue Perspektiven.

„Beamter in der Kreisverwaltung“ - Liest man diesen Jobtitel, stellt sich sofort ein bestimmtes Bild im Kopf ein. Eingefahren, leicht angestaubt mit krisensicherem Einkommen und wenig Bock auf Arbeit. Der 31-jährige Andy aus Darmstadt räumt auf mit diesen Vorurteilen. Seit nun mehr knapp neun Jahren ist er Beamter im öffentlichen Dienst, ist zuständig für Ausbildungsleitung, Personalentwicklung und Recruiting. Doch zurücklehnen und eine ruhige Kugel schieben – das ist nicht sein Plan. Der 31-Jährige hat Lust auf Neues, Lust auf Weiterbildung und Lust, etwas zu verändern – sowohl bei sich als auch bei anderen.
Normalerweise läuft Weiterbildung in seinem Bereich eigentlich über die Fachhochschule für Verwaltung, Andy hatte sich aber für einen unüblicheren Weg entschieden: Ein berufsbegleitendes Master-Studium in Human Resource Management an der FOM in Frankfurt. Aber wieso ein Studium, das auf die Arbeit in der freien Wirtschaft ausgerichtet ist? „Ich habe gemerkt, dass bestimmte betriebswirtschaftliche Ansätze dem öffentlichen Dienst ganz guttun würden. Das Verwaltungsdenken ist stark geprägt von Recht und Gesetzen – gerade im Personalbereich gibt es aber noch so viel mehr als das.“ Andy fehlen noch ein paar Credits und er muss eine Aufnahmeprüfung bestehen ehe er mit dem Master loslegen kann, ist dann aber ab Tag 1 mit voller Euphorie dabei und resümiert rückblickend: „Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber jeder einzelne Tag in diesen zwei Jahren war richtig toll für mich. Ich hatte ja nicht nur den Input der Dozenten aus der Privatwirtschaft, sondern auch den Austausch mit meinen Kommilitonen, die teilweise auch bei sehr großen, namenhaften Unternehmen beschäftigt waren. Die Kombination hat mir so viele interessante Einblicke gewährt, die ich sonst wohl nie bekommen hätte“.

 Best of both worlds

Andy bekommt die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen, entdeckt Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft. „Eine bestimmte Denkweise aus dem öffentlichen Dienst hat schon seine Berechtigung. Es muss zum Beispiel alles sehr genau zugehen. Schließlich geht es um Steuermittel, man hat also eine gesellschaftliche Verantwortung. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das Personal die wichtigste Ressource einer Organisation– wer hier spart, spart letztendlich an der Leistung des Unternehmens.“  Und welche Arbeitsweise findet Andy nun ansprechender? „Was meine eigene Arbeitsweise betrifft, so habe ich, glaube ich, einen gesunden Mittelweg aus beiden Welten gefunden.“ Das kommt auch Andys Arbeitgeber zu Gute – und so legt sich auch die anfängliche Skepsis mancher Kollegen in der Verwaltung. „Mit dem neuen Hintergrundwissen, das ich hatte, konnte ich Personalprojekte natürlich ganz anders angehen. Ich habe daraufhin viel positives Feedback erhalten – dass es gut ist, dass hier mal anders gedacht wurde oder, dass andere Verfahren zum Einsatz gekommen sind.“

„Entwickeln kann man sich nur, wenn man auch mal etwas anderes sieht“

Nach Beenden seines Master Studiums wechselt Andy den Arbeitgeber. Nicht weil er unglücklich ist, sondern weil er ganz bewusst immer wieder neue Perspektiven sucht, um sich weiterzuentwickeln. „Gerade nach meinem Studium habe ich gemerkt, wie sich mein Denken in bestimmten Punkten sehr verändert hat. Ich vergleiche das immer gerne mit einem Juristen und einem Pädagogen. Beide haben auf ihre Art ihre Daseins-Berechtigung - beide haben aber auch eine komplett andere Sichtweise auf den gleichen Sachverhalt. Meine Juristen-Brille wurde sozusagen um den pädagogischen Aspekt ergänzt – das hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet.“

„Ich möchte einen Sinn in meiner Arbeit sehen“

Heute ist Andy angekommen in seinem Beruf und verhilft wiederum anderen, es ihm gleich zu tun. „Menschen in ihrer Individualität zu sehen, ihre Stärken anzuerkennen und so zu fördern, dass sie in ihrem Beruf aufgehen und Spaß haben – das motiviert mich. Gleichzeitig bringt man so auch das Unternehmen  voran – es ist eine Win-Win-Situation und gibt meiner Arbeit Sinn.“

