Young Leader

Nadja entwickelt ihren eigenen Führungsstil

Nadja Dahlmann

Probleme? Alles eine Frage der Perspektive! Nadja aus Hamburg schreckt vor schwierigen Situationen nicht zurück – sie spornen sie an. Wie weit man es mit Talent, gesundem Selbstbewusstsein und einem positiven Mindset schaffen kann, beweist sie, als sie mit nur 24 Jahren die Leitung der Marketing- und PR-Abteilung der beiden renommierten Hamburger Hotels Empire Riverside und Hotel Hafen Hamburg übernimmt. Heute, drei Jahre später, hat sie nicht nur ihren Traumjob in ihrer Traumstadt, sondern auch ihren ganz eigenen Führungsstil gefunden.

Nadja ist eine echte Powerfrau. Stillstand oder Langweile kennt die heute 27-jährige Hamburgerin nicht. Immer in Action, immer in Bewegung – das gilt für Nadja sowohl körperlich als auch geistig. Neben ihrem Vollzeitjob macht sie ihren Master in Marketing & Communications an der FOM. Sich stetig weiterzuentwickeln ist für sie selbst immer schon wichtig gewesen. In ihrer Position als Leiterin der Marketingabteilung in zwei namenhaften Hamburger Hotels gibt sie ihre positive Hands-On Einstellung seit gut drei Jahren nun auch an ihre Mitarbeiter weiter. Aber erstmal zurück auf Anfang: Wie kommt man in so jungen Jahren überhaupt in eine verantwortungsvolle Führungsposition?

Ich bin hier – ich kann das und ich will das!

 

Mit gerade einmal 24 eine leitende Funktion in einem renommierten Hotelbetrieb innehaben – das fällt nicht vom Himmel. So auch nicht für Nadja. Seit sie 16 Jahre alt ist, arbeitet sie im Hamburger Hotel Empire Riverside – angefangen mit einem Nebenjob im Service. „Die Arbeit im Hotel fand ich immer schon spannend. Ich habe das Gefühl, Menschen, die im Hotel arbeiten, machen das meistens mit voller Leidenschaft – das hat mir gut gefallen.“ Um sich den vollen beruflichen Einstieg ins Hotel zu sichern, aber auch andere Wege offen zu halten, studiert Nadja Businessmanagement mit Fokus Tourismus, Hotel & Event. „Während des Bachelors war ich dann für ein Semester an meiner Wunsch-Uni in L.A., wo ich auch Marketingkurse belegt habe. Da hab‘ ich gemerkt „‘Ok, das ist es – das will ich machen!‘“. Von der Werkstudentin schafft sie schließlich den fließenden Übergang zur Festanstellung in der Marketing- und PR-Abteilung ihrer Hamburger Lieblingshotels. Nadja ist zielstrebig und weiß, was sie will. Als eines Tages die Stelle zur Marketingleitung extern ausgeschrieben werden soll – eine Tätigkeit, die sie zu dem Zeitpunkt ohnehin schon vertretungsweise übernommen hatte – zögert sie nicht lange. „Ich habe die Position aktiv für mich eingefordert. Natürlich gab es erst Bedenken – ich war eben erst 24 Jahre alt. Aber davon habe ich mich nicht abwimmeln gelassen – mein Standpunkt war klar: Ich bin hier, ich hier kann das – und ich will das!‘“. Das überzeugt letztendlich auch Nadjas Arbeitgeber.

 

Weg von „Ich MUSS“ – hin zu „Ich DARF"

 