Drei Fragen an Andy

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Alles.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Höchstens meine Frau noch früher fragen, ob sie mich heiraten will. Ansonsten würde ich alles wieder genauso machen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Durch die FOM habe ich den Blick in die Privatwirtschaft bekommen – das halte ich für wichtig, um den öffentlichen Dienst voranzubringen.
  • Die FOM ist sehr professionell aufgestellt. Ich hatte von Anfang an einen sehr positiven Eindruck und finde gut, dass ich von herausragenden Dozenten mit viel Praxiserfahrung lernen kann.
  • Die Möglichkeit, berufsbegleitend zu studieren. Ich war ja bereits fest im Berufsleben angekommen und wollte keinen krassen Cut machen. Die flexiblen Vorlesungszeiten haben es mir ermöglicht, Beruf und Studium gut parallel unter einen Hut zu bekommen.

 

„Am Ende ist man schon ein bisschen stolz auf sich selbst“

Michelles Mut zu neuen Perspektiven zahlt sich aus

Seit einem Jahr arbeitet Michelle nun schon in der IT. Dass sie einmal in diesem Bereich landen würde, hätte sie wohl selbst nie gedacht. Denn: Gelernt hat sie etwas ganz anderes. Mit einer Portion Mut, viel Neugierde, Selbstmanagement und dem Ziel, sich selbst weiterzuentwickeln, hat die gelernte Kauffrau für Büromanagement ihn jedoch geschafft - den Perspektivwechsel!

Dass die berufliche Laufbahn nicht immer in Stein gemeißelt sein muss und auch so manche unvorhergesehene Wendung nehmen kann, das weiß Michelle. Ihr Weg ist alles andere als Standard. Mit 16 Jahren fängt die Realschülerin ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim Bischöflichen Hilfswerk Misereor e.V. in Aachen an. Drei Jahre später hat sie die Ausbildung und das Abitur in der Tasche, einen neuen Job als Sachbearbeiterin in der Anwender- und Systembetreuung und beginnt das Studium in Marketing und Digitale Medien an der FOM. Doch wie kommt es zu diesem beruflichen und akademischen Umschwung?

 „Im Vergleich zu ihnen war ich ein kompletter Newcomer“

Für Michelle stand von Anfang an fest: sie will nach der Ausbildung in ihrem Unternehmen bleiben! „Als nach Abschluss meiner Ausbildung die neue Stelle im IT geschaffen wurde, musste ich nicht lange überlegen“, so Michelle. Auch wenn sie eigentlich nicht vorhatte den Bereich zu wechseln, ergreift sie kurzerhand die Initiative, bewirbt sich und bekommt den Job. „Dass ich einmal hier landen würde, hätte ich niemals gedacht, weil ich ja eigentlich nicht viel Ahnung von IT Themen hatte und während der Ausbildung nur einen Monat in die Abteilung reingeschnuppert habe“. Trotzdem wagt sie den Sprung und tritt die Stelle an. „Am Anfang war ich schon sehr unsicher, ob das was wird, und habe mich mit meinen Kollegen verglichen, die entweder schon jahrelang Berufserfahrung in dem Bereich hatten oder eine Ausbildung oder sogar ein Studium im IT-Bereich absolviert haben.“ Im Vergleich zu ihnen war ich ja ein kompletter Newcomer“, erinnert sich Michelle. Heute fühlt sie sich jedoch sehr wohl mit ihrer Entscheidung. Schnell hat sie gemerkt, dass sich auch ihre Kollegen in einem stetigen Lernprozess befinden und nicht immer direkt auf alles eine Antwort parat haben. Stößt man auf Probleme, wird sich gegenseitig geholfen oder gemeinsam recherchiert. Außerdem hat sie erkannt, wo ihre Stärken liegen und was ihr besonders viel Freude bereitet und diese Aufgaben zu ihrem Spezialgebiet gemacht. „Am Ende des Tages ist man dann schon stolz auf sich, wenn man merkt, dass man einen neuen Bereich, vor dem man zuerst ordentlich Respekt oder sogar Angst hatte, gemeistert hat und etwas gelernt hat, das man sich früher gar nicht so zugetraut hätte“, bemerkt Michelle schmunzelnd.

 „Dann war klar, dass ich an die FOM gehe!“

Und wie kam es zu der Entscheidung, nach der Ausbildung dann doch noch ein Studium zu beginnen? „Ich habe einfach gemerkt, dass man mit einem Studium noch einmal mehr erreichen kann als mit einer Ausbildung und es daher schon noch sinnvoll wäre zu studieren. Auch mein Ausbilder, mit dem ich mich beraten und Rücksprache gehalten habe, hat mich darin bestärkt diesen Schritt zu gehen, um mich bestmöglich weiterzuentwickeln.“, erzählt Michelle. Das Berufsleben wollte sie dennoch nicht missen, weshalb für die frisch Ausgebildete nur noch ein berufsbegleitendes Studium zur Debatte stand - „Dann war klar, dass ich an die FOM gehe!“. Ihr Studiengang „Marketing und Digitale Medien“ ermöglicht es ihr nicht nur Marketing-Kenntnisse aufzubauen, sondern auch ihr theoretisches Wissen im Bereich IT zu festigen. Ihr Unternehmen unterstützt sie dabei sowohl durch beratende Gespräche als auch durch Bildungsurlaub im Jahr.

 „Keine Panik bekommen und die Sache ruhig angehen. Andere haben es ja auch gemeistert!“

Damit das Studium, neben Job und Privatleben, nicht auf der Strecke bleibt, ist für Michelle besonders eines wichtig – Zeitmanagement. „Besonders wichtig ist es, sich die Zeit zu nehmen, sich auf Vorlesungen vorzubereiten und sie, momentan natürlich online, zu besuchen. Dann ist es auch gar nicht so schwierig, wie man am Anfang vielleicht denkt“, rät sie. Und wenn man dennoch den Durchblick verlieren sollte – „Keine Panik bekommen und die Sache ruhig angehen. Andere haben es ja auch gemeistert!“.

Mit offenem Blick in die Zukunft

Mit dieser positiven Einstellung blickt Michelle auch auf ihre Zukunft. Was genau auf sie zukommt, weiß sie noch nicht. Fest steht, sie hat Spaß am Lernen und daran, sich bestmöglich persönlich weiterzuentwickeln. „Ich könnte mir vorstellen im Veranstaltungsbereich zu arbeiten. Auch Presse- oder Marketingarbeit finde ich aber super interessant“. Egal welche berufliche Perspektive sie einnehmen will: Wir sind uns sicher – mit so viel Engagement und Mut, kann es nur gut werden.

Drei Fragen an Michelle

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich glaube ich würde gar nichts ändern. Klar, ich vergleiche mich schon mit Freunden, die den „normalen“ Weg mit einem „normalen“ Abitur und Studium gegangen sind. Ich komme aber meistens zu dem Schluss, dass die vielleicht mehr Freizeit und Studentenleben haben, aber nicht die Erfahrungen und die finanziellen Mittel, die ich schon habe. Es hat halt beides seine Vor- und Nachteile.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Für mich war es bisher der perfekte Weg. - Ich würde alles genauso wieder machen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die Präsenzlehre – Ich finde es schön, sich mit den anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen austauschen zu können und den persönlichen Kontakt zu den Professorinnen und Professoren zu haben

Die Personen an der FOM. Man merkt immer wieder, dass die Studentinnen und Studenten das Studium sehr ernst nehmen und wissen, wo sie hinwollen und wofür sie es tun. Das wirkt sich dann auch positiv auf unsere Professorinnen und Professoren aus, die die Vorlesungen sehr anschaulich und praxisorientiert gestalten.

Die gute Vereinbarkeit von meinem Studium und dem Beruf durch Vorlesungen die am Abend oder am Wochenende stattfinden.

Don’t quit, do it!

Für Lela ist jedes Hindernis im Leben auch eine neue Chance

Wenn Personaler Lelas Lebenslauf lesen, kommen viele Fragen auf. Denn nur auf dem Papier ist es schwer, die Wendungen, Kreuzungen und Abbiegungen in ihrem CV nachzuvollziehen. Lelas Leben ist alles andere als 08/15: Viele Dinge liefen nicht so gradlinig, wie sie es sich damals vielleicht gewünscht hätte. Dennoch haben genau diese Erfahrungen sie zu dem Menschen gemacht, der sie heute ist: Stark, unabhängig und erfolgreich. –Was zunächst wie ein Hindernis erschien, entpuppte sich als neue Perspektive in Lelas Leben.