Die Fähigkeit, für sich einzustehen, den eigenen Wert zu kennen, ohne dabei überheblich zu sein – das sind nur ein Teil der Soft Skills, die Nadja zum Erfolg verholfen haben. Neben ihrem selbstbewussten Auftreten bleibt sie doch vor allem auch Mensch – ist ehrgeizig, ohne verbissen zu sein. „Klar, ich habe Ziele im Leben, das finde ich auch wichtig. Ich mache mich aber nicht fertig, wenn etwas mal nicht klappt. Niemand ist perfekt und im Leben geht es vor allem auch um Flexibilität. Man kann nicht alles planen - manches passiert einfach und man muss lernen, damit so gut es geht umzugehen.“ Das wohl aktuellste Beispiel dafür, dass nicht alles planbar ist, ist die Corona-Krise, die gerade für die Tourismusbranche massive Einbußen bedeutet. Nadja bewahrt trotz allem einen kühlen Kopf und bleibt gelassen. „Für die Hotellerie war die Situation natürlich überhaupt nicht witzig. Für mich als Person war es allerdings nicht schlimm. Ich habe mir andere Aufgaben gesucht, viel gelesen und fand es generell spannend zu sehen, was die außergewöhnliche Zeit mit mir macht. Schwierige Momente sehe ich eher als Herausforderung und nicht als Problem.“ Auch ihren vollen Terminkalender geht Nadja mit dieser positiven Grundeinstellung an. „Alles was ich mache, bringt mir Spaß. Ich glaube, das ist das Geheimnis. Wenn man viel zu tun hat, neigen viele Menschen dazu in Stress oder eine Schockstarre zu verfallen, weil sie die Termine als Last wahrnehmen. Ich versuche eine andere Perspektive einzunehmen und denke mir stattdessen ‚Ich DARF gleich noch ins Meeting und das neue Projekt besprechen oder ich DARF heute Abend noch zum Sport.‘ Auch zunächst anstrengend oder langweilig wirkende Aufgaben verstehe ich als Chance und jede noch so eng geplante Verabredung ist am Ende doch vor allem auch eine schöne Ablenkung vom Alltag.“

Trial and Error

Flexibilität ist Nadja auch beim Thema Führung enorm wichtig. „Kein Mensch ist wie der andere, daher gibt es auch kein Patentrezept, wenn es um Personalführung geht. Für mich bedeutet gute Führung, auf jeden individuell einzugehen und da abzuholen und zu fördern, wo er oder sie gerade steht. Dafür muss man seinen Führungsstil flexibel halten und sich anpassen können.“ Ins oftmals konservative Hotelgewerbe bringt sie frischen Wind: „Ich würde schon sagen, dass ich einen progressiven Führungsstil habe. In unserem Team herrscht eine offene Feedbackkultur. Das gilt für beide Seiten, also auch ich frage aktiv nach Feedback von meinen Mitarbeiter*innen. Mir ist zudem wichtig, dass wir uns duzen und ab und zu abends auch mal zusammen was trinken gehen.“ Nadja interessiert sich sehr für den Bereich HR, liest auch privat immer mal wieder Artikel zu dem Thema und nimmt für sich mit, was sie für gut befindet. Sie geht eben ihren eigenen Weg. Nächste Station: Masterabschluss.

Drei Fragen an Nadja

1. Was würdest du genau so wieder machen?

Meine jetzige Position für mich einfordern. Gerade als Frau wird man bei Erfolg und Selbstbewusstsein von anderen schnell als „bossy“ hingestellt. Aber da stehe ich (möglichst charmant) drüber. Denn wer nicht für sich selbst einsteht, kann nicht erwarten etwas zu erreichen und wer seinen eigenen Wert nicht erkennt, kann nicht damit rechnen, dass andere dies tun. Außerdem hat mir der Schritt einen Job beschert, den ich sehr liebe.

2. Was würdest du auf jeden Fall anders machen?

Ich bin kein Freund von „Was wäre wenn…“. Von daher nichts! Auch wenn etwas zunächst als unnötige oder schmerzhafte Erfahrung erscheint, bringt es einen weiter. Vielleicht gewinnt man eine neue Erkenntnis oder begegnet Personen, deren Freundschaft, Kritik oder Rat man später nicht mehr missen möchte. Letztendlich ist es im schlimmsten Fall ein Fehler – reflektieren, daraus lernen und abhaken. Denn ändern lässt es sich sowieso nicht mehr.

3. Was sind deine drei Gründe für ein Studium an der FOM?

Die gute Vereinbarkeit von Studium und Beruf (durch Abend/Wochenendstudium)

Die Studieninhalte Inhalte decken sich mit den beruflichen Anforderungen

Der erste, gute Eindruck, der sich auch bestätigt hat: Eine moderne, versierte Hochschule in zentraler Lage

 

 

Du kannst     
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   sein

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