 „In meiner Heimat habe ich keine Perspektiven für mich gesehen“

Lelas Lebenslauf ist alles andere als durchgeplant: In ihrem beruflichen Leben sind viele Dinge spontan passiert und waren mit Hindernissen verbunden. Aber die gebürtige Georgierin lässt sich von den Rückschlägen nicht unterkriegen – ganz im Gegenteil. Ihr Credo: Aufstehen und weitermachen! Denn jeder Rückschlag birgt auch neue Perspektiven. Mit gerade einmal 23 Jahren beschließt Lela nach ihrem abgeschlossenen Journalistik- und Musik-Studium auszuwandern– und zwar nach Deutschland! Innerhalb von drei Monaten lernt sie die Sprache und arbeitet als Au-Pair bei einer deutschen Familie. Hier baut sie ihre Sprachkenntnisse aus, lernt die Werte und die Kultur des Landes kennen und beginnt, sich in das Land zu verlieben: „Ich habe gemerkt: Deutschland ist das Land, in dem ich meine Träume verwirklichen kann. Hier kann ich meine Fähigkeiten endlich umsetzen – in Georgien habe ich mich immer eingeschränkt gefühlt.“ Sie beschließt, in Deutschland zu bleiben und sich beruflich weiterzuentwickeln - doch die deutsche Bürokratie legt ihr erst einmal Steine in den Weg: Weder ihr Schul- noch ihr Studienabschluss werden anerkannt - sie muss nochmal ganz von vorne anfangen. Ein kleiner Rückschlag, von dem sich Lela jedoch nicht aus der Bahn werfen lässt. Obwohl sie in Georgien bereits ein Studium abgeschlossen hat, sieht sie die Ausbildung am Studienkolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife als Chance an: „Ich habe mich aufgrund der Sprachbarriere noch nicht bereit gefühlt, einen Job in Deutschland zu beginnen. Deshalb war das einjährige Programm eine ideale Chance, mich auf das Arbeitsleben vorzubereiten.“

 Neues Land, neue Möglichkeiten

Mit dem anerkannten Schulabschluss in der Tasche eröffnen sich für Lela ganz neue Möglichkeiten. Sie stellt ihren vorherigen Werdegang in Frage: Waren Journalismus und Musik die richtige Wahl für mich? Oder liegen meine Skills nicht in einem ganz anderen Bereich? Lela hat vor allem eines gelernt – mit genug Mut und Fleiß kann man alles erreichen. Diese Erkenntnis bringt sie zu einem zweiten Wendepunkt im Leben: Sie beginnt ein Studium der Wirtschafskommunikation in der Hauptstadt. Und dann kommt alles Schlag auf Schlag: Bachelor-Abschluss, Vollzeitjob und die erste Beförderung. Sie ist mittlerweile Ende zwanzig – ein Alter, in dem die meisten Menschen mit der Ausbildung durch sind und sich auf die berufliche Karriere konzentrieren. Für Lela ist aber noch lange nicht Schluss, ihr Wissensdurst ist noch nicht gestillt. Zwar gefällt ihr der Job in einem internationalen Beratungsunternehmen, aber innerlich hadert sie damit „nur“ einen Bachelor-Abschluss zu haben. Auf die Vorzüge eines Vollzeitjobs wollte Lela dennoch nicht verzichten, ebenso wenig auf ein Präsenzstudium. Von einer Arbeitskollegin erfährt sie von den Studienmöglichkeiten an der FOM und beschließt: Das mache ich!

Am I enough?

Lela beginnt das Master-Studium „Sales Management“ und lernt sofort die Vorzüge des berufsbegleitenden Studiums kennen, denn sie kann das Gelernte direkt im Job anwenden. Bei ihrer Projektmanagement-Tätigkeit übernimmt Lela mehr und mehr Aufgaben aus dem Sales-Bereich und kann sich so sowohl fachlich als auch beruflich weiterentwickeln. Dabei empfindet sie die Doppelbelastung aus Studium und Vollzeitjob gar nicht mal als so nervenaufreibend: „Dadurch, dass ich schon neben meinem Bachelor-Studium 20 Stunden gearbeitet habe, war der Sprung zum Vollzeitjob nicht mehr so groß“. Ihr Zeitmanagement hat Lela im Griff, anders sieht es aber manchmal mit dem Selbstvertrauen aus: „Zu Beginn des Studiums war ich mir unsicher, ob ich den Master überhaupt packe. Da war natürlich wieder die Sprachbarriere und neue Fächer, die mich gechallenged haben. Ich habe mich aber auch oft mit anderen Studierenden verglichen und mich gefragt: „Bin ich gut genug?“ Statt sich von der eigenen Unsicherheit ausbremsen zu lassen, lässt sie sich von ihr antreiben: Sie kniet sich richtig rein ins Studium, lernt ununterbrochen, gibt immer 100% - und das zahlt sich aus. Ihre Master-Thesis über die georgische Weinkultur und dessen Etablierung auf dem deutschen Markt erntet viel Lob und wird sogar auf der „9th Academy of Wine Business Research Conference“ in Australien vorgestellt. Lela erkennt, dass sie definitiv gut genug ist – sie will eine wissenschaftliche Karriere einschlagen und promovieren. Und dieses Ziel erfüllt sich auch!

„Ich will Expertin im Bereich Woman‘s Entrepreneurship werden!“

Bevor sie diesen Plan jedoch weiterverfolgt, nimmt das Leben erneut eine weitere schöne Wendung: Lela wird Mutter und geht in Elternzeit. Heute arbeitet sie im Vertrieb eines mittelständischen IT-Unternehmens und gibt am Wochenende in einem Verein eingewanderten Frauen interkulturelle Trainings und Businesskurse – insbesondere in Bezug auf Unternehmensgründung. Und auch ihre Promotion nimmt Fahrt auf: An der Universität Siegen promoviert sie mittlerweile zum Thema „Woman‘s Entrepreneurship“. In Georgien gibt es bislang kaum Untersuchungen zum Thema Gender, Frauen und Unternehmensgründungen – eine Lücke, die Lela mit ihrer Promotion füllen möchte. Das Thema Frauen und Gründung liegt ihr sehr am Herzen, denn schon in ihrer Kindheit in Georgien kommt sie damit in Berührung: „Nach dem Ende des Kommunismus in meiner Heimat waren meine Eltern, so wie 80 % der Menschen, arbeitslos und mussten erfinderisch werden. Mein großes Vorbild ist meine Mutter, die in der Krise schnell reagiert und ihr eigenes Business aufgebaut hat. Sie hat ein eigenes Geschäft gegründet und alles verkauft, was zu Geld gemacht werden konnte. Diese Einstellung hat mich sehr geprägt und inspiriert“. Aber auch ihre Arbeit bei der Initiative Selbständiger Immigrantinnen in Berlin hat ihr gezeigt, dass Frauen, vor allem mit Migrationshintergrund vor speziellen Herausforderungen bei der Unternehmensgründung stehen. Egal wie viele unerwartete Wendungen noch auf Lelas Weg warten – letztendlich sind sie die Basis für neue Perspektiven und damit für die wunderbare Chance über sich selbst hinauszuwachsen, das weiß sie jetzt.

Drei Fragen an Lela

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Ich würde alles genauso machen. Ich bin sehr glücklich, wie sich mein Leben entwickelt hat. Mir ist bewusst, dass mein Lebenslauf etwas „extraordinary“ ist, aber jede Entscheidung hat mich weitergebracht.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich am Anfang meines Werdegangs viel Zeit verloren habe. Wäre ich früher, beispielsweise direkt nach der Schule, nach Deutschland gekommen, wäre ich jetzt vielleicht schon an einem anderen Punkt. Aber trotzdem bereue ich natürlich keine meiner Entscheidungen.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

  • Die Flexibilität und die Vereinbarkeit von Job und Studium
  • Der gute Standort meines Hochschulzentrums – so musste ich nicht pendeln
  • Die Möglichkeit, sich neben dem Beruf weiterzuentwickeln und viele Praxisbeispiele zu bekommen

Young Leader

Nadja entwickelt ihren eigenen Führungsstil

Probleme? Alles eine Frage der Perspektive! Nadja aus Hamburg schreckt vor schwierigen Situationen nicht zurück – sie spornen sie an. Wie weit man es mit Talent, gesundem Selbstbewusstsein und einem positiven Mindset schaffen kann, beweist sie, als sie mit nur 24 Jahren die Leitung der Marketing- und PR-Abteilung der beiden renommierten Hamburger Hotels Empire Riverside und Hotel Hafen Hamburg übernimmt. Heute, drei Jahre später, hat sie nicht nur ihren Traumjob in ihrer Traumstadt, sondern auch ihren ganz eigenen Führungsstil gefunden.

Nadja ist eine echte Powerfrau. Stillstand oder Langweile kennt die heute 27-jährige Hamburgerin nicht. Immer in Action, immer in Bewegung – das gilt für Nadja sowohl körperlich als auch geistig. Neben ihrem Vollzeitjob macht sie ihren Master in Marketing & Communications an der FOM. Sich stetig weiterzuentwickeln ist für sie selbst immer schon wichtig gewesen. In ihrer Position als Leiterin der Marketingabteilung in zwei namenhaften Hamburger Hotels gibt sie ihre positive Hands-On Einstellung seit gut drei Jahren nun auch an ihre Mitarbeiter weiter. Aber erstmal zurück auf Anfang: Wie kommt man in so jungen Jahren überhaupt in eine verantwortungsvolle Führungsposition?

Ich bin hier – ich kann das und ich will das!

 

Mit gerade einmal 24 eine leitende Funktion in einem renommierten Hotelbetrieb innehaben – das fällt nicht vom Himmel. So auch nicht für Nadja. Seit sie 16 Jahre alt ist, arbeitet sie im Hamburger Hotel Empire Riverside – angefangen mit einem Nebenjob im Service. „Die Arbeit im Hotel fand ich immer schon spannend. Ich habe das Gefühl, Menschen, die im Hotel arbeiten, machen das meistens mit voller Leidenschaft – das hat mir gut gefallen.“ Um sich den vollen beruflichen Einstieg ins Hotel zu sichern, aber auch andere Wege offen zu halten, studiert Nadja Businessmanagement mit Fokus Tourismus, Hotel & Event. „Während des Bachelors war ich dann für ein Semester an meiner Wunsch-Uni in L.A., wo ich auch Marketingkurse belegt habe. Da hab‘ ich gemerkt „‘Ok, das ist es – das will ich machen!‘“. Von der Werkstudentin schafft sie schließlich den fließenden Übergang zur Festanstellung in der Marketing- und PR-Abteilung ihrer Hamburger Lieblingshotels. Nadja ist zielstrebig und weiß, was sie will. Als eines Tages die Stelle zur Marketingleitung extern ausgeschrieben werden soll – eine Tätigkeit, die sie zu dem Zeitpunkt ohnehin schon vertretungsweise übernommen hatte – zögert sie nicht lange. „Ich habe die Position aktiv für mich eingefordert. Natürlich gab es erst Bedenken – ich war eben erst 24 Jahre alt. Aber davon habe ich mich nicht abwimmeln gelassen – mein Standpunkt war klar: Ich bin hier, ich hier kann das – und ich will das!‘“. Das überzeugt letztendlich auch Nadjas Arbeitgeber.

 

Weg von „Ich MUSS“ – hin zu „Ich DARF"

 

Die Fähigkeit, für sich einzustehen, den eigenen Wert zu kennen, ohne dabei überheblich zu sein – das sind nur ein Teil der Soft Skills, die Nadja zum Erfolg verholfen haben. Neben ihrem selbstbewussten Auftreten bleibt sie doch vor allem auch Mensch – ist ehrgeizig, ohne verbissen zu sein. „Klar, ich habe Ziele im Leben, das finde ich auch wichtig. Ich mache mich aber nicht fertig, wenn etwas mal nicht klappt. Niemand ist perfekt und im Leben geht es vor allem auch um Flexibilität. Man kann nicht alles planen - manches passiert einfach und man muss lernen, damit so gut es geht umzugehen.“ Das wohl aktuellste Beispiel dafür, dass nicht alles planbar ist, ist die Corona-Krise, die gerade für die Tourismusbranche massive Einbußen bedeutet. Nadja bewahrt trotz allem einen kühlen Kopf und bleibt gelassen. „Für die Hotellerie war die Situation natürlich überhaupt nicht witzig. Für mich als Person war es allerdings nicht schlimm. Ich habe mir andere Aufgaben gesucht, viel gelesen und fand es generell spannend zu sehen, was die außergewöhnliche Zeit mit mir macht. Schwierige Momente sehe ich eher als Herausforderung und nicht als Problem.“ Auch ihren vollen Terminkalender geht Nadja mit dieser positiven Grundeinstellung an. „Alles was ich mache, bringt mir Spaß. Ich glaube, das ist das Geheimnis. Wenn man viel zu tun hat, neigen viele Menschen dazu in Stress oder eine Schockstarre zu verfallen, weil sie die Termine als Last wahrnehmen. Ich versuche eine andere Perspektive einzunehmen und denke mir stattdessen ‚Ich DARF gleich noch ins Meeting und das neue Projekt besprechen oder ich DARF heute Abend noch zum Sport.‘ Auch zunächst anstrengend oder langweilig wirkende Aufgaben verstehe ich als Chance und jede noch so eng geplante Verabredung ist am Ende doch vor allem auch eine schöne Ablenkung vom Alltag.“

Trial and Error

Flexibilität ist Nadja auch beim Thema Führung enorm wichtig. „Kein Mensch ist wie der andere, daher gibt es auch kein Patentrezept, wenn es um Personalführung geht. Für mich bedeutet gute Führung, auf jeden individuell einzugehen und da abzuholen und zu fördern, wo er oder sie gerade steht. Dafür muss man seinen Führungsstil flexibel halten und sich anpassen können.“ Ins oftmals konservative Hotelgewerbe bringt sie frischen Wind: „Ich würde schon sagen, dass ich einen progressiven Führungsstil habe. In unserem Team herrscht eine offene Feedbackkultur. Das gilt für beide Seiten, also auch ich frage aktiv nach Feedback von meinen Mitarbeiter*innen. Mir ist zudem wichtig, dass wir uns duzen und ab und zu abends auch mal zusammen was trinken gehen.“ Nadja interessiert sich sehr für den Bereich HR, liest auch privat immer mal wieder Artikel zu dem Thema und nimmt für sich mit, was sie für gut befindet. Sie geht eben ihren eigenen Weg. Nächste Station: Masterabschluss.

Drei Fragen an Nadja

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Meine jetzige Position für mich einfordern. Gerade als Frau wird man bei Erfolg und Selbstbewusstsein von anderen schnell als „bossy“ hingestellt. Aber da stehe ich (möglichst charmant) drüber. Denn wer nicht für sich selbst einsteht, kann nicht erwarten etwas zu erreichen und wer seinen eigenen Wert nicht erkennt, kann nicht damit rechnen, dass andere dies tun. Außerdem hat mir der Schritt einen Job beschert, den ich sehr liebe.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich bin kein Freund von „Was wäre wenn…“. Von daher nichts! Auch wenn etwas zunächst als unnötige oder schmerzhafte Erfahrung erscheint, bringt es einen weiter. Vielleicht gewinnt man eine neue Erkenntnis oder begegnet Personen, deren Freundschaft, Kritik oder Rat man später nicht mehr missen möchte. Letztendlich ist es im schlimmsten Fall ein Fehler – reflektieren, daraus lernen und abhaken. Denn ändern lässt es sich sowieso nicht mehr.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die gute Vereinbarkeit von Studium und Beruf (durch Abend/Wochenendstudium)

Die Studieninhalte Inhalte decken sich mit den beruflichen Anforderungen

Der erste, gute Eindruck, der sich auch bestätigt hat: Eine moderne, versierte Hochschule in zentraler Lage

 

 

Be your own boss!

Linus und Julius lassen diesen Traum mit Anfang 20 wahrwerden 

Linus und Julius haben es gewagt: den Schritt in die Selbstständigkeit. Gerade das Abitur in der Tasche, gründen die zwei Augsburger ihre eigene Kreativagentur. Und schnell haben sie den Dreh raus: Sie produzieren Videoformate für große Marken. Die beiden jungen Geschäftsführer haben immer wieder neue Ideen und Ziele, die sie angehen – ganz nach dem Motto: einfach mal machen!

Selbständig und unabhängig sein war für Linus und Julius schon immer wichtig. Bereits als Schüler arbeiten beide in verschiedenen Nebenjobs und verdienen sich ihr eigenes Geld dazu. So wollen sie aus ihrem Ersparten und ganz ohne Kredit eine GmbH gründen: „Für die Gründung einer GmbH brauchten wir jede Menge Geld. Das war ganz schön hart. Durch Kellner-Jobs, kleinere Videoproduktionen und unser erspartes Taschengeld hatten wir das Geld aber dann nach dem Abi tatsächlich zusammen“, berichtet Linus stolz. Und so setzen sie 2018 die Unterschrift für die Eintragung ihrer eigenen GmbH. Nach monatelanger Vorarbeit entsteht so „Urban & Uncut Studios“. Doch wie kommen die zwei frischgebackenen Abiturienten dazu schon in so jungen Jahren ein Unternehmen zu gründen?

Das Hobby zum Beruf machen – ganz oder gar nicht

Mit einem ersten gemeinsamen Youtube-Video auf dem Dachboden von Julius fängt alles an. Die beiden Teenager sind 14 und 15 Jahre alt und der Youtube-Hype geht gerade so richtig los. „Wir haben anfangs nur für uns und aus Spaß ein paar Videos gedreht“, erinnert sich Linus. Und Julius fügt hinzu: „Linus musste immer bis tief in die Nacht unsere Videos schneiden, weil er da schon etwas mehr Erfahrung hatte. Aber irgendwann habe ich mich dann auch einfach mal drangesetzt und Gefallen daran gefunden.“ Bis heute schweißt die gemeinsame Leidenschaft die beiden zu einem echten Dream-Team zusammen. So sehr, dass sie – anfangs vielleicht etwas blauäugig – aber mit der nötigen Motivation und extra Portion Mut U&US gründen. „Wir dachten uns, warum machen wir nicht einfach Geld mit dem, was wir gut können und gern machen? Also haben wir direkt eine GmbH gegründet, weil wir es wirklich ernst meinen – eben ganz oder gar nicht“, grinst Julius. „Und wenn man so jung ist wie wir, hat man mit einer GmbH im Rücken einfach ein besseres Auftreten gegenüber potenziellen Kunden“, fügt Linus hinzu.

„Man kann sich ja nicht alles selbst beibringen.“

Die jungen Firmengründer haben sich ihr Handwerk – also das Filmen, das Schneiden, die Postproduktion und alles was noch dazu gehört – selbst beigebracht. „Learning by doing ist unsere Art, Dinge anzugehen. Man muss es dann aber auch wirklich wollen und durchziehen“, versichert Julius. Mit dieser Einstellung haben es die jungen Unternehmensgründer weit geschafft. Doch auch sie erkennen, dass die autodidaktische Herangehensweise ihre Grenzen hat: „Wir haben gemerkt, dass wir als Geschäftsführer mit vielen Sachen zu tun haben, die man sich nicht einfach selbst beibringen kann. Wenn wir uns kreativ ausleben können – kein Problem. Aber ‚kreativ ausleben‘ geht zum Beispiel nicht bei der Steuererklärung oder der Buchhaltung“, erklärt Linus grinsend. Um das und andere strategische Bereiche zu lernen, studieren beide jungen Geschäftsführer berufsbegleitend an der FOM Hochschule „Business Administration“. Parallel lernen und Geld verdienen kennen die beiden ja bereits aus ihrer Schulzeit.

„Verantwortung, die Spaß macht“

Besonders das Fach Human Resources (HR) begeistert Julius und Linus: „Wir beschäftigen mittlerweile drei feste Mitarbeiter und sechs Werkstudenten. In HR lernen wir, wie wir verantwortungsvoll mit ihnen umgehen und dabei die Leistung unserer Agentur steigern“, erklärt Julius. Dazu gehören Gehälter genauso wie regelmäßige Mitarbeitergespräche und das Abfragen der Stimmung in der Agentur.

Julius und Linus beweisen, dass man nicht warten muss, um erfolgreich zu sein. Man braucht nur Mut und den starken Willen, seine Wünsche und Ideen anzugehen und auch zu verwirklichen. Mit ihrer Kreativagentur haben die beiden Augsburger ihr Hobby zum Beruf gemacht und arbeiten stetig an Verbesserungen und neuen Projekten. Für sich, für ihre Mitarbeiter und natürlich auch für ihre Kunden.

Jetzt mehr über Julius & Linus im Video-Podcast erfahren

Wenn du genauer wissen willst, wie man sich schon vor dem Abitur eine selbständige Karriere aufbaut, welche Schritte besonders wichtig sind und was die zwei Freunde sonst noch alles auf dem Kasten haben, dann hör rein in den neuen Video-Podcast #allessein! Hier kannst du noch mehr von Julius und Linus hören – und sehen